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  • Erbarmen
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    Dem Druck gebeugt...
    Rezension vom 24.02.2012
    Auch ich habe mich dem Druck der Bestsellerlisten, Spiegelinterviews und den Erzählungen von Freunden gebeugt und mir das Buch des dänischen Autoren Jussi Adler Olsen gekauft - und vorab: Ich wurde nicht enttäuscht.

    Kommissar Carl Morck ist ein alternder Polizist, der gerade eben einen Mordanschlag - im Gegenteil zu seinem gelähmten Kollegen und dem Tod eines weiteren - überlebt hat.
    Nun gibt es keine Verwendung mehr für Carl und er wird eigens in das sogennante Sonderdezernat Q "abgeschoben". Nach Außen eine Abteilung für besonders wichtig erscheinende ältere, nie aufgeklärte Fälle. Nach Innen nur eine 'geniale' Idee der Behörde um neue Gelder für die Polizei zu aquirieren und mit diesen andere Dinge zu machen.

    So sitzt Carl also nun im Keller der Polizei und findet sich mit stark zugestaubten Akten wieder. Ihm an die Seite gestellt wird Assad - eine Hilfskraft: Zum Putzen, zum Tee Machen, zur Ablage...aber alles andere als ein Polizist und nie ein adequater Ersatz zu seinen alten Kollegen.

    Der erste Fall, den die beiden bearbeiten "müssen", ist der Fall der Merete Lynggard, die auf einer Überfahrt mit einem Kreuzfahrtschiff einfach spurlos verschwunden ist.

    Und für den Leser beginnt eine wunderbare Reise mit einem "Antihero" als Chefermittler und seinem Gehilfen, der alles andere als sprachsicher ist und von der einen linguistischen Verlegenheit in die nächste stolpert. Jussi Adler-Olsen begeistert mit tollen, innovativen und vorallem tiefen Charakteren, die mir als Leser immer wieder ein Schmunzeln auf den Mund gezaubert haben. Während die Geschichte voranschreitet fühle ich mich sehr verbunden mit diesem ungleichen Ermittlungsteam und entwickle enorme Sympathien. Die spannende Auftaktgeschichte tut sein übriges, um uns einen Thriller der Extraklasse zu liefern!
    Absolut lesenswert!
  • Der Augenjäger
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    Fitzeks Meisterwerk
    Rezension vom 23.02.2012
    Sebastian Fitzek war damals ein Mann, der mir relativ unbekannt war, als ich sein Buch am Bahnhof gekauft habe. Das Cover sprach mich an und deutschen Autoren sollte man eine Chance geben. So kam ich zum ersten Buch: Der Augensammler und war hellauf begeistert von Fitzeks Schreibstil, einer wahnsinnig spannenden Geschichte und vorallem den überraschenden Wendungen.

    Der Augenjäger ist also die Fortsetzung um Alina Gregoriev, der blinden "Seherin" und Alexander Zorbach, dessen Sohn in den Händen vom skupellosen Augensammler ist. Die Hürde, die dieses Buch mitreißen muss, ist sehr hoch. Fast unüberspringbar.
    Aber ab Seite 1 zieht mich die Fortsetzung wieder in ihren Bann. Gespannt erwarte ich die Entwicklung. Meine Gefühle erleben eine Achterbahnfahrt. Zorbach, Alina, detailliert und in der Tiefe beschrieben und doch mit so vielen Rätseln ausgestattet, dass Fitzek mir manchmal meine Sinne raubt.

    Und am Ende liegt das Buch an der Seite, die Hürde hat Fitzek wie ein Altmeister locker genommen und beweist wirklich neben einem fantastischen Schreibstil mit etlichen Cliffhangern vorallem eine grandiose Fantasie (und Grausamkeit).

    Wer den Augensammler allerdings nicht gelesen hat, sollte sich dem ersten Teil doch widmen, auch wenn Fitzek erwähnt, dass es möglich wäre nur den Jäger zusammeln: Der einzige Punkt, in dem ich es etwas kritisch sehe.

    Ansonsten warte ich gespannt auf weitere Geschichten dieses tollen deutschen Autors. Ein Glück, dass ich es damals am Bahnhof in meiner Langeweile gekauft habe!