Rezensent im Portrait

Eine Kundin / Ein Kunde aus St. Ingbert

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Meine Rezensionen

  • Still Missing - Kein Entkommen
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    Entkommen und doch noch gefangen?
    Rezension vom 02.11.2012
    Als Annie bei einer Open-House-Besichtigung nach langem Warten doch noch einen Interessenten antrifft, ahnt sie noch nicht, was sie erwartet. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einer Hütte und ihr Entführer diktiert ihr die Regeln, nach denen sie künftig zu leben hat – quasi als „seine (gefangene) Frau“. Spätestens hier wird klar, dass es sich bei dem Buch nicht um einen klassischen Entführungs-Thriller handelt. Vielmehr will der Täter mit Annie leben und zwar nach seinen Regeln. Diesen beugt sie sich immer mehr und schließlich bringt sie auch sein Kind zur Welt.

    Dort wo andere Entführungs-Geschichten enden, beginnt Chevy Stevens erst. Eine wirklich gute Idee wie ich finde! Zwar nimmt diese Tatsachte direkt das „gute“ Ende vorweg, doch als Leser will man natürlich wissen, was die Protagonistin in ihrem Martyrium durchleben musste.

    Dies wird anhand von Therapiegesprächen geschildert. Nein, vielmehr handelt es sich dabei um einen Monolog von Annie mit ihrer Therapeutin. D.h. es gibt nicht wirklich eine Therapeutin, die Fragen stellt oder Dinge kommentiert. Die Protagonistin schildert lediglich ihre Erlebnisse und da frage ich mich, ob man dies in Form eines „Tagebuchs“ nicht besser hätte darstellen können.

    Parallel zu dem „Therapiegespräch“ erzählt Annie wie es ihr nach all dem geht. Wie sie versucht ins Leben zurückzufinden, was ihr Schwierigkeiten bereitet und welche Ängste sie nach wie vor plagen. Dann wird sie eines Tages auf offener Straße erneut überfallen…ist der Alptraum etwa doch noch nicht zu Ende?

    Annie’s Schilderungen von der Gefangenschaft sind erschreckend bewegend und mitfühlend geschildert und auch wie die junge Frau versucht im Leben wieder Fuß zu fassen ist äußerst realistisch dargestellt. Unerwartet und schockierend fand ich jedoch das Ende der Geschichte. Denn der Alptraum war mit Beendigung der Gefangenschaft noch nicht zu Ende…
  • Splitter
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    Ausgelöscht!?
    Rezension vom 02.11.2012
    Seit Marc Lucas seine Frau Sandra und ihr ungeborenes Kind verloren hat, ist der seelische Schmerz unerträglich. Er erfährt von einem Klinik-Experiment, das verspricht, die schrecklichen Erinnerungen zu löschen. Nach einer ersten Beratung scheint er im größten Albtraum gefangen: sein Schlüssel passt nicht mehr in seine Wohnungstür, die plötzlich von seiner verstorbenen Frau geöffnet wird, die ihn jedoch nicht erkennt. An seinem Arbeitsplatz kennt ihn auch niemand und als er zurück zur Klinik fährt muss er feststellen, dass diese gar nicht existiert. Was geht hier vor sich?

    Absolute Hochspannung verspricht dieser Psychoschocker von Sebastian Fitzek. Ich habe mit dem Protagonisten, dessen Gefühle und Hilflosigkeit tiefgreifend geschildert sind, jede Zeile mitgefühlt. Wie muss es wohl sein, wenn das gesamte Leben auf einmal nicht mehr zu existieren scheint? Wirklich genial, wie Fitzek es schafft einen so enormen Spannungsbogen aufzubauen und den Leser bis zuletzt im Unklaren zu lassen. Das Ende ist nicht ganz nach meinem Geschmack aber alles in allem ein sehr gelungener Thriller.
  • Schnitt
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    Perfides Psychospiel
    Rezension vom 02.11.2012
    Als 11jähriger Junge macht Gabriel im geheimen Filmlabor seines Vaters im Keller seines Elternhauses eine grausame Entdeckung, die ihn dermaßen schockiert, dass er die Geschehnisse der Nacht verdrängt. Denn nicht nur der Fund im Keller, sondern auch die wenige Minuten später stattfindende Ermordung seiner Eltern vor seinen Augen verstören den Jungen dermaßen, dass er nach diversen Heim-Aufenthalten schließlich in einer Psychoklinik landet.

