Hiobs Brüder
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Hiobs Brüder

von Rebecca Gable

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Weitere Artikelinformationen

England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein menschenunwürdiges Dasein, weil sie nicht zu den Kindern Gottes zählen: Simon hat die Fallsucht. Edmund hält sich für einen toten Märtyrerkönig. Regy ist ein Mörder und so gefährlich, dass er an einer Kette gehalten werden muss. Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Ausgerechnet Letzterem fällt die Führung dieser sonderbaren Gemeinschaft zu, als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Er bringt die kleine Schar zurück in die "wirkliche" Welt, wo Hunger, Not und Rechtlosigkeit herrschen. Auf ihrer Reise gelangt er zu erschreckenden Erkenntnissen über den Mann, der er einmal war. Und gerade als er einer Frau begegnet, mit der ein Neuanfang möglich scheint, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld an dem furchtbaren Krieg trägt, der England zugrunde zu richten droht...

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.467
ISBN-10: 3-8387-0116-X
EAN: 9783838701165
Originaltitel: Roman 6
Erschienen: 10.2009
Verlag: Lübbe Digital
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 944
Illustrator: Jürgen Speh
Erschienen bei: Lübbe Digital
Spieldauer: 1556 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Rebecca Gable

Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Sie wirkte an einem Projekt zur Erforschung anglonormannischer Manuskripte mit. Diese Forschungsergebnisse flossen in ihre weitere literarische Arbeit mit ein. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman Jagdfieber wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Wenn sie nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, oft auch zu Recherchezwecken. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane "Quo Vadis" an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband. Mit ihrem Mann lebt sie unweit von Mönchengladbach auf dem Land.

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Kundenrezensionen

  • Super ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe dieses Buch von Weihnachten bis Silvester " verschlungen" . Es ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen.
    Habe schon fast alle Rebecca Gable Bücher gelesen und kann nur sagen, es ist genau wie die anderen Bücher für Leute , die historische Romane lieben , absolut empfehlenswert.
    Ich werde es mit Sicherheit irgendwann noch einmal lesen !

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  • Gewohnt gut... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder einmal knüpft die Autorin an die Englische Geschichte an und erzählt eine flüssige, spannende und überraschende Geschichte. Ich persönlich schätze diese Buch sehr und kann es nur empfehlen.

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  • tolle mittelaltergeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 07.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    toll geschrieben, sehr kurzweilig und wie bei allen büchern von rebecca gable will ich immer wissen wie es weitergeht. sie versteht es wie kaum ein anderer den spannungsbogen hoch zu halten.

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  • Die Fortsetzung von „Das zweite Königreich“ Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 29.05.2011

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nachdem ich in letzter Zeit doch eher literarisch höherwertige Bücher gelesen habe, habe ich jetzt endlich mal wieder einen richtig schönen historischen Schmöker für Sie! Gerade in diesem Genre finde ich es persönlich sehr schwierig ansprechende Bücher zu finden. Häufig sind sie mir zu seicht und unrealistisch. Die Bücher von Rebecca Gablé heben sich davon wohltuend ab. Sie ist für mich eine Zierde dieses Genres, denn sie schreibt historisch gut recherchierte Romane, die ausgesprochen spannend sind und durchaus vorstellbar erscheinen. Und sie sind meiner Meinung für Männer und Frauen geeignet, denn die Hauptpersonen sind zumeist männlich und die Liebe spielt nicht die Hauptrolle.

