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Roman

von Stieg Larsson

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von Stieg Larsson

EAN: 9783641203344

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Weitere Artikelinformationen

Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden.
In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen.

Produktdetails

Verkaufsrang: 99
ISBN-10: 3-641-20334-1
EAN: 9783641203344
Originaltitel: Män Som Hatar Kvinnor (Millennium 1)
Erschienen: 03.2009
Verlag: E-Books der Verlagsgruppe Random House
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 704
Übersetzer: Wibke Kuhn
Erschienen bei: E-Books der Verlagsgruppe Random House
Übersetzt von: Wibke Kuhn
Spieldauer: 748 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Stieg Larsson

Stieg Larsson, der am 15.August 1954 in Skelleftehamn als Sohn zweier noch sehr junger Eltern zur Welt kam, war Autor, Journalist und Herausgeber des antirassistischen Magazins EXPO. Bis er acht Jahre alt war wuchs Stieg Larsson in Nordschweden in armen Verhältnissen bei seinen Großeltern auf, die beide große Krimifans waren. Schon früh bekam er eine Schreibmaschine geschenkt, die den Grundstein für seine Karriere als Journalist und Autor legte. In den 80ern arbeitete er als Journalist und Anti-Faschismus-Experte, der auch mit Scotland Yard kooperierte. Wegen seiner Sachbücher die er vor seinen Romanen veröffentlichte, erhielt er Morddrohungen. Trotzdem lies er sich vom Kampf gegen Ungerechtigkeit und Rechtsextremismus nicht abbringen. Inspiriert von den Lieblingsautoren seiner Großeltern, die eine 10-teilige Krimireihe geschrieben hatten, wollte auch Larsson eine 10-teilige Serie schreiben. Seine "Workaholic-Mentalität" ließ ihn tagsüber an den Recherchen gegen Rechtsextremismus arbeiteten und nachts an seinen Romanen weiterschreiben. Der Lebenswandel von Stieg Larsson war, so wie das seines Alter Egos Mikael Blomkwist, eher ungesund. Die Folge war ein Herzinfarkt, der der Grund für den Tod von Stieg Larsson am 9. November 2004 war. Erst nach seinem Tod wurden seine Werke richtig berühmt, 2006 erhielt er für "Verblendung" den Skandinavischen Krimipreis und die Verfilmung 2009 trat noch größere Begeisterungsstürme los.

Meinung der Redaktion

Larsson ist allein aufgrund seiner Biografie, brillant, spannungsreich und aufregend. Seine Romane und die Verfilmungen zeigen Gesellschaftskritik, kleine Anspielungen schwedischer Klassiker und bewegen. Fesselnd, aufregend, bietet Suchtpotenzial bis zur letzten Seite oder Minute...

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Buchhändlertipps

  • Auftakt der Milleniums-Triologie

    von Josef Eckl, am 11.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg-Europark

    Mikael Blomkvist, leidenschaftlicher Journalist, und Lisbeth Salander, unorthodoxe, aber geniale Rechercheurin untersuchen gemeinsam einen Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall.

    Der Beginn von Sieg Larssons großem Werk. Die Handlungsstränge brauchen am Anfang etwas Zeit um sich zu verbinden und es "tut" sich eher wenig in der ersten Hälfte des Buches. Nachdem sich die beiden Hauptpersonen aber schließlich treffen, gewinnt die Geschichte aber deutlich an Spannung und läuft auf ein großartiges Finale hinaus.

    Insgesamt sehr zu empfehlen. Die Figur der Lisbeth Salander im speziellen ist ein derart interessanter, tiefgründiger und ungewöhnlicher Charakter, dass es schon allein deswegen ein Versäumnis wäre, dieses Buch nicht zur Hand zu nehmen.

Kundenrezensionen

  • Spannend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gertrud K., am 25.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe mir das Buch (als e-book) auf Empfehlung von Bekannten gekauft. Eigentlich bin ich nicht so die Krimi-Leserin, und mit Empfehlungen ist das manchmal so eine Sache..Geschmäcker sind bekanntlich verschieden!

    Nichtsdestotrotz kann ich diese Lektüre fast nicht aus der Hand legen! Sehr spannend geschrieben, und ich kann es kaum erwarten, auch die Fortsetzungen zu lesen, welche ich mir nun downloaden werde.

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  • Besser als der Film. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Erst als ich den Film sah wurde ich auf Herrn Larsson aufmerksam.Das Buch gefällt mir aber besser als der Film, was mich sehr überraschte.

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  • Erst der Schluss war spannend... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe mir das Buch auf Empfehlung gekauft, da es "superspannend" sein sollte. Leider kann ich diese Meinung nicht ganz teilen. Die erste Hälfte des Buches war einfach zu langatmig, bevor es "richtig los ging". Allerdings möchte ich hinzu fügen, dass die letzte Buchhälfte dann die Bezeichnung "spannend" wirklich verdient hatte.

