BuchhändlerInnen im Portrait

aus Linz

Gesamte Rezensionen
39 (ansehen)
Über mich
Ich liebe Bücher... was sonst?
Alter
21 Jahre
Abteilung
Fachbuch
Lieblingsautoren
Cornelia Funke, Kai Meyer, Marlen Haushofer, Ottfried Preußler, Michael Ende, Frank Schätzing, Meggie Stiefvater, Tanja Stewner, Patrick Rothfuss, George Martin, J.R.R Tolkien
An meinem Beruf gefällt mir
Mehr als alles andere, schätze ich eine gute Geschichte. Geschichten, die einen in ihren Bann ziehen, fesseln und nicht mehr loslassen, bis die letzte Seite umgeblättert ist. Das ist es, was Lesen ausmacht!
Im Beruf seit
August 2010
Das beste Buch aller Zeiten
Matt Ruff: "Fool on the Hill"
Zu meiner Buchhandlung Zu den Top 100: BuchhändlerInnen

Meine Favoriten

Meine Rezensionen

  • Tschick
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    Lesenswert!
    Rezension vom 25.03.2013
    Ein skurriles Roadmovie, in dem zwei Jugendliche zu einer Irrfahrt durch Deutschland aufbrechen, immer das große Ziel vor Augen: die Walachei. Die Erfahrungen, die sie dabei machen und die Personen, die sie treffen, machen aus dem Roman eine ebenso witzige wie liebenswerte Geschichte.
  • Exil
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    Was für ein krankes, geniales Buch
    Rezension vom 19.03.2013
    Protagonistin ist die zu Beginn der Handlung fünfzehnjährige Samantha. Sie lebt gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer großen Schwester Alison in einem Hotel in Tanga, Tansania. Ihre Mutter betreibt das Hotel, während ihr Vater auf undurchsichtige Reisen quer durch den ganzen Kontinent verschwindet. Die Handlung beginnt, als Samantha zurück aufs Internat muss, und ihre Schwester nach England zurückfliegt, von wo aus die Familie vor zwölf Jahren eingewandert ist.
    Samantha hasst die Schule, raucht, kifft und säuft, was das Zeug hält. Ich bin nicht ganz mitgekommen mit ihren soziale Aktivitäten... einerseits ist sie vollkommen verunsichert, sehnt sich nach Aufmerksamkeit, nach Zärtlichkeit und Fürsorge, andererseits stößt sie alles vor den Kopf, was auf mehr als zwei Meter an sie ran kommt. Eigenlich ein alter Hut, und jedes Mädchen, das mal fünfzehn war, erkennt sich in ihr wieder. Das Tragische an ihrer Geschichte ist, dass sie nicht herausfindet aus ihrer Wut und niemanden hat, an dem sie sich orientieren kann. Jeder in ihrer Umgebung hat ein kaputtes Leben, dealt mit Hasch, Koks oder Heroin, handelt mit Waffen oder, so wie ihr Vater, mit Kriegskünsten. Und so versucht sie in diesem Sumpf ihren eigenen Weg zu gehen und man weiß als Außenstehender, als Leser so genau, dass es hoffnungslos ist, dass es keinen Weg gibt. Samantha wird zerrieben zwischen dem, was Afrika ist, und was die weißen Kolonialisten daraus gemacht haben.
    Ihr Vater erkennt sich wieder in seiner Tochter, ist aber unfähig, ihr zu zeigen, dass er sie versteht und nicht will, dass sie so wird wie er. Er lässt sie alleine. Alle ihre Versuche, sich die Liebe, die ihr fehlt anderswo zu holen, scheitern.
  • »Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«
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    Briefe aus dem Wolkenkuckucksheim
    Rezension vom 22.12.2012
    Als der angehende Theater-Regisseur Sebastian Schlösser die ersten Erfolge mit seinen Inszenierungen feiert, ist es schon längst passiert: Die Meise, eine manisch-depressive bipolare Störung hat es sich in seinem Kopf gemütlich gemacht.
    Berauscht von der Energie seiner manischen Phase, der wilden Zeit seiner Meise, reißt er alles mit, was sich ihm in den Weg stellt. Doch er merkt nicht, wie sehr er damit die Menschen in seiner Umgebung vor den Kopf stößt und sie verletzt. Allen voran muss seine junge Frau unter seinen Stimmungen leiden.
    Als sich das Karrussell immer schneller und schneller dreht und der Größenwahn die Genialität ablöst, verliert Schlösser die Kontrolle. Nur im Bademantel und mit Badehose bekleidet, quer durch Berlin irrend, erreicht der Wahn seinen Höhepunkt. Er erkennt, dass er Hilfe braucht und weist sich selbst in die Psychiatrie ein.
    Aus dieser Zeit stammen die Briefe, die er seinem achtjährigen Sohn Matz schreibt. Anhand dieser Schriftstücke lässt sich der Weg zurückverfolgen, den Schlösser gegangen ist, mit allen Höhenflügen, Abstürzen, Drogenexzessen und Fehlern, die er gemacht hat. Schonungslos ehrlich und erbarmungslos detailliert schreibt er seine Gefühle auf und wird sich oft erst beim Schreiben darüber im Klaren, wie sehr seine Frau, seine Freunde und seine Mitmenschen belastet und aufgerieben hat mit seiner unendlichen Energie und seinen unvorhersehbaren Stimmungsschwankungen.
    Die Zeit in der Psychiatrie ist schlimm für ihn, seine Medikamente beginnen gerade erst zu wirken und zwischen tiefen, energiraubenden Depression und unendlicher Arroganz weiß Schlösser nicht, was zu seiner Persönlichkeit gehört und wofür die Krankheit verantwortlich ist. In den Briefen schreibt er sich die Last von der Seele und er tut dies so offen und ehrlich, wie er kann.
    Mich haben diese Briefe sehr berührt, sie helfen die Vorgänge in manisch-depressiven Menschen gut zu verstehen. Ich spreche eine eindeutige Empfehlung an alle Menschen aus, die Verwandte oder Bekannte mit ähnlichem Schicksal haben, und sich dafür interessieren, wie derjenige fühlt. Punke gibt es auch für Aufmachung des Buches und die kindlich-offene Schreibweise des Autors. Durch sie wirkt das Erzählte lebendig
  • Das Leben ist ein wildes Tier
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    Ein gemütliches Buch?
    Rezension vom 01.12.2012
    Stellen Sie sich vor, Sie machen es sich mit einem neuen Buch gemütlich. Sie wissen schon ein bisschen, worum es geht, und freuen sich auf spannende Stunden in der Sicherheit Ihres Wohnzimmers. Dann beginnen Sie zu lesen. Nach den ersten Seiten bröckelt das Lächeln, die Geschichte nimmt sie gefangen. Der selbstgefällige Gesichtsausdruck schwindet und Sie beginnen sich zu fragen: Warum lese ich so was zur Unterhaltung?

