Rezensent im Portrait

Eine Kundin / Ein Kunde aus Olbersdorf

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Meine Rezensionen

  • Aeternum
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    Aeternum
    Rezension vom 13.06.2013
    Hatte ich anfangs noch befürchtet, es würde sich hier um eine dieser recht typischen Engel-Geschichten handeln, so kann ich glücklicherweise sagen, dass ich mich in dieser Hinsicht komplett geirrt habe. Andrea Bottlinger erfindet hier sicher nicht das Rad neu und doch ist dieser Roman erfrischend anders.
    Zuerst einmal ist ihr die Ausarbeitung ihrer wirklich interessanten Charaktere unglaublich gut gelungen. Jeder von ihnen schafft es, zu überraschen und mit Tiefe zu überzeugen. Hier fällt es teilweise sogar schwer, die "Bösen" einfach nicht zu mögen, denn man entdeckt Seiten an ihnen, die darauf schließen lassen, dass da irgendwo doch ein Kern sein muss, den zu entdecken es lohnt. Dass hier keiner einfach nur Gut oder Böse ist, fand ich sehr erfrischend und gerade das macht die Charaktere wirklich aus. Jeder hat seine Fehler und so erscheinen die meisten von ihnen doch sehr menschlich, selbst wenn sie es gar nicht sind.
    Amanda, eine Einbrecherin, die Fähigkeiten an sich entdeckt, die ihr bisher verborgen waren, ist sehr sympathisch. Sie würde alles für ihren Bruder tun und tut mutig alles, was nötig ist, um ihn zu beschützen. Dabei lässt sie sich nicht unterkriegen, ist recht mißtrauisch und versucht alles, um ihren Kopf durchzusetzen, selbst wenn das manchmal sehr schmerzhaft für sie wird.
    Jul ist ein gefallener Engel, der zusammen mit Amanda auf die gefärhliche Mission geschickt wird, die seltsamen Vorfälle in Berlin aufzuklären. Gut gefallen hat mir an ihm, dass er eben nicht so ein typischer Engel ist, sondern tatsächlich daran zweifelt, ob Gott tatsächlich immer das Richtige befiehlt. Dafür muss er viel opfern und man kann seinen Zwiespalt deswegen wirklich gut nachempfinden.
    Ebenfalls erwähnenswert und für mich der interessanteste Protagonist, ist Balthasar. Er ist absolut undurchsichtig, grausam und egoistisch. Er manipuliert, wo er nur kann und doch überrascht auch er mit Taten, die man ihm nicht zugetraut hätte.
    Die Geschichte an sich ist spannend und so einen Stoff könnte ich mir sehr gut verfilmt vorstellen. Die Spannungskurve ist fast durchgängig sehr hoch, die Protagonisten kommen kaum zur Ruhe und so kommt hier keine Langeweile auf.
    Eine kleine Liebesgeschichte gibt es ebenfalls, doch diese steht eher im Hintergrund, was allerdings so sehr gut in die Geschichte hineinpasst (und alles andere würde wohl auch überhaupt nicht zu den Charakteren passen).
    Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und durch ihre tollen Beschreibungen kann man sich in die Situationen wunderbar hineinversetzen.
    Fazit:
    Ein fantastisches Debüt, das mich immer wieder überraschen und durchweg gut unterhalten konnte. Die Charaktere sind facettenreich ausgearbeitet und ebenfalls oft für Überraschungen gut, die Story ist spannend und toll geschrieben. Von dieser Autorin möchte ich gerne mehr lesen.
  • Dann press doch selber, Frau Dokta!
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    Dann press doch selber, Frau Dokta!
    Rezension vom 10.06.2013
    Es ist noch gar nicht so lange her, da bin ich zufällig auf den Blog von Dr. Josephine Chaos gestoßen. Ihre Posts haben mir schon da die Tränen in die Augen getrieben, vor lauter Lachen. Damals dachte ich noch so, dass es doch toll wäre, sowas auch als Buch zu lesen und darum habe ich mich umso mehr gefreut, dieses Buch dann tatsächlich in Händen halten zu können.
