BuchhändlerInnen im Portrait
aus Hamburg
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"Thank Aladeen, I am oppressed at last!"Rezension vom 19.10.2012Dies ist die dritte Zusammenarbeit von Larry Charles und Sacha Baron Cohen, nach Borat und Brüno.
Herausgekommen ist auch dieses Mal eine Granate des derben Humors.
Moralbehaftete, Spiesser und übertriebene Gutmenschen sollten besser einen großen Bogen um diese Perle machen.
Die derzeitig verfügbare Version im Schland ist die Kinofassung. Die längere "unrated-version", mit einer "NTSC-Laufzeit" von 98 Minuten soll ihren Weg auch noch nach Germanskaja finden. Das Veröffentlichungsdatum ist mir nicht bekannt.
You're HIV-Aladeen -
Diese Band verdient einen Ruhm und eine Fanschar wie RadioheadRezension vom 22.06.2012Das erste Mal, dass ich mit der Band Archive konfrontiert wurde, war im Jahre 2007, als mir eine gute Freundin den Track "Again" auf einen Mix brannte. Bis heute habe ich mich weder an der Musikzusammenstellung, noch an dem Song satt hören können.
So erging es mir auch mit diesem Livealbum. Dieses Geschenk der englischen Triphopper an die Freunde der Musik ist mir bloßen Worten nicht zu beschreiben. Nie wird es langweilig und ich kann es fast in jeder Stimmungslage hören. Von den ersten bis zu den letzten Klängen ist und bleibt es eines der besten Livealben der gesamten Musikgeschichte. Zudem ist es der Beweis, dass diese Formation eine Liveband ist, jedes Stück klingt besser, als die Studioaufnahme auf dem jeweiligen Album.
Selbst Kostverächter sonstiger Livealben konnte ich mit diesem Konzert überzeugen, bekehren will ich nicht sagen, das wäre dann doch übertrieben.
Die Länge dieses Konzertes ist nicht wie hier fälschlicher Weise behauptet 43, sondern knappe 79 Minuten! -
"Animals are beasts, but men are monsters"Rezension vom 14.06.2012Ein bildgewaltiger Acid-Western der gradlinig beginnt und in einem Trip endet. Alle klassischen Westernfreunde, die hier einen Italowestern, oder einen Nachfolger John Waynes suchen, machen besser einen großen Bogen um diese Perle.
Sollten dir jedoch Kounens früherer Streifen Dobermann und die spätere sehr gelungene Literaturverfilmung 39:90 gefallen haben haben, so wünsche ich viel Vergnügen!
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Ist es wirklich nur ein Raumspray?Rezension vom 04.06.2012Den Inhalt dieses Buches mit ein paar Worte wiederzugeben und ihm damit gerecht zu werden, ist mir nicht möglich.
Wohl aber die Lobhudelei auf dieses Meisterwerk der Metaphysik. Wem "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" gefielen und "Die Valis-Trilogie" nicht zu kompliziert oder geschwätzig war, der wird sich an "UBIK" sehr erfreuen. Passionierte Krimileser und Liebhaber von Rosamunde Pilcher und Konsorten werden hiermit sicherlich an ihre geistigen Grenzen stossen.
Dieser Band ist ebenfalls in der schönen Philip-K.-Dick-Reihe bei Heyne erschienen, damit will ich zu einem schnellen Kauf raten, da einige Teile bereits vergriffen sind! -
Jumalauta Janne!Rezension vom 02.06.2012Dome Karukoski ist mit Helden des Polarkreises (Napapiirin Sankarit) eine schöne Parabel über die Stellung des Mannes in einer finnischen Hetero-Partnerschaft gelungen. Sein neuer Streifen strotzt vor aberwitzigen Ideen und verschrobenen Charakteren, schöne Bilder werden von einer bunten Auswahl an finnischer Musik untermalt, vom Tango bis Suomirock ist fast alles dabei.
Doch NUN zur Handlung:
Janne (Jussi Vatanen) kriegt in seiner Beziehung zu Inari (Pamela Tola) nichts mehr auf die Reihe und fristet ein bemittleidenswertes Dasein in Trauer seine Firma vor 5 Jahren verloren zu haben, anstatt das zu würdigen, was er hat. Drum ist es auch kein Wunder, dass er einen Teil der 50 Euro für die Digi-Box versäuft, die seine Partnerin ihm morgends zustecke mit dem Vorwand am Abend unbedingt Titanic mit ihm sehen zu wollen, was nach der Umstellung der analogen auf die digitale Sendetechnik ohne das entsprechende Modul nicht funktioniere. Als sie nach ihrem Arbeitstages erfährt, dass selbst so eine winzige Tagesaufgabe ein unüberbrückbares Hindernis für ihren Freund darstellte, setzt sie ihm ein Ultimatum, entweder er schafft es bis um 9:00 Uhr des kommenden Tages den Empfänger zu beschaffen, oder sie zieht aus.
Janne macht sich mit seinen Freunden Kapu (Jasper Pääkkönen) und Räisänen (Timo Lavikainen) ohne langes Gehadere mit einem Gelben Sierra Cosworth auf den Weg . Ihre nächtliche Odyssee führt das Trio durchs winterliche Lappland das Ziel Rovaniemi in einer Entfernung von 200km vor dem geistigen Auge, denn dort wartet Inaris Vater in seinem Elektrofachmarkt.
Was die 3 Trottel alles zusammen erleben und wie alle Fäden am Ende zusammenlaufen, das sehet am besten selbst.
