Rezension vom 28.04.2012
Als ich das Buch kaufte, hatte ich in erster Linie Interesse an der Schauspielerin aus "Ally McBeal", die für mich auf den ersten Blick alles hatte, was heutzutage als essentiell vermittelt wird: Schönheit, Erfolg etc. Ich habe das Buch über Nacht gelesen, obwohl ich von Essstörungen persönlich nicht betroffen bin oder war. Doch die Ehrlichkeit, mit der Portia de Rossi ihre verzweifelte psychische Situation - ihren Hass auf sich selbst, ihr mangelndes Selbstvertrauen, ihre Angst vor dem Umgang mit Menschen - beschreibt, hat mir zahlreiche Formulierungen für das Verstehen meiner eigenen Situation gegeben. Wie oft stehen wir uns (gerade als junge Frauen) mit wahnsinnig destruktiven Gedanken selbst im Weg zu unserem eigenen Glück? Schlimme Kindheitserfahrungen, fehlgeschlagene Partnerschaften, berufliche Misserfolge - es gibt wohl viele Ursachen, wie sie auch im Buch beschrieben werden. Portia de Rossi ist zu meinem Vorbild geworden, denn mit ihrer Hilfe habe ich wie sie mit Mitte 30 erkannt, dass der Weg zur Selbstfindung viele lange Jahre dauern und sehr schmerzhaft sein kann, letztendlich aber lehrreich und stärkend ist.