BuchhändlerInnen im Portrait

aus Berlin

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Über mich
lese, höre, sehe gern querbeet - und lasse mich liebend gern inspirieren.
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1992
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Meine Rezensionen

  • Der Tod kommt nach Pemberley. Kriminalroman
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    Der Tote im Wald
    Rezension vom 27.03.2013
    Die komplizierte Beziehung zwischen Darcy und Wickham steht im Mittelpunkt dieser Kriminalgeschichte - und das starre englische Verhaltensschema lässt wenig Spielraum für emotionale Ausbrüche.
    P.D. James greift die Handlungsstränge aus Austens "Stolz & Vorurteil" auf, sucht Erklärungen und verwebt sie zu einer neuen Episode, angesiedelt 6 Jahre nach der Eheschließung zwischen Darcy & Elizabeth.
    Obwohl die Darstellung der starren Konventionen gut gelungen ist, bleiben meiner Meinung nach die Figuren seltsam blass. Ich habe die Scharfzüngigkeit Elizabeths vermisst.
    Gelungen war der Einstieg durch die kurze Zusammenfassung der "Vorgeschichte", so dass auch Nicht-Jane-Austen-Leser einen Zugang zu den Figuren bekommen, und hat mich zu einem neuerlichen Fernsehabend mit "Stolz & Vorurteil" verleitet...
    Ich bin zwiegespalten ob dieser "Fortsetzung" - doch entscheiden Sie selbst.
  • Munkel Trogg: Der kleinste Riese der Welt
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    Ein kleiner Riese riesengroß
    Rezension vom 20.03.2013
    Ein liebevoll skurriles Buch übers "anders sein", neugierig bleiben & die eigenen Stärken nutzen... wunderbar verpackt in die Geschichte um Munkel, seinen Raubazz Bruder, den König Gedankenarm und die Freundschaft eines Riesen mit einem Kleinling.
    Wie Munkel es schafft, einen flüchtigen Drachen einzufangen, das Mädchen Emily aus den Händen der ungestümen Königstochter zu befreien und nebenbei noch seine geheime Welt zu retten - das müsst ihr schon selbst herausfinden!!!
    Und alle, die Fans von Munkel werden - können sich jetzt schon auf weitere Abenteuer freuen.
  • Das Lied der Stare nach dem Frost
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    Wie wahr sind Erinnerungen?
    Rezension vom 20.03.2013
    Ein lang gehütetes Familiengeheimnis, sich aufbäumend nach dem Tod der Mutter, lässt Rixa an ihren Erinnerungen zur Familiengeschichte (ver)zweifeln. Sie macht sich auf die Suche und stößt auf Widerstände & Ungereimtheiten. Was ist mit Amelie passiert - der großen Schwester, über die alle schweigen?
    Ein Stück deutsche Geschichte wird lebendig durch die Pfarrersfamilie Retzlaff im Mecklenburger Land.
    Lesenswert!
  • Knapp am Herz vorbei. Roman
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    Alles nur ein Traum?
    Rezension vom 08.03.2013
    Willie, the actor, Sutton - Amerikas geliebter und gehasster Bankräuber begibt sich auf Spurensuche seines Berufslebens, schwelgt in Erinnerungen, schlägt die Kapitel seiner Entwicklung auf, lässt uns teilhaben an seinen Träumen und Sehnsüchten.
    Der Junge aus Irish Town gerät dank 3er Wirtschaftsdepressionen auf die schiefe Bahn, verfällt der Frau seines Lebens und versucht seinem Ehrenkodex treu zu bleiben...
    Moehringer erzählt in leisen, chronologischen Rückblicken die Geschichte und langsam schält sich die Frage heraus, wie "unschuldig" Willie wirklich ist, wie realitätsnah Erinnerungsfetzen sind und wie viel Wunsch "der Vater des Gedanken" ist.
  • Artikel 5
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    Liebe in Zeiten des totalen Gehorsams
    Rezension vom 23.02.2013
    Die USA sind befreit - und mitten drin in einem totalitären Regime, das seine Bürger bevormundet, erzieht, bestraft, demütigt und sogar tötet, ohne den geringsten Ansatz von Reue.
    Ember, 17, ist unehelich geboren und verstößt somit nach dem neuesten Statut der Moralmiliz - sie wird verhaftet, als Resozialisierungsmüll ins Heim gesteckt und ihrer Mutter wird der Prozess gemacht...
    Alles schreit nach Flucht, nach Aufbegehren - und nach 3 Wochen in der Besserungsanstalt kann Ember mit Hilfe von Chase fliehen. Doch kann Ember ihrem Jugendfreund noch trauen? Immerhin ist er bei der Miliz, hat geholfen, ihre Mutter zu verhaften und sie ins Heim zu stecken, verhält sich merkwürdig distanziert und die Gewaltbereitschaft schlummert ganz knapp unter seiner Haut - immer auf dem Sprung...
    Ein Hauch von Orwells 1984, Rhue`s Welle und "Auf der Flucht" zieht durch die Story dieser Dystopie.
  • Das Haus der Tänzerin
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    Spanien wirft seine Schatten voraus
    Rezension vom 23.02.2013
    Ein packender (Familien)Roman, der die Zeit des spanischen Bürgerkrieges reflektiert - da dessen Auswirkungen auf die Protagonisten ein Geheimnis bis ins Jahr 2001 legen...
    Emma flieht nach den Anschlägen des 11.09.2001 (ihr Freund kommt in den Twin Tower ums Leben) ins ererbte Haus in Spanien/ Valencia - und "stolpert über die Vergangenheit" ihrer Oma Freya, die freiwillig als Krankenschwester im Bürgerkrieg gearbeitet hat. Nach und nach blättert sich die ganze Abscheulichkeit des Krieges auf, die Entbehrungen der Zeit, die tiefen Freundschaften die geschlossen wurden, die Wucht des Glaubens und der Rechtschaffenheit von Freiheitsliebe und dem Wollen einer Demokratie - und in diesem Chaos verwoben ist die Geschichte von Freya, Tom, Charles, Gerda, Rosa & Jordi, die sich erst in der zweiten Generation danach aus den Erinnerungen "befreit" und den Enkeln erzählt werden kann.