    Dr. Josephine Chaos erzählt hier von ihrem chaotischen Krankenhausalltag als Assistenzärztin in der Gynäkologie. Dabei gibt es immer wieder urkomische Situationen, Patienten und Kollegen, die einen nur mit dem Kopf schütteln lassen. Lange habe ich nicht mehr so gelacht bei einem Buch und genau das liebe ich persönlich ja sehr.
    Die Autorin schreibt ganz so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, wodurch man sich oft fühlt, als würde man sich mit einer Bekannten unterhalten, die einem mal wieder ihre neuesten verrückten Arbeitserlebnisse mitteilt. Das ganze macht sie so liebenswert, witzig und sympathisch, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und - zumindest ging es mir so - einfach auf eine Fortsetzung hofft.
    Zwar sind einige Szenen sicher ein wenig überspitzt dargestellt, aber das hat mich persönlich überhaupt nicht gestört, denn ich habe mich unheimlich gut unterhalten gefühlt. Dabei geht Dr. Josephine Chaos nicht nur mit ihren Kollegen und Patienten, sondern auch mit sich selbst schonungslos und herrlich sarkastisch ins Gericht, was sie nur umso sympathischer macht. Auch einige Szenen aus ihrem Privatleben (wie zb. ein Elternabend oder der heimische Alltag) sind hier vorhanden.
    Der Schreibstil ist locker leicht und witzig, so dass man das Buch ruckzuck weggelesen hat. Von mir aus hätten es gerne noch ein paar 100 Seiten mehr sein dürfen.
    Man erfährt hier übrigens auch einige interessante Fakten aus dem Krankenhausalltag, was mir sehr gut gefallen hat, da man solche Dinge sonst natürlich kaum erfährt. Außerdem werden einige medizinische Begriffe zusätzlich im Anhang erläutert.
    Einziger Kritikpunkt war für mich, dass die Autorin sehr oft auf den Ausspruch "Ächt jetzt" zurückgreift, was vielleicht beim ersten Mal noch witzig war, dann allerdings ein wenig nervig wurde. Ich finde, das wäre nicht unbedingt nötig gewesen, allerdings hat mir das den Lesespaß nicht verderben können.
    Fazit:
    Einfach mal abschalten und sich köstlich amüsieren - das kann man mit diesem Buch. Herrlich chaotisch, sarkastisch und witzig, musste ich wirklich oft laut loslachen (also das Buch besser allein im stillen Kämmerlein lesen, wenn man nicht schief angesehen werden möchte ;) Absolute Leseempfehlung!
  • Dr. Oetker: Die besten Landfrauenrezepte von A-Z
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    Die besten Landfrauenrezepte von A - Z
    Rezension vom 27.05.2013
    Ich muss zugeben, Landfrauenrezepte haben es mir wirklich angetan. Ich mag einfach dieses etwas rustikalere und doch nicht zu schwierig zuzubereitende Essen sehr. Deswegen war ich natürlich absolut gespannt, was mich in diesem Buch so erwartet.
    Gegliedert ist das Buch - wie schon im Titel angedeuetet - von A nach Z, was heißt, es gibt nicht wirklich eine Einteilung nach der Art der Gerichte im Innenteil. Das hat mich anfangs ein wenig verwirrt, da durchaus mal der Kuchen direkt nach dem Braten erscheint, allerdings gewöhnt man sich auch daran und sollte man wirklich nach einer bestimmten Art von Gerichten suchen, kann man das im Register tun, denn dort sind alle Gerichte unterteilt. Da findet man alles, was das Herz begehrt von Aufläufen über Desserts, Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichte, Kuchen, Nudeln, Salate, Suppen, Torten bis hin zu Vorspeisen und Wild.
    Jedes Rezept hat Platz auf einer eigenen Seite und ist mit einem Foto versehen, was ich persönlich immer ganz wichtig finde, denn bei mir entscheidet oft zuerst das Auge, ob ich ein Rezept interessant finde. Die Rezepte sind leicht verständlich geschrieben, so dass es gerade auch für Kochanfänger kein Problem sein dürfte, diese nachzukochen bzw. zu - backen.
