Das Geheimnis der Cellistin

Beinahe normale Fälle eines ungewöhnlichen Psychiaters (Gekürzte Lesung)

von François Lelord

Hörbuch

Anzahl CDs: 3

Spieldauer: 205 Minuten

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Spannend wie die Fälle von Oliver Sacks, poetisch wie die Geschichten von Hector: François Lelord erzählt die interessantesten Fälle aus seinem Leben als Psychiater. Da ist die junge Frau, die nur noch mit Handschuhen das Haus verlässt und nichts zu berühren wagt. Da ist der Student, der Stimmen hört und die Cellistin, die unter Angststörungen leidet. Lelord fühlt sich in seine Patienten ein, stellt die Diagnose und erklärt dem Leser die Geheimnisse der menschlichen Psyche.

Produktdetails

ISBN-10: 3-86952-084-1
EAN: 9783869520841
Originaltitel: Les contes d'un psychiatre ordinaire
Sprecher: August Zirner
Erschienen: 04.2011
Medium: CD
Sprache(n): Deutsch
Spieldauer: 205 Minuten
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August Zirner

August Zirner, aufgewachsen in Illinois / USA, wirkte in zahlreichen Theaterproduktionen, TV- und Kinofilmen mit und erhielt 2007 den Adolf-Grimme-Preis für seine Rolle in dem interkulturellen TV-Drama Wut (ARD).

François Lelord

François Lelord, geboren 1953 in Paris, studierte Medizin und Psychologie und wurde Psychiater, schloß 1996 jedoch seine Praxis, um sich und seinen Lesern die wirklich großen Fragen des Lebens zu beantworten. Er ist viel auf Reisen, besonders gerne in Asien, und lebt nach einem Jahr in Kalifornien heute in Paris und Hanoi, wo er seit 2004 Psychiater an der französischen Klinik ist. Seine Bücher »Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück«, »Hector und die Geheimnisse der Liebe« und »Hector und die Entdeckung der Zeit« wurden internationale Erfolge.

Ralf Pannowitsch

Ralf Pannowitsch, geboren 1965 in Greifswald, studierte Germanistik und Romanistik. Er lebt in Leipzig als Lehrer, Gärtner und Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Beinahe alle Bücher der Autoren Chrstophe André und François Lelord wurden von ihm ins Deutsche übertragen.

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  • Macht Mut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Volker M., am 12.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Francois Lelord ist in erster Linie durch seine „Hector“ Bücher bekannt geworden. Dabei vergisst man leicht, dass er lange Jahre an Kliniken als Psychiater gearbeitet hat und aus dieser Quelle schöpft er die Themen für „Das Geheimnis der Cellistin“.

    Die Psyche ist offenbar ein empfindliches Pflänzchen und wenn man Lelords Fallbeschreibungen betrachtet, ist es fast ein Wunder, dass die meisten Menschen unauffällig sind. Innerhalb von Wochen oder Monaten kann ein seelisches Gleichgewicht ganz ordentlich in Unordnung geraten. Lelord beschreibt solche Fälle am Beispiel von realen Krankengeschichten aus seiner Praxis, vor allem anhand von eher häufigen Befunden: (manische) Depression, Phobie, Zwangsstörungen und Bulimie finden in der Öffentlichkeit kein Echo, werden vielfach totgeschwiegen und Patienten in die Ecke der „Verrückten“ gestellt. Das hilft weder den Betroffenen noch den Therapeuten.

    Lelord beschreibt in der ihm eigenen präzisen, dabei leicht verständlichen Sprache, die diesmal ein wenig sachlicher und etwas weniger poetisch ist, als die in den Hector-Büchern, in welchem Zustand seine Patienten zu ihm kamen und mit welchen therapeutischen Mitteln ihnen geholfen werden konnte. Die Erfolgsrate bei einigen psychischen Erkrankungen ist sehr hoch (z. B. bei Angststörungen), bei anderen kann die Behandlung zumindest die Lebensqualität dauerhaft verbessern. Die Beispiele sind vom Autor gut gewählt, denn sie zeigen, dass auch eine nicht 100%ige „Heilung“ dem Patienten hilft, sich in einem normalen Leben wieder zurechtzufinden. Durch die unaufgeregte und niemals sensationslüsterne Stimmung, die das ganze Buch durchzieht, werden die Betroffenen zum einen aus der Rolle der „Verrückten“ geholt, zum anderen denke ich, dass die Hemmschwelle, sich in solchen Fällen in fachkundige Behandlung zu begeben, sinkt. Wer weiß, dass er mit seinen Problemen nicht alleine und Hilfe möglich ist, der nimmt diese Hilfe vielleicht früher in Anspruch – was die Heilungschancen erheblich verbessert. Insofern unterscheidet sich Lelords Buch deutlich von Oliver Sacks „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“, wo die Kuriosität eines Falles oft im Vordergrund steht und weniger die Relevanz im psychiatrischen Alltag. Lelords Buch enthält keine Überraschungen dieser Art, dafür befasst es sich sehr einfühlsam mit der Seelenlandschaft der „normalen“ Patienten.

    August Zirner, der nicht umsonst gerne Psychologen und Psychiater spielt, liest mit seiner ruhigen, angenehm unaufgeregten Stimme so wunderbar verständnisvoll, dass man sich gleich zu ihm in Behandlung begeben möchte. Er ist ein echter Volltreffer auf der psychiatrischen Besetzungscouch.

    „Das Geheimnis der Cellistin“ ist ein sehr empfehlenswertes (Hör)buch für alle, die sich für die Psyche interessieren, denn es baut Berührungsängste mit diesem negativ besetzten Thema wirksam ab. Wie die „Hector“-Bücher kann auch Lelords neues Werk vor diesem Hintergrund eine echte Lebenshilfe sein.

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