An Extras bietet die DVD einige entfernte Szenen im finnischen Original mit deutschen Untertiteln, 2 scheußliche Musikvideos (OmU...), eine aufgezeichnete Einleitung von Dome Karukoski zu einem Filmfestival in Osnabrück, dem er nicht persönlich beiwohnen konnte, sowie Bilder der Erstaufführung in Helsinki.
Das Bild ist für eine DVD gut, bis sehr gut. Über den Ton werde ich hier keine Worte verlieren, da ich mich noch nicht Besitzer einer umwerfenden Anlage nennen darf.
Die deutschen Untertitel sind weitestgehend akzeptabel, auch wenn einige Witze auf der Strecke bleiben. Eventuell sind die englischen Untertitel gelungener. Das werde ich beim nächsten Sehen prüfen. -
Heisenberg's gonna kick your assRezension vom 01.06.2012AMC's Breaking Bad ist eine der ganz wenigen Serien, deren Suchtpotential so hoch ist, dass man leicht tiefe Augenringe in Kauf nimmt, um doch noch eine Folge sehen zu können. So erging es mir, angefixt von einem Freund schlug ich auf dem Sofa Wurzeln und konnte erst die Augen vom Bildschirm lösen, als ich alle 7 Folgen der ersten Staffel am Stück konsumiert hatte.
Vorsicht, es ist weder eine Serie für Zartbesaitete, noch für Menschen, die schwarzem Humor nichts abgewinnen können. Sollte einem die Serie "The Wire" gefallen haben, so würde ich fast meine Hand dafür ins Feuer legen, dass diese Serie von Vince Gilligan ebenfalls zündet.
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Seht euch unbedingt Peter und Uwe an!Rezension vom 31.05.2012Für alle freunde des kranken Humors. Zugreifen und den aufgestauten Frust durch was auch immer weglachen.
Es ist der zweite Band den ich vom Meister Ernst Kahl kenne, der erste, leider nicht mehr lieferbare Titel heißt "Kranke Verwandte". Vielleicht wird sich hier jemand an die in der titanic abgedruckten Bilder der Verwandten noch erinnern können. Es muss zwischen 2001 und 2002 der Fall gewesen sein.
16 uronen sind mehr als angemessen! -
Vorsicht, nicht für Verklemmte!Rezension vom 31.05.2012Wer auf der Suche nach einem kontroversen Bildband, oder nach einem Geschenk ist, das aufgrund seiner alles anderen, als langweiligen Natur nicht in Vergessenheit geraten wird, der bestelle sich noch heute dieses polarisierende Machwerk des sehr talentierten Fotografen Terry Richardson!
Schönen Portraits wie dem Steve-O's (aka Stephen Gilchrist Glover) und beispielsweise Morrissey's (aka. Steven Patrick Morrissey) folgen derbe Selbstaufnahmen, gern nackt, oder halbnackt, oder Nahaufnahmen von häßlichen Menschen mit sehr schlechten Zähnen, die so aussehen als ob sie einem frühen John Waters Film entflohen seien.
Kurzum, es ist für fast jeden Geschmack was dabei, doch sehen sie selbst...
© W.Wiese 2013 -
"Thank you very many..."Rezension vom 31.05.2012Wer nur die Musik der Leningrad Cowboys kennt, sollte dieses mit dem Erwerb dieser Doppel-DVD schleunigst ändern.
Leningrad Cowboys Go America aus dem Jahre 1989 war der erste finnische Film, der in den USA im Kino aufgeführt wurde. Es ist vom Anspruch nicht der höchste der Streifen von Aki Kaurismäki, doch mit Abstand einer der skurilsten und lustigsten. Ein Musikfilm, der sich nicht einmal vor "The Blues Brothers" von John Landis verstecken muss.
Zu der Entstehungszeit des ersten Teils gab es allerlei tolle Fanartikel auf der mittlerweile verschrotteten einstigen "Perle der Ostsee", der Finnjet, wie Vodka, Schals und Kartenspiele, doch als damals 9-Jähriger wollte man mir die Flasche Sprit nicht im Taxfree-Shop an Bord verkaufen.
Matti Pellonpää brilliert in beiden Streifen als garstiges Bandoberhaupt, doch nicht nur seine Rolle hat es in sich, es gibt hier keinen Schauspieler der nicht überzeugt. Der eine oder andere könnte Herrn Pellonpää u.a. aus einem Film des anderen Kaurismäki Bruders Mika kennen, "Zombie And The Ghosttrain" (Zombie ja kummitusjuna), der hin und wieder im Nachtprogramm der "Dritten" zu sehen ist, meist im Original mit Untertiteln. Viel wahrscheinlicher dürfte jedoch seine Verkörperung des finnischen Taxifahers aus "Night On Earth" von Jim Jarmusch sein.
Doch zurück zum filmtechnischen Doppelpack um die Männer mit den langen lustigen Schuhen und langen Matten. Der erste Teil ist wie schon erwähnt eine Granate, die ihresgleichen sucht, der zweite Teil ist sehenswert, doch weitaus konfuser und kann dem Original nicht das Wasser reichen.
Ich empfehle beide Teile im Originalton zu sehen, sonst bleiben manche Witze auf der Strecke. -
Das ist Blues, KEIN Jazz!Rezension vom 31.05.2012Wer fetzigen Blues mag, der greife bei diesem spitzenmäßigen Album der leider verstorbenen Gitarrengröße Stevie Ray Vaughans zu.
Als Anspieltip empfehle ich das vierte Stück, ja, richtig gelesen, bei "Voodoo Child" handelt es sich natürlich um eine Coverversion des Hendrix-Hits, die dem Original in nichts nachsteht und mir zudem weitaus besser gefällt.














