Buch
Taschenbuch (159 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Die Struktur der Stadttheater in Deutschland ist weltweit einmalig und verkörpert nach außen eine unvergleichliche Vielfalt und einen beneidenswerten Reichtum. Im Innern stellen sich aber immer dringlicher Fragen nach dem (finanziellen) Erhalt, nach künstlerischer Legitimation und gesellschaftspolitischer Funktion dieser Einrichtungen. Welche Veränderungen sind notwendig, um das Stadttheater in Deutschland zukunftsfähig zu machen, und wie kann es auf die sich abzeichnenden sozialen, demografischen und politischen Veränderungen reagieren? Welchen Anteil haben kulturelle Bildung, Identitätsstiftung, Kritik und Selbstreflexion einer demokratischen Bürgergesellschaft an einem Stadttheater der Zukunft? Und wie kann es sein Stammpublikum für die künstlerisch innovative Beschäftigung mit den Folgen dieser Veränderungen interessieren und zugleich neue Zuschauer und Teilnehmer gewinnen? Gelingt es uns, gegen den zunehmenden Trend der Entpolitisierung der Gesellschaft das Theater als einen Ort des Politischen zu behaupten? In Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg, das 2011 sein hundertjähriges Bestehen feiert, und der Hessischen Theaterakademie stellt das Arbeitsbuch Ansätze zur Neubestimmung der Institution ¿Stadttheater¿ zur Diskussion.
| ISBN-10: | 3-940737-98-4 |
|---|---|
| EAN: | 9783940737984 |
| Erschienen: | Juli 2011 |
| Verlag: | Theater der Zeit |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 159 |
| Länge/Breite: | 287mm/216mm |
| Gewicht: | 624 g |
| Reihe: | Arbeitsbuch |
Wolfgang Engler, geb. 1952 in Dresden, Soziologe, Lehrtätigkeit an der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin, seit Oktober 2005 dort Rektor. Im Herbst 2009 Gastprofessur an der Universität St. Gallen. Er publizierte zahlreiche Studien über Lebensformen in Ost und West, kritische Analysen über die Moderne, über Demokratie sowie den Wandel des Politischen und der Öffentlichkeit in den industriellen Massengesellschaften. Veröffentlicht in diversen Zeitschriften und Zeitungen (Die Zeit, taz, Süddeutsche Zeitung, Blätter für deutsche und internationale Politik u.a.). 2000 erhielt Engler den Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie.
Björn Bicker, geboren 1972, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Allgemeine Rhetorik in Tübingen und Wien. Danach arbeitete er am Wiener Burgtheater. Von 2001 bis 2009 war er als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen engagiert und Miterfinder viel beachteter Stadtprojekte, angesiedelt auf der Grenze zwischen künstlerischer und politischer Praxis. Seit 2009 arbeitet er als freier Autor, Projektentwickler und Kurator. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Essays und ist als Dozent für Dramaturgie und Szenisches Schreiben an verschiedenen Hochschulen tätig.
Barbara Mundel ist Intendantin des Theaters Freiburg
Hajo Kurzenberger, geb. 1944, studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft in Heidelberg und Berlin. Er arbeitet als Dramaturg und Regisseur u.a. in Basel, Berlin, Hamburg und Zürich. Von 1980-2009 war er Professor für Theaterwissenschaft/Theaterpraxis an der Universität Hildesheim.
René Pollesch wurde 1962 in Friedberg/Hessen geboren. Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. Erste Auftragsarbeiten für das Theater Am Turm/Frankfurt und Inszenierungen eigener Stücke auf der TAT-Probebühne. Nebenher Übersetzungen und Bearbeitungen. 1996 Arbeitsstipendium am Royal Court Theatre/London, 1997 Stipendium der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart. In der Spielzeit 1999/2000 Hausautor am Luzerner Theater, im Herbst 2000 Hausautor am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 2001 Mülheimer Dramatikerpreis für www-slums. Seit der Spielzeit 2001/02 leitet Pollesch den Prater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und inszeniert seine eigenen Stücke dort und am Burgtheater Wien, Schauspielhaus Stuttgart, schauspiel hannover und den Münchner Kammerspielen.
Mark Terkessidis, geboren 1966, Diplom-Psychologe, war Redakteur der Zeitschrift Spex und arbeitet als freier Autor zu den Themen Populärkultur, Identitätsbildung und Rassismus.
Heiner Goebbels ist Komponist, Regisseur, Professor und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft an der Universität Gießen und Präsident der Hessischen Theaterakademie. Ab 2012 Intendant der Ruhrtriennale. 2012 wurde Heiner Goebbels mit dem "Henrik-Ibsen-Preis" für sein Lebenswerk geehrt.
Josef Mackert ist Leitender Dramaturg des Theaters Freiburg
Dirk Baecker wurde 1955 in Karlsruhe geboren. Nach seinem Studium der Soziologie in Köln und Paris promovierte und habilitierte er 1986-1992 im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld. Er erhielt das Heisenberg Stipendium von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nach Forschungsaufenthalten an der Stanford University in Palo Alto (Kalifornien), der Johns Hopkins University in Baltimore und der 'London School of Economics and Political Sciences' wurde Baecker 1996 an die Universität Witten/Herdecke berufen, wo er den Lehrstuhl für Soziologie inne hatte. Seit 2007 ist Dirk Baecker Professor für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin University in Friedrichshafen.