BuchhändlerInnen im Portrait

aus Wien Donauzentrum

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Über mich
“When you sell a man a book you don't sell him just 12 ounces of paper and ink and glue - you sell him a whole new life.” - Christopher Morley
Alter
22 Jahre
Abteilung
Fantasy/Science-Fiction
Lieblingsautoren
Andreas Altmann, Sergei Wassiljewitsch Lukjanenko, Steven Erikson, Jim Butcher, Ari Marmell, Dimitry Glukhovsky, Stanislaw Lem, Chris Wooding
Im Beruf seit
Juni 2011
Das beste Buch aller Zeiten
Meistens das Buch das ich gerade lese.
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Meine Favoriten

Meine Rezensionen

  • Götterdämmerung
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    Alkohol ist böse!
    Rezension vom 03.04.2013
    Nachdem ich mich in letzter Zeit vermehrt mit „ernsthafterer“ Literatur auseinandersetze war es für mich an der Zeit für ein unterhaltsameres Intermezzo – und genau das bekam ich mit „Götterdämmerung“ von Sven Böttcher. Einmal festgelesen ist das Buch in vier bis fünf Stunden verschlungen. Rückblickend muss ich sagen, dass die Neuadaption von 2012 schon wieder eines Updates bedürfte, schließlich sind die Maya mit ihrem Kalender grandios untergegangen - es sei denn man mag Schnee Anfang April als postapokalyptische Zustände bezeichnen. (Wird der ein oder die andere sicherlich so sieht, ich würde allerdings den Teufel erst mal ungemalt und die Wand weiß lassen.)
    Ich schweife ab also schnell zurück zu Böttcher und seiner Götterstory. Wie von der Vorrezensentin schon erwähnt spielen die Olympioniken (nicht die Sportler, die Obergöttlichen vom Olymp) bzw. die Asen (Odin und Konsorten) die tragende Rolle. Großteils als inzestuöse Holzköpfe beschriebene Gottheiten mischen sich also mal wieder in die Angelegenheiten der Sterblichen ein – mit für den kritischen Betrachter vorhersehbaren Folgen.
    Zeus‘ unter Alkoholeinfluss abgefeuerte Blitze reißen Löcher in das Raum-Zeit Gefüge und sorgen allerorts für amüsant zu lesende, für Betroffenen jedoch weniger lustige, Zusammenstöße von Kulturen und (mal was anderes) Epochen. So zieht eine Horde Hunnen, frisch aus der Steppe der Mongolei, raubend und mordend durch das L.A. der 80er Jahre, während anderorts Wikinger ein Versicherungsbüro in ihren Besitz bringen und den Leuten tatsächlich das Geld aushändigen, das ihnen zusteht (Man stelle sich vor! Die Versicherung zahlt ohne Streitereien!). Eine Einheit der britischen Armee des einundzwanzigsten Jahrhunderts verschlägt es in das Großbritannien des Hochmittelalters und der deutsche Verteidigungsminister landet samt Parteikumpels in einem Urwald. Um es kurz zu fassen: Chaos.
    Während sich also der Großteil der Bevölkerung aller Epochen in ihren Häusern, Hütten und Höhlen verkriecht um die offenkundig anstehende Apokalypse durch neugewonnen Gottesfurcht abzuwenden, erwählt Athene – ihres Zeichens Göttin des Weisheit – vier sterbliche die das drohende Unheil abwenden sollen…
    Alles in allem ein überaus gelungener Roman der mich schon ab dem Inhaltsverzeichnis begeistert hat.
  • Die Chronik des Eisernen Druiden 1
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    Guter Auftakt!
    Rezension vom 19.03.2013
    Die Chronik des Eisernen Druiden von Kevin Hearne präsentiert sich als kurzweiliger und flotter Urban-Fantasy Roman. Schnell lernt man Protagonisten und Ich-Erzähler Atticus kennen, der sich mehr oder weniger selbst vorstellt. Unkonventionell aber ob des frischen Stils durchaus gelungen und amüsant zu lesen.
    Die Handlung ist schnell erzählt: Aenghus Òg, seines Zeichens keltischer Gott der Liebe und echt fieser Zeitgenosse, ist sauer. Atticus hat ihm ein magisches Schwert geklaut mit dem sich jede Rüstung durchdringen lässt – nicht nur zum Dosen öffnen praktisch, sondern auch eine ziemlich mächtige Waffe gegen schusswaffenverachtende nordische Gottheiten.
    Mein persönliches Highlight des Buches: Der linguistisch hochbegabte Wolfshund Oberon, der seines Herrchens Atticus‘ bester Freund und Kampfgefährte ist. Am liebsten stellt der Berechnungen darüber an, wie viele französische Pudeldamen ihm Atticus nun schon schuldet. Oder er beißt Bösewichten die Gliedmaßen ab, je nach Tageslaune.
    Hochgradig amüsante und kurzweilige Fantasy – kann man nur mögen!
  • Schattenfall 1
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    Tip Top!
    Rezension vom 13.03.2013
    Richard Scott Bakker schafft mit seinem inoffiziell als „Die zweite Apokalypse“ bekannten Roman-Zyklus eine ganz eigene Welt. Eine düstere, eine bedrohliche Welt die durch ihren einzigartigen Detailreichtum besticht.