    In diesem Roman steckt mehr, als Titelbild und Klappentext vermuten lassen! Lassen sie sich auf diesen Schmöker mit TIEFGANG ruhig mal ein. Es lohnt sich!
  • Das Dorf der Mörder
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    Den Schweinen zum Frass ...
    Rezension vom 12.02.2013
    Eine halb gefressene Leiche erschüttert die Besucher des Tierparks und ruft die Polizei auf den Plan - das Opfer wurde sediert und den Pekaris als Futter überlassen, doch in welchem Zusammenhang der Mann zum Tierparkpersonal steht, bleibt vorerst unklar. Die ermittelnde Beamtin wird brutal niedergestreckt, eine Angestellt gefasst und für schuldig befunden - jedoch scheint ihr Geständnis nicht alle Zweifel auszuräumen.
    Die junge Polizistin Beara & der angehende Psychologe Saaler ermitteln jeder für sich auf eigene Faust weiter, und jedes neue Puzzleteil scheint nach Wendisch Bruch zu führen, dem Dorf ohne Männer...
    Eine spannende, gut erzählte Kriminalgeschichte, die die einzelnen Sequenzen zu einem Flickenteppich zusammensetzt, der erst im allerletzten Moment sein abgründiges Gesamtbild preisgibt.
  • Liebe unter Fischen
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    Jodeln auf der Goldelse
    Rezension vom 09.02.2013
    Eine sommerlich leichte Liebesgeschichte - gespannt vom Herzen Berlins in die monumentale Erhabenheit der österreichischen Bergwelt. Der ausgebrannte Autor Alfred nimmt sich notgedrungen eine Auszeit in der weltabgeschiedenen Hütte seiner Verlegerin, lernt hanfanbauende Jodler, faszinierende Fisch-Frauen und die Ruhe in sich selbst kennen - um wieder im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens anzukommen. Dies alles locker, ironisch, sprachgewitzt und liebevoll verpackt in einem kleinen feinen Roman.
  • Das endlose Jahr
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    Lebensborn - Stigma
    Rezension vom 05.02.2013
    Gisela Heidenreich beschreibt in beklemmender Selbstreflektion ihre lebenslange Suche nach der Lösung des Geheimnisses um ihre Geburt - geboren in einem Lebensborn Heim in Oslo, zuerst aufgezogen von der Tante, dann die Kehrtwende zur Mutti - die lebenslang kühl, distanziert und ausweichend auf Fragen reagierte-, ausgesetzt den Sticheleien und Verleumdungen durch Mitschüler & Verwandte und dem eigenen inneren Wissen, dass da irgendetwas mit einem selbst nicht stimmen kann. Auf der Suche nach der Wahrheit muss sich die Autorin der SS-Vergangenheit ihrer Eltern stellen, erfährt zumeist durch fremde Quellen Bruchstücke aus dem Leben ihrer Mutter und wird gequält mit der Last der Frage: wie steht um die Liebe einer Mutter wirklich, wenn das Dasein einer Tochter vor fremden Menschen (Arbeitskollegen etc.) ein Leben lang negiert wird? Und auf einmal stolpert sie aus der Lüge der Mutter über den realen Vater, hochrangiger Offizier, überzeugter Nationalist - wie damit umgehen?
    Gisela Heidenreich schafft es, neben ihrer eigenen Familiengeschichte das Phänomen "Vergessen, Verdrängen, Verschweigen" einer ganzen Nation nach dem Krieg zu hinterfragen, Antworten zu suchen in den Fragmenten der Erinnerungen, der Aussagen von Nürnberg usw.

  • Du findest mich am Ende der Welt
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    Zeig mir deine Briefe - und ich sage dir, wer du bist
    Rezension vom 29.01.2013
    Eine leichte Liebesgeschichte - verspielt, rätselhaft, auf den Spuren Cyrano de Bergeracs kommt sie daher und bringt den Galeristen Jean-Luc um sein Herz.
    Wird er die geheimnisvolle Principessa finden? Hält die Sehnsucht des Briefwechsels der Realität stand?
    Ein amüsanter Roman über die Sichtbarkeit der "Dinge" - und die Schönheit der verborgenen "Unscheinbarkeiten".