Rezensent im Portrait
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Before I FallRezension vom 29.08.2010Inhalt:
Sieben Mal darf Samantha Kingston den letzten Tag ihres Lebens verbringen. Sieben Mal hat sie die Chance, ihn erneut zu erleben und ihre Taten zu überdenken. Aber was ist wichtig im Leben? Worauf kommt es an, was möchte sie tun, an diesem letzten Tag, der lang ist wie eine Woche?
Meine Meinung:
Ich hatte dieses Buch schon eine lange Zeit auf meiner Wunschliste. Als ich es dann zufällig in einem Laden in Edinburgh sah, konnte ich nicht widerstehen und nahm es mit. Es hat sich gelohnt.
Ich habe das Buch also auf Englisch gelesen. Der flüssige Stil hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe, dass er in der Übersetzung erhalten wurde.
Ebenfalls gefallen hat mir die Geschichte. Das erste Kapitel zog sich ein wenig in die Länge. Es wurde nur durch die Erwartung getragen, dass Sam am Ende stirbt. Danach konnte ich "Wenn du stirbst..." nicht mehr aus der Hand legen. Lauren Olivers Spannungsbogen ist bis zum Ende straff aufgezogen. Zeit, zwischen den Kapiteln nachzudenken, blieb mir keine, wollte ich doch wissen, wie es weitergeht. Auch das Ende, einzigartig wie der Rest des Buches, ist gelungen.
Was mir aber am besten gefallen hat, war die Hauptfigur. Wir beginnen mit einer Zicke, die zu der beliebtesten Clique der Schule gehört und hören mit einem Menschen auf, den man kaum noch wiedererkennt. Ihre Entwicklung zieht sich als roter Faden durch das Buch und ihre Erkentnisse lehren uns, das Leben zu genießen.
Jeder einzelne Tag zählt, man weiß nie, ob man noch eine zweite Chance bekommt.
Ich würde das Buch hauptsächlich Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen. Es ist kein Kinderbuch mehr, aber auch nicht nur für Jugendliche gemacht. Meine Mutter hat es nach mir innerhalb von zwei Tagen verschlungen. -
Zuckerwatte süß-sauerRezension vom 29.08.2010Sophia Bennett ist die Siegerin des britischen Times-Chicken House-Wettbewerbes 2009. In ihrem Debütroman "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" schreibt sie über Nonie, die Mode über alles liebt und ihre Zeit damit verbringt, verschiedene Outfits zusammenzustellen. Es geht um ihre Freundin Jenny, die in einem Hollywood-Blockbuster mitgespielt hat und um Edie, der Mode und Hollywood egal sind, solange sie ein Stipendium für Harvard bekommt. Und dann ist da noch Krähe, das junge Mädchen aus Afrika, dem Edie Nachhilfe gibt und das zwar kaum Lesen und Schreiben kann, dafür aber ein ganz besonderes Talent hat.
Beim Lesen wird schnell klar, dass es in "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" nicht nur um Mode geht. Themen wie Freundschaft, Liebe und Familie, aber auch ernstere Hintergründe wie die Zustände in afrikanischen Ländern ziehen sich als roter Faden durch das Buch. Sophia Bennetts Roman lebt durch die Charaktere, die vielseitiger nicht sein können. Fast kann man sie beim Lesen neben sich stehen sehen, sie wirken so lebendig, dass es mich nicht verwundert hätte, wenn Jenny plötzlich zur Tür hineingestürmt wäre.
Bei aller Vielfalt der Figuren kommt leider Nonie ein wenig zu kurz. Sie ist die Hauptperson, aus ihrer Perspektive wird die Geschichte erzählt, aber besonders im Mittelteil des Buches wirkt sie mehr wie ein Statist, dessen einzige Rolle darin besteht, über die anderen Charaktere zu berichten. Schade, aber wenigstens kommt sie zum Ende hin mehr raus und nimmt ihren berechtigten Platz in dem Roman ein.
"Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" ist lockerleicht geschrieben und lässt sich in einem Rutsch runterlesen. Gut gefallen hat mir, dass man sich nicht für Mode interessieren muss, um das Buch zu mögen. Ich kann mit Mode wenig anfangen, kannte nicht mal die Hälfte der erwähnten Designer vom Namen her und hatte trotzdem Spaß mit dem Roman. Dies lag unter anderem auch daran, dass die Autorin es schafft, Kleidung mit wenigen Worten einfach und präzise zu beschreiben.
Daher ist "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" nicht nur für Mode-Fans ein Muss. Ich würde es generell allen Mädchen ab zwölf empfehlen, auch wenn diese sich nicht für Klamotten und Design interessieren. -
Durch die ZeitRezension vom 19.08.2010Was passiert, wenn wir die Vergangenheit beeinflussen? Wenn ich meinen Großvater töte, verschwinde ich dann?
In dem sechsten Artemis Fowl setzt sich Eoin Colfer mit dem Phänomen Zeit auseinander. Artemis Mutter ist schwer krank und kann nur durch ein aus einem bestimmten Lemuren hergestelltes Medikament gerettet werden. Leider ist der letzte Lemur vor einigen Jahren ausgestorben - ausgerottet durch Artemis selber. Mit Hilfe eines Dämons reist er zurück in der Zeit und versucht gegen sein jüngeres Ich zu gewinnen.
Wie immer beschreibt Eoin Colfer locker und witzig seine Abenteuer um den Meisterdieb und die Unterirdischen. Sein Humor bleibt unübertroffen, gleichzeitig bringt er aber auch die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag, wenn es angebracht ist. Von Anfang an entsteht Spannung. Wird Artemis gegen sich selber gewinnen? Was passiert mit seinem zukünftigen Ich, wenn er die Vergangenheit verändert? Mit dem Thema hat Eoin Colfer sich selbst übertroffen. Selbst nach Ende des Buches bleibt dem Leser die Gelegenheit, über Zeit und ihre Auswirkungen nachzudenken.
Die Zielgruppe der Artemis Fowl Reihe sind Kinder und Jugendliche, aber ich würde die Bücher allen Altersgruppen empfehlen.