    Doch nicht nur die Handlungsorte an sich sind stimmig - auch die fünf Hauptcharaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zählen zu den authentischsten die mir bisher begegnet sind.

    Sei es Achamian, seines Zeichens Späher und Magier vom Orden der Mandati, der von Alpträumen aus der Vergangenheit gequält in ständiger Angst vor der nahenden Apokalypse lebt oder die Prostituierte Esemenet, gefangen und geächtet ob ihrer Profession und doch frei im Geist – Jeder einzelne der Protagonisten besitzt emotionalen und psychologischen Tiefgang. Eine eigene Geschichte, eigene Ziele und Ängste, Träume und Vorurteile, die Menschlichkeit an sich eben machen den Unterschied zum altbekannten Einheitsbrei aus.

    Bakkers Debütroman lässt sich inhaltlich kaum zusammenfassen. Zu reich an Details, die sich mal als entscheidend, mal als schöne Draufgabe erweisen, zu komplex die Handlung die im Nachhinein ein sehr harmonisches Bild ergibt.

    Wie bei vielen der erstklassigen Fantasy Romane der letzten Jahre erweist sich auch bei Bakker der Einstieg als schwierig - doch Weiterlesen lohnt sich! Am Ende blickt man auf eine düstere, zugleich tief berührende und überzeugende Geschichte zurück.

    Ein paar Worte noch zur Gestaltung: Die Ausgabe von Klett-Cotta fühlt sich einfach gut an! Das Cover ist verlagstypisch sehr ansprechend gestaltet, Papierqualität und Bindung sind wie immer tip-top.

    Endlich halte ich wieder einmal ein Buch in Händen, das mich rundum glücklich macht!
  • The Wise Man's Fear
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    Patrick, you've done it again.
    Rezension vom 02.03.2013
    The Wise Man's Fear. A tale that deserves to be told.

    I can't say it is quite as good as "The Name of the Wind". 'Why?' you ask me, and I tell you this: Despite being longer that it's prequal, it is too short. More so, than "The Name of the Wind". It took me about four days to read it. And four more to get over the fact, that I'll have to wait for quite some time to read part three.

    What left to say? Rothfuss' writing style cotinuously leaves me in awe. He takes his time to tell a story. And this story, I assure you, needs just that. Time.

    You will love this one, my fellow fantasy-fans out there.
  • Rothfuss P: The Name of the Wind
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    Patrick, why are you doing this to me?
    Rezension vom 02.03.2013
    First things first - this novel deserves to be titled a work of art.

    Rothfuss tells us a story. Something seldomly found among today's fantasy writers. It is a tale that revolves around a man, no let's call him a legend. Notorious and beloved, titled "The Kingslayer" by his enemys and a genious by his friends.

