Rezensent im Portrait

aus Boppard

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Meine Rezensionen

  • Blutsommer
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    Absoluter Lieblingsthriller
    Rezension vom 14.07.2012
    Das 1x1 des Grauen
    Die Hitze ist unerträglich. Eine Dunstglocke liegt über der Stadt.
    Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt. Der "Metzger" hat wieder zugeschlagen.
    Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hinenversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier ist eine neue Dimension.
    Ihm zur Seite gestellt ist Hannah Christ, eine junge Kollegin, die er aber spüren lässt, das sie von ihm eigentlich nicht erwünscht ist.

    Rainer Löffler hat hier einen gut recherchierten Thriller abgeliefert. Er ist spannend vom Anfang bis zum Schluß Von der ersten Seite nimmt die Geschichte des Metzgers/ Herr der Puppen an Fahrt auf und es gibt keine Seite auf der es langweilig wird. Auch die ungewöhnlichen Arbeitsweisen von Abel lässt einem keine ruhige Minute. Ich könnte noch so viel schreiben, plaudere aber dann bestimmt zu viel aus, ihr sollt das Buch ja selbst lesen.
    Für mich hat Rainer Löffler das 490 Seiten starke Debüt flüssig und stimmig zu Papier gebracht. Ich bin so begeistert von dem Buch, möchte aber nicht zu viel erzählen, sondern nur neugierig machen.
    Ich will auf alle Fälle MEHR!!! von Abel und Christ.
    Vielen Dank an Rainer Löffler für das tolle Buch und ganz dicke 5 Sterne.
  • Dierk Gewesen und die glorreichen Sechs
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    "Genialer Schwachsinn"
    Rezension vom 20.05.2012
    Wenn ihr meint, ihr wart schon überall, habt alles gesehen und nichts kann Euch mehr vom Hocker hauen – dann liegt das vielleicht daran, dass ihr immer zur falschen Zeit am falschen Ort seid! Und daran, dass ihr mich nicht kennt. Mein Name ist Gewesen, Dierk Gewesen. Ich bin Kommissar bei der Polizei Hamburg, Abteilung zur holistischen Durchleuchtung extrem seltsamer Delikte. Wir beschäftigen uns nicht mit Pille Palle wie Hehlerei, Raub und Mord. Wir kümmern uns um die echt kniffligen Sachen, zum Beispiel bei unserem neuesten Fall: Da versucht ein größenwahnsinniger Superverbrecher ein Loch durch die Erde zu buddeln! Mitten in Hamburg. Und warum? Weil er glaubt, dass die Erde in ihrem Inneren hohl ist und wir Menschen auf der Innenseite leben.
    Um die Welt oder erstmal nur Hamburg zu „retten“ hat Dierk Gewesen Hilfe von seinem Assistenten „Azubi“ Nick. Gewesen hat ständig irgendwelche Sprüche auf Lager, manchmal, eher gegen Ende, nicht so ganz jugendfrei.In welche Kategorie man dieses Buch stecken kann, weiß ich auch nach dem Lesen immer noch nicht so genau zu sagen, auf alle Fälle nicht zur Ernsthaften Literatur. Denn Christian Gailus hat vor allem genial viel Schwachsinn mit sehr viel Witz ganz unterhaltsam verarbeitet. Da ist eine Menge drin versteckt von einem Hauch Fantasy, Krimi, Wortspielen und einer ganze Menge durchgeknallter Anspielungen auf Filme. Ich hatte zwar auch oft den Eindruck das ich einen Gag nicht verstanden hab. Dennoch habe ich mich bei dem Buch köstlich amüsiert. Denn Humor muss man schon haben wenn man dieses Buch liest.
    Eine serielle Verfilmung könnte ich mir auch gut vorstellen. Vor allem würde ich mich freuen, wenn Gewesen in Buch-Serie geht, und es das nicht schon gewesen ist mit Gewesen. Einfach genial. Für den tollen sehr unterhaltsamen „Schwachsinn“ gebe ich gerne 5 Sterne
  • Bretonische Verhältnisse
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    Malerische Krimilandschaft
    Rezension vom 15.04.2012
    Kommissar Dupin eckt nicht selten mit seiner eigenwilligen und ruppigen Art bei Mitmenschen und Vorgesetzten an. Dies führte zu seiner Versetzung aus dem geliebten Paris an das äußerste Ende Frankreichs, in die Bretagne. Doch auch wenn er es sich selbst nicht gerne eingesteht, fühlt er sich "schon" nach 3 Jahren heimisch, liebt das Meer, das besondere Licht, das viel diskutierte Wetter und insbesondere die Küche. Und Verbrechen und damit Arbeit gibt es auch in der vermeintlichen Idylle. Mitten im Sommer, während der Hochsaison, wird im pittoresken Künstlerdorf Pont Aven der Hotelier Pennec ermordet. Und das, obwohl der über 90-Jährige sowieso nur noch wenige Tage zu leben gehabt hätte. Pennecs Hotel beherbergte einst Gaugin und andere Künstler. Liegt das Mordmotiv in dieser Vergangenheit des Hotels, oder sind doch Familienfehden und Erbstreitigkeiten die Auslöser? Den sehr eigenwillige Kommissar Dupin fand ich schon sehr seltsam, da er viel auf eigene Faust und nicht mit seinem Team an Inspectoren gearbeitet hat. Zumal ich auch fand, das er so viel nicht an einem Tag, der Roman ist in vier Tage aufgeteilt, gemacht haben kann. Das fand ich sehr unrealistisch und mir fehlte es an vielen Stellen an Spannung und da wo Spannung hätte stattfinden können macht die Geschichte einen Sprung. Der Kommissar und auch die Geschichten haben wohl Potenzial. Dafür, das ich hoffe, das es noch mehr Geschichten mit Dupin gibt, und für die schöne, „malerische“ Landschaft vergebe ich dann doch 4 Sterne.
  • Völler E: Leg dich nicht mit Mutti an
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    Kurzweiliges Lesefutter
    Rezension vom 15.04.2012
    Annabel, Journalistin, Witwe mit drei Kindern, lebt im eigenen, aber sanierungsbedürftigen Haus. Dafür möchte sie von der Bank einen Kredit, als sie da ist, gerät sie in einen Banküberfall. Sie zieht Probleme, ob mit abgesetzten Handwerkern, Mutter oder Schwiegermutter, förmlich an und ihr fällt es schwer irgendwelche Fettnäpfchen auszulassen. Mehr möchte ich eigentlich zum Inhalt nicht verraten. Denn dieser Roman ist eine kurzweilige, nette, sehr schön geschriebene Frauengeschichte, die sich lohnt gelesen zu werden. Von Anfang an ist hier was los, immer lustig und sehr unterhaltsam aus dem Alltag erzählt. Mir hat sie wirklich sehr gut gefallen und man kann sie so weglesen. Wem schon „Der Montagsmann“ von Eva Völler gefallen hat, kommt hier auf seine Kosten, auch wer Bücher im Stil von Dora Heldt oder Bettina Haskamp liest. Von mir gibt es lockere 5 Sterne.
  • Wachkoma
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    Es ist sehr wichtig, stehen zu bleiben und abzuwarten, bis die Seele uns wieder einholt
    Rezension vom 17.03.2012
    Beata, eine ausgebrannte Mittvierzigerin am Hochpunkt ihrer Karriere, bricht während einer Präsentation zusammen. Für sie zählte nur die Aufwärtsbewegung im Beruf, dafür machte sie auch vor aufputschenden Koffeintabletten keinen Halt. Privates gab es für sie im Prinzip nicht. Jasmin P. Meranius nimmt uns mit auf die Reise, wie Beatas Körper sie wieder zurück in ihr Leben nimmt.

