Rezensent im Portrait
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Großes KinoRezension vom 18.04.2012Der "Duft der Frauen" ist ein bewegender und sehenswerter Film, dessen zentrales Thema anders als der Titel vermuten lässt Integrität und Standhaftigkeit sind, die der junge Charlie (hervorragend gespielt von Chris O'Donnell) hier gleich zweifach beweisen muss. Neben den schauspielerischen Leistungen (großartig: Al Pacino als blinder zynischer Ex-Offizier) besticht die originelle und mitreißende Geschichte (auch wenn manche Filmfiguren etwas widersprüchlich wirken, wie Charlies Internats-"Freunde", die einerseits Snobs aus reichem Elternhaus und andererseits rebellische Streichespieler sind).
Insgesamt ein großartiger und unterhaltsamer Film! -
Großes KinoRezension vom 07.04.2012Der "Duft der Frauen" ist ein bewegender und sehenswerter Film, dessen zentrales Thema anders als der Titel vermuten lässt Integrität und Standhaftigkeit sind, die der junge Charlie (hervorragend gespielt von Chris O'Donnell) hier gleich zweifach beweisen muss. Neben den schauspielerischen Leistungen (großartig: Al Pacino als blinder zynischer Ex-Offizier) besticht die originelle und mitreißende Geschichte (auch wenn manche Filmfiguren etwas widersprüchlich wirken, wie Charlies Internats-"Freunde", die einerseits Snobs aus reichem Elternhaus und andererseits rebellische Streichespieler sind).
Insgesamt ein großartiger und unterhaltsamer Film! -
Solide Unterhaltung mit einigen ÜberraschungenRezension vom 02.04.2012Dieser Film ist sicher kein Meisterwerk des Actionkinos und so etwas wie Tiefgang dürfte hier kaum jemand erwartet haben. Trotzdem kann dieser Streifen aus dem Jahr 2005 aus mehreren Gründen gefallen:
Die Dialoge sind flüssig und haben Pfiff, die Handlung ist rasant und bietet durchgehend Spannung und auch die schauspielerische Gesamtleistung ist solide. Was diesen Film in meinen Augen aber wirklich über die durchschnittliche Serienware des Action-Kinos heraushebt, ist etwas anderes: nämlich die Art, wie hier immer wieder mit genretypischen Erwartungen des Zuschauers gespielt wird, um diesen dann mit überraschenden Wendungen zu überrumpeln.
Mal scheint man es mit der Art von Actionfilm zu tun zu haben, wo Jason Stratham den aufrechtem Rauhbein-Cop gibt, der wegen seiner unkonventionellen Art von missgünstigen Kollegen angefeindet wird. Mal scheint man es mit der Art von Handlung zu tun zu haben, in der ein Filmheld auf heiliger Vergeltungsmission ist (wie etwa Joaquin Phoenix in dem etwas später entstandenen, aber genretypischen Cop-Film "Helden der Nacht"). Und dann ähnelt die Handlung wieder einem dieser Streifen, in denen ein aufrechter Cop schonungslos mit korruptem Filz im eigenen Revier abrechnet (wie Russell Crowe in "L.A. Confidential" oder später Keanu Reeves in "Street Kings"). Aber dieser Film versteht es, den Zuschauer mehrfach zu überraschen, in dem sich immer wieder scheinbar eine genretypische Handlung nach Schema F abzuspulen scheint, die dann plötzlich doch eine andere Wendung nimmt. Das zieht sich bis zur Schlussszene, in der alles auf den scheinbar unvermeindlichen finalen Schlusskampf zwischen Gut und Böse zuzusteuern scheint; aber so viel sei verraten in punkto Überraschung bleibt sich dieser Film treu bis zum Schluss. Erfrischend! -
GroßartigRezension vom 01.04.2012Mit "Gosford Park" hat der inzwischen verstorbene Robert Altman bewiesen, dass er auch auf seine späten Tage immer noch hervorragende sozialkritische Filme mit Biss und Tiefgang machen konnte. Dank eines internationalen Starensembles, zu dem neben Michael Gambon, Kristin Scott Thomas und Maggie Smith u.a. auch Ryan Phillippe, Clive Owen und Kelly Macdonald gehören, besticht dieser Film auch durch herausragende schauspielerische Leistungen.