    Die Auswahl ist mit über 300 Rezepten natürlich riesig und so dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
    Ich habe dieses Wochenende das Hähnchen-Geschnetzelte und die Frühlingszwiebelsuppe mit Käseklößchen ausprobiert und beide Gerichte sind sehr gut gelungen und haben wirklich gut geschmeckt (die Frühlingszwiebelsuppe möchte ich euch hier besonders ans Herz legen, denn die Käseklößchen sind einfach der Wahnsinn).
    Natürlich sind dies nicht die letzten Rezepte, die ich aus diesem Buch nachkochen möchte. Ich kann euch versichern, meine Liste ist extrem lang. Als nächstes werde ich wohl mal einen der Kuchen probieren.
    Eine kleine Kritik habe ich leider doch: bei Landfrauenrezepten erwarte ich eigentlich, dass diese ohne Fix- und Tiefkühlprodukte auskommen, doch leider war von beidem auch in diesem Buch einiges dabei. Das hat mich doch sehr überrascht, denn meiner Meinung nach passt das so gar nicht zu dieser Art Rezepte.
    Trotzdem mag ich dieses Rezeptbuch sehr gerne, denn die Auswahl der Rezepte hat mir gut gefallen (bis auf kleine Ausnahmen, die nicht unbedingt hier rein passen) und ich bin ganz sicher, dass ich damit noch so einige leckere Gerichte auf den Tisch bringen werde.
    Fazit:
    Bis auf ein paar kleine Ausnahmen ein wirklich gelungenes und sehr schönes Rezeptbuch mit vielen tollen Rezepten. Die Auswahl ist riesig und für jeden ist etwas dabei.
  • Angel Eyes. Im Bann der Dunkelheit
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    Im Bann der Dunkelheit
    Rezension vom 15.04.2013
    Nachdem ich schon so einige eher negative Stimmen über den zweiten Band der "Angel Eyes"-Trilogie gelesen hatte, bin ich eher mit geringen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen. Ich muss gestehen, dass ich positiv überrascht wurde, auch wenn es ein paar Sachen zu kritisieren gibt. Fangen wir mit dem Positiven an: Lisa Desrochers hat einen einfachen Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten hat fliegen lassen. Die Sätze sind stellenweise recht kurz gehalten. Hat man die Anfangsphase überwunden, in der die Geschichte ein wenig langatmig startet, ist der Spannungsbogen kontinuierlich hoch, so dass man einfach weiterlesen muss. Mich zumindest hat die Geschichte vollkommen in ihren Bann gezogen. Wichtige Ereignisse aus dem 1. Band werden nochmal kurz angerissen und somit weiß man wieder gut Bescheid, was da so los war.
    Erzählt wird die Geschichte diesmal aus Sicht von Frannie, Luc und Matt, die jeweils als Ich-Erzähler fungieren. Dadurch bekommt man einen wirklich guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten, auch wenn diese mich stellenweise ein wenig genervt haben. Frannie weiß einfach nicht, was sie will, ganz besonders in Bezug auf Männer. Einerseits liebt sie Luc abgöttisch, andererseits fühlt sie sich aber auch unheimlich zu Gabe hingezogen und nutzt ihn - meiner Meinung nach - einfach aus. Das hat sie mir sehr unsympathisch gemacht, denn dieses egoistische Verhalten ging mir sehr auf die Nerven. Die beiden Männer scheint das gar nicht so sehr zu stören, obwohl beide Frannie sehr zu lieben scheinen und das war wieder etwas, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Ebenso ging es mir leider mit Matt. Am Ende des ersten Teils war er noch ein Sympathieträger für mich, doch das ändert sich im zweiten Band ganz schnell. Er mag Luc absolut nicht - was man vielleicht noch nachvollziehen kann - und tut alles dafür, dass er und Frannie auseinanderkommen. Von Kapitel zu Kapitel wird er egoistischer und handelt genau entgegengesetzt dazu, wie er sich eigentlich verhalten sollte und bringt somit Frannie immer wieder in Gefahr. Allerdings sorgt er auch dafür, dass ich noch neugieriger auf den Abschluss der Trilogie geworden bin.