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  • Spannend bis zur letzten Seite Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    bewundernswert ist die klare deutliche Schreibweise. teilweise akribisch werden Details dargestellt und analysiert. Der Autor beherrscht sein Handwerk absolut. Er ist Meister in der Schilderung von Lebenssituationen. Jede Wort ist von Bedeutung. Die Charaktere werden nicht überhöht gezeichnet. Der Spannungsfaden zieht sich bis zur letzten Seite durch das Buch.Ich halte den Autoren + Psychologen Stig Larsson für einen mindest gleichwertigen Schreiber wie seinen Landsmann Henning Mankell und bin gespannt, was aus dieser Feder noch kommen wird.....aus meiner Sicht: besser geht es nicht!

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  • ein Muß !!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.02.2011

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    Zunächst war ich sehr skeptisch was dieses Buch und den Autor anging. Ich hatte für meinen Geschmack zu viel davon im Vorfeld gehört und gelesen und befürchtete, es könne meine Erwartungen nicht erfüllen. Aber weit gefehlt !! Trotz recht ausschweifender Familienchronik der Unternehmersfamilie Vanger fesselte mich die Geschichte so sehr, dass ich mir nach Ende des Buches gleich Teil 2 herunterlud ! Man muß es einfach lesen !!

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  • Eine spannende Geschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maike Hochapfel, am 30.11.2010

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    Mein neues absolutes Lieblingsbuch!!! Die ersten circa 70 Seiten sind zwar ziemlich anstrengend und gewöhnungsbedürftig, aber danach geht es los!! Es ist wie ein Bann, aus dem man nicht mehr entfliehen kann und will! Schlaflose Lese-Nächte sind garantiert, da man unbedingt wissen möchte wie es mit dem Journalisten Mikael Blomkvist weitergeht und ob er das Familiengeheimnis der Vangers auflösen kann!!!

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  • Beginn der Trilogie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karin Harmel, am 27.10.2010

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    Einer der besten Krimis, den ich in der letzten Zeit gelesen habe! Geschickt schafft es Larsson die unterschiedlichen Handlungsstränge zu verknüpfen und uns mit auf eine Reise in die dunkle Vergangenheit Schwedens zu nehmen. Mikael Blomkvist, ein bekannter Enthüllungsjournalist, soll einem schwerreichen Industriemagnaten einen letzten Wunsch erfüllen: Vor Jahren verschwand seine Lieblingsnichte und alle möglichen Suchaktionen waren nicht vom Erfolg gekrönt. Vor seinem Lebensende will der Industriemagnat mit Mikael Blomkvist einen letzten Versuch starten. Und Mikael findet etwas... Wie gesagt, ein Buch über Schwedens dunkle Geschichte, Familiengeheimnisse und aktuelle Verbrechensmuster! Hier spürt man ausserdem ganz deutlich, dass Larsson nah am Puls der Zeit war. Und: interessante Hauptfiguren!

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  • Bekehrt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michelle Rößner, am 24.10.2010

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    Als bislang eingefleischte Nicht-Krimileserin bin ich nach der Lektüre von Stieg Larsson definitiv eines Besseren belehrt worden und damit bekehrt! Der Fall um die in den 60er Jahren verschwundene Nichte des Industriellen Henrik Vanger ist so spannend gestaltet, dass mich auch ca. 100 Seiten thematisierter Wirtchaftskriminalismus nicht abhalten konnten, weiterzulesen. Großartig auch das unkonventionelle Ermittlerpaar: der soeben wegen Verleumdung frisch verurteilte Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist und die noch sehr junge, eigenwillige Hackerin Lisbeth Salander, die mit unorthodoxen Mitteln versuchen, hinter die Kulissen des Vanger-Clans zu schauen. Stilistisch brilliant und bis zum Schluss spannend!

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  • Eiskalt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.10.2010

    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mikael Blomkvist ist beliebt bei den Frauen und unerbittlich in seinem Job als Enthüllungsjournalist. Doch irgendetwas ist schief gelaufen – findet er sich doch wegen Falschaussage vor Gericht wieder…
    …und ausgerechnet Lisbeth Salander, deren soziale Kompetenzen eher gegen Null gehen – ihre Fähigkeiten als Hackerin allerdings unübertroffen sind - wird auf ihn angesetzt. Sie hat aber sonst auch noch etwas zu erledigen…

    Der Großindustrielle Henrik Vanger sucht seit Jahren verzweifelt nach seiner Nichte Harriet, die bei einem tragischen Unfall spurlos verschwand. Vor seinem Tod möchte er Klarheit! Er verdächtig den gesamten Vanger-Clan.
    Henrik hat vor, den Journalisten zu beauftragen, dessen Arbeit er seit Jahren verfolgt. Und er hat einen Köder, dem Blomkvist nicht widerstehen kann.

