BuchhändlerInnen im Portrait
aus Berlin
- Gesamte Rezensionen
- 15 (ansehen)
- Über mich
- bin eine stets suchende Vielleserin.
- Lieblingsautoren
- Jonathan Safran Foer, Chris Riddell, Andreas Steinhöfel
- An meinem Beruf gefällt mir
- mit Menschen ins Gespräch über Bücher zu kommen und sie auf diese Art kennenzulernen.

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In der S-Bahn weinen ...Rezension vom 21.08.2012Ich habe es gestern tatsächlich. Und es war mir nicht einmal peinlich. Denn der Grund war dieses Buch! Das Debut der britischen Autorin Katherine Rundell hat mich schlichtweg aus den Socke geworfen. Denn schon allein das Cover: So schön! Und wenn man den Schutzumschlag entfernt erwartet einen ein afrikanisches Tuchmust. Ach ich bin ganz hin und weg. Kurz zum Inhalt? Es geht um Will, die in der Weite Simbabwes aufwächst, als Wildfang, bei ihrem Vater, der nach dem Tod der Mutter allein mit ihr auf einer Plantage lebt. Und Will liebt dieses Leben, die Freiheit, ihre Freunde, die Tiere, die Sonne, die Weite, die Geborgenheit, die Wärme ihres Vaters und aller Menschen. Das Leben einfach. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Will landet, nach vielen Rückschlägen auf einem Londoner Mädcheninternat. Und dort ist alles so anders, so kalt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel: Ich habe Afrika gesehen, gerochen, bin selbst durch den Sand gelaufen und habe mit Wills bestem Freund Simon gerauft. Jedem Satz merkt man an, dass er von Will stammt. Vielerorts habe ich gelesen, dass diese Schreibart nicht gefiehl, aber mich hatte das Buch gerade deshalb. Weil es eben mit der Stimme der Wildkatze Will spricht und ich ihm jedes Gefühl, jedes Zweifeln, jedes Lächeln glaube. Einfach nur: Schön! -
Sie hat ihr Format gefunden!Rezension vom 10.06.2011Über das Buch muss ich, glaube ich, nichts mehr sagen. Wohl jeder kennt die Geschichte von Anne und ihrem Tagebuch Kitty. Aber bei dieser Ausgabe muss vor allem auf das Format hingewiesen werden. Ein gebundenes Buch für die Handtasche, bei dem immer wieder Kunden fragen, ob bei der Größe denn da wirklich der komplette Text drin ist. Und tatsächlich: Es wurde nichts gekürzt. Eine komplette Geschenkausgabe für die Handtasche. Genau so könnte ich mir das Tagebuch von Anne vorstellen: gebunden, klein, überall hinzutragen und zu verstecken. Wie passend! -
Viele viele bunte Förmchen ...Rezension vom 10.06.2011... und noch viel mehr leckere und zum Teil ungewöhnliche Rezepte. Wer also Muffins genauso liebt wie ich und nebenbei auch ein wenig Farbe in seine Küche und den Backofen bringen will, der liegt mit diesem Set genau richtig. Die Förmchen lassen sich sehr gut lösen und säubern und sehen einfach klasse aus. Und die Rezepte ... mhm. -
Gibt es Bücher, die Kindern den Spaß an Mathematik vermitteln?Rezension vom 10.05.2010Ja, die gibt es. Und Hans Magnus Enzensberger hat mit diesem Buch das schönste und beste von ihnen geschrieben. Denn wo könnte man Mathe besser lernen, als in seinen Träumen? Und mit wem hätte man dabei wohl mehr Spaß, als mit einem Teufel, der so gut erklären kann, dass das verhasst Fach beinah zum Lieblingsfach avanciert? -
Hausaufgaben sind doof!Rezension vom 10.05.2010Dieser Ansicht ist zu mindestens Paul und da geht es ihm wohl wie vielen Schüler. Und wer würde nicht das Angebot annehmen und einen Teil seiner Sprache abgeben, wenn er dafür keine Hausaufgaben mehr machen müsste und damit mehr Zeit zum Spielen hätte? Doch was passiert mit unserer Sprache, wenn man erst die Artikel, dann die Präpositionen und so immer mehr von seiner Sprache verliert?
Schädlich gelingt mit diesem Buch der Spagat zwischen spannendem Kinderbuch und dem Wahrnehmen der eigenen Sprache beim Lesen. Wer also ein anregendes, unterhaltsames und trotzdem wissensvermittelndes Kinderbuch sucht, ist hier genau richtig. -
Ein Zombie zum Verlieben ...Rezension vom 10.05.2010... hätte dieses Buch wohl nie geheißen, aber in seiner Absurdität kommt es schon sehr nahe an einen solchen Titel heran. Denn wer das Original gelesen hat, hätte sich wohl nie erträumen lassen, dass dieses England der Jane Austen einmal bevölkert sein wird von Untoten und Elizabeth und Mr. Darcy damit ganz andere Probleme haben als ihre Liebe. Doch wer glaubt, dass dieses Buch nur etwas für Austen-Liebhaber und Leser von Zombieromanen ist, der unterschätzt es gewaltig. Seine Ironie, seine Bissigkeit und die tiefen Gefühle andererseits, die auch durch das hohe Maß an Austen-Originalität geschaffen werden, geben diesem Roman seinen ganz eigenen Reiz, dem sich nur wenige entziehen werden können.

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