Auf einmal ist alles anders. Wenn Kinder in den ersten Jahren besondere Förderung brauchen.
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Auf einmal ist alles anders. Wenn Kinder in den ersten Jahren besondere Förderung brauchen.

von Angelika Pollmächer

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Auf einmal ist alles anders. Wenn Kinder in den ersten Jahren besondere Förderung brauchen.

Auf einmal ist alles anders. Wenn Kinder in den ersten Jahren besondere Förderung brauchen.

von Angelika Pollmächer

EAN: 9783497017744

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Weitere Artikelinformationen

Pollmächer, Angelika / Holthaus, Hanni Auf einmal ist alles anders!
Wenn Kinder in den ersten Jahren besondere Förderung brauchen
Mit einem Geleitwort von Otto Speck
2005. 111 Seiten.
Empfohlen von der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
ISBN 13 (978-3-497-01774-4)
Kurztext
Wenn Eltern erfahren, dass mit ihrem Neugeborenen etwas nicht stimmt, sitzt der Schock tief. Möglicherweise ist das Kind von einer Behinderung bedroht, möglicherweise ist es behindert oder entwicklungsverzögert. In dieser Situation brauchen Eltern Hilfe und vor allem Antworten auf ihre vielen ungeklärten Fragen. "Was muss ich tun?", "Welche Förderung braucht mein Kind?" und "Wo finde ich kompetente Helfer und Helferinnen?"
Angelika Pollmächer und Hanni Holthaus kennen diese Lage aus ihren eigenen Familien. Sie bieten in diesem Buch hilfreiche Informationen für die ersten Jahre des Zusammenlebens mit einem behinderten oder von Behinderung bedrohten Kind. Da ist Aufklärungsarbeit in der Familie zu leisten: "Wie sage ich es den Verwandten, wie den Geschwistern?" Die Eltern haben den Alltag zu bewältigen und möchten ihr Kind mit besonderen Bedürfnissen optimal fördern. Sie wollen sich über Therapien und medizinische Maßnahmen informieren, brauchen Entscheidungshilfen, um den geeigneten Kindergarten und die passende Schule zu finden. Nicht zuletzt sind finanzielle Angelegenheiten zu meistern. Lebendig geschrieben und mit Beispielen aufgelockert, hilft der Ratgeber bei diesen grundsätzlichen Überlegungen, damit die Eltern besondere Lösungen für ihr besonderes Kind finden.
Inhalt
Auf einmal ist alles anders!
Annäherung an Ihr besonderes Kind. "Ich muss mit Ihnen reden ... " -- Aufklärungsgespräche Wie sagt man es der Familie, Freunden und Fremden? Die Rolle der Geschwister
Lieben, fördern und fordern
Im Gleichklang: Zuwendung und Lernen. Frühförderung -- Methoden und Möglichkeiten. Therapien kurz vorgestellt
Loslassen, aber wohin?
Integration -- eine Bestandsaufnahme. Einen Teil der Verantwortung abgeben. In fremde Hände
Hilfe suchen -- Helfer finden
Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen. "Familienentlastende Dienste" (FED). Entlastung selbst organisieren
Medizinische Aspekte
Erste Diagnosen. Weitergehende Untersuchungen. Welcher Arzt in welchem Fall? Kleine Medikamentenkunde. Das Kind im Krankenhaus
Praktische Tipps
Gut zu wissen. Was bezahlt die Krankenkasse? Den wichtigsten Ausweis gibt´s beim Versorgungsamt. Steuern sparen. Hier hilft das Sozialamt
Anhang
Adressen. Bücher für Eltern und Kinder
Autoreninformation
Hanni Holthaus, Dozentin in der Erwachsenenbildung in München. Von ihren drei Kindern wurde der älteste Sohn mit dem Down-Syndrom geboren.
Angelika Pollmächer, Mutter von zwei Kindern, lebt als freie Journalistin in München. Ihre älteste Tochter kam mit dem Down-Syndrom zur Welt.