    Die einzigen Protagonisten, die mir immer noch sympathisch waren, sind Luc und Gabe. Ganz besonders interessant waren für mich jedoch die "bösen" Charaktere und ich bin wirklich gespannt, wie es mit denen im nächsten Teil weitergehen wird.
    Die Autorin hat einige neue Handlungsstränge und Geheimnisse geschaffen, die ich wirklich spannend finde und ich hoffe, diese werden auch weitergeführt. Durch unerwartete Wendungen, konnte Lisa Desrochers mich ein ums andere Mal überraschen und das hat mir wirklich gut gefallen.
    Fazit:
    Insgesamt hatte ich wirklich viel Spaß mit "Angel Eyes - Im Bann der Dunkelheit". Der flüssige Schreibstil und die spannende Geschichte konnten mich über die teilweise nervigen Protagonisten hinwegtrösten und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren wie diese Trilogie endet.
  • Die Kane-Chroniken, Band 2: Der Feuerthron
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    Der Feuerthron
    Rezension vom 12.04.2013
    "Der Feuerthron" beginnt 3 Monate nach den Ereignissen in "Die rote Pyramide". Ebenjene Ereignisse werden hier nochmal kurz angerissen, so dass man an die wichtigsten Szenen erinnert wird. Auch dieser Band hat mir wieder wahnsinnig gut gefallen, auch wenn mir ein paar liebgewonnene Nebencharaktere etwas gefehlt haben. Diese haben zwar durchaus auch eine Rolle gespielt, doch leider nur eine sehr kleine. Ich würde es toll finden, wenn sich das im nächsten Band wieder ändern würde. Dafür lernen wir allerdings neue interessante Götter kennen, die man genauso sehr ins Herz schließt. Das gilt ganz besonders für den Zwergengott Bes und die Nilpferdgöttin Taweret. Ich hoffe wirklich sehr, dass diese beiden auch im Folgeband eine Rolle spielen werden.
    Sadie und Carter erzählen auch hier wieder abwechselnd ihre wirklich spannende und abwechslungsreiche Geschichte als Ich-Erzähler. Dabei gibt es immer wieder etwas zu lachen, ganz besonders dann, wenn die beiden sich mal wieder in die Haare bekommen oder ironische Bemerkungen fallen lassen. Die Geschwister müssen langsam lernen, Verantwortung zu übernehmen und erwachsener zu handeln, da sie dafür verantwortlich sind, auch andere Jugendliche und Kinder in der Magie auszubilden, was für Jugendliche in diesem Alter sicher ziemlich schwer ist. Man merkt, dass sie sich immer mehr mit ihrer Magie vertraut machen und sie immer besser anwenden können, auch wenn beiden ab und an noch das nötige Selbstvertrauen fehlt. Leider lässt Sadie sich dieses Mal doch sehr von ihren Hormonen steuern, was allerdings zu ihrem Alter passt, auch wenn es mich stellenweise ein wenig genervt hat.
    Die Geschichte an sich ist wieder unglaublich spannend und auch hier kommen Sadie und Carter kaum dazu, sich zu erholen. Die ägyptische Götterwelt ist wahnsinnig interessant und es gibt soviele Gottheiten, die ich persönlich überhaupt nicht kannte, weswegen ich immer wieder überrascht über deren Vielfältigkeit war. Hier sieht man wieder, wie gut der Autor recherchiert hat. Auch der Schreibstil des Autors ist flüssig und die Geschichte wird so bildhaft erzählt, dass man sich beinahe fühlt, als wäre man mittendrin in diesem fantastischen Abenteuer.
    Fazit:
    Auch der zweite Teil der Kane-Chroniken konnte mich wieder begeistern. Riordan verknüpft geschickt die ägyptische Mythologie mit seinen eigenen Ideen, so dass man nicht nur sehr gut unterhalten wird, sondern tatsächlich auch noch etwas über dieses faszinierende Thema lernen kann. Rasant, abwechslungsreich und spannend erzählt, ist diese Reihe eine meiner liebsten geworden.
