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Sein Rufen bannt, sein Kuss tötet
Er riecht nach Wald und hinterlässt eine Spur aus Goldstaub - der schöne Fremde, der Zara seit ihrer Ankunft im verschneiten Maine zu verfolgen scheint. Wenn er in ihrer Nähe ist, spürt sie seine Gegenwart bis in jede Faser ihres Körpers. Und es fällt ihr immer schwerer, seinem sanften Flüstern zu widerstehen, mit dem er sie in die Wälder locken will. In ihrer Panik vertraut sie sich dem attraktiven Nick an, der ihr ein schreckliches Geheimnis offenbart: Zara ist vom Elfenkönig auserwählt. Sein Kuss raubt Seelen, aber wenn er seine Königin nicht bekommt, wird er junge Männer als Blutopfer fordern. Nick ist entschlossen, Zara zu beschützen. Denn er ist nicht nur unsterblich in sie verliebt, sondern auch ein Werwolf und damit der einzige Gegner, den die Elfen fürchten. Doch als der Elfenkönig droht, Nick an seinen dunklen Hof zu verschleppen, muss Zara entscheiden, ob sie bereit ist, sich für die Welt der Menschen und den Jungen, den sie liebt, zu opfern ...
Carrie Jones studierte kreatives Schreiben am Vermont College, bevor sie anfing, als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten und nebenher Jugendbücher zu schreiben. 'Flüsterndes Gold', der erste Band ihrer Romantasy-Serie, stand wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times. Die Autorin lebt und arbeitet in Maine - trotz der langen Winter und wegen der schönen Sommer.
| Verkaufsrang: | 3.529 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-641-04907-5 |
| EAN: | 9783641049072 |
| Originaltitel: | Need |
| Erschienen: | 12.10.2010 |
| Verlag: | Cbt |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 352 |
| Altersempfehlung: | ab 13 |
| Übersetzer: | VerlagsService Ulrich Mihr |
| Erschienen bei: | Cbt |
| Übersetzt von: | VerlagsService Ulrich Mihr |
| Spieldauer: | 339 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Carrie Jones studierte kreatives Schreiben am Vermont College, bevor sie anfing, als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten und nebenher Jugendbücher zu schreiben. Die Autorin lebt und arbeitet in Maine trotz der langen Winter und wegen der schönen Sommer.
von Anna Weidinger, am 26.01.2011
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"Teratophobie (S. 129-130)
Die Angst vor Monstern oder entstellten Menschen
Ich tue, was ich kann für den Hund: Reinige seine Wunde und hebe seinen schweren Körper immer stückchenweise an, damit ich ihn in eine Decke wickeln kann, verbinde ihn und streichle seinen Kopf, während er im Schlaf leise stöhnt, »Armes kleines Hundchen«, sage ich, obwohl er ganz offensichtlich nicht klein ist. Vielleicht ist er nicht einmal ein Hund. »Glaubst du, dass mit Nick alles in Ordnung ist?«
Der Hund atmet im Schlaf tief aus. Ich fröstle, denn bei der Tür zieht es. Dann nehme ich den Kopf der Hundes vorsichtig von meinem Schoß herunter und bette ihn auf ein weiches Kissen, das ich von der Couch gezogen habe. Er ist so groß. »Bis du ein Werwolf?«, flüstere ich, beschämt, dass ich überhaupt frage. Er öffnet ein Auge und sieht mich an. »Tut mir leid, dass ich dich geweckt habe.« Ich beuge mich hinunter und küsse ihn auf die Schnauze. »Geht's dir gut?« Ich kontrolliere den Verband und ziehe die Decke ein bisschen zurück. »Ich glaube, die Wunde blutet nicht mehr. Das ist gut. Ich schau mich mal draußen um. Bin gleich wieder da. Ich mach mir echt Sorgen um diesen Nick. Aber du brauchst nicht eifersüchtig zu werden. Um dich mach ich mir auch echt Sorgen.«
Der Hund versucht, den Kopf zu heben, aber er ist wohl zu müde und zu erschöpft von seiner Verletzung. »Du ruhst dich aus, Süßer.« Er ist so süß mit seinem zotteligen Fell und den breiten Hundeschultern und den Hängebacken. Vielleicht kann er ja bei uns bleiben. Bettys Haus wäre bei Weitem nicht mehr so einsam, wenn es einen Hund dort gäbe. Sollten eigentlich nicht alle Haushalte in Maine einen Hund haben? So will es, glaube ich, das große Buch der Vorurteile über Maine, wo Hunde gleich nach ausrangierten Pick-ups im Vorgarten kommen und einer Veranda auf der Vorderseite des Hauses mit Betonsäulen und Hummerfallen.Ich ziehe auf einer Seite des Mauls die Lefzen hoch und schaue mir seine Zähne an. Sie sind sauber, weiß und riesengroß.
Der Hund öffnet ein Auge und schaut mich vorwurfsvoll an. Ich lasse die Lefze los. »'tschuldigung. Das war sehr indiskret, ich weiß.« Er wedelt mit dem Schwanz, aber nur ein Mal. »Danke, dass du mich nach Hause gelotst hast«, sage ich und wünsche mir, er könnte mich verstehen. Er wedelt wieder mit dem Schwanz. »Ich bin gleich wieder da.« Ich stehe jetzt wirklich auf und überprüfe, ob die Eingangstür auch abgeschlossen ist, falls ein Serienkiller vorbeikommen möchte. Dann spähe ich aus dem Fenster. Der Schnee bedeckt alles, absolut alles. Nicks Auto steht immer noch da. Die Reifen sind schon ganz im Schnee verborgen. Ich schlucke und nehme das Telefonbuch. Dann gehe ich auf Zehenspitzen an dem jetzt schnarchenden Hund vorbei in die Küche. Seine Wangen zittern, wenn er ausatmet. »Es wird alles gut.«"