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Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den
anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
| Verkaufsrang: | 275 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8387-0069-4 |
| EAN: | 9783838700694 |
| Erschienen: | 03.2009 |
| Verlag: | Bastei Lübbe |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 300 |
| Erschienen bei: | Bastei Lübbe |
| Spieldauer: | 1911 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Kerstin Gier, geb. 1966, schreibt humorvolle Frauenbücher. Einige ihrer Titel waren monatelang auf den Bestsellerlisten. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie im Bergischen Land.
von Doris Oberauer, am 28.09.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen
von Roxana Hirschmann, am 26.08.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 06.08.2011
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von Kati Wascher, am 01.08.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 10.07.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 06.07.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 14.04.2011
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von Martha Volk, am 03.11.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 23.10.2010
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von Blacky, am 20.06.2010
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"Zehn (S. 146-147)
Natürlich konnte ich auch ohne Schlaftabletten in einen Zug nach Irgendwo steigen. Ja, genau genommen war das die einzige Alternative. Denn so viel stand fest: Nach Hause konnte ich jetzt nicht mehr. Ich konnte überhaupt nirgendwo mehr hin, wenn alle meine Briefe gelesen hatten. Und was hatte ich nicht alles geschrieben! Zum Beispiel an Tante Evelyn! Wenn sie herauskriegte, dass ich gar nicht tot war, dann würde sie mich eigenhändig erwürgen.
Wahrscheinlich waren weder Volker noch Onkel Korbmacher darüber erfreut, dass Volker nicht Onkel Korbmachers Sohn war. Und Tante Evelyn natürlich schon gar nicht. Oder an diesen Adrian von Aurora. Ich wusste es nicht mehr ganz genau, aber ich war ziemlich sicher, dass ich ihm meine Brüste beschrieben hatte. Oh mein Gott! Was hatte ich getan? Und was sollte ich jetzt tun? Ich brauchte ein gutes Versteck. Aber wo konnte ich hin? Mir fiel nur ein einziger Mensch ein, bei dem ich jetzt überhaupt noch aufkreuzen konnte. »Gerri-Mausilein«, rief Charly aus. »Das ist aber eine schöne Überraschung. Ulrich, stell noch einen Teller auf den Tisch.
Gerri ist zum Frühstück gekommen.« »War die Post noch nicht da?«, fragte ich. »Doch, gerade gekommen«, sagte Charly zurück. »Ich habe ein Paket von Babyland bekommen. Lauter süße kleine Anziehsachen. Und Nippelöl. Wollte ich gerade auspacken und ausprobieren. Warum hast du eine Reisetasche dabei?«, fragte Charly. »Weil – tja, ich kann nicht mehr zurück in meine Wohnung«, sagte ich. »Meine Tante würde mich dort mit einem Kruzifix erschlagen.« »Was hat die Alte denn wieder? Hast du vergessen, das Treppengeländer zu polieren?« Ulrich – nur mit Boxershorts bekleidet – schlug mir auf die Schulter.
»Guten Morgen, altes Haus. Kaffee?« »Ja, bitte«, sagte ich und ließ mich in einen der Korbstühle fallen, die um den alten Küchentisch herumstanden. Auf dem Tisch stand ein dickes himmelblau-rosa gestreiftes Paket, und darauf lagen zwei Briefe, und einer davon war von mir. »Gut, Charly trinkt nämlich neuerdings Fencheltee«, sagte Ulrich. »Das würdest du auch, wenn dir so übel wäre wie mir«, sagte Charly und setzte sich neben mich. »Das mit der Morgenübelkeit ist übrigens voll gelogen. Mir ist den ganzen Tag schlecht.« »Mir auch«, sagte ich und starrte auf meinen Brief. Ich konnte ihn mir schnappen und aufessen.
Das hatte ich in der Schule auch mal gemacht, mit einem Zettel, den Charly mir zugesteckt hatte. »Her mit dem Zettel, Fräuleinchen«, hatte Rothe gebrüllt. »Na, wird's bald! Ich zähle bis drei. Eins, zwei ...« Bei »drei« hatte ich mir den Zettel in den Mund geschoben. Es ging nicht anders, denn darauf stand: »Rothe ist ein sadistisches, neofaschistisches Hängebauchschwein«, und das war leider wahr. »Weißt du noch, wie ich dich damals vor Rothe gerettet habe, Charly?«, fragte ich. »Ich musste hundertmal schreiben: In Deutschland ist Papier nicht zum Essen da.«"