BuchhändlerInnen im Portrait
aus Coburg
- Gesamte Rezensionen
- 37 (ansehen)
- Alter
- 47 Jahre
- Funktion
- Auszubildender
- Lieblingsautoren
- Edgar Allan Poe, Roald Dahl, Herbert George Wells, Ray Bradbury und einige andere ...
- An meinem Beruf gefällt mir
- Bücher sind für mich Freunde, und es ist ein Vergnügen, mit Freunden zu arbeiten.
- Im Beruf seit
- 2010
- Das beste Buch aller Zeiten
- wird vielleicht erst noch geschrieben
-
(K)ein dicker HundRezension vom 17.03.2013Ein Privatdetektiv arbeitet mit einem Hund. Das ist eigentlich nichts Neues. Wenn aber die Geschichte aus der Sicht des Hundes erzählt wird, darf man davon ausgehen, dass die Prioritäten anders gesetzt werden. Der Fall, den die Beiden lösen, scheint anfangs eher harmlos zu sein. Doch es zeigt sich, dass weitaus mehr dahinter steckt.
Obwohl ich eigentlich kein großer Freund von Tiergeschichten bin, hatte ich meine helle Freude mit diesem Hundekrimi. Neben der Spannung, die der Fall mit sich brachte, war es vor allem der Humor, der sich aus der Konstellation der Hauptfiguren ergab - ein wahres Lesevergnügen und damit überaus empfehlenswert. -
Genreübergreifende UnterhaltungRezension vom 17.03.2013Mythische Mysterien und historische Begebenheiten als Hintergrund für einen Krimi? Das klingt so, als könne es nicht klappen. Und doch schafft es der Autor, dies alles unter einen Hut zu bringen und die Geschichte trotzdem noch glaubwürdig erscheinen zu lassen. Das einzige Problem, das ich dabei hatte, war die Zuordnung zu einem der Genres. Doch solche Dinge verlieren an Bedeutung, wenn das Lesevergnügen dabei ungetrübt bleibt. Jan Wallentins Debüt mag gewagt sein - meiner Meinung nach hat sich dieses Wagnis allerdings gelohnt. Ich bin gespannt, was der Autor uns in seinem nächsten Werk zu bieten haben wird. -
Neue lustige O-TöneRezension vom 08.01.2013Wenn Leute so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, dann ist das nicht immer angenehm, aber oft durchaus zum Lachen. Genau solche lustigen Sprüche wurden gesammelt und in einigen Büchern veröffentlicht. Das Dritte aus dieser Reihe hält wieder viele Zitate aus alltäglichen Situationen bereit, die ihre Komik nicht nur aus Versprechern, sondern auch aus simpler Schlagfertigkeit beziehen. Ich habe dieses Buch mit einem Dauerschmunzeln gelesen gelegentlich musste ich aber laut lachen, weil es wirklich saukomisch zu lesen ist. Kaum zu glauben, dass es sich um pure Realität handelt die Wirklichkeit kann eben auch exzellent unterhalten. -
Wirklich (k)eine Frage des GlaubensRezension vom 07.01.2013Wenn Gott mal eine Woche Urlaub macht, vergehen auf der Erde mal eben fast 500 Jahre. Zu Beginn der Story, die in diesem Buch erzählt wird, kehrt er aus diesem Urlaub zurück. Wenn wir uns an den Geschichtsunterricht erinnern, fällt uns auf (oder ein), dass in den letzten 500 Jahren - genau die Zeit, in die Gottes Urlaub fällt - sehr viel passiert ist. Da Gott nicht selbst ins Geschehen eingreifen will, entsendet er erneut seinen Sohn Jesus. So weit, so gut. Doch unsere Kenntnisse über das, was im Himmel vorgeht, stimmen nicht mit der - im Buch erzählten - Realität überein, denn: Gott mag Schwule, und "da oben" bekommt man sehr gutes Gras ... ja, genau, das zum Rauchen ...