Produktdetails

ISBN-10: 3-497-01774-4
EAN: 9783497017744
Erschienen: 01.01.2005
Verlag: Ernst Reinhardt Verlag
Einband: PDF
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 113
Erschienen bei: Ernst Reinhardt Verlag
Spieldauer: 857 KB
Kapitel: 0
Medium: PDF
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Lieben, fordern und fordern (S. 22-23)
Reinhard M.:.Gleichzeitig mit dem Gespräch über eine etwaige Behinderung unseres Babys wurde mir klargemacht, dass es unbedingt nötig sei, sofort mit einer intensiven Forderung zu beginnen. Ich habe es mit dem Kopf wohl eingesehen, aber gefühlsmäßig war ich ziemlich überfordert. Ich hatte noch Schwierigkeiten mit der Beziehung zu meinem plötzlich .anderen" Kind und sollte schon Fremde mitreden lassen. Außerdem: Muss sich so ein kleines Menschlein nicht erst einmal selbst an das Leben außerhalb des Mutterleibs gewöhnen, bevor man von ihm schon Leistungen verlangt?" Im Gleichklang: Zuwendung und Lernen
Natürlich kann man Liebe nicht erzwingen. Wird ein Kind geboren, entstehen die unterschiedlichsten Empfindungen bei allen, die mit ihm zu tun haben. Ganz egal, wie schnell oder intensiv sich die Gefühle entwickeln: Jedes Neugeborene braucht vor allem Zuwendung. Genießen Sie die Nahe des kleinen warmen Körpers, denken Sie nicht bei allem, was Sie tun, darüber nach, ob es sinnvoll für die Forderung sein konnte. Sie dürfen Ihren Schmerz zulassen, aber versuchen Sie auch, hinter aller Verwirrung und Unsicherheit Ihr Kind zu sehen. Ein kleiner, hilfloser Mensch, der Sie braucht und von Ihnen abhängig ist. Dieses kleine Wesen hat Ihnen ebenfalls eine Menge zu geben, wenn Sie sich darauf einlassen. Um ein möglichst entspanntes, selbstverständliches Verhältnis zu seinem Baby zu entwickeln, ist es sinnvoll, sich mit ihm in aller Ruhe zu beschäftigen. Jede Schmusestunde, jedes Spiel, selbst das Wickeln und Baden sind Geschenke für Sie und den kleinen Erdenbürger. Das Kind lernt . ganz nebenbei . sehen, fühlen, schmecken, riechen, kurzum seine Welt besser kennen. Und die Eltern lernen, das kleine Wesen so zu akzeptieren, wie es ist. Mit all seinem Lebenswillen, seiner Kraft und seiner Lernbereitschaft, aber auch mit all seinen Schwachen.
Bei behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern ist es zusätzlich wichtig, möglichst früh mit einer gezielten Forderung zu beginnen. Das heist natürlich nicht, dass man bereits am ersten Lebenstag ein ausgeklügeltes Programm von therapeutischen, pädagogischen und psychologischen Maßnahmen vorliegen hat. Ganz im Gegenteil! Oft müssen sich die Eltern erst in mühevoller Kleinarbeit alle sinnvollen Forderschritte zusammensuchen. Man sollte dabei nichts überstürzen, sondern gelassen bleiben. Das heist: Das Tempo und die Bedürfnisse des Kindes und der Bezugsperson in Gleichklang bringen. Druck, Überforderung und ein schlechtes Gewissen sind die denkbar schlechtesten Ratgeber, sie können jeden Erfolg verhindern.
Verena M.: .Ich habe schon gehört, dass die Meinungen zur (körperlichen) Forderung auseinander gehen. Ich habe zugegebenermaßen auch keine Ahnung, und es stimmt: Die Menge an Infos und was man alles tun soll, erschlagt einen am Anfang schon. Bin noch dabei, mich damit auseinander zu setzen. Hat ja schließlich alles seine Vor- und Nachteile! Ich lasse mich gern aufklaren und belehren, blind drauflos fordern mag ich nicht."

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