  • Die Kane-Chroniken 01: Die rote Pyramide
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    Die rote Pyramide
    Rezension vom 05.04.2013
    Was für ein Abenteuer! Schon im ersten Kapitel geht es direkt zur Sache und eine Verschnaufpause wird dem Leser und den Geschwistern Carter und Sadie, die hier abwechselnd als Ich-Erzähler fungieren, kaum gegönnt. Selbst wenn man denkt, jetzt geht es mal ein wenig ruhiger zu, passiert etwas Unvorhergesehenes und die beiden müssen sich wieder in den Kampf gegen ägyptische Götter und Dämonen stürzen.
    Anfangs hatte ich noch ein wenig Probleme damit, mich in diese doch recht jungen Protagonisten hineinzuversetzen, doch das hat sich mit der Zeit komplett gegeben und ich habe beide sehr in mein Herz geschlossen und konnte richtig mit ihnen mitfiebern. Der Erzählstil ist dem Alter der Geschwister durchaus angepasst, auch wenn ich doch ab und an gestaunt habe, dass sich beide so extrem gut mit der ägyptischen Kultur auskennen und mit bestimmten Begriffen. Das konnte ich bei Carter noch gut nachvollziehen, da er ja durch seinen Vater quasi mit der Geschichte aufgewachsen ist und auch viel Zeit dort verbracht hat, doch bei Sadie, die ja erst 12 ist und sich laut ihren eigenen Aussagen nicht wirklich dafür interessiert, konnte ich es nicht so ganz verstehen. Gestört hat mich das jedoch nicht wirklich, denn ich konnte da ebenfalls noch einiges lernen. Das hat mir hier übrigens sehr gut gefallen. Man merkt einfach, dass der Autor sich wirklich mit dem Thema beschäftigt hat, man lernt viele Gottheiten kennen (auch solche, von denen man bisher noch gar nichts gehört hat), lernt einiges über die Geschichte und Ägyptens und darf dann noch eine so abenteuerliche und spannende Geschichte der zwei Geschwister miterleben.
    Der Spannungsbogen ist durchgängig sehr hoch, denn Sadie und Carter werden eigentlich ununterbrochen gejagt bzw. versuchen selbst, ihren Vater zu finden und zu befreien.
    Die Altersempfehlung (ab 12 Jahren) finde ich durchaus passend, denn es geht zwar immer spannend zu, doch niemals zu brutal oder gewalttätig.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig zu lesen, dem Alter der beiden Protagonisten anpasst und die Geschichte wird doch recht rasant erzählt. Es passiert eigentlich immer etwas, deswegen wird es auch nie langweilig. Gut gefallen hat mir auch, dass Sadie und Carter sich immer mal wieder kleine Wortgefechte liefern (wie das unter Geschwistern eben so üblich ist) und sogar eine kleine Prise Sarkasmus mit einfließen lassen.
    Band 2 "Der Feuerthron" liegt hier ebenfalls schon bereit und ich freue mich schon jetzt darauf, wieder in die ägyptische Mythologie einzutauchen und neue Abenteuer mit diesem mutigen und sympathischen Geschwisterpaar zu erleben.
    Fazit:
    Ein fantastisches Abenteuer, das ganz sicher nicht nur Jugendlichen gefallen wird. Spannend und rasant erzählt und man lernt eine ganze Menge über ägyptische Mythologie.
