Rezensent im Portrait
aus Wien
- Gesamte Rezensionen
- 38 (ansehen)
- Alter
- 20 Jahre
- Abteilung
- Comics, DVD, Fantasy, Horror, Humor, Manga & Science Fiction
- Funktion
- Lehrling
- Im Beruf seit
- August 2011
-
OutbreakRezension vom 11.12.2012Nachdem er einen Brief einer ehemaligen Geliebten erhält, macht sich der Bakteriologe Dough Wright mit seinem Neffen Ricky auf den Weg in die abgelegene Marhawa Akademie. Der T-Virus ist ausgebrochen und der Schule droht das gleiche Schicksal, wie Raccoon City.
Die Fälle der Infizierung häufen sich, immer mehr Schüler verwandeln sich in Zombies. Die Ursache ist unklar. Doch das ist definitiv nicht das einzige Mysterium an der Geschichte...
Nach langer Zeit der erste Manga, den ich mir zu Gemüte führe. Ein schöner Auftakt der Serie und für Zombie-Fans und Liebhaber der Spielreihe definitiv zu empfehlen!
Chris Redfield erhält ebenfalls einen Auftritt in der Manga-Adaption. Man darf auf mehr bekannte Namen hoffen. -
Sie haben [keine] neuen NachrichtenRezension vom 04.12.2012Paul Planbaum plant nicht. Das ist sein einziges Motto. Nach dem Abitur möchte er den Weg des geringsten Widerstandes gehen und bei seinem Vater, einem renommierten Landschaftsgärtner, eine Lehre anfangen. Doch der würde seinen Sohn lieber studieren sehen, verweigert ihm eine Stelle und verreist zudem mit seiner Freundin.
Nicht nur sein Vater lässt Paul in seiner Planlosigkeit im Stich, auch sein bester Freund Benjamin zieht zum Germanistikstudium nach Bamberg. Obwohl die beiden zuvor durch dick und dünn gegangen sind, lässt er plötzlich nichts mehr von sich hören.
Paul fühlt sich einsam und verkriecht sich zum Zelten in einen nahe gelegenen Wald. Als Paul zwei Fremden hilft, aus dem Baum-Irrgarten herauszufinden, bringen sie ihn auf die Idee einen Survival-Blog zu machen.
Paul sieht darin eine Möglichkeit die Aufmerksamkeit von Benjamin zu ergattern und startet das Projekt. Er verkauft seine Habseligkeiten auf Ebay und lernt dabei Retrogirl18 kennen, die ihn in seinem Vorhaben vollends unterstützt.
Der erste Blogeintrag erregt mehr Aufsehen, als erwartet. Paul wird zum Medienstar. Doch mit vermehrtem Zuspruch wird auch gleichzeitig Kritik lauter. Jeder versucht Paul Worte in den Mund zu legen, die er niemals aussprechen würde. Aus Spaß wird Anstrengung. So war das aber nicht geplant...
Log Out! War mir persönlich stellenweise zu pathetisch. Vor allem die erste Hälfte des Buches hat bei mir stellenweise Augenrollen erzeugt. Es werden viele Klischees bedient und irgendwie will einem der Protagonist nicht so richtig sympathisch werden.
Ein humorvoller Jugendroman mit interessanter Thematik, aus der man, meiner Meinung nach, aber wesentlich mehr herausholen hätte können. Deshalb nur 3 Sterne. -
War on DrugsRezension vom 23.11.2012Ben, Chon und O - sie sind intelligent, schön und Jungunternehmer. Am kalifornischen Strand vertreiben sie allerdings nicht etwa Staubsauger oder Einweggriller, sie handeln mit eigens gezüchtetem Marihuana. Und das sehr erfolgreich!
Als ein konkurrierendes Drogenkartell von ihren Geschäften Wind bekommt, fordern sie ein Stück vom Kuchens. Doch so einfach lassen sich die drei Protagonisten nicht über den Tisch ziehen. Sie schlagen zurück, unwissend, dass ihre Gegner ihnen näher stehen, als sie je vermuten würden.
Kings of Cool ist das erste Buch von Don Winslow, das ich gelesen habe, wird aber definitiv nicht das letzte bleiben. Die mitreissende Handlung, menschlichen Charaktere und der außergewöhnliche Schreibstil haben mich jede Seite genießen lassen.
Zusätzlich muss noch die Covergestaltung hervorgehoben werden. Mit der minimalistischen weißen Schrift auf schwarzem Grund und dem schwarzen Buchschnitt ist das Buch ein echter Hingucker! -
Sprachgewalt und SVVRezension vom 22.11.2012Cherry ist neun, als ihre Mutter sich mit einem Gutenachtkuss von ihr verabschiedet und anschließend aus dem Fenster springt. Damit reisst sie nicht nur sich selbst, sondern auch Cherrys Freude am Leben in einen tiefen Abgrund.