Während der fast 140 Minuten Spielzeit wird es niemals langweilig, der Film bietet sowohl Spannung als auch Anspruch, fordert dem Zuschauer allerdings auch einiges an Aufmerksamkeit ab, um nicht den Überblick über die Vielzahl von Namen und Nebenfiguren zu verlieren. Dabei seziert Altman mit scharfen Blick die sozialen Verhältnisse und Missstände in der britischen Klassengesellschaft der 1930er Jahre.
Insgesamt ein absolut empfehlenswerter Film! -
Einer von Woody Allens Besten!Rezension vom 14.12.2011Ein gescheiterter Schriftsteller, der in einer kriselnden Beziehung mit einer Angestellten lebt, und seiner Nachbarin sehnsüchtige Blicke durchs Fenster zuwirft; eine geschiedene Trinkerin, die sich ganz von den Ratschlägen einer Kristallkugelleserin leiten lässt; ein alternder Macho, der sich nicht mit dem Altenteil abfinden will und auf Biegen und Brechen versucht, den jugendlichen Draufgänger zu geben; eine junge Galerieangestellte, die von ihrem Chef missverständliche Signale erhält und sich auf dem Weg in eine neue Beziehung wähnt: Das alles verwebt Woody Allen gewohnt kunstvoll zu einer schwungvollen Gesamtkomposition, die streckenweise von bitterbösem Humor nur so sprüht und andererseits an anderen Stellen auch nachdenklich stimmt. Gut beobachtet aus dem wirklichen Leben, glaubwürdig und absolut unterhaltsam dieser Film gehört zu Woody Allens Besten! -
GelungenRezension vom 25.05.2011Schönes Fantasy-Epos mit tollen Bildern und einer spannenden (wenn auch gelegentlich etwas vorhersehbaren) Handlung, dazu ein Schuss Zivilisationskritik. Gelegentlich sind auch Anklänge auf Filme wie StarWars, Gattaca oder Apocalypse Now zu erkennen, seien sie nun zufällig oder gewollt.
Insgesamt ein gelungener und unterhaltsamer Film! -
Meisterwerk des schwarzen HumorsRezension vom 25.05.2011Wohl selten sind die Alltagssorgen eines braven Durchschnittsbürgers auf so tiefschwarze und abgründige Weise auf die Schippe genommen worden wie in diesem grandiosen Film, in dem die Coen-Brüder den armen Larry Govnik gründlich am Sinn des Lebens verzweifeln lassen. Ein wahres Meisterwerk des schwarzen Humors und richtig böse - klasse! -
GroßartigRezension vom 23.05.2011Ein bewegender Film, der ebenso mit Tiefgang wie mit prächtigen Kulissen besticht. Beeindruckende darstellerische Leistung von Gérard Depardieu und Uma Thurman. Grandios! -
MeisterwerkRezension vom 18.05.2011Ein großartiger Film und meiner Ansicht nach einer der besten des Jahrzehnts. "Michael Clayton" erzählt mit subtilen Mitteln und einer unaufgeregten, aber trotzdem fesselnden Erzählweise die Geschichte eines abgehalfterten Anwalts, der wider Willen in ein Komplott hineingezogen wird und dabei Machenschaften auf die Spur kommt, die auch sein eigenes Leben in Gefahr bringen. Dabei lässt der Film auf subtile, aber deutliche Weise auch gesellschaftskritische Untertöne erkennen.
Überragend ist vor allem die Oscar-prämierte darstellerische Leistung von Tilda Swinton, aber auch die Stärke der übrigen Schauspieler sorgt für ein hohes Maß an erzählerischer Glaubwürdigkeit. Schade, dass dieser herausragender Film trotz vieler Nominierungen am Ende nur einen Oscar bekommen hat.

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