  • 80 Days - Die Farbe der Begierde
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    Die Farbe der Begierde
    Rezension vom 29.03.2013
    Hat mich im 1. Band "Die Farbe der Lust" noch gestört, dass es so gut wie keine Story gab, so hat sich dieses im zweiten Band doch zum Positiven entwickelt. Zwar gibt es immer noch Szenen, in denen ich weder die Handlungen von Summer, noch die von Dominik nachvollziehen konnte, doch immerhin entwickelt sich nun tatsächlich so etwas ähnliches wie eine Beziehung. Alles, was da vorher passiert ist, ist in meinen Augen eher eine Affaire und nachdem die beiden nun zusammengezogen sind, steht die Beziehung auch schon wieder auf der Kippe, da keiner so wirklich zufrieden mit diesem Leben ist. Mehr als einmal habe ich mich dabei gefragt, ob es den beiden nicht einfach nur um Sex geht bzw. darum, ihre Neigungen mit dem anderen so gut ausleben zu können. Auch hier muss ich wieder bemängeln, dass mir immer noch nicht klar ist, was an dem jeweils anderen so wahnsinnig anziehend sein soll, außer vielleicht, dass der jeweils andere so ziemlich alles mitmacht, was gewünscht wird. Das ist der Punkt, an dem ich mir einfach gewünscht hätte, mich mehr in die Charaktere einfühlen zu können, doch auch hier fehlte mir der Zugang zu den beiden vollkommen. Auch die Nebencharaktere bleiben weiterhin blass, einzig das Gefühl, dass jeder jedem an den Karren fahren will, ist bei mir unterschwellig immer vorhanden gewesen.
    In diesem Teil steht wieder eine andere Neigung von Summer eher im Vordergrund, die von den Autoren gut erklärt wird, was auch für Leser interessant sein dürfte, die nicht auf diese Praktiken stehen.
    Gut gefallen hat mir hier wieder der Schreibstil, der sich wunderbar flüssig lesen lässt. Die Ereignisse aus Band 1 werden nochmals kurz zusammengefasst, so dass man sich gut wieder in die Geschichte, die direkt an die Handlung von Band 1 anschließt, hineinfindet. Erzählt wird die Geschichte auch hier wieder abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Summer (wobei sich die Autoren nun offensichtlich komplett dafür entschieden haben - nicht so wie noch im ersten Band) und aus Sicht von Dominik, so dass man immer einen ganz guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden Charaktere hat. Dummerweise schaffen es beide nicht, einfach mal miteinander offen über alles, was sie so beschäftigt und vor allem wichtig für die Beziehung wäre, zu sprechen, was natürlich für allerlei Probleme sorgt. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das Ganze im dritten Band weiterentwickelt, denn obwohl auch Band 2 mich nicht wirklich überzeugen konnte, so möchte ich doch wissen, welchen Abschluß die Geschichte zwischen den beiden findet. Am Ende des Buches findet sich übrigens noch eine kleine Leseprobe zum dritten Band, welche mich sehr neugierig darauf gemacht hat.
    Fazit:
    Besser als Band 1, doch überzeugen konnte mich auch "Die Farbe der Begierde" nicht vollständig. Noch immer kann ich mich nicht wirklich mit den Charakteren anfreunden, doch immerhin ist nun eine Entwicklung sowohl in der Story, als auch bei den Protagonisten selbst festzustellen.
  • Das Haus am Abgrund
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    Das Haus am Abgrund
    Rezension vom 23.03.2013
    Auf "Das Haus am Abgrund" habe ich schon lange hingefiebert, denn ich liebe solche gruseligen Geschichten sehr. Ich mag einfach die Atmosphäre, die oft in solchen Gruselhäusern herrscht und diese Stimmung hat auch Susanne Gerdom wunderbar eingefangen. Dabei ist es ganz besonders zu Anfang gar nicht so leicht zu unterscheiden, was jetzt eigentlich Realität oder Einbildung ist.
    Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Adrian, der hier als Ich-Erzähler fungiert, und November, die beide untrennbar mit Heathcote Manor (dem Haus am Abgrund) verbunden sind. Ab und an gibt es kleinere Ausschnitte aus einem Tagebuch, die mir hier besonders gut gefallen haben, da sie die Gefühle meiner Meinung nach so wunderbar transportieren. Beide Charaktere sind sehr sympathisch, wobei mir November ein wenig unnahbar erscheint, was jedoch irgendwie auch verständlich ist, wenn man ihr Schicksal bedenkt, über das ich hier jedoch nicht zuviel verraten möchte. Adrian ist wahnsinnig mutig,wenn auch ab und an ein wenig merkwürdig. Gerade im Hinblick auf seine Krankheit habe ich ihn immer wieder bewundert, dass er nicht einfach aufgibt und sich in ein Schneckenhaus verkriecht, gerade dann, wenn es mal wieder beängstigende Situationen durch ebendiese gibt. Auch die Nebencharaktere sind toll ausgearbeitet, ganz besonders Adrians Vater und sein Lebensgefährte, den ich persönlich ganz besonders lieb gewonnen habe.
