Rezensent im Portrait

aus Hannover
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- Über mich
- lese gerne gute Krimis, Thriller, Belletristik. Für ein gutes Hörbuch gehe ich meilenweit.
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Ein großartiges Finale einer besonderen ThrillerreiheRezension vom 09.06.2013"Fear - Grab des Schreckens" ist der letzte Thriller der beiden renommierten Autoren Lincoln Child und Douglas Preston. Gleich zu Beginn jagen sie uns einen dermaßen rasanten Opener um die Ohren, dass selbst James Bond seinen Cocktail verschütten würde. Aufregend geht es weiter, und wieder bleiben die beiden immer hart am Rande des Unmöglichen, um eine bizarre Geschichte zu erzählen. Schade nur, dass die Autoren sich bei ihren Bösewichten zu sehr auf alte Plattitüden und Feindbilder verlassen. Aber trotz gemeiner Nazis, die fiese Menschenversuche durchführen, ist der wohl letzte Band mit dem ungleichen Ermittlerpaar D'Agosta und Pendergast ein großartiges Finale einer besonderen Thrillerreihe - wenn auch nicht unbedingt geeignet für Neueinsteiger. -
Ein packender US-amerikanischer psychologischer ThrillerRezension vom 09.06.2013Mit "Und nachts die Angst" (im englischen Original etwas treffender "The Edge of Normal") gelingt der US-Amerikanerin Carla Norton ein spannender psychologischer Thriller. Im Mittelpunkt steht eine schwer misshandelte junge Frau, die aber durch ihren Mut und ihre Kraft anderen helfen kann und dadurch schließlich auch ihre eigenen Traumata überwindet. Dabei spielt Norton mit dem irritierenden Effekt, dass wir als Leser stets besser informiert sind, als die Figuren der Story selbst - und dass wir sie bei ihren hilflosen Versuchen beobachten müssen, dem ebenso raffinierten wie perfiden Täter auf die Schliche zu kommen. So ist Und nachts die Angst ein packender Thriller, der uns eine interessante Art der posttraumatischen Bewältigung zeigt. -
Ein dystopischer Thriller, der das Gruseln lehrtRezension vom 09.06.2013Liz Jensen hat schon in ihrem Thriller Endzeit ein Szenario voller unheimlich-bedrohlicher Unentrinnbarkeit geschildert. Und auch in Die da kommen sind es wieder die Kinder, die sich völlig entgegen der Normalität verhalten. Dabei schafft Jensen es virtuos, einzelne Phänomene zu einer globalen Bedrohung zusammenwachsen zu lassen. Das ergibt nicht nur eine absolut gruselige Stimmung, es zeigt auch die Ausweglosigkeit, in der sich die Helden ihrer Story befinden. Gänsehaut pur - Liz Jenzen legt mit Die da kommen einen neuen dystopischen Thriller vor, der zunächst ganz harmlos daherkommt und einem dann das Gruseln lehrt. Wer dieses Buch zuklappt, geht an keinem Spielplatz mehr ohne Beklemmung vorbei! -
Ein krönender AbschlussRezension vom 09.06.2013Arne Dahl übertrifft sich mal wieder selbst mit seinem Thriller Bußestunde, dem zehnten und letzten Fall der Stockholmer Spezialeinheit für besondere Gewaltverbrechen. Dahl sprüht hier wieder vor Ideen und verwickelt seine A-Gruppe noch einmal in mehrere parallele Fälle, die er, wie lose Fäden, einmal gesponnen, geschickt immer stärker miteinander verwebt. Dabei vergisst er aber auch in Bußestunde nicht, seinen Figuren viel Raum für eigenwillige Einfälle zu geben. So ist Bußestunde ein fesselnder Krimi, der leider, leider trotz seiner 450 Seiten viel zu schnell zu Ende ist. Ein krönender Abschluss einer fesselnden, stets etwas anderen Krimireihe.
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Ein großer PechvogelRezension vom 09.06.2013Sami Macbeth ist weder Juwelendieb oder Safeknacker, noch Islam-Fanatiker oder Geiselnehmer. Er ist nur ein großer Pechvogel, der immer tiefer in ein Schlamassel hineingerät, aus dem es kaum noch ein Entrinnen gibt. Michael Robotham schafft es in "Bevor du stirbst", eine virtous-rasante Jagd durch London zu inszenieren, die den sympathischen jungen Sami MacBeth in eine immer ausweglosere Lage bringt. In einer kleinen, aber entscheidenden Nebenrolle taucht Ex-Polizist Vincent Ruir auf, den wir schon aus dem Fall mit dem Psychologen Joe O'Loughlin in "Dein Wille geschehe" kennen. Bevor du stirbst, im englischen Original "Bombproof" schon 2009 erschienen, erfreut uns durch seine zahlreichen, überraschenden neuen Wendungen. Der Krimi wird ebenso vergnüglich wie großartig von dem Schauspieler Johannes Steck gelesen. -