    „Hiobs Brüder“ ist die Fortsetzung des Romans „Das zweite Königreich“. Im zweiten Königreich konnten wir das Leben von Caedmon von Helmsby verfolgen, welches ganz dicht mit der Geschichte von William dem Eroberer verknüpft war. Es spielte in der Zeit von 1064 bis 1087. In der Zwischenzeit sind 60 Jahre vergangen. In England herrscht Bürgerkrieg, da der eigentlich Thronfolger auf der Überfahrt von Frankreich ertrunken ist. König Stephen und Kaiserin Maud beanspruchen den Thron für sich – in England herrscht Anarchie. Die Hauptpersonen des Romans stehen dieses Mal auf der Schattenseite des Lebens, denn der Roman beginnt auf einer Insel vor der Küste Englands, wohin die Kirche körperlich und geistig behinderte Männer gebracht hat. Nach einer großen Sturmflut kann eine Gruppe Überlebender von der Insel fliehen. Dies sind Losian, ein junger Mann, der sein Gedächtnis verloren hat, aber offensichtlich normannischer Abstammung ist und das Kämpfen beherrscht, Simon, ein junger Mann, der die Fallsucht hat, ein Mann, der sich König Edmund nennt – ein König, der von den Wikingern bereits 946 ermordet wurde, die siamesischen Zwillinge Wulfric und Godric ,Oswald, der das Down-Syndrom hat, Luke, der eine Schlange in seinem Magen beherbergt und last but not least Reginald de Warenne, ein psychopathischer Serienmörder. Diese ungewöhnliche Gruppe macht sich gemeinsam auf den Weg, obwohl sie eigentlich kein Ziel haben. Durch einen glücklichen Zufall treffen sie den blutjungen Henry II, der sich verirrt hat. Henry II. ist der Sohn der Kaiserin Maud. Sie helfen ihm und damit beginnt die Geschichte sich, wie bei Rebecca Gablé üblich, dicht an der Geschichte eines Königshauses zu halten. Die Gefährten helfen Henry II. bei seinem Kampf um die Krone und erleben hierbei viele gefährliche Abenteuer.

    Wie üblich hat Rebecca Gablé hervorragend recherchiert und einen spannenden Roman über das Leben im Mittelalter geschrieben. Wir lernen die Situationen der bäuerlichen Bevölkerung ebenso kennen wie das Leben der Juden und des Adels. Dieser Roman endet mit dem Beginn der Regentschaft Henry II. Da gerade das Leben dieses Königs äußerst spannend ist, kann man hoffen, dass sie diese Geschichte noch weiter fortsetzt. Und außerdem gibt es noch fünf Könige, bevor ihre Romane um die Familie Warringham beginnen, die übrigens diesen Herbst fortgesetzt wird. Lassen wir uns überraschen!

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  • Eintauchen in die Welt des Mittelalters Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.03.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Von der ersten bis letzten Seite spannenste Unterhaltung. Die handelnden Personen bekommen durch die einfühlsamen Beschreibungen der Charaktere schnell ein Gesicht und werden zur Persönlichkeit. Eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen sind auf einer Insel eingesperrt, können fliehen und werden zu Gefährten. Sie bewegen sich in England und Frankreich um 1100 nach Chr. Ein historisch sehr gut recherchierter bewegender Roman, den man ungern zur Seite legt.

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  • Uiuiuiuiuiui!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sarah Aksamit, am 26.01.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Und wieder hat Sie es geschafft!!!!
    Die Odyssee einer ungleichen Gemeinschaft von der Gesellschaft ausgegrenzter
    Menschen durch das England des Mittelalters... ist grandios!

    Nur wenige Andere können an „historische Größen“ wie Ken Follett heranreichen,
    doch Rebecca Gablé gelingt dies mit Leichtigkeit.

    Gut recherchiert , voller überraschender Wendungen, gespickt mit liebenswerten Charakteren-
    Ja, auch Ihre Schurken werden dem Leser ans Herz wachsen, und dabei leidenschaftlich gehasst werden.
    Dieses Buch wird jedem gefallen der anspruchsvolle und zugleich spannende historische Romane liebt.


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  • Garantiert schlaflose Nächte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefanie Sült, am 18.01.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für mich das bisher beste Buch von Rebecca Gablé - und alle anderen sind bereits wunderbar gelungen.

    Losians Geschichte, die Geschichte einer Wandlung - unglaublich spannend von der ersten Seite an!
    Losian hat sein Gedächtnis verloren und fristet sein Dasein mit einer Gruppe Besessener und Ausgestoßener auf einer Insel ohne Hoffnung. Etwas frisst an ihm, er ahnt, daß in seiner Vergangenheit etwas geschah, das viele Menschen ins Unglück gestürzt hat...
    Einigen der Ausgestoßenen gelingt die Flucht aufs Festland und Losian begibt sich auf die Such nach sich Selbst, lernt eine Frau kennen, die für ihn die Welt ist - und erfährt die Wahrheit.