    Carsten Stormers Bericht seines Lebens ist unbarmherzig, leidenschaftlich und sehr erschreckend. Der Journalist berichtet von seiner Jugend in Deutschland und von der Suche nach seinem Platz in der Welt. Den hat er schließlich gefunden: mitten im Kriegsgebiet, in Darfur, Somalia, Afghanistan – in jenen Winkeln der Welt, die vergessen werden von der Berichterstattung unserer Medien. Er schreibt von Flüchtlingslagern, von Rebellen und von den Menschen, die immer die Leidtragenden in den Krisen sind.

    Ich habe selten ein ungemütlicheres Buch gelesen. Und ich habe selten ein Buch gelesen, das es so sehr verdient hat, gelesen zu werden, und wo es so wichtig wäre, dass viele Menschen es lesen. Darum spreche ich eine unumschränkte und unbedingte Leseempfehlung aus. Lesen Sie dieses Buch!
  • Der sixtinische Himmel. Historischer Roman
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    EIn großes Kunstwerk
    Rezension vom 30.11.2012
    Viel mehr als um den jungen Aurelio und Michelangelos großartiges Fresko in der sixtinischen Kapelle geht es in Leon Morells Roman um das Leben des Meisters und seines Schülers und um eine geheimnisvolle Intrige, die beiden das Leben kosten kann.

    Michelangelo erhält den Auftrag zur Gestaltung des Deckenfreskos der sixtinischen Kapelle. Wie gerufen kommt ihm da der gutaussehende Aurelio, der bei ihm in die Lehre gehen möchte und flugs zum Modellstehen verdonnert wird. Unglücklicherweise hat Aurelio im Bereich der Bildhauerei nicht wirklich Talent und so bleibt vom Traum, Bildhauer zu werden nicht viel übrig. Dafür hat er ein untrügliches Gespür für Leute, mit denen er sich lieber nicht einlassen sollte. Wie zum Beispiel mit der Kurtisane des Papstes, die noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Dieses Gespür teilt er mit seinem Meister, der eine Statue von der unvergleichlichen Schönheit anfertigt. Dass das nicht gut gehen kann, versteht sich von selbst. So steuert die Geschichte auf ein unheilvolles Ende zu, garniert mit Rivalitäten, unerwiderter Liebe und der Schaffung der größten künstlerischen Leistung zu jener Zeit.