Man kann es Blasphemie nennen oder schlichtweg ignorieren. Doch das wäre zu einfach. Wenn man dieses Buch richtig liest, bereitet es nicht nur Spaß, sondern regt zum Nachdenken an. Religion ist immer ein sehr heikles Thema, doch hier wird sie keineswegs verunglimpft. Vielmehr geht es darum, zum eigentlichen Sinn von Religiosität zu kommen (oder eher zurückzukehren), was bei John Niven in einer schlichten Forderung an die Menschen zusammengefasst wird: Seid lieb! -
Ein todbringender Pilz als WaffeRezension vom 07.01.2013Der Ideenreichtum gewisser militärischer "Wissenschaftler" bei der Entwicklung von Möglichkeiten zum Töten von Menschen ist nahezu grenzenlos - vor allem im Krieg. Die Einheit 731 der japanischen Armee im 2. Weltkrieg war ein bekanntes Beispiel dafür. Dieses Buch beginnt damit, dass in eben dieser Einheit ein Pilz gezüchtet wurde, der als biologische Waffe dienen soll, deren Einsatz allerdings verhindert wird - vorerst. Denn 60 Jahre später könnte es dennoch passieren ...
Eine Geschichte voller Spannung mit gut recherchierten wissenschaftlichen und historischen Bezügen - da konnte ich nicht aufhören zu lesen. Es ist aber nicht nur der Spannungsbogen, der mich in den Bann gezogen hat, sondern auch die Brisanz des Themas. Ein fesselnder Roman, der es durchaus in sich hat. Absolut empfehlenswert. -
Ein Bärchen zum Knuddeln? Weit gefehltRezension vom 03.01.2013Ein Teddybär, der sich bewegt und auch sprechen kann, ist eigentlich nichts Überraschendes in einem Film aus Hollywood. Doch ein Teddy, der so richtig vom Leder zieht, der nicht nur Bier wegsäuft und bei jeder sich bietenden Gelegenheit kifft, sondern auch noch Frauen nach allen Regeln der Kunst anbaggert und Nichts anbrennen lässt, dessen Lebenswandel also nicht gerade vorbildhaft zu nennen ist DAS ist durchaus unüblich für die Traumfabrik. Ein Familienfilm ist es nicht gerade, aber ein direkter Angriff auf das Zwerchfell. Wer die Art und Weise mag und sich nicht an der durchaus deftigen Ausdrucksweise stört, wird Tränen lachen so erging es mir jedenfalls. Wenn ich jetzt irgendwo Teddybären erblicke, sehe ich sie mit anderen Augen vor allem mit lachenden -
Fast so brisant wie die RealitätRezension vom 02.03.2012Mit einem Flugzeugabsturz fängt es an. Allerdings ist es keine Verkehrsmaschine, die vom Himmel fällt, sondern ein Kampfflugzeug. Die Pilotin hat alles richtig gemacht, doch sie konnte nicht wissen, dass sie Versuchskaninchen für einen Test war. Natürlich interessiert sich auch die Presse für den Vorfall. Leider führen die Recherchen nicht sehr weit, denn den Verantwortlichen liegt nicht viel daran, die Öffentlichkeit über ihr Tun zu informieren.
Man merkt, dass Lorraine Adams selbst als Journalistin tätig war. Sie kennt sich in der Branche aus, und sie weiß auch, mit welchen Schwierigkeiten man bei brisanten Recherchen konfrontiert wird. Diese Erfahrungen hat sie in ihre Geschichte einfließen lassen, was diese noch realistischer erscheinen lässt. Doch die Realität ist noch immer viel schlimmer
Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen. -
Ein Titelheld ohne WorteRezension vom 10.02.2012Harold ist keineswegs stumm. Nur in diesem Buch hat er keine Zeile Text, nicht mal ein einziges Wort. Dafür dürfen wir Leser umso mehr an seinen Gedanken teilhaben. Und natürlich an den Weisheiten, die Harolds Schützling