Buch
Taschenbuch (348 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Kathy ist einunddreißig Jahre alt und arbeitet als Betreuerin. Wann immer sie durch England fährt und hinter Pappeln ein halb verborgenes Herrenhaus sieht, muss sie an Hailsham denken, das Internat, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Unwillkürlich steigen dann in ihr Erinnerungen an Tommy auf, der sich mit trotzigen Wutanfällen gegen die Ausgrenzung durch die Mitschüler wehrte, denen er nicht kreativ genug war. Seine geheimsten Ängste und Wünsche vertraute Tommy immer ihr, Kathy, an, aber eine Liebesbeziehung ging er zunächst mit ihrer besten Freundin ein, mit Ruth.
Sie alle waren damals in Hailsham gut behütet, aber auch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lehrer erzählten den Kindern, dass sie später »spenden« oder »betreuen« würden, aber was sich hinter diesen Begriffen verbarg, verriet ihnen niemand. Im Unterricht fertigten die Schüler Bilder und Gedichte an, und zweimal im Jahr kam eine Respekt erheischende Dame und sammelte die besten davon für eine Galerie ein, die aber keiner der Schüler je zu Gesicht bekam.
Tommy hatte den Verdacht, dass die Aufseher anhand dieser Artefakte entscheiden wollten, ob zwei Menschen wirklich zueinander passten. Denn nur wirkliche Liebespaare, so hieß es in Hailsham, konnten noch einen Aufschub erhalten, bevor sie »Spender« wurden.
Pressestimmen:
Wie wird unsere medizinische Zukunft aussehen? Eine Frage, die sich jeder schon mal gestellt hat. Ishiguros Roman “Alles, was wir geben mussten” entwirft hierzu ein ebenso realitätsnahes wie bedrückendes Zukunftsbild. Im Mittelpunkt hierbei steht die Dreiecksbeziehung zwischen Tommy, Ruth und Kathy, die gemeinsam ihre Kindheit in dem Internat Hailsham verleben. Doch bald schon fallen erste Schatten auf die scheinbare Schulidylle. Alle drei werden Aufgaben zu erfüllen haben. Liebe und Freundschaft werden überführt werden in die klinische Existenz als „Spender“ oder „Betreuer“. Doch wie wird das ihr Leben und ihre Gefühle verändern? Je unaufgeregter und stiller Ishiguro seine Zukunftsvision ausmalt, desto stärkere Emotionen werden beim Lesen erzeugt. Um so weniger Fragen offen von den Figuren gestellt werden, desto mehr brennen sie dem Leser unter den Fingernägeln und werden zum eigenen inneren Konflikt. Ishiguro ist mit seinem Roman ein beängstigendes Psychogramm und ein zugleich packender, tiefschürfender Zukunftsthriller gelungen. 3/07 Anna Baumann
| Verkaufsrang: | 5.715 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-442-73610-2 |
| EAN: | 9783442736102 |
| Originaltitel: | Never Let Me Go |
| Erschienen: | 06.11.2006 |
| Verlag: | Btb Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 348 |
| Länge/Breite: | 189mm/120mm |
| Gewicht: | 321 g |
| Übersetzer: | Barbara Schaden |
| Reihe: | btb |
Kazuo Ishiguro, geb. 1954 in Nagasaki, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1995 wurde ihm der Cheltenham Prize verliehen und 2006 der Belletristikpreis der 'Zeit'. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt mit Frau und Kind in London. 2006 erhält er den Corine-Preis.
Jayne Anne Phillips, 1952 geboren, gilt als eine der wichtigsten amerikanischen Gegenwartsautorinnen und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Cambridge, Massachusetts.
von einer Kundin/einem Kunden, am 30.03.2013
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von Teresa Müller, am 19.12.2011
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von Fugu, am 01.07.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 27.04.2011
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von Anne, am 25.01.2011
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von Andreas Hack, am 25.01.2011
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von Benjamin Haase, am 27.08.2009
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von Odilie Pressberger, am 28.04.2009
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von Silke Schröder, am 05.01.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 18.01.2007
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