Ihr ohnehin schon distanzierter Vater widmet seine Aufmerksamkeit lieber seiner Arbeit und vollbusigen Frauen, als dem Trösten seiner Tochter. Deshalb zieht sich Cherry immer mehr zurück. Sie fühlt nur noch, wenn eine Rasierklinge durch ihre Haut fährt.
Am Weihnachtsabend verkracht sie sich mit ihrem Vater so sehr, dass er sie rauswirft. Ohne Ziel irrt sie durch die Straßen Berlins, bis sie mit ihrem ehemaligen Schwimmlehrer zusammenstößt...
Sehr schöne Sprache. Doch irgendwie wird man von den wortgewaltigen Sätzen halb erschlagen. Die Dialoge sind meistens absolut realitätsfern. Niemand drückt sich in einer gewöhnlichen Unterhaltung so gewählt und verquer aus. Das hat mein Lesevergnügen etwas gemildert.
Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Buch mit einer bewegenden Geschichte! -
4 Geschwister, 3 Freunde, 2 Villen & 1 TodesfallRezension vom 10.11.2012Schlomo und sein blinder Freund Mendelssohn träumen von einer eigenen Privatdetektei nach dem Vorbild alter Krimis: Mit Hutständer, Zigarren und Sekretärin mit peinlichem Vornamen. Gut trifft es sich da, dass Mendelssohn just ein kleines Vermögen geerbt und davon eine Villa in Hamburg erstanden hat, welche die nötigen Räumlichkeiten bietet.
Angetan sind die beiden nicht nur von ihrem neuen Arbeits- und Wohnraum, sondern auch von ihren Nachbarn, den Geschwistern Laura, Katharina, Ritchie und der Jüngsten, Marvie. Die Vier erweisen sich als klug und charismatisch und so verblüfft es nicht, dass aus Nachbar- bald auch Freundschaft entsteht. Schlomo scheint allerdings für das bildhübsche Nesthäkchen nicht nur platonische Gefühle zu hegen. Dumm nur, dass die an einen Hans Wurst vom Theater vergeben ist, der aus seiner Egomanie keinen Hehl macht.
Doch nicht umsonst heißt es: Hochmut kommt vor dem Fall!
Schwarzer Humor, genau meine Sparte! Nicht nur die Handlung, sondern auch die außergewöhnliche Ausdrucksweise des Autors haben mich von der ersten Seite an gefesselt und das Buch praktisch verschlingen lassen. Die Geschichte hat mir jedenfalls Lust gemacht auch einen Blick in die anderen Titel von Borowiak zu werfen.
Einziger Kritikpunkt: Das Ende wirkt etwas überstürzt.
Trotzdem eine witzige Lektüre für zwischendurch. -
Die Hölle, das sind die anderenRezension vom 30.10.2012Colin Fischer ist ein recht unscheinbarer Junge. Für seine vierzehn Jahre ist er weder besonders groß, noch klein, nicht dick und auch nicht dürr, sein Haarschnitt ist gewöhnlich, die Kleidung ebenfalls unauffällig und heutzutage ist auch Brille tragen ganz normal. Nur sein Asperger-Syndrom macht ihn dann doch irgendwie zum Außenseiter.
Colin eträgt keine Berührungen, wenn er nicht vorgewarnt wird, er verabscheut die Farbe Blau, rezitiert gern wissenschaftliche Erkenntnisse und Statistiken in unangebrachten Situationen und um Mimik einzuordnen, braucht er einen Spickzettel. Die Welt betrachtet er mit der Objektivität und Trockenheit eines Sherlock Holmes. - Nur, dass Colin keinen Sarkasmus versteht.
All das sind Eigenschaften, die nicht gerade hilfreich sind, um die Highschoolzeit unbeschadet zu überstehen. Was Colin auch bewusst wird, als ihn gleich am ersten Tag ein Mitschüler kopfüber in die Toilette tunkt.
Als sich plötzlich ein Schuss einer Pistole in der Schulkantine löst, erweist sich sein Handicap endlich doch als nützlich. Sofort macht sich Colin mit seinem Notizbuch daran, das Rätsel der herrenlosen Waffe aufzulösen.
Das Autorenteam Ashley Miller und Zack Stentz (u.a. bekannt für die Drehbücher von Thor und X-Men: Erste Entscheidung) haben hier wirklich einen tollen Jugendroman zusammengetippt! Die Charaktere sind sympathisch, die Geschichte spannend. Zudem ist es interessant die Gedankengänge eines Asperger-erkrankten ein bisschen besser nachvollziehen zu können.
Unbedingt lesen! -
Ein Sommer am Rande der WeltRezension vom 04.10.2012Harry lebt mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Cal in einem kleinen Örtchen an der Küste von Calliope Bay. Die Sommerferien haben gerade begonnen und seine Mutter ist für den Urlaub allein in die Stadt gefahren.
