Der fünfte Elefant

Ein Scheibenwelt-Roman

von Terry Pratchett

eBook

Medium: EPUB

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Weitere Artikelinformationen

Im Auftrag des Patriziers reist Sam Mumm von der Stadtwache in das geheimnisvolle Land Überwald. Dort erfährt er, dass den Zwergen die uralte Steinsemmel, das Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Er stellt Ermittlungen an und gerät dabei in die verwickelten Auseinandersetzungen zwischen Zwergen, Werwölfen und Vampiren... Im Medium der Scheibenwelt erzählt Pratchett von der Annäherung fremder Nachbarn mit psychologischer Tiefe und satirischer Schärfe

Produktdetails

ISBN-10: 3-641-06044-3
EAN: 9783641060442
Originaltitel: The Fifth Elephant
Erschienen: 02.03.2011
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 416
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Erschienen bei: Goldmann
Übersetzt von: Andreas Brandhorst
Spieldauer: 324 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst, 1956 im norddeutschen Sielhorst geboren, schrieb bereits in jungen Jahren phantastische Erzählungen für deutsche Verlage. Es folgten zahlreiche Heftromane - unter anderem für die legendäre Terranauten-Serie - sowie Fantasy- und Science-Fiction-Taschenbücher. Im Kantaki-Zyklus, zu dem "Feuerstürme" gehört, sind bereits die Romane "Diamant", "Der Metamorph" sowie "Der Zeitkrieg" erschienen. Andreas Brandhorst lebt als freier Autor und Übersetzer in Norditalien.

Terry Pratchett

Terry Pratchett, geboren 1948, ist einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Von seinen Scheibenwelt-Romanen wurden weltweit rund 45 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 34 Sprachen übersetzt. Auf seinen Lesereisen füllt er spielend ganze Hallen, denn seine Fans können gar nicht genug von dem Mann mit dem hintersinnigen Humor bekommen. Umgeben von den modernsten Computern (und so durch ein Stück Schnur mit dem Rest der Welt verbunden) lebt Terry Pratchett mit seiner Frau Lyn in der englischen Grafschaft Wiltshire, wo er dieses Jahr seine eigenen Gewürzgurken anbaut.

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Kundenrezensionen

  • Wirtschaftsverhandlungen, Diplomatie und Verbrechen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Thomas Fritzenwallner, am 07.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Stadtwache von Ankh-Morpork steht im Zentrum dieses Romans. Mumm, der Kommandant, wird von Vetinari auf eine diplomatische Mission geschickt, obwohl er alles andere als ein Diplomat ist, er ist Polizist mit Leib und Seele. Politische Verwirrungen um die Krönung des neuen Zwergenkönigs unter (Zwerge leben schließlich in Stollen unter den Bergen) Überwald, Verbrechen, diplomatische Verwirrungen und zu allem Überfluss auch noch Verhandlungen über Rohstofflieferungen fallen nun in seine Zuständigkeit. Da aber nun Mumm, Karotte, Grinsi Kleinpo und Detritus in Überwald sind, wird Colon zum Hauptmann der Wache befördert, obwohl er nie etwas anderes als Feldwebel sein wollte - was zu entsprechendem Chaos in den Straßen von Ankh-Morpork führt.

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"(S. 27-28)
In einem nicht weit entfernten Schloss blätterte Lady Margolotta stumm in einer Ausgabe von Twurps Adelsverzeichnis. Es war kein besonders gutes Nachschlagewerk für die Länder auf dieser Seite der Spitzhornberge, wo das Standardwerk Der gothische Almanach hieß – darin nahm Lady Margolotta vier Seiten ein2. Aber es leistete wertvolle Dienste, wenn man wissen wollte, wer in Ankh-Morpork eine Rolle spielte.
Inzwischen steckten Dutzende von Lesezeichen in dem dicken Buch. Neben Lady Margolotta stand ein dünnes Glas mit roter Flüssigkeit. Sie trank einen Schluck und verzog das Gesicht. Dann blickte sie ins Kerzenlicht und versuchte, wie Lord Vetinari zu denken. Ahnte er irgendetwas? Wie viele Nachrichten erreichten ihn?
Den Nachrichtenturm gab es erst seit einem Monat, und viele Leute in Bums hielten ihn für etwas Fremdes und Störendes. Aber offenbar herrschte bereits reger Kommunikationsverkehr. Wen würde Vetinari schicken? Lady Margolotta erhoffte sich wichtige Hinweise von seiner Wahl. Entsandte er vielleicht jemanden wie Lord Rust oder Lord Selachii? Dann würde sie weitaus weniger von ihm halten. Nach dem, was sie gehört hatte – und Lady Margolotta hörte viel –, konnte das diplomatische Korps von Ankh-Morpork den eigenen Hintern nicht einmal mit einer Karte finden. Natürlich war es recht nützlich für einen Diplomaten, dumm zu wirken, bis er einem schließlich die Socken klaute, aber Lady Margolotta hatte einige Botschafter von Ankh-Morpork kennen gelernt, und ihrer Meinung nach konnte niemand so gut schauspielern.
Das Heulen draußen ging ihr allmählich auf die Nerven. Sie läutete nach dem Diener. »Zur Ftelle, gnä' Frau«, sagte Igor und materialisierte aus den Schatten. »Geh und sag den Kindern der Nacht, sie sollen ihre wundervolle Musik woanders erklingen lassen. Ich habe Kopfschmerzen. « »Fehr wohl, gnä' Frau.« Lady Margolotta gähnte. Eine lange Nacht lag hinter ihr, und der Tag brachte hoffentlich ungestörten Schlaf. Anschließend konnte sie bestimmt klarer denken. Als sie die Kerze auspusten wollte, fiel ihr Blick erneut auf das Buch. Ein Lesezeichen steckte beim M. Aber ... der Patrizier konnte doch nicht so viel wissen.
Sie zögerte und zog dann den Klingelzug über dem Sarg. Igor erschien erneut, auf typische Igor-Art. »Die tüchtigen jungen Männer beim Nachrichtenturm sind wach, nicht wahr?« »Ja, gnä' Frau.« »Lass unserem Agenten eine Mitteilung zukommen. Er soll alles über Kommandeur Mumm von der Wache herausfinden.« »Ift er der Diplomat, gnä' Frau?« Lady Morgolotta legte sich hin. »Nein, Igor. Er ist der Grund für Diplomaten. Bitte schließ den Deckel.«
Sam Mumm konnte sich in Gedanken mit zwei Dingen gleichzeitig befassen. Die meisten Ehemänner sind dazu imstande. Sie lernen, über eigene Dinge nachzudenken, während sie gleichzeitig auf das achten, was ihre Ehefrauen sagen. Das Zuhören ist wichtig, denn sie müssen jederzeit mit der Aufforderung rechnen, den letzten Satz zu wiederholen. Eine sehr praktische zusätzliche Fähigkeit besteht darin, nach verräterischen Ausdrücken im Dialog Ausschau zu halten, in der Art von »Es kann bereits morgen geliefert werden«, oder »Deshalb habe ich sie zum Essen eingeladen«, oder »Das gibt es auch in Blau und es kostet überhaupt nicht viel«. Lady Sybil wusste davon.

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