Die Menschenleserin

Roman

von Jeffery Deaver

Buch

Taschenbuch (541 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein Blinzeln zu viel. Ein Zucken der Mundwinkel. Eine zitternde Hand.


Der erste Fall für Jeffery Deavers neue faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance! Vor acht Jahren löschte der hochintelligente Psychopath Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus - zumindest beinahe: Allein die neunjährige Tochter überlebte die Schreckensnacht. Doch nun ist Pell die Flucht aus der Haft gelungen. Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass der Mörder sein Versäumnis von damals wettmacht. Doch dafür muss die geniale Verhörspezialistin ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen - ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt ...


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Bestsellerautor Deaver hat eine neue Serienheldin erschaffen, die einen ruhelos zurücklässt. Man wird süchtig nach ihr, ihrem Stil zu ermitteln. Ihr erster Fall ist ein furios erzählter Thriller.

Produktdetails

Verkaufsrang: 6.486
ISBN-10: 3-442-37212-7
EAN: 9783442372126
Originaltitel: The Sleeping Doll
Erschienen: 09.11.2009
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 541
Länge/Breite: 183mm/115mm
Gewicht: 416 g
Übersetzer: Thomas Haufschild
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Jeffery Deaver

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingetragen.Die kongeniale Verfilmung seines Romans 'Die Assistentin' unter dem Titel 'Der Knochenjäger' (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.

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Kundenrezensionen

  • Gute Einstiegsdroge Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 18.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für Deaver-Neulinge ist dieses Buch ideal.Eine Kinesik-Expertin kann in den Menschen und ihren Reaktionen lesen.Sie weiß,wenn jemand lügt,wer etwas verschweigt.Dieses Wissen lässt sie Verbrecher entlarven.Doch Daniel Pell ist aus härterem Holz geschnitzt.Der Verbrecher kann auf erschreckende Weise Menschen manipulieren.Da blieb mir beim Lesen manchmal wirklich der Atem stehen.Und diese beiden treffen aufeinander und ein Unwetter der Psychologie geht los.Faszinierend und beängstigend.Immer mehr Menschen werden hineingezogen und es wird noch spannender.Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war oft überrascht über die Wendungen und vor allem über das Ende.Jetzt muss ich Deaver weiter lesen.Sie entschuldigen mich kurz??

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  • Ein atemberaubendes Duell zwischen Mörder und Ermittlerin, bei dem jeder Schritt tödlich sein kann! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Désirée Hasler, am 06.02.2012

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    Vor acht Jahren löscht Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus -zumindest beinahe: Nur die neunjährige Tochter hat überlebt, verborgen in zwischen den Kuscheltieren in ihrem Bett. Doch der hochintelligente Psychopath Pell, konnte damals gerichtlich überführt und zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Daniel Pell selbst hat jedoch bis heute zu allen Vorwürfen geschwiegen. Nun erhält die Körpersprache Expertin Kathryn Dance die einmalige Gelegenheit ein umfassendes Geständnis zu entlocken. Doch während des Verhörs kommt es zur Katastrophe: Daniel Pell gelingt die Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis! Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass seine grausige Leidenschaft neue Opfer fordert. Dafür muss die brillante Ermittlerin jedoch ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen - ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt....

    Psychologisch und sehr tiefgründig!

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  • Katz- und Mausspiel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch "Die Menschenleserin" beschreibt die Jagd auf Daniel Pell, der im Jahre 1999 (fast) eine ganze Familie ausgelöscht hat. Durch einen Trick gelingt ihm der Ausbruch und wird fortan von der Kinesik-Expertin Dance gejagd.

    Das Buch ist sehr spannend und flüssig geschrieben. Man fiebert auf der Jagd nach Pell richtig mit. Desweiteren sind die Aspekte, wie Pell sich Menschen gefügig macht und sie manipuliert, sehr gut und klar dargestellt. Man sitzt kopfschüttelnd vor dem Buch und weiß aber, dass (fast) jedem Menschen wie Du und ich dies so passieren könnte, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

    Deaver erklärt in seinem Buch auch, wie man sich durch Körpersprache verrät, was mir sehr gut gefallen hat.