    Die Geschichte von Heathcote Manor wird dem Leser im Laufe der Geschichte Stück für Stück offenbart und gerade dieses häppchenweise Aufdecken hat mir sehr gut gefallen. Immer wieder vermischt sich Realität mit Vergangenheit und Halluzinationen, die Adrian und November das Leben nicht gerade leichter machen und doch so gut zu der Geschichte passen. Auch an überraschenden Wendungen wird natürlich nicht gespart, so dass man nie sicher sein kann, wie die Geschichte nun ausgeht. Immer wieder gab es Szenen, die mich ordentlich geschockt haben und die mich hoffen ließen, dass es sich hierbei tatsächlich nur um Halluzinationen handelt. Das Ende hätte ich mir ein wenig anders gewünscht, da es mir ein bisschen zu unlogisch bzw. zu "einfach" erscheint.
    Fazit:
    Susanne Gerdom konnte mich auch mit "Das Haus am Abgrund" wieder fesseln und überraschen. Eine ordentliche Portion Grusel, schockierende Momente und tolle Charaktere, der wunderbare Schreibstil und eine passende Atmosphäre machen dieses Buch zu einem tollen Lesevergnügen, auch wenn das Ende für mich nicht ganz zufriedenstellend war.
  • Der geheime Name
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    Der geheime Name
    Rezension vom 19.03.2013
    Das Märchen vom Rumpelstilzchen kennt wohl so ziemlich jeder. "Der geheime Name" befasst sich mit einem seiner Artgenossen, von denen es nur noch ganz wenige gibt. Er selbst nennt sich "der Geheime", denn seinen Namen darf - genau wie im Märchen auch - keiner wissen, sonst würde er sterben. Auch "der Geheime" hat einen Pakt geschlossen, doch er wurde betrogen und versucht nun schon viele Jahre lang, die ihm versprochene Tochter zu finden und zu sich zu locken.
    Die Autorin schafft es schon auf den ersten Seiten, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das liegt nicht nur an ihrem tollen, detailreichen Schreibstil, sondern natürlich auch an der dichten und unheimlichen Atmosphäre. Den Geheimen beschreibt sie so unheimlich, dass mir immer wieder kleine Schauer über den Rücken gejagt sind, wenn dieser kleine gruselige Wicht aufgetaucht ist. Die Geschichte spielt größtenteils im Moor, was ebenfalls dazu beiträgt, dass eine düstere Grundstimmung herrscht und somit perfekt zu diesem modernen Märchen passt.
    Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet. Fina ist ein Mädchen, das ihr Leben lang auf der Flucht war und sich nichts sehnlicher wünscht, als ein richtiges zu Hause. Nun möchte sie ausbrechen und endlich ihre eigenen Entscheidungen treffen und vor allem nicht mehr fliehen müssen. Ihre Mutter hütet ein großes Geheimnis, dem Fina allmählich auf die Spur kommt. Sie muss erfahren, dass sie ihre Mutter eigentlich gar nicht wirklich kennt, denn immer wieder macht sie neue erschreckende Entdeckungen. Mora ist ein sehr interessanter Protagonist, der wohl die größte Entwicklung in diesem Buch durchmacht. Ist er erst noch absolut unterwürfig und ängstlich, so entwickelt er langsam aber sicher eine Abneigung dagegen, sich immer nur demütig verhalten und Schläge einstecken zu müssen, wenn er nicht schnell genug spurt. Auch er möchte ausbrechen, möchte frei sein und eigene Entscheidungen treffen können.