    Unbedingt lesenswert!!!!!


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  • Fesselt sofort! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Krämer, am 06.12.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder ein wunderbarer Roman von Rebecca Gablé: Eine Gruppe Männer, die als besessen gelten, können aus ihrem Gefängnis entfliehen. Losian, der sein Gedächtnis verloren hat, wird dabei zum Anführer dieser ungewöhnlichen Reisegesellschaft. Er ist sich sicher, dass es ein schlimmes Geheimnis in seiner Vergangenheit gibt. Nach und nach findet er seine wahre Identität. Doch mag er diese Person, die er einmal war?

    Interessant ist dabei besonders, wie die Menschen damals mit Epilepsie, dem Down-Syndrom oder Geistesgestörtheit umgegangen sind. Dort gab es keine Heilmittel oder Therapien.

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  • Hiobs Brüder Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Linda Meier, am 08.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder einmal ein mitreißender Mittelalter-Roman von Rebecca Gablé! Doch diesmal entführt sie uns nicht in den Hochadel, sondern erzählt mehr vom normalen Bürgerleben im 12. Jahrhundert. Dadurch erhält man einen faszinierenden Einblick in das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Zeit. Wie immer schafft Gablé es, authentische Figuren zu zeichnen und historische Fakten mit einer tollen Erzählung zu verbinden.

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  • Wunderbarer historischer Roman! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Schnöpel, am 21.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Leider kein Waringham Roman, aber trotzdem sehr mitreißend und spannend geschrieben über ein für mich unbekanntes Thema. Im typischen Gable Stil, von allem etwas drin (Kämpfe, Verschwörung, Intrige, Hass und Liebe). Für Fans ein Muss und für alle anderen ein guter Einstieg ein Fan zu werden.

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ERSTER TEIL: LOSIAN (S. 6)
Isle of Whitholm, Februar 1147
»Sieh dich um, du Ausgeburt der Hölle«, knurrte der Mönch. »Wirf einen letzten Blick auf die Welt.«
Unwillkürlich folgte Simon der Aufforderung, obwohl er sich so fest vorgenommen hatte, genau das nicht zu tun. Er blieb stehen, wandte sich um und blickte zurück über die rastlose, aufgewühlte See. Der Wind fuhr ihm ruppig durch die Haare und wehte ihm eine Strähne ins Auge, aber der Junge konnte nichts tun, um sie zurückzustreichen, denn die Brüder hatten ihm die Hände auf dem Rücken gefesselt. Anscheinend fürchteten sie, der fünfzehnjährige, schilfdünne Knabe sei in der Lage, es mit vier gestandenen Benediktinern gleichzeitig aufzunehmen.
Ein Sonnenstrahl brach durch die bleifarbene Wolkendecke und tauchte das Meer und die flache Küste des Festlandes drüben in ein gleißendes, geradezu unirdisches Licht. Simon sah das Heidekraut aufleuchten, und der Turm der Klosterkirche, der eigentlich gedrungen und hässlich war, wirkte mit einem Mal filigran und schimmerte wie Elfenbein. Eine kleine Schafherde graste dicht zusammengedrängt unweit der klösterlichen Obstwiesen. Wie gelbe Wollflocken wirkten die Tiere aus der Ferne. Dann schob sich eine der schweren Wolken vor die Sonne, und das einsam gelegene St.-Pancras-Kloster versank wieder im Zwielicht.
Nicht gerade überwältigend, hätte Simon gern gesagt, um der Welt, die ihn ausstieß, zu bekunden, dass er gut auf sie verzichten könne. Doch nicht einmal zu dieser trotzigen Lüge bekam er Gelegenheit, denn die Brüder hatten ihn geknebelt, damit er sie nicht verfluchen konnte.
Der alte Mönch mit dem Glatzkopf und den weißen Haarbüscheln in den Nasenlöchern, der sich während des Exorzismus so in Rage gebetet hatte, dass er irgendwann ohnmächtig zusammengebrochen war, stieß den Jungen mit seinem knorrigen Gehstock zwischen die Schulterblätter. »Vorwärts!«
Simon kehrte der Welt den Rücken.

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