    Einen Stern ziehe ich ab, weil ich das Buch in der Erwartung gekauft habe, dass es mehr Verhörszenen gibt. Diese ist jedoch nur am Anfang, danach steht die Flucht und die Jagd im Vordergrund.

    Ein Buch, welches man - einmal angefangen - nur schwer aus der Hand legt. Kaufempfehlung!

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  • Nichts für schwache Nerven! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kathrin Wegmüller, am 07.04.2011

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    Wow, hat mich dieses Buch gepackt! Jeffery Deaver versteht es äussert gut, die Leser zu verwirren und es wird auch erst am Schluss das ganze Gewirr aufgelöst. Dadurch bleibt "Die Menschenleserin" die ganzen 542 Seiten hindurch oberspannend und man könnte meinen, das Buch bleibt einem an den Fingern kleben, weil man es nicht mehr weglegen kann!
    Jeffery Deaver - ein absolut genialer Autor!

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  • Spannung pur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Beatrice Peter, am 04.04.2011

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    Höchste Spannung, treffende Personenberschreibungen, einige unerwartete Wendungen - genau so muss ein Krimi sein!

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  • Jeffery Deavers Schreibstil Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von David Siegenthaler, am 01.12.2010

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    Dieses Buch wurde von mir mal so richtig verschlungen.
    Der Hauptgrund für die Spannung in diesem Psychothriller ist; dass das Buch aus ganz verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde.
    Ich empfehle es als gute Bettlektüre.


    Aber Achtung nichts für schwache Nerven!!

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  • Ein Meister der Manipulation Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Vito Corleone, am 28.09.2010

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    Der Roman ist der erste Teil einer geplanten Serie um die kalifornische Kriminalbeamtin und Expertin für Kinesik und Verhörtechniken : Kathryn Dance. Originaltitel lautet "The Sleeping Doll". Es geht um den wegen Mordes verurteilten Sektenführer Daniel Pell. Er schafft es immer wieder Menschen zu manipulieren und zu willenlosen Werkzeugen zu machen. Schließlich ermöglicht er dadurch seinen Ausbruch. Die Jagd beginnt....Ab und zu wird es langatmig...Besonders gelungen natürlich die spannend erzählten Verhöre. Interessante kinesiche Kommunikationsmethoden...von mir 3 Sterne...

    Idee : 4 Sterne / Spannung : 3 Sterne / Unterhaltungswert : 3 Sterne
    Gesamt : 3 Sterne

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  • Top Krimi mit Suchtcharakter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Mink, am 11.07.2010

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    Wer gerne Krimi's liest und noch nie ein Buch von Jeffery Deaver in der Hand hatte, sollte dies, meiner Meinung nach, schleunigst nachholen! Der erste Fall mit Kathryn Dance lohnt sich. Deaver veranstaltet eine richtige Katz und Mausjagd zwischen Dance und dem Bösewicht Daniel Pell! Mich hat es so sehr gefesselt, dass ich es innerhalb eines Tages gelesen habe. Ich wünsche besonders viel Spaß beim lesen!

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  • Die Menschenleserin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Krausen, am 12.04.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kathryn Dance ist "die Menschenleserin", eine Kinesik-Expertin beim California Bureau of Investigation.
    Sie analysiert die Gespräche von Verdächtigen und Strafgefangenen und fungiert dabei als menschlicher Lügendetektor.
    Auf diese Weise konnte sie den Verbrechern schon jede Menge Geständnisse entlocken, dass hofft sie auch bei Daniel Pell.
    Dieser ist ein verurteilter Massenmörder, der als neuer Charles Manson gilt, nur ein einziger Mord konnte ihm nie bewiesen werden.
    Aber an Pell beißt selbst Dance sich die Zähne aus und muß ohne Geständnis das Verhör beenden.
    Doch nach dem Verhör begeht Pell einen spektakulären Ausbruch und ist seitdem auf der Flucht. Und er hat noch einige Rechnungen offen, unter anderem mit Dance...
    Spannender, sehr facettenreicher Krimi, mit einer besonders interessanten Ermittlerin!

