Rezensent im Portrait
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Buch ist Meisterwerk, Film leider nichtRezension vom 17.12.2010Das Originalbuch von "Momo" ist ein Meisterwerk. Philosophisches Gedankengut in äußerster Poesie, und damit ein absolutes Muß für Jung und Alt (wer´s noch nicht kennt).
Leider ist diese Verfilmung eine Enttäuschung. Es fehlt die schlichte Poesie des Originals, und die Besetzung der Momo ist nicht gelungen. Für eine solch außergewöhnliche Figur hat sie nicht genügend Strahlkraft, ist viel zu normal. Die Bilder sind so durchschnittlich, dass man sie zum Glück schnell wieder vergißt. Mario Adorf ist natürlich trotzdem wie immer gut, und J.Schaaf ist auch ein renommierter Regisseur, der ansonsten viele andere gute Filme gemacht hat.
=> deshalb gilt hier unbedingt, vor dem Anschauen erst Lesen! -
Erst Lesen, dann SehenRezension vom 17.12.2010Dieses ist eines der bildgewaltigsten Bücher von Michael Ende.
Daher wäre es schade, den Kindern ihre eigenen Phantasiebilder einzuschränken, indem man ihnen Verfilmung oder auch Hörspiel zuerst serviert.
"Jim Knopf" ist wie "Momo" generell ein absolutes Muß.
Ein Stück Kindheitserinnerung, auf die sich ein ganzes Leben bauen läßt. -
bestes PuppenspielRezension vom 17.12.2010Diese Klassiker "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", ebenso wie die Fortsetzung "Jim Knopf und die wilde 13", sind die besten Stücke der Augsburger Puppenkiste, und mit Abstand die besten Puppenspiele, die ich je gesehen habe.
Den Scheinriesen, den ausgestoßenen kleinen Drachen und die böse Frau Malzahn, die sich in den goldenen Drachen der Weisheit wandelt, wird wohl niemand, der sie gesehen hat, je wieder vergessen.
Ideal geeignet in ihrer Poesie für Jung und Alt gemeinsam,
...inhaltlich ist die Geschichte, wie alle Geschichten von Michael Ende, sowieso wunderbar und nebenbei auch sozialkritisch wie immer...
Sogar schon ab 3/4 Jahren geeignet, da es sich wunderbar als Serie von Einzelteilen ansehen läßt, so wie es bei seiner Erstausstrahlung im Fernsehen vor Urzeiten auch der Fall war. -
Puppenspielklassiker, Originalbuch aber stärkerRezension vom 17.12.2010Diese Klassiker ist die Fortsetzung von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Dieser erste Teil, bzw. seine vielen Einzelstücke, sind die besten Stücke der Augsburger Puppenkiste. Die wilde 13 ist nicht mehr ganz so genial, verdient aber immer noch 5 Sterne, denn beide zusammen sind mit Abstand die besten Puppenspiele, die ich je gesehen habe.
Ich würde allerdings empfehlen nach dem Ansehen von "Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer" zunächst zum Lesen oder Vorlesen der Originalbücher überzugehen. Denn insbesondere bei der "wilden 13" sind die beschriebenen Bilder so gewaltig und intensiv, das es schade ist, wenn sie von vorneherein schon durch die Bildwelt des Puppenspiels festgelegt und beschränkt sind. Für den ersten Teil gilt dies nicht so.
Ideal geeignet in ihrer Poesie für Jung und Alt gemeinsam,
...inhaltlich ist die Geschichte, wie alle Geschichten von Michael Ende, sowieso wunderbar und nebenbei auch sozialkritisch wie immer...
Sogar schon ab Vorschulalter geeignet, da es sich wunderbar als Serie von Einzelteilen ansehen läßt, so wie es bei seiner Erstausstrahlung im Fernsehen vor Urzeiten auch der Fall war. Allerdings ist auch hier die "wilde 13" eher für die Älteren unter den Jungen geeignet, weshalb man sich ruhig die Zeit mit dem Vorab-Lesen lassen kann. -
einer der schönsten, poetischsten und ansprichsvollsten Kinderfilme, die je gemacht wurdenRezension vom 18.11.2010Der Film ist eine der so gut gelungenen Literaturverfilmungen (was leider eher selten der Fall ist), dass die Geschichte von Astrid Lindgren dadurch sogar noch gewinnt (,wie eigentlich alle Astrid-Lindgren-Verfilmungen dieses Regisseurs... Pippi, etc.)
Der Film hat eindrückliche, sehr stimmungsvolle Bildwelten, und die beiden Brüder spielen einfach so anrührend, dass man sie ins Herz schließen muß.
Vor allem aber bietet der Film / die Geschichte die Möglichkeit, sich mit den wesentlichen Dingen im Leben auseinanderzusetzen, die im Alltag oft untergehen. Gerade weil der Alltag oft überwiegend von Leistungsdruck, materialistischem Erfolgsstreben und Idealbildern von unrealistischer Gesundheit geprägt ist, schafft der Film ein gutes Gegengewicht - unverzichtbar für die Entwicklung von sozialen Werten.
Ein idealer Film für Kinder UND Eltern, der viel Gesprächsstoff liefert... und durch seine Kapitelunterteilung auch geeignet ist, ihn, sozusagen als Serie, auch mit kleineren Kindern in Teilstücken zu sehen. -
Heldin die reitet, schießt und gewitzt istRezension vom 18.11.2010Auf jeden Fall die beste Version des Aschenputtelmärchens, denn da kann von Cinderella-Komplex keine Rede sein.
Aschenbrödel ist hier eine echte Heldin, die reitet, schießt!!!! und gewitzt ist - und dabei ganz aktiv den Prinz gewinnt. Sie ist kein passives Opfer, sondern eine junge Frau, die sich aktiv dafür einsetzt, das zu bekommen, was sie will.
Auch wenn es eine restaurierte und damit optisch bessere Fassung des Filmes gibt, haben auch die Kratzer ihren Charme. In mancher Hinsicht unterstreicht das sogar die Poesie und den Märchencharakter, und den Kindern dürfte es egal sein.
Das ideale Geschenk für Kinder - als ein Film, den die Erwachsenen gerne mitkucken! -
echt zeigtgenössischer Film für die ganze FamilieRezension vom 18.11.2010Ein Klassiker und Muß-man-gesehen-haben.
Ein inspirierender Film der viel besser zur Realität passt, als die meisten Hollywood- oder auch deutschen Familienfilme.
Passend, weil Patchworkfamilien und Alleinerziehende zwar die Realität sind, aber in Filmen meistens als zu überwindendes Übel dargestellt werden. Hier ist das endlich einmal anders. Diese Familie steckt an mit ihrer Lebenslust. Und provoziert vielleicht auch ein interessantes Gespräch nach dem gemeinsamen Ansehen.