    Ich bin wirklich froh, das ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, denn so ein literarisches Kleinod findet man nicht alle Tage. Das Buch bringt einen echt zum Nachdenken und es ist bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch lese. Ich finde es wirklich sehr einfühlsam geschrieben. Jasmin P. Meranius hält der Gesellschaft einen Spiegel vor. Denn in jedem steckt etwas von Beata, bei einem mehr bei anderen weniger. Was aber auch damit zu tun hat, dass man es eben allen/m Recht machen will, aber am wenigsten sich selbst. „Wachkoma“ erinnert einen daran, das man aber genau das tun soll. Ich finde das Buch sehr warmherzig und gefühlvoll geschrieben. Und ich finde es fast unmöglich eine Rezenssion zu schreiben, die diesem schönen Buch gerecht wird. Vielen Dank an die Autorin, der man ja auch nochmal dafür danken muss, das sie mit den Tantiemen aus dem Buch das Kinderhospiz Bärenherz unterstützt.
  • Poznanski U: Fünf
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    Thanks for the Hunt
    Rezension vom 14.03.2012
    Thanks for the Hunt
    Du bist fündig geworden.

    Rätselaufgaben, deren Lösung Koordinaten sind. In Plastikbehälter verpackte Leichenteile. Zeugen, die nach der Befragung sterben. Es ist eine blutige Version des Geocaching, eine grausige Jagd, auf die sich die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einlassen muss.
    Der Fall scheint unlösbar. Und plötzlich wird sie selbst zur Beute...


    Ich fand das Buch sehr spannend. Die Spannung wurde bestimmt auch dadurch gehalten, das die einzelnen Stationen aufeinander aufbauen. Für mich nahm das Buch eine überraschende Wende, denn ich hatte den Täter/Owner so nicht auf meiner Liste. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, da ich nicht zu viel verraten möchte. Denn das Buch lohnt sich zu lesen, es war von der ersten bis zur letzten Seite geladen und ich mochte das Buch nicht aus der Hand legen. Bea und Florin waren sehr sympatische Ermittler. Ich bin gespannt auf die nächsten Romane von Ursula Poznanski. Meine nächste Anschaffung, von Büchern mal abgesehen, wird wohl ein GPS-Gerät sein, denn wenn die Caches hier nicht ganz ohne sind, haben sie Lust auf das Hobby Geocaching gemacht. Von mir gibt es 5 Sterne für so ein spannungsgeladenes Buch.
    Vielen Dank für den Multi-Cache, war nicht ganz so einfach zu lösen, aber toll. TFTC
  • Vollmondstrand
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    Freundschaftsgeschichte mit Wärme und Harmonie
    Rezension vom 14.03.2012
    Rosa, um die Vierzig, bekommt Zweifel ob ihr Leben noch den richtigen Sinn hat.
    Dabei hat sie alles, wie sie es immer wollte, großartige Freundinnen, einen finnischen Architekten als Lebensabschnittspartner (LAPtop), zwei Katzen und ein Haus mit Praxis am See. Doch sie fängt an zu grübeln: Macht meine Arbeit noch Sinn? Vielleicht doch ein Kind?
    Und als dann auch noch ihr Lieblings-Feriendomizil auf Ibiza verkauft werden soll, die die Katastrophe komplet.

    Ich fand Vollmondstrand eine tolle Geschichte über Freundschaft, Familie und Lebensträume. In jeder Figur steckt was von einem selbst, so als wäre man Teil der Geschichte. Das Buch ist witzig und unkompliziert geschrieben, es herrscht vom Anfang bis zum Ende eine schöne Harmonie, man fühlt sich wie zu Hause. Die Geschichte strahlt Wärme und Geborgenheit aus. Jedem zu empfehlen.