Rezensent im Portrait
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Dieses Buch ist andersRezension vom 26.10.2011Yrsa Sigurðardóttir hat mich hier etwas irritiert, das Buch ist so gut wie ihre anderen Bücher, allerdings bewegt es sich in einem komplett anderen Umfeld. Die bekannten Protagonisten fehlen und zudem spielen Geister und Erscheinungen eine entscheidende Rolle. Ungewöhnlich, fremd, aber auf keinem Fall schlecht.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ab und an war es mir aber irgendwie einen Tick zu sehr im Geisterbereich. Darum gebe ich nur vier und nicht fünf Punkte.
Ich wunderte mich über das Ende, welches nicht typisch für Bücher von Yrsa ist. Dann habe ich allerdings von Bekannten gehört, dass darüber gesprochen wird, dass es eine Fortsetzung geben soll. Das war angeblich von Anfang an so vertraglich vereinbart. Das erzählt man sich zumindest in Island so. Wenn dem wirklich so ist, dann ist das sehr offene Ende sofort nachvollziehbar. Und ich muß sagen, mich plagt jetzt schon die Neugierde, wie es dann weitergehen wird. -
Irgendwie ist der alte Goiserer wieder da!Rezension vom 26.10.2011Ich kenne Hubert von Goisern noch aus der Zeit, als er mit Wolfgang Staribacher die "Original Alpinkatzen" war. Also noch ohne Sabine, dem Stranzinger, dem Maier und dem Engel, die kamen erst danach.
Zu beiden Zeiten war die Musik klar und teilweise sehr hart, die Texte mit Aussage, kritisch und auch noch verständlich.
Als HvG die Alpinkatzen aufgelöst hatte und seinen Soloweg startete, wurde er für mich etwas unverständlicher, irgendwie ging er mir zu weit fort. Ich kaufte mir zwar weiterhin alle CD´s, aber trotzdem entglitt er mir mehr und mehr.
Und dann kam Entwederundoder und alles war wieder wie früher. Aber auf keinem Fall altbacken oder nur ein Aufguß von damals, nein, nein. Entwederundoder zeigt ganz klar, dass die Musik von heute ist und nicht von vor zwanzig Jahren, aber die Wurzeln sind freigelegt und wieder da. Da hört man wieder aus jedem Ton Hubert von Goisern raus und man fühlt wieder, wie dieser Mann eins mit der Musik wird. Lange habe ich bei seiner Musik nicht mehr vor mir sehen können, wie er die Augen schließt, die Zieharmonika bearbeitet und einfach nur noch eins ist mit seiner Musik. Jetzt ist das wieder da ... und das ist gut so.
Die Texte sind sehr kritisch, sehr hart und teilweise brutal. Das ist allerdings nicht neu, so waren HvG´s Texte schon immer.
Eine CD zum hören, mitdenken, mitfühlen und mögen. Von meiner Seite die totale Kaufempfehlung, auch dann, wenn man nicht aus dem Süden ist und vielleicht die Texte nur schwer oder gar nicht versteht. Es wird schon mit der Zeit, man hört es sich ja eh wieder und wieder und wieder an. -
Eine gute und verständliche Hilfe bei einer NN-UnterfunktionRezension vom 25.10.2011Wer weiß oder meint, dass er an einer Unterfunktion der Nebennieren leidet, der ist mit diesem Buch gut bedient und findet nicht nur Antworten auf alle "w"-Fragen sondern auch gute Ratschläge bzw. Anleitungen zur Hilfe.
Ich habe schon länger mit der NN Probleme und mußte mich seinerzeit mühsam durch amerikanische Literatur wühlen, um all das zu erfahren, was man jetzt kompetent und knackig mit Hilfe dieses Buches erfahren kann.
Obwohl ich mich wirklich schon intensiv mit der Nebenniere beschäftigt habe und viel rund um deren Unterfunktion weiß, hat mir das Buch noch weitergeholfen. Ich wünsche mir nur, dass es dieses Buch schon gegeben hätte, als dieses Thema für mich akut wurde.
Mein Rat: dieses Buch in szu empfehlen, für alle, die rund um die Nebennieren Probleme haben oder vermuten, dass sie Probleme haben.
