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von Robert Arthur
EAN: 9783440129241
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Die drei jungen Detektive sollen einen entflogenen Papagei suchen - das hört sich nicht gerade nach einem aufregenden Fall an. Aber plötzlich scheinen sich auch noch andere Leute für den Papagei zu interessieren. Doch nicht etwa, weil er lateinische Sprüche zum Besten gibt? Die drei ??? müssen sich ganz schön ihre Köpfe zerbrechen.
| ISBN-10: | 3-440-12924-1 |
|---|---|
| EAN: | 9783440129241 |
| Erschienen: | 08.10.2011 |
| Verlag: | Franckh-Kosmos |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 128 |
| Altersempfehlung: | ab 10 |
| Illustrator: | Aiga Rasch |
| Erschienen bei: | Franckh-Kosmos |
| Spieldauer: | 2565 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Versteckspiel im Nebel (S. 117-118)
Der Nebel umschlang sie mit kalten feuchten Armen, während Lester sich in den Steinhaufen wühlte. Er arbeitete darauflos wie ein Hund, der nach einem vergrabenen Knochen scharrt. Kleine Steine, Ziegelbrocken, ein Stück Rohr, einen abgebrochenen Ast und allerlei Kiesel schleuderte er einfach hinter sich. Adams wurde ein paarmal getroffen und beschwerte sich energisch. »Pass doch auf, Mann!«, sagte er. »Etwas weniger Aufwand und etwas mehr Gründlichkeit, Lester«, empfahl Hugenay, der dabeistand und zuschaute. Peter und Justus, noch immer hilflos in Adams' eisernem Griff, mussten sich alles mit ansehen.
Es war eine bittere Erkenntnis, dass sie dem Schatz so nahe gekommen waren, nur um zum Schluss von dem gerissenen Franzosen aus dem Feld geschlagen zu werden. »Nehmt es nicht so schwer, ihr beiden«, meinte Hugenay, der ihre Gedanken wohl erraten hatte. »Schließlich habe ich die Wächter im Louvre in Paris und im Britischen Museum in London genarrt. Dabei hättet ihr mich am Ende fast noch überlistet. Es war ein äußerst kluger Schachzug, uns zuerst auf die Spur eures auffälligen Luxusautos zu locken und gleichzeitig zu zweit im Lieferwagen herzukommen.«
Er lachte leise und zündete seine Zigarre wieder an, die in der feuchten Luft ausgegangen war. Der Nebel umwallte ihn wie ein Mantel, und die Flamme seines Feuerzeugs verlieh seinen Zügen einen unheimlichen, teuflischen Ausdruck. »Natürlich hatte ich euch beobachten lassen. Mein Gewährsmann rief mich an und berichtete, der Rolls-Royce sei mit euch dreien weggefahren und er werde ihm folgen. Zwanzig Minuten später meldete er sich wieder und sagte, er hätte den Wagen überholt, aber nur einer von euch säße drin.
Er hatte euch also aus den Augen verloren. Da erkannte ich, dass ihr ebenbürtige Rivalen seid und dass ich besonders schnell handeln musste.« Er paffte dicke Rauchwolken in ie Luft. Lester grub noch immer im Steinhaufen. Die schweren Brocken wälzte er zur Seite, und die kleinen Steine warf er achtlos hinter sich. »Selbstverständlich hatte ich den ersten Teil von John Silvers einfallsreicher Botschaft entschlüsselt«, erklärte Hugenay den beiden Jungen.
»Aber diesen elenden alten Friedhof hatte ich noch nirgends gefunden. Da ich mich nicht lange damit aufhalten konnte, rief ich das Fremdenverkehrsamt an. Dort führen sie Listen der Sehenswürdigkeiten, die Touristen interessieren, und sie konnten mir tatsächlich sagen, wo es einen Friedhof mit der Adresse Baker Street 150 gab. Ich kam sofort hierher – und gerade zur rechten Zeit.« Wieder wurde Adams von einem Steinwurf Lesters getroffen.
Der kleine Mann stieß einen unterdrückten Fluch aus. Hugenay rief dem großen Burschen zu: »Versuch's mal ein Stück daneben, Lester! Silver war krank. Er hätte sich nicht die Mühe gemacht, sich so tief in einen Steinhaufen hineinzuwühlen.« Lester gehorchte, und gleich darauf schrie er triumphierend auf. Er zerrte etwas unter einem großen Stein hervor und reichte es Hugenay. »Da haben wir ihn!«, sagte er. »Ihren Kasten, Mr Hugenay!« »Ah!«, machte Hugenay. Er nahm die flache, etwa fünfunddreißig Zentimeter breite und doppelt so lange Metallkassette entgegen. Der Deckel war mit einem kleinen, aber starken Vorhängeschloss gesichert. »Genau die richtige Größe«, bemerkte er. »Gut gemacht. Lester.« »Das ist der Kasten, von dem Carlos erzählte, dass ihn John Silver unter seiner Matratze versteckt hielt«, flüsterte Justus Peter niedergeschlagen zu.