Ein ambitionierter Krimi, der den Finger auf eine hässliche Stelle im sonst so humanen Europa legtRezension vom 09.06.2013Meldungen über Menschenhandel, Schlepperbanden, gesunkene Flüchtlingsboote und sogar moderne Sklaverei erreichen uns fast täglich in den Medien.Die Schwedin Tove Alsterdal greift dieses aktuelle Thema in ihrem sehr engagierten Krimi Tödliche Hoffnung auf. Sie erzählt die Geschichte einer Frau, die auf eigene Faust versucht, ihren verschwunden Mann zu finden. Der freiberufliche Journalist arbeitet an einer Story über skrupellose Schlepperbanden, hinter denen ehrbare Geschäftsmänner und honorige Politiker stehen - und die mit dem Einschleusen Illegaler riesige Gewinne machen, indem sie sie unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten lassen. Dabei greift die Autorin echte Fälle moderner Sklavenarbeit aus der nahen Vergangenheit auf und bindet diese in die Handlung ein. Ganz nebenbei wird deutlich, welche beruflichen Risiken manche Journalisten, und insbesondere die freiberuflichen, eingehen müssen, um an eine wirklich spektakuläre Story zu kommen. So ist Tödliche Hoffnung ein ambitionierter Krimi, der den Finger auf eine hässliche Stelle im sonst so humanen Europa legt, das erst 2013 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde. -
Eine durchweg spannende StoryRezension vom 09.06.2013Frauen, die ihre Ermittlungen selbst in die Hand nehmen, sind schon länger ein Trend im Thrillergenre. Becky Masterman lässt in ihrem Debüthriller Der stille Sammler ihre toughe Ex-Ermittlerin Brigid Quinn von der Leine. Das besondere an ihrer ebenso sympathischen wie cleveren Heldin ist ihr Alter. Sind die meisten toughen Frauen so um die dreißig und (zumindest in den diversen TV-Serien) stets top gestylt, ist es bei Masterman eine eigenbrödlerische 59-Jährige, die mit ihrer hartnäckig-unbeirrbaren Art einen besonders perfiden Killer zur Strecke bringt - und die dabei selbst in den Fokus der Ermittlungen gerät. Zwar weist die Handlung ein paar kleine logische Schwächen auf, aber dennoch ist Der stille Sammler eine durchweg spannende Story, ganz hervorragend gelesen von der Schauspielerin und Synchronsprecherin Sabina Godec. -
Ein kurzweiliger, unterhaltsamer und spannender Reiseführer-Action-KrimiRezension vom 09.06.2013Dass Dan Brown immer ein wenig dick aufträgt, dafür lieben wir seine Geschichten. Und auch in Inferno lässt er sich in dieser Hinsicht nicht lumpen. Wieder mit von der Partie ist der Indiana Jones der Symbolik, Robert Langdon, wie immer mit einer schönen, geheimnisvollen und ausgesprochen cleveren jungen Frau an seiner Seite. Dieses Mal spielt Browns Thriller nicht nur in Florenz, der Stadt der Medici und der Renaissance, sondern auch in Venedig, der Stadt im Wasser und in Istanbul, dem Schmelztigel zwischen Okzient und Orient. Und wieder erfahren wir viel Wissenwertes über die einzelnen Städte und ihre bedeutende Geschichte. Auch macht er Lust, sich einmal näher mit Dante Alighieris Werk, der Göttlichen Komödie zu beschäftigen, als dessen berühmtester Teil wohl das Inferno gelten muss. So ist Dan Browns gleichnamiger Thriller wieder ein kurzweiliger, unterhaltsamer und spannender Reiseführer-Action-Krimi, der sich gleichzeitig einem drängendem Thema widmet: der wachsenden Überbevölkerung dieser Erde. -
Ein engagierter und rasant erzählter KrimiRezension vom 09.06.2013So lieben wir die Krimis von Gabriella Wollenhaupt: Mit jedem ihrer Maria Grappa-Fälle nimmt sie sich auch eines politisch aktuellen und brisanten Themas an. In ihrem neuen, dem 23. Band Grappa und die Toten vom See beschäftigt sie sich mit der Neonaziszene in Deutschland - und mit den zuständigen Behörden, die immer wieder auf dem rechten Auge blind sind. Dabei arbeitet sie viele aktuelle Ereignisse wie die NSU-Morde in ihre schwungvoll und ambitioniert erzählte Geschichte ein. Und auch Grappas Lieblingsbäckerin, das westfälische Urgestein Frau Schmitz, kann diesmal nicht nur leckere Brötchen, sondern ein paar entscheidende Tipps beisteuern. So ist Grappa und die Toten vom See ein engagierter und rasant erzählter Krimi, in dem Gabrielle Wollenhaupt ihre forsche Jounalistin Maria Grappa wieder auf ein politisch-brisantes Thema ansetzt. -
Ein fesselnder Scweden-KrimiRezension vom 13.05.2013In Mörderische Schärennächte, dem vierten Fall des sympatischen Kommissars Thomas Andreasson, entwickelt Viveca Sten einen spannenden Fall um die oftmals brutalen Ausbildungsmethoden einer Spezialeinheit der schwedischen Armee. Dabei streut sie immer wieder Tagebucheinträge eines damaligen Soldaten ein, der sehr bildlich beschreibt, wie sadistisch der Umgang einiger Vorgesetzter mit ihren Rekruten war. Diese Einträge aus den 1970er Jahren verflechtet sie mit den aktuellen Ermittlungen der Sandhamner Polizei um den Tot des Studenten und das Schicksal des ehemaligen Küstenjägers. Aber natürlich nimmt auch das Privatleben Thomas sowie das seiner alten Schulfreundin Nora wieder viel Platz ein. So ist Mörderische Schärennächte ein fesselnder Krimi mit einigen erschütternden Details über die Ausbildungsmethoden innerhalb des schwedischen Militärs, und zugleich eine Fortsetzung der privaten Geschichte von Thomas und Nora. Der Schauspieler Stephan Schad liest Viveca Stens neuen Krimi auf gewohnt hohem Niveau.













