Rezensent im Portrait
Eine Kundin / Ein Kunde aus Düsseldorf
- Gesamte Rezensionen
- 9 (ansehen)
-
Perlen & SäueRezension vom 14.10.2011Ich denke, es handelt sich um einen diskreten Hinweis, wenn hier eine Geschichte "Perle & Sau" genannt wird ;)
"Die Vortänzerin" ist ein wenig misslungen, und "Pussy Royale" als Titel völlig irreführend, das stimmt. Aber - für mich in dieser Reihenfolge - "Der Name der Hure", "Und bin ich nicht willig", "Lolettes Beichte" und "Perle & Sau" sind dermaßen gelungen, dass ich (wieder) absolut begeistert bin.
Die violette Sammlung ist mehr als nur eine würdige Nachfolgerin der roten; sie ist eine Steigerung.
-
In einer Nacht, die keiner kenntRezension vom 14.10.2011Selten hat mich etwas berührt wie diese Geschichte.
Aufgrund der Besprechungen und der anderen elf Geschichten des Kabinetts, die ja auch sehr aus dem Rahmen fallen, war ich dennoch auf 'Erotik' gefasst - und erotisch ist das hier auch bis zum Anschlag. Allerdings so anders, dass ich nun endgültig finde, für diese Geschichten müsste man eine eigene Schublade aufmachen. Die passen nirgendwo rein.
Hans Christian Andersen, Gottfried Benn - und Nathalie. Was für eine Kombination.
Noch nie eine derartige Travestie gelesen.
Toll!
J. Hoffmann
-
Sehr überraschtRezension vom 15.09.2011Die Zeit: legendär.
Der Ort: legendär.
Das Objekt der Begierde: Wenn legendär da mal reicht.
Auf die neue Erzählung der Reihe (in sozialen Netzwerken immer wieder angekündigt) habe ich mit einiger Spannung gewartet - und bin sehr überrascht.
Bekommt die Autorin sonst den Hals nicht voll, wenn es um lustvoll geschilderte Abgründigkeiten vom Typ Inzest ("Lolettes Beichte", "Die Spannerin"), Vergewaltigungsspielchen ("Und bin ich nicht WILLIG") oder gar furry plays ("City Night Line") geht, so überrascht sie hier mit einer Vintage-Erzählung, die neben den gewohnt grotesken Elementen auffällig 'romantisch' daher kommt; ja beinahe könnte man von einer schrägen Liebesgeschichte sprechen, ohne dass sie dabei das Terrain von Softpornos streifte. Ich weiß, das ist hart ;-)
Sprachlich gewohnt souverän, und ein absolut irrer Einfall, diese "royale" Scham. ^^
Um ehrlich zu sein: Ich habe sogar noch einiges gelernt, was ich gar nicht gewusst hatte; ist offenbar sehr gut recherchiert. Manchmal dachte ich sogar: Beinahe wie aus eigener Erfahrung (?) Aber das kommt wohl kaum hin.
Ein Stilporno vom Feinsten. Hardcore mal ganz, ganz anders.
Wer Namen verrät, ist ein elender Spielverderber, der nichts von Literatur vestanden hat.
J. Hoffmann
-
Ältestes Gewerbe reloadedRezension vom 19.08.2011Eine Frau kauft einen Mann ...
Aha?
Was erwartet frau von sogenannter Erotik? Bestenfalls eine Geschichte, der mehr oder weniger gekonnt eine Scheinhandlung aufgezwungen ist.
Hier - ganz unerwartet - etwas völlig anderes: Eine komplexe, gut geschriebene Geschichte um eine außergewöhnliche Begegnung.
Es ist eine Geschichte, bei der Erregung und Provokation immer identisch sind.
Denn welche Frau hätte nicht von dem geträumt, was Kate hier durchlebt - auch wenn das Abenteuer ganz anders ausgeht als gedacht?
Ganz ungewöhnlich wieder: die Sprache. Sehr elegant, sehr erotisch und sehr gemein ;)
ALLERDINGS: Für meinen Geschmack ist diese Geschichte einen Tick zu konventionell. Die Autorin kann mehr.
-
Nee, ne?Rezension vom 18.08.2011So etwas darf in Deutschland erscheinen? Vielleicht besteht doch noch Hoffnung für Biederland?
Ich weiß von diversen Frauen, wie verbreitet die Fantasien sind, um die es hier geht. Natürlich gibt es kaum eine zu. Und das macht den ganz besonderen Reiz aus.
Hier wird eine Frau endlich mal so gezeigt, wie es sie vieltausendfach gibt ...
Sie führt es uns vor - und wird auch wiederum vorgeführt.
Raffiniert.
In großes Erstaunen versetzt hat mich diese 30-seitige Geschichte ... ist sie doch nicht nur eine unerhörte Zugfahrt, sondern auch eine Art Wild-Gericht mit dem wohligen Hautgout des Verbotenen.
Toll geschrieben auch.
Geiler geht nicht. Grenzüberschreitender auch nicht.
Nichts für jeden. DICKE WARNUNG! Aber für Connaisseure und Connaisseurinnen und Freunde der Zug-Ponografie genau das Richtige ;-)
-
Spannendes zum Thema GrenzerfahrungRezension vom 17.08.2011Wo liegen die Grenzen zwischen Realität und Einbildung? Gibt es überhaupt eine Trennung oder verschmilzt beides zu einer neuen Wirklichkeit, einer Einbildung?
Wenn man die einzelnen Plots der Geschichte liest, kommt man unweigerlich ins Grübeln. Sehr bewegt hat mich das Erlebnis von Nicole Rode, die in Hypnose anscheinend real ihr früheres Leben in vergangenen Zeiten mit allen Gefühlen erlebt. Erstaunlich und dramatisch fand ich, wie sie in einem Versuch der Selbsthypnose ein weiteres Mal diesen Weg in die Vergangenheit wählt und von Kriegern eines fremden Volkes um ihr Leben kämpft. Bedauerlich, dass diese Auseinandersetzung dramatisch endet.
Fazit insgesamt: Sehr spannende Handlungen, die logisch aufgebaut sind.
-
Mysteriös ...Rezension vom 17.08.2011Hier gibt es vier Geschichten und alle sind irgendwie unheimlich und unerklärlich, haben mir aber sehr gut gefallen, obwohl ich eine, glaube ich, nicht ganz verstanden habe.
-
Nicht annäherndRezension vom 11.06.2011Nicht annähernd so wie die monumentale Biografie von 1973, der ich entscheidende Erkenntnisse verdanke und die ich vor allem sprachlich als stilprägend empfinde, aus der Feder des gleichen Autors, aber Fest bleibt Fest.
Nur wenige Sachbuchautoren erreichen einen solchen Stil.
Der Rest ist - eigentlich - bekannt.