    Der Spannungsbogen der Geschichte ist nicht kontinuierlich hoch, es geht eher auch mal ruhiger zu, was hier allerdings nie langweilig war, sondern gut zur Charakterentwicklung und der Geschichte gepasst hat. Es gibt jedoch zwischendurch auch immer wieder Szenen, in denen man mit den Protagonisten mitfiebert, sich gruselt und am liebsten ins Buch hüpfen würde, um sie in die richtige Richtung zu schubsen. Durch die vielen unerwarteten Wendungen, kann man eigentlich gar nicht anders, als schnell weiter zu lesen und ganz besonders das Finale ist unglaublich spannend.
    Fazit:
    Ein modernes Märchen - fantastisch geschrieben, mit einer dazu passenden düsteren Atmosphäre, tollen Charakteren und vor allem einem unheimlichen, bösartigen Wicht, dem ich nicht einmal tagsüber begegnen möchte. Ein großartiges Lesevergnügen.
  • Elfenmagie
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    Elfenmagie
    Rezension vom 14.03.2013
    "Elfenmagie" ist für mich eines dieser Bücher, dass mich noch einige Zeit beschäftigt, nachdem ich es ausgelesen habe.
    Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Sabrina Qunaj das Leben von Vanora, die ohne ihre Mutter aufgewachsen ist und auf die noch eine große Aufgabe wartet. Von Anfang an konnte mich die Autorin mit ihrem schönen, detailreichen Schreibstil begeistern und hat direkt einen Film in meinem Kopfkino ablaufen lassen, bei dem ich immer wieder überlegt habe, wie das alles wohl verfilmt aussehen würde (und ich glaube, diese Geschichte hätte wirklich großes Potenzial für die große Leinwand, wenn sie denn von den richtigen Leuten verfilmt werden würde).
    Die Ausarbeitung ihrer Figuren ist ihr wunderbar gelungen und jeden der Hauptcharaktere konnte ich in mein Herz schließen. Dabei wird die Geschichte immer im Wechsel aus Sicht dieser Protagonisten erzählt, so dass man einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt jedes Einzelnen bekommt. Diese Gefühlswelt ändert sich im Laufe der Geschichte immer wieder und die Charaktere (ganz besonders Vanora, Nevliin und Eamon) entwickeln sich immer weiter. Was besonders auffällig ist: dabei kommt es immer wieder vor, dass diese Entwicklung nicht unbedingt Gefallen beim Leser findet (zumindest ging es mir stellenweise so) und die Protagonisten immer mal wieder in meiner Gunst fallen oder steigen, je nachdem, wie sie gerade handeln und fühlen. Dabei schafft die Autorin es, diese Protagonisten menschlich erscheinen zu lassen, auch wenn sie das teilweise gar nicht sind und schon gar nicht sein wollen. Abgründe tun sich auf und doch ist immer eine gewisse Opferbereitschaft vorhanden, die manchmal schon selbstzerstörerisch wirkt. Der Fokus liegt nicht immer auf nur einer Figur, sondern ändert sich im Laufe der Geschichte dann auch mal. Baut man anfangs noch eine Beziehung zu Vanora auf, so werden später auch die Gefühle von Eamon und Nevliin beleuchtet.
    Sabrina Qunaj hat einige Szenen so gefühlvoll geschrieben, dass ich die Tränen nur schwer zurückhalten konnte (oder auch mal gar nicht), denn sie schreckt auch nicht davor zurück, beliebte Charaktere quasi aus dem Weg zu räumen, was jedoch immer zur Geschichte passt und dem Vorankommen in der Story hilft.
    Mir persönlich ging es so, dass ich mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt habe (und das soll bei fast 1000 Seiten schon was heißen), auch wenn mal gar nicht viel passiert.
    Der Spannungsbogen baut sich immer mehr auf und gipfelt in einem riesen Finale, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Teil 2 "Elfenkrieg" liegt schon bereit und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht.
    Fazit:
    Eine wunderbare Geschichte, mit wahnsinnig viel Gefühl erzählt, spannend bis zum Schluß, traurig und absolut magisch. Wieder mal ein Buch, welches es in die Riege meiner Lieblingsbücher geschafft hat. Absolute Leseempfehlung!