    „Der sixtinische Himmel“ ist ein ausgesprochen gut recherierter historischer Roman, der neben seiner Detailverliebtheit mit seiner außergewöhnlichen Sprache glänzt. Leon Morell schafft es wunderbar uns ins alte Rom zurückzuversetzen und seine Charaktere sind so sympathisch und lebendig beschrieben, dass man sie einfach gerne haben muss und mit ihnen bis zum Ende mitfiebert. Besonders gut haben mir die Nebenhandlungen gefallen, die dem ganzen Text eine ungeahnte Bandbreite geben, wie zum Beispiel die Geldsorgen der Brüder Michelangelos oder die Hintergrundinformationen über die Techniken der Freskenmalerei.
  • Mein Leben mit Wagner
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    Ein Buch wie ein Musikstück
    Rezension vom 31.10.2012
    Christian Thielemann beschreibt seinen Zugang zu Wagner. Begleitet hat er ihn immer schon, im Elternhaus, während seiner Musikerausbildung und seiner Reisen als Gastdirigent.
    Er gibt in seinem Buch einen Einblick in die Welt Wagners, den Wagner-Kosmos, wie er es nennt, schreibt über die Wagner-Dirigenten im Festspielhaus in Bayreuth, die Werke Wagners, seine Opern. Und wie er schreibt. In jeden Wort schwing die Musik Wagners mit und die Liebe, die Thielemann damit verbindet.

    Von mir gibt's für dieses außergewöhnlich schön geschriebene, liebevoll editierte und übersichtlich aufgebaute Werk eine klare Leseempfehlung für alle, die sich mit Wagner und seinen Opern beschäftigen wollen!
  • E-Mail macht dumm, krank und arm.
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    Ich habe es satt
    Rezension vom 18.10.2012
    Folgende Rezension wurde von einer Kollegin verfasst.

    Sie wünschen sich einen romantischen Abend, doch ihr Liebster hängt im Netz!
    Ihr Heranwachsender erscheint nicht mehr zu den gemeinsamen Mahlzeiten und verlässt sein Zimmer nur noch zum Toilettengang, da er vor dem Computer versumpft! Ihre Freundin sendet Ihnen aus dem Urlaub keine Postkarte, sondern eine E-Mail! Sie bekommen von Freunden keine Einladung zu gemeinsamen Treffen mehr, da sie nicht bei Facebook sind!....
    Dann lesen sie EGGLER, Anitra E-Mail macht dumm, krank und arm!
  • Allein im Wald
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    Allein ... im Wald
    Rezension vom 14.09.2012
    So ganz allein im Wald kann einem schon mulmig werden. Das kleine Federknäuel in diesem stimmungsvoll illustrierten Bilderbuch wird aber groß ... und stark ... und mutig. Und plötzlich ist sie auch nicht mehr allein.

    Ein absolut entzückendes Bilderbuch, dem man einfach nicht widerstehen kann. Ideal für Kinder geeignet, die sich manchmal auch alleine und einsam fühlen!
  • Das Leben ist ein wildes Tier
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    Ein gemütliches Buch?
    Rezension vom 28.06.2012
    Stellen Sie sich vor, Sie machen es sich mit einem neuen Buch gemütlich. Sie wissen schon ein bisschen, worum es geht, und freuen sich auf spannende Stunden in der Sicherheit Ihres Wohnzimmers. Dann beginnen Sie zu lesen. Nach den ersten Seiten bröckelt das Lächeln, die Geschichte nimmt sie gefangen. Der selbstgefällige Gesichtsausdruck schwindet und Sie beginnen sich zu fragen: Warum lese ich so was zur Unterhaltung?

    Carsten Stormers Bericht seines Lebens ist unbarmherzig, leidenschaftlich und sehr erschreckend. Der Journalist berichtet von seiner Jugend in Deutschland und von der Suche nach seinem Platz in der Welt. Den hat er schließlich gefunden: mitten im Kriegsgebiet, in Darfur, Somalia, Afghanistan – in jenen Winkeln der Welt, die vergessen werden von der Berichterstattung unserer Medien. Er schreibt von Flüchtlingslagern, von Rebellen und von den Menschen, die immer die Leidtragenden in den Krisen sind.

    Ich habe selten ein ungemütlicheres Buch gelesen. Und ich habe selten ein Buch gelesen, das es so sehr verdient hat, gelesen zu werden, und wo es so wichtig wäre, dass viele Menschen es lesen. Darum spreche ich eine unumschränkte und unbedingte Leseempfehlung aus. Lesen Sie dieses Buch!