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  • spannender Thriller für Kenner Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Segler und Bücherfan, am 30.11.2009

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jeffery Deaver gilt weltweit als einer der besten Autoren von intelligenten psychologischen Thrillern.
    Seine faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance ist Verhörspezialistin und kann anhand von menschlichem Verhalten lesen, ob jemand lügt oder nicht. Der 35-jährige Schwerverbrecher Daniel Pell, der auch als „Mansons Sohn“ bekannt wurde, weil es parallelen zum Mörder Charles Manson gab, wurde vom Gericht wegen Mordes verurteilt. Er hatte fast eine ganze Familie ausgelöscht und nur die jüngste Tochter (die Schlafpuppe) hat durch einen Zufall überlebt.

    Der Tod an seinem Mitbewohner James Newberg, 24, konnte ihm bisher nicht nachgewiesen werden. Kathryn Dance soll nun ein Geständnis mit ihren Spezialkenntnissen aus ihm herausholen. Zu diesem Zweck wurde er aus seinem bisherigen Hochsicherheitsgefängnis herausgeholt und in ein anderes Gefängnis gebracht. Pell ist aber ein ebenso intelligenter und gerissener Gegner, der auch viele Verhör- und Manipulationstricks kennt.
    Dance kommt bei der Suche nach der Wahrheit in arge Bedrängnis und es entwickelt sich ein spannender Thriller, der immer wieder überraschende Wendungen und Erkenntnisse bekommt. Wenn man glaubt, jetzt sei der Fall gelöst, erfährt man, dass es noch nicht die ganze Wahrheit war, die ans Licht gekommen ist. Aus dem Schluss meine ich zu erkennen, dass der Autor Deaver noch weitere Folgen mit der Ermittlerin Kathryn Dance schreiben wird.

    Facit: Der Roman ist ein für mich sehr spannender Thriller und mit Recht Spiegel Bestseller. Auch für alle Leser interessant, die sich für Schlüsse aus menschlichem Verhalten interessieren und natürlich für alle Krimifans.

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  • Neue Serie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nadine Mönck, am 27.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Auftakt einer neuen Serie mit der aus "Der gehetzte Uhrmacher" bekannten Kathryn Dance als Hauptcharakter ist auf jeden Fall gelungen! Die neuen Charaktere werden gut vorgestellt und bilden eine sympathische Verbrecherjäger-Truppe.
    Wie man es von Deaver gewohnt ist, gibt es viele überraschende Wendungen und eine interessante Auflösung am Schluss. Es entsteht genug Spannung, so dass man den Thriller kaum aus der Hand legen möchte. Sehr interessant ist zudem die Arbeit von Kinesikexpertin Dance, die Menschen (vor allem Verdächtige) lesen kann wie andere ein Buch...
    Fazit: Ein fesselnder und grundsolider Thriller – weiter geht es mit „Allwissend“, der im Februar erscheint.

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  • Eine neue Ermittlerin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annett Ziegler, am 23.11.2009

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    Die beliebte Serie um den Forensik-Experten Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelie Sachs hat einen spannenden Neuzugang bekommen,dem Deaver nun eine eigene Serie widmet.
    Kathryn Dance,Verhörspezialistin und Expertin für Körpersprache ermittelt in ihrem ersten Fall.
    Sie soll die Gedanken eines Psychopaten "lesen",welcher vor Jahren eine Familie auf bestialische Weise ermordet hat und nun im Hochsicherheitsgefängnis sitzt,allerdings gelingt ihm die Flucht.
    Spannend erzählte Verhöre und überraschende Wendungen! Deaver ist einer der Meister der Serienkiller-Romane!

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13. September 1999


»Mansons Sohn« des Mordes an der Familie Croyton für schuldig befunden


SALINAS, KALIFORNIEN - Daniel Raymond Pell, 35, wurde heute wegen vierfachen Mordes sowie Totschlags verurteilt. Die Geschworenen in Monterey County berieten sich nur fünf Stunden lang.
»Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan«, ließ der leitende Anklagevertreter James J. Reynolds nach dem Schuldspruch gegenüber der Presse verlauten. »Dies ist ein äußerst gefährlicher Täter, der entsetzliche Verbrechen begangen hat.«
Pell wurde als »Mansons Sohn« bekannt, weil es Parallelen zwischen seinem Leben und dem des verurteilten Mörders Charles Manson gibt. Manson war 1969 in Südkalifornien dafür verantwortlich gewesen, dass die Schauspielerin Sharon Tate und mehrere andere Personen zu Opfern von Ritualmorden wurden. Im Anschluss an Pells Verhaftung fand die Polizei in seinem Haus eine Vielzahl von Büchern und Artikeln über Manson.
Das heute gefällte Urteil bezieht sich auf die am 7. Mai verübten Morde an William Croyton, seiner Frau und zwei ihrer drei Kinder in Carmel, Kalifornien, knapp zweihundert Kilometer südlich von San Francisco. Die Anklage wegen Totschlags ergab sich aus dem Tod von James Newberg, 24, der mit Pell zusammengewohnt und ihn am Tatabend zum Haus der Croytons begleitet hat. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Newberg habe sich anfangs an den Morden beteiligen wollen, sich dann aber geweigert, woraufhin Pell ihn getötet habe.
Croyton, 56, war ein wohlhabender Elektroingenieur und Computer-Trendsetter aus dem Silicon Valley. Seine im kalifornischen
Cupertino ansässige Firma stellt hochmoderne Software her, die sich in den meisten der weltweit beliebtesten PC-Programme wiederfindet.
Aufgrund von Pells Interesse an Manson kamen Spekulationen auf, die Morde könnten - wie seinerzeit bei Manson - ideologisch motiviert sein, aber laut Staatsanwalt Reynolds hatte der Täter es höchstwahrscheinlich auf das Eigentum der Familie Croyton abgesehen. Pells Strafregister reicht zwanzig Jahre zurück und umfasst Dutzende von Laden- und Einbruchdiebstählen sowie zahlreiche Raubüberfälle.
Ein Kind der Croytons, die neunjährige Tochter Theresa, hat überlebt. Sie lag schlafend im Bett und wurde von Pell übersehen, weil sie durch ihre Spielzeuge und Stofftiere verdeckt war. Dieser Umstand hat ihr später den Beinamen Schlafpuppe eingebracht.
Genau wie der von ihm bewunderte Charles Manson besaß auch Pell eine düstere Ausstrahlung und konnte eine Gruppe ergebener und fanatischer Anhänger um sich scharen, die er seine Familie nannte - ein ebenfalls dem Manson-Clan entlehnter Begriff - und über die er absolute Kontrolle ausübte. Zur Zeit der Croyton-Morde bestand diese Gruppe aus Newberg und drei Frauen, die alle gemeinsam in einem ärmlichen Haus in Seaside wohnten, nördlich von Monterey, Kalifornien. Im Einzelnen handelt es sich um Rebecca Sheffield, 26, Linda Whitfield, 20, und Samantha McCoy, 19. Whitfield ist die Tochter von Lyman Whitfield, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Santa Clara Bank and Trust, der viertgrößten Bankgesellschaft des Staates, mit Hauptsitz in Cupertino.
Die Frauen wurden zwar nicht in der Strafsache Croyton/Newberg angeklagt, aber ihnen konnten zahlreiche Fälle von Diebstahl, Hausfriedensbruch, Betrug und Hehlerei nachgewiesen werden. Whitfield hatte sich zudem der Behinderung der Ermittlungen, des Meineides und der Zerstörung von Beweismitteln schuldig gemacht. Infolge einer Absprache zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft wurden Sheffield und McCoy zu je drei Jahren Haft verurteilt, Whitfield zu viereinhalb.
Sogar Pells Verhalten vor Gericht glich dem von Charles Manson. Er saß reglos am Tisch der Verteidigung und starrte die Geschworenen und Zeugen an, um sie offenbar einzuschüchtern. Gerüchten zufolge glaubte er, übersinnliche Kräfte zu besitzen. Einmal wurde der Angeklagte aus dem Gerichtssaal entfernt, nachdem eine Zeugin unter seinem Blick zusammengebrochen war.
Vom morgigen Tag an beraten die Geschworenen über das Strafmaß. Pell könnte zum Tode verurteilt werden.


... Montag


Die Vernehmung begann wie jede andere.
Kathryn Dance betrat das Verhörzimmer. An einem Metalltisch saß in Ketten ein dreiundvierzigjähriger Mann und blickte ihr aufmerksam entgegen. Das taten die Verdächtigen natürlich immer, aber bisher noch nie mit so erstaunlichen Augen. Ihr Blau ähnelte weder dem Himmel noch dem Meer oder gar kostbaren Edelsteinen.
»Guten Morgen«, sagte Dance und nahm auf der anderen Seite des Tisches Platz.
»Ihnen auch«, erwiderte Daniel Pell, der vor acht Jahren vier Mitglieder einer Familie erstochen und den Grund dafür niemals preisgegeben hatte. Seine Stimme war sanft.
Der klein gewachsene, sehnige Mann verzog das Gesicht zu einem leichten Lächeln und lehnte sich entspannt zurück. Sein Kopf mit dem langen grauschwarzen Haar war zur Seite geneigt. Die meisten Verhöre im Gefängnis wurden von einem stetigen Klirren der Ketten begleitet, weil die Verdächtigen mit ausholenden, berechenbaren Gesten ihre Unschuld beteuerten. Daniel Pell hingegen saß vollkommen still.
Für Dance, spezialisiert auf Vernehmungen und Kinesik - Körpersprache -, signalisierte Pell durch sein Verhalten und seine Pose vorsichtige Zurückhaltung, aber auch Selbstbewusstsein und sogar Belustigung. Er trug einen orangefarbenen Overall, auf dessen Brust »Strafanstalt Capitola« geschrieben stand. Auf dem Rücken prangte überflüssigerweise das Wort »Häftling«.
Gegenwärtig befanden Pell und Dance sich jedoch nicht in Capitola, sondern sechzig Kilometer entfernt in einem gesicherten Verhörraum des Bezirksgerichts von Salinas.
Pell setzte seine Begutachtung fort. Zuerst nahm er sich nunmehr Dances Augen vor - ein Grün, das gut zu seinem Blau passte, eingerahmt durch eine Brille mit rechteckigem schwarzem Gestell. Dann widmete er sich ihrem dunkelblonden, zu einem festen Zopf geflochtenen Haar, dem schwarzen Jackett und darunter der dicken, blickdichten weißen Bluse. Auch das leere Holster am Gürtel entging ihm nicht. Er war gewissenhaft und ließ sich Zeit. (Bei einer Vernehmung sind beide Beteiligten aufeinander neugierig. »Der Verdächtige nimmt Sie genauso gründlich in Augenschein wie Sie ihn«, ermahnte Dance die Teilnehmer ihrer Seminare. »Für gewöhnlich sogar noch gründlicher, denn er hat mehr zu verlieren.«)
Dance suchte in ihrer blauen Handtasche nach ihrem Dienstausweis und ließ sich nichts anmerken, als sie eine kleine Spielzeugfledermaus vom letztjährigen Halloween entdeckte. Der zwölfjährige Wes oder seine jüngere Schwester Maggie, vermutlich aber beide gemeinsam, hatten sich mal wieder einen Streich für sie ausgedacht. Ist das nicht ein herrlicher Kontrast?, dachte Dance. Noch vor einer Stunde hatte sie mit ihren Kindern in der Küche ihres gemütlichen viktorianischen Hauses im idyllischen Pacific Grove gefrühstückt, während zu ihren Füßen zwei übermütige Hunde um Speck bettelten, und nun saß sie hier, an einem ganz anderen Tisch, einem verurteilten Mörder gegenüber.

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