    Die Ereignisse überstürzen sich, als Lisbeth und Mikael aufeinander treffen. Ein Sumpf aus Intrige, Wahnsinn und Brutalität tut sich vor ihnen auf…

    Spannend und erschütternd!

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  • Echt super Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 25.08.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich war von Verblendung sehr begeistert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Spannung pur und selbst mein Mann der nicht viel ließt, kann nicht mehr von dem Buch lassen. Bin gespannt auf die anderen Teile.

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  • genialer Autor Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Blacky, am 09.01.2010

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung:
    Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt
    Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.
    An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden.
    In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen.

    Ein absolut fesselnder Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte.
    Spannung bis zum letzten Wort.
    Nach Beendigung bin ich gleich losgezogen und habe mir Band 2 gekauft.
    Stieg Larsson ist ein genialer Autor.
    Schade, das er vor seinem Tod nur diese 3 Romane um Michael Blomquist geschrieben hat.

    Reihenfolge der Bücher

    1 Verblendung
    2 Verdammnis
    3 Vergebung

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15. Kapitel (S. 242-243)
Freitag, 16. Mai – Samstag, 31. Mai 
Mikael Blomkvist wurde am 16. Mai aus der Rullåker-Vollzugsanstalt entlassen, zwei Monate nachdem er seine Strafe angetreten hatte. Am Tag seines Haftantritts hatte er ohne allzu große Hoffnung einen Antrag auf Verkürzung seiner Freiheitsstrafe gestellt. Die wahren Ursachen für seine Entlassung wurden ihm nie ganz klar, aber er vermutete, es könnte damit zu tun haben, dass er seine freien Wochenenden nie genommen hatte und dass die Anstalt mit zweiundvierzig Insassen belegt war, obwohl sie eigentlich nur einunddreißig Platz bot. Auf jeden Fall schrieb der Direktor der Vollzugsanstalt – ein vierzigjähriger Exilpole namens Peter Sarowsky, mit dem sich Mikael bestens verstand – eine Empfehlung für eine Verkürzung der Strafe.
Die Zeit in Rullåker war ruhig und angenehm verlaufen. Die Anstalt war, wie Sarowsky sich ausdrückte, für Kleinkriminelle und Alkoholsünder, nicht aber für richtige Verbrecher gedacht. Die täglichen Routineabläufe erinnerten an die Gepflogenheiten in einer Jugendherberge. Seine einundvierzig Mithäftlinge, von denen die Hälfte Einwanderer der zweiten Generation waren, betrachteten Mikael als eine Art exotischen Vogel in ihrer Gemeinschaft – was er ja auch war.
Er war der einzige Häftling, über den im Fernsehen berichtet wurde, und das verlieh ihm einen gewissen Status, aber keiner der anderen sah ihn als echten Verbrecher an. Das tat der Direktor der Anstalt auch nicht. Schon am ersten Tag wurde Mikael zu einem Gespräch gebeten, in dem man ihm mehrere Angebote machte: Therapie, Besuch der Abendschule, andere Studienmöglichkeiten oder eine allgemeine Berufsberatung. Mikael lehnte dankend ab, weitere Studienpläne seien schon vor Jahrzehnten begraben worden, und eine Arbeit habe er bereits. Er bat jedoch darum, sein iBook benutzen zu dürfen, um an seinem Buch weiterarbeiten zu können.
Sein Wunsch wurde ihm ohne Weiteres bewilligt, und Sarowsky stellte sogar noch einen abschließbaren Schrank zur Verfügung, sodass Mikael den Computer auch unbewacht in der Zelle lassen konnte, ohne dass er gestohlen oder demoliert werden konnte. Nicht dass einer der Mithäftlinge tatsächlich so etwas gemacht hätte – sie hielten eher ihre schützende Hand über Mikael. So verbrachte Mikael zwei relativ angenehme Monate, in denen er ungefähr sechs Stunden am Tag an der Vangerschen Familienchronik arbeitete. Die Arbeit wurde jeden Tag nur von ein paar Stunden Putzarbeit oder einer angeordneten Erholungspause unterbrochen. Mikael und zwei Mithäftlinge, von denen einer aus Skövde, der andere aus Chile kam, hatten die Aufgabe, jeden Tag den Fitnessraum zu putzen.
Das Freizeitprogramm bestand aus Fernsehen, Kartenspielen oder Krafttraining. Mikael entdeckte, dass er ganz anständig Poker spielte, aber er verlor jeden Tag ein paar 50-Öre-Münzen. Die Anstaltsregeln verboten, um mehr Geld als einen totalen Jackpot von fünf Kronen zu spielen. Er erhielt den Bescheid über seine vorzeitige Entlassung einen Tag bevor er gehen durfte. Swarowsky nahm ihn mit in seinen Dienstraum und bot ihm einen Schnaps an. Danach verbrachte Mikael den Abend damit, seine Kleider und Notizbücher zusammenzupacken. Nach seiner Entlassung fuhr Mikael direkt zurück nach Hedeby.

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