Es ist ein heißer, ganz gewöhnlicher Tag, als Harry, Cal und ihr Freund Dibs zum Hafen aufbrechen, um ihre Cousine Caroline von der Emma Cranwell abzuholen. Caroline, mit ihrem blonden Haar, den blauen Augen und der reinen, bleichen Haut, ist ein Mädchen, wie die drei sie nur aus Erzählungen kennen.
Es scheint eine herrliche Zeit bevorzustehen, bis merkwürdige Dinge in der alten Fabrik geschehen und alles aus dem Ruder zu laufen scheint...
Sydney Bridge Upside Down ist ein kaum einzuordnender Roman. Es geht um sorglose Kindheit, Erwachsenwerden und die Schatten in einem Selbst. Die ganze Geschichte strahlt irgendwie die Melancholie eines schwülen Sommertages aus, doch auf angenehme Weise. Es ist auf jeden Fall ein einzigartiges Buch und sollte allein deshalb gelesen werden. -
Gedünstete Augäpfel an SchokoladensouffleRezension vom 19.09.2012Patrick Bateman ist 27, intelligent, gepflegt, reich, schön und gut gebräunt. Wenn er nicht gerade in seinem Büro sitzt, Musik hört und das Kreuzworträtsel in der New York Times löst, trifft er sich zu Meetings mit Freunden in sündhaft teuren Restaurants.
Abends geht er in angesagte Clubs, konsumiert Medikamente und Drogen wie Süßigkeiten und flirtet mit den begehrtesten Frauen der Stadt.
Das ganze Geld, seine Habseligkeiten, die Designeranzüge und vielen Nummern in seinem Adressbuch vermögen einfach nicht die allgegenwärtige Leere in ihm zu füllen.
Um mehr als oberflächliche Emotionen zu verspüren, muss er morden, foltern, verstümmeln. Nur darin findet er eine Form von Erlösung.
Dieses Buch ist harter Stoff, nichts für schwache Gemüter. American Psycho nimmt sich viel Zeit um Langeweile, Alltag, Normalität aufzubauen, um die detailliert beschriebenen Folterakte und Morde noch intensiver, grausamer wirken zu lassen.
Fast belanglos werden Treffen und die Kleidung der einzelnen Charaktere beschrieben. Zudem finden sich in dem Buch langwierige Rezensionen zu Musikern und ihren Alben. Das alles bildet einen wichtigen Kontrast zu den Gewaltausbrüchen, dem schleichenden Wahnsinn des Protagonisten.
Bret Easton Ellis ist ein ganz großer Autor und hat mit diesem Buch ein gesellschaftskritisches Kultwerk geschaffen, das eindeutig mit Fight Club mithalten kann.
American Psycho sollte man eindeutig gelesen haben! -
Außergewöhnlicher Reiseführer!Rezension vom 18.09.2012Es steht fest: Nächstes Jahr reise ich zum ersten Mal nach New York. Als Planungsfanatiker, der ich nun mal bin, möchte ich darauf natürlich bestmöglich vorbereitet sein! Somit kam mir das Erscheinen des Styleguide New York natürlich sehr gelegen.
Mit seiner einzigartigen Aufmachung sticht dieser besondere Reiseführer natürlich sofort in's Auge. Der Buchinhalt selbst ist ebenso nicht nur informativ, sondern ein außerordentlicher Blickfang.
Wunderschöne Fotografien und Collagen betten sich neben Kartenausschnitten und Insidertipps.
Zu finden sind Routen für alternative Sightseeing-Touren, die an Blumenläden, Antiquitätenhändlern und kleinen Bistros entlang führen, die man auf normalem Weg vermutlich nicht entdeckt hätte.
Zu den einzelnen Geschäften erhält man liebevolle, detaillierte Informationen. Zudem befinden sich noch wertvolle Tipps zum allgemeinen Überleben in dieser außergewöhnlichen Großstadt.
Eindeutig für New York-Liebhaber zu empfehlen, die nicht immer nur die bekanntesten Stadtteile entlanglaufen möchten! -
Hunde, die bellen, tanzen nicht..Rezension vom 15.09.2012Stig fährt, wie jeden Tag, seelenruhig mit seinem Fahrrad durch die Stadt. Bis er an Hermann, dem Wachhund, vorbeikommt.
Obwohl Hermann Stig schon kennen sollte, bellt er trotzdem immer noch ganz fürchterlich, sobald Stig sich dem Zaun auch nur nähert.
Was ist bloß los mit Hermann? Ist er wirklich bloß schlecht gelaunt, oder steckt vielleicht mehr dahinter?
Ein merkwürdiges Kinderbuch, über einen merkwürdigen Hund. Zu Weihnachten bekommt Hermann nämlich Zigarren von seinem Herrchen und am liebsten wäre er Tänzer.
Moral der Geschichte? - Naja, vielleicht, dass hinter einem kläffenden Hund mehr steckt, als es anfänglich scheint. Oder vielleicht, dass tanzende Hunde nicht bellen.
Unterhaltsam ist die Geschichte allerdings allemal!