    29 Jahre später führ er trotz schwieiriger Kindheit ein geregeltes Leben. Seine Freundin Liz erwartet ihr gemeinsames Kind und er arbeitet nach wie vor in einer Sicherheitsfirma für Yuri, der ihn damals aus der Klinik geholt hat und ihm ein neues Leben geschenkt hat. Sein Leben scheint nicht besser verlaufen zu können – bis eine Nacht alles zerstört.

    Während er zu einem fragwürdigen Einsatz fährt, wird seine Freundin entführt. Die Polizei glaubt ihm kein Wort, da er die Geschehnisse des Abends nicht beweisen kann – im Gegenteil: diese existieren plötzlich nicht mehr. Stattdessen gerät er sogar unter Mordverdacht. Ein Psychopath treibt ein fieses, von langer Hand geplantes Spiel...

    Wirklich packend schildert Marc Raabe die Ereignisse und Stück für Stück klärt sich alles auf. Dabei schafft es der Autor immer wieder neue Spannungsbögen aufzubauen, die letztendlich im großen Finale gipfeln. Das Buch ist so fesselnd geschrieben, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es ist alles logisch geschildert und die Dinge, die am Ende ans Licht kommen einfach schockierend. Besonders interessant und gelungen umgesetzt fand ich, wie Gabriel’s Erinnerung an die grausige Nacht seiner Kindheit wieder in ihm wach werden.

    Wer die Bücher von Sebastian Fitzek und Cody McFadyen mag, sollte Marc Raabe auf jeden Fall lesen.
  • »ready for boarding «
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    Anekdotensammlung eines Vielfliegers
    Rezension vom 02.11.2012
    Was man an Flughäfen weltweit und bei den unterschiedlichsten Airlines erleben darf, hat Frank Rumpf hier zusammengefasst. Neben ein paar selbst für Luftfahrt’ler interessanten Statistiken erzählt der Autor recht amüsant von seinen Erlebnissen. Vieles davon ist für Vielflieger jedoch nicht neu – sie werden sich beim Lesen des Buches eher langweilen. Als Zeitvertreib sicher mal ganz nett zu lesen, aber eben auch sehr kurzweilig.
  • Lauf, Jane, lauf
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    Purer Alptraum
    Rezension vom 02.11.2012
    Den Leser erwartet ein purer Alptraum, wie ihn der Klappentext verspricht. Ich konnte die Hilflosigkeit von Jane nahezu mitempfinden und habe die Seiten nur so verschlungen. Wirklich genial und voll geballter Spannung geschrieben! Wie die Protagonistin Jane habe auch ich versucht die Wahrheit herauszufinden. Man hat als Leser immerzu das Gefühl, dass etwas nicht stimmt…dann wird das Problem scheinbar gelüftet, doch in Wirklichkeit beginnt der wahre Alptraum erst in diesem Moment…Selten hat mich ein Buch so gefesselt!
  • Kristall der Träume
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    Fantastische Zeitreise
    Rezension vom 02.11.2012
    Die Idee dieses Romans ist wirklich originell: Anhand eines Kristalls, der über Jahrhunderte hinweg weitergegeben wird, werden Geschichten von jungen Frauen aus allen Epochen erzählt. Für jede von ihnen ist der Stein etwas Besonderes. Er gibt ihnen in schwierigen Zeiten Kraft, dient als Wegweiser und wird sogar als Heilmittel angesehen.
    Jede einzelne Geschichte erzählt ein Einzelschicksaal, gibt Einblicke in die Lebensart (und das über Jahrhunderte hinweg!) der Menschen damals und dadurch dass sie in sich geschlossen ist, kann man das Buch auch mal für ein paar Tage zur Seite legen und problemlos wieder anknüpfen. Für mich war es eine Reise durch die Zeit und die Geschichte, bei der ich viel über die Völker und ihre Kulturen gelernt habe. So kann Geschichte spannend und interessant vermittelt werden!
  • Im Takt des Todes
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    Was verbirgt sich in Babbage Town?
    Rezension vom 02.11.2012
    Joan Dillinger erteilt Sean King den Auftrag in Babbage Town den Mordfall an dem Wissenschaftler Monk Turing zu untersuchen. Dort angekommen stößt Sean auf eine Mauer des Schweigens. Die einzige Person die ihm helfen kann ist Turings autistische Tochter Viggie. Unterstützt wird Sean von seiner Partnerin Michelle Maxwell, die das Vertrauen des Mädchens gewinnt und auch die Beschäftigten in Babbage Town um den Finger zu wickeln scheint. Doch bei dem Mord an Monk alleine soll’s nicht bleiben. Weitere Personen, die sich den Ermittlern anvertrauen möchten, werden plötzlich ermordet. Wer steckt dahinter und was hat es mit dem geheimen CIA-Camp, das auf der anderen Uferseite liegt und niemand betreten darf, auf sich?