    It is a tale of love, of hate, of music and destruction, all delivered in a writing style that seeks it's equal. Careful and detailed the development of the characters, the story unfolding like a flower starting to bloom at dusk.

    This book has but one flaw. It ends. It does. And it leaves all lovers of high class fantasy jearning for the next volume.
  • Das Lob der Torheit
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    Morias Enkomion
    Rezension vom 30.01.2013
    Das Lob der Torheit ist das wohl bekannteste Werk Erasmus von Rotterdams. Gedacht als dreistündige Rede, 1545 indexiert auf dem Konzil von Trient, ist Das Lob der Torheit ein bissiger Huldgesang auf eben diese. IN seinem Werk schafft Erasmus einen verblüffenden Balanceakt denn: Die Inquisition ist noch nicht abgeschafft und Vorsicht ist geboten. Also erklärt er sich kurzerhand wie folgt: Dieses Werk kann nur von einem Toren gesprochen und geschrieben werden, was ihn als erwiesenermaßen intelligenten Mann von der Kritik an Christentum und Kirche freispricht.

    Diese erstaunliche Schrift zeigt einmal mehr, dass ein scharfer Verstand nicht zu ersetzen ist, auch wenn mancher sich sagt: „Es tut halt so sauwohl, keinen Verstand zu haben, dass die Sterblichen um Erlösung von allen möglichen Nöten lieber bitten, als um Befreiung von der Torheit.“
  • Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
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    Kant!
    Rezension vom 28.01.2013
    Eine der wichtigsten Schriften der Moderne! Denn:

    "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen."
  • Was bedeutet das alles?
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    Den Nage auf den Kopf.
    Rezension vom 28.01.2013
    "Das Problem des Beziehung der Sprache zur Welt bleibt sich ziemlich gleich, ob wir es nun mit einem Satz oder mit Milliarden von Sätzen zu tun haben. Die Bedeutung eines Wortes enthält nicht nur seine wiklichen, sondern sämtliche seiner möglichen wahren oder falschen Anwendungen, und seine wirklichen Anwendungen machen nur einen Bruchteil der möglichen aus."

    Was bedeutet das alles? S.49

    In diesem Sinne enthalte ich mich einer Aussage über den Inhalt, denn diese könnte zutreffen oder auch nicht. Viel Spaß beim Grübeln.
  • Jamies 15-Minuten-Küche
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    Lecker!
    Rezension vom 24.01.2013
    Mein Lieblingsbrite, abgesehen von James Bond und Mr. Bean, zeigt in seinem neuesten Kochbuch, dass schnelles Essen nicht zwangsläufig ungesund sein muss.

    Fünfzehn Minuten sind auch Abends nach einem langen Arbeitstag noch drin, wobei ich zwanzig Minuten für realistischer halte.

    Besonders praktisch fand ich die "Einkaufsliste" am Anfang. Einmal bestückt ist die Speisekammer dann gleichsam eine Schatzkammer in der man alles findet was man braucht.

    Einige Dinge sind im Supermarkt nicht leicht zu bekommen aber im Asiashop um die Ecke werden dann auch die letzten Lücken gefüllt.

    Wenn man dann die ersten Rezepte gekocht hat bekommt man schnell Lust auf mehr. Am liebsten würde man mit sich selbst um die Wette kochen!
  • Horus Heresy - Prospero brennt
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    Endlich!
    Rezension vom 15.01.2013
    Endlich startet die Black Library auch im deutschsprachigen Raum durch. Warhammer Fans war dieser Verlag schon lange ein Begriff und Autor Dan Abnett sowieso.
    Dieser gilt das DER Autor wenn es um Military Science Fiction geht und das zu Recht!

    In diesem Band widmet sich Abnett dem Großen Bruderkrieg, genauer gesagt dem Kampf um Prospero. Leman russ erhält den Auftrag mit seinen Space Wolves den Bruder des Imerators festzunehmen. Doch Magnus widersetzt sich...