Und ich würde ganz klar die Buchversion empfehlen und nicht das eBook. Ich habe nichts gegen eBooks, aber das hier ist ein Buch, welches man wieder und wieder zur Hand nimmt, in dem man vor- und zurückblättert, mit dem man "arbeitet" und das geht mit einem eBook nicht so gut, wie mit einem klassischen Buch. -
Ein wunderschöner und irgendwie auch romantischer FilmRezension vom 25.10.2011Der Film ist einfach klasse! Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob ich mit einem OMU so viel anfangen kann, es ist ja immer doof, wenn man den Text lesen und gleichzeitig den Film anschauen soll. Bei englischen OMU´s kann ich den Text ignorieren und einfach zuhören, aber Patrik 1.5 ist auf schwedisch!
Es stellte sich aber heraus, dass das kein Problem ist, man kann sich wirklich auf den Film konzentrieren und gleichzeitig den Text lesen und nichts kommt zu kurz.
Der Film ist sehr ruhig, also ohne Spannung im üblichen Sinn, aber auf keinen Fall langweilig. Die Geschichte ist absehbar, es ist klar, dass Patrik am Ende bei Göran und Sven bleiben wird. Aber der Weg dorthin ist lustig, kurzweilig, rebellisch und romantisch. Die Probleme der Nachbarn und das Verhalten der Nachbarn gegenüber dem schwulen Paar sind überzeichnet, das stört aber nicht sondern macht die Geschichte glaubwürdiger. Wer würde es schon glauben, dass ein schwules Paar ohne jegliche Anfeindung im Einfamilienhausidyll leben kann? Und genau deshalb zeigt das zu stark aufgetragene Benehmen der Nachbarn, dass es eben nicht so ist.
Ein wunderschöner Film für Schwule und Heteros und vielleicht auch ein Film, der dabei hilft, dass schwule Paare irgendwann keine Exoten mehr sind sondern ein normaler Bestandteil der Gesellschaft.
Mir hat der Film extrem gut gefallen und er wird jetzt sicher nicht im Regal verstauben sondern ich werde ihn mir ganz klar noch einmal (oder öfter) anschauen. Es war eine sehr gute Entscheidung, dass ich mir den Film gekauft habe! -
Etwas kantig, sehr isländischRezension vom 24.10.2011Wer noch keine Erfahrungen mit isländischen Büchern hat und wer die Isländer nicht kennt, wird möglicherweise ein Problem haben, in das Buch einzusteigen. Es ist zu kantig, man muß es sich erarbeiten. Aber es lohnt sich, durchzuhalten. An den Stil gewöhnt man sich bald und dann nimmt man nur noch die Geschichte auf.
Wer Isländer kennt, wird schnell merken, dass das Buch sehr genaue Schilderungen liefert, dass es wirklich aus dem Leben gegriffen und keine Phantasie ist.
Über die Erzählungen der Protagonistin, einer absolut ungewöhnlichen Frau, lernt man viel über das Leben in Island während des letzten Jahrhunderts. Es geht allerdings nicht um das Leben eines Bauern oder Arbeiters sondern um das Leben einer Frau aus der isländischen "Aristokratie", sie ist die Enkelin des ersten Präsidenten Islands und führt damit doch ein etwas anderes Leben, als der durchschnittliche Isländer dieser Zeit.
Die Frau hat ihr Leben gelebt, genossen und erlitten und sie erzählt sehr offen und schonungslos darüber.
In mir entstand der Wunsch, dass ich diese Frau gerne kennengelernt hätte. Eine starke Frau, eine kantige Frau, ein Frau die viele Fehler gemacht hat und offen über diese spricht. Und auch eine Frau, die vieles gemacht hat, was sich seinerzeit viele mit Sicherheit noch nicht zu tun trauten.
Man muß sich auf das Buch und den Stil einlassen, tut man das, wird man mit einem sehr guten Buch belohnt.
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Anders, aber sehr gut!Rezension vom 24.10.2011Ein absolut anderes Buch, das sich absolut lohnt, es zu lesen. Als Homosexueller, weil es ein Buch aus dem eigenen Bereich ist, ziemlich hart aber auch sehr viel Gefühl. Und als Hetero nicht nur wegen dem Gefühl und weil wir Einblick in Bereiche bekommen, die wir nicht kennen sondern vor allem, weil wir diese Bereiche anschließend besser verstehen. Die Abhängigkeiten und die Gewalt. Man sagt so schnell "warum" und "ich hätte nie und nimmer", wenn man das Buch gelesen hat, ist man mit so schnellen Aussagen allerdings vorsichtig, wägt mehr ab.
Und über allem ist sehr viel Romantik, nicht schwülstig sondern ziemlich hart und doch ... romantisch. Das Buch gehört eindeutig zu den Büchern, die ich sehr, sehr gerne mag und bei denen ich froh bin, dass sie mich gefunden haben.