    Anfangs recht langatmige und für die Story irrelevante Erzählungen machen den Einstieg nicht gerade einfach. Doch gegen Ende hin wird’s immer spannender, die Handlungsstränge verdichten sich und gipfeln in einem rasanten Finale. Ein lesenswerter Thriller, der den Leser mit unerwarteten Wendungen überrascht.
  • Ich bin Profiler
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    Ungelöste Fälle
    Rezension vom 02.11.2012
    Auf der Suche nach einem spannenden Profiling-Buch hat mich die Kurzbeschreibung auf dem Klappentext sofort angesprochen. Jedoch wurden meine Erwartungen beim Lesen nicht erfüllt. Denn anders als beschrieben werden hier nicht die Fälle vom Anfang (Problemstellung) bis Ende (Lösung) beschrieben, sondern lediglich Probleme des Systems und Schwierigkeiten bei den aufgelistet. Hinzu kommt, dass Pat Brown keine Profiler-Ausbildung besitzt und sich ihre „Kenntnisse“ angelesen hat bzw. in verschiedenen Seminaren erworben hat.
    Wer Konkretes erwartet, wie etwa beim Lesen eines Krimis, bei dem ein Profiler im Mittelpunkt des Geschehens steht, wird hier enttäuscht. Kein einziger Fall scheint die Profilerin gelöst zu haben, was es mir schwer begreiflich macht, warum sie sich selbst auf den gut 400 Seiten so beweihräuchert.
  • Ich bin der Herr deiner Angst
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    Wer ist der Herr der Angst?
    Rezension vom 02.11.2012
    Der Klappentext und die ersten Kapitel des Buches versprechen dem Leser einen hochkarätigen Psychothriller: Die Opfer werden mit ihrer größten Angst konfrontiert und getötet, wobei die detailreiche Beschreibung nichts für schwache Nerven ist!
    Das Ermittlerteam Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ziehen eine erste Bilanz: Ein Serienmörder knöpft sich die Personen vor, die mit dem Traumfänger-Fall zu tun hatten. Doch wer steckt dahinter, wo doch der damalige Täter in der Psychiatrie einsitzt?

    Mal spannend und rasant geschrieben, dann zwischendurch etwas zäh und langweilig wird’s im letzten Drittel dann doch noch richtig gut. Das Ende ist unerwartet und genial ausgeklügelt – wenn auch nicht unbedingt sehr glaubwürdig.
  • Ghetto-Oma
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    Traumjob Lehrerin?
    Rezension vom 02.11.2012
    Frl. Krise berichtet anhand eines Schuljahres die Höhen und Tiefen, die sie mit ihren Schülerinnen und Schülern durchlebt hat. Ergänzend zu den aktuellen Erlebnissen berichtet sich zwischendurch rückblickend von ihren ersten Berufsjahren als Lehrerin an einer anderen Schule. Diese Flashbacks verdeutlichen intensiv, wie sich die Zeiten des Lehrerdaseins geändert haben. Hatte sie früher nur vereinzelt Migrantenkinder zu unterrichten, sind heutzutage deutschstämmige Schützlinge in der Unterzahl. Doch das mag auch mit ihrem Schulwechsel zusammenhängen, da sie nun an einer Brennpunktschule unterrichtet.
    Die Tamagotchi’s, die früher den Unterricht gestört haben, sind zwischenzeitlich durch Smartphones ersetzt und mit den Schülern wird über Facebook kommuniziert, da ihre Eltern nicht mehr über ein Festnetztelefon verfügen.

    Persönliches erfährt man über Frl. Krise kaum. So kann man lediglich in einigen Nebensätzen nach und nach erfahren, dass sie geschieden ist, zwei Kinder hat und mittlerweile mit ihrem neuen Lebensgefährten, genannt „Männe“, zusammenlebt.

    Ihre gesammelten Erfahrungen berichtet sie in einem Schreibstil, der dem der Schüler sehr angepasst ist. Hier muss man als Leser schon mal aufpassen, dass man nicht selbst in die Ghetto-Sprache verfällt.
    Alles in allem finde ich die in Form von Kurzgeschichten verpackten Erzählungen kurzweilig und nur bedingt amüsant.