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55 Tage in Peking

mit Charlton Heston, Ava Gardner

Film

Genre: Monumentalfilm/Kriegsfilm/

FSK: 12

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Peking, der 20. Juni 1900. Der Geheimbund der Boxer ermordet den deutschen Botschafter und fordert den Abzug aller im Land befindlichen Ausländer. Unter der Führung des Botschafters Robertson (David Niven) und des Majors Lewis (Charlton Heston) verschanzen sich einige hundert Europäer im Diplomatenviertel Pekings. In einem nahezu aussichtslosen Verteidigungskrieg versuchen sie der tausendfachen Übermacht der Boxer bis zum Eintreffen der nahenden Befreiungsarmee zu trotzen.

Produktdetails

EAN: 4020628973957
Originaltitel: 55 Days at Peking
Erschienen: 25.11.2008
Medium: DVD
FSK: 12
Spieldauer: 155 Minuten
Schauspieler Charlton Heston, Ava Gardner, David Niven, Flora Robson, John Ireland, Harry Andrews, Leo Genn
Schauspieler Charlton Heston, Ava Gardner, David Niven, Flora Robson, John Ireland, Harry Andrews, Leo Genn, Robert Helpmann, Kurt Kasznar, Philippe Leroy, Paul Lukas, Elizabeth Sellars, Massimo Serato, Jacques Sernas, Jerome Thor, Geoffrey Bayldon, Joseph Fürst, Walter Gotell, Juzo Itami, Alfredo Mayo, Martin Miller, Conchita Montes, José Nieto, Eric Pohlmann, Aram Stephan, Robert Urquhart, Lynne Sue Moon, Lucy Appleby, Carlos Casaravilla, Michael Chow, Félix Dafauce, Andrea Esterhazy, Mitchell Kowall, Alfred Lynch, John Moulder-Brown, Enzo Musumeci Greco, Nicholas Ray, Fernando Sancho, George Wang, Andy Ho, Dong Kingman, Soong Ling, Jacinto Molina, Milton Reid, Mike Steen, Kenji Takaki, John A. Tinn, Stephen Young, Siu Tien Yuen
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Sprache(n): Englisch, Deutsch (Untertitel: keine Untertitel)
Bildformat: 4:3 Vollbild (1.33:1)
Tonformat: Deutsch: Dolby Digital 2.0 , Englisch: Dolby Digital 2.0
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Kundenrezensionen

  • Gute Unterhaltung, aber politisch und historisch etwas zu unkritisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Armin K., am 08.10.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Film bietet gute Unterhaltung, ist allerdings thematisch nicht allzu tiefgründig. Die Hintergründe für den Ausbruch des Aufstands der Chinesen und für seine Duldung durch das chinesische Kaiserhaus werden nur oberflächlich beleuchtet. Zwar wird von der europäischen Fremdherrschaft in der Mehrzahl der Provinzen des chinesischen Kaiserreichs bei Hofe kurz mal gesprochen, ebenso vom Hass auf christliche Missionare und Kaufleute sowie von den Demütigungen und Diskriminierungen der stolzen chinesischen Kultur durch die Europäer, Amerikaner und Japaner). Allerdings erlebt der Zuschauer nur wenig von den tatsächlichen Demütigungen der Chinesen – indirekt durch die Mischlingstochter eines Offiziers, die keine Anerkennung findet und von ihrem Vater in einem Waisenhaus untergebracht wird, wobei er ihr jedes Jahr verspricht, dass er sie in die USA mitnehmen will.
    Hier sollte offensichtlich dem (westlichen) Zuschauer mehr Unterhaltung, eventuell verbunden mit etwas Patriotismus und Überlegenheitsgefühl geboten werden, aber kein kritischer Umgang mit Rassismus. Ein kritischer Umgang mit der kolonialen Vergangenheit aller großen Kolonialmächte wird nicht versucht, was für eine Produktion der 1960er Jahre auch nicht wirklich erwartet werden sollte. Es hätte dem Film allerdings mehr Tiefgang gegeben. Klarer Pluspunkt sind die Kulissen und Kostüme, die optisch dem Film eine solide Atmosphäre bieten und dabei gekonnt über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es eigentlich nur eine Handvoll Schauplätze gibt. Glücklicherweise wird die Atmosphäre auch nicht durch die für damalige Zeit übliche kitschig-romantische Beziehungsgeschichte zwischen den Hauptfiguren getrübt. Das Thema ist zwar vorhanden, wird aber gegenüber dem Konflikt zurückgestellt. Dabei sind die schauspielerischen Leistungen von Ava Gardner als russische Gräfin und Charlton Heston als US-Major Lewis zurecht als sehr gut zu bezeichnen, wobei allerdings David Niven in seiner Rolle als vornehmer britischer Gentleman und Botschafter seiner Nation schlicht unübertroffen ist und dabei genau das Bild vermittelt, das man erwartet. Diesen Meister der Schauspielkunst hat man zurecht mit dieser Rolle bedacht und er ist auch der zentrale Lenker in der Geschichte. Mag Charlton Heston das Ego der Amerikaner schmeicheln, in dem er die – militärische – Hauptrolle übernimmt und heldenhaft von Anbeginn auftritt, so ist es die diplomatische Finesse von Botschafter Robertson (Niven) der alle anderen Großmächte auf die gemeinsame Linie festlegt und zu gemeinsamen Handeln motiviert.
    Während der Belagerung der Europäer in ihrem Viertel in Peking bleibt er einer der ruhenden Pole und wahrt dadurch auch Disziplin und Ordnung innerhalb der Mauern.
    Bis zur Rettung durch europäische Verstärkungen, die durch chinesisches Militär aufgehalten werden, vergehen 55 Tage, die mit einem großen Sprung abgehandelt werden, worunter manche Details etwas kranken. Als amerikanische Produktion verzerrt der Film historische Details und lässt Briten - aber vor allem natürlich – Amerikaner das Handlungsgeschehen dominieren.
    Unter dem Strich bleibt ein guter Unterhaltungsfilm, der sicher für einen netten Filmabend taugt. Empfehlung meinerseits: Den Film mit der englischen Tonspur verwenden (ist vorhanden), da in der deutschen Übersetzung einige Begriffe falsch übersetzt bzw. missverständlich sind. Die Extras auf der DVD sind ganz nett, aber nicht überaus wichtig – es gibt Biographien, den deutschen Uraufführungstrailer und eine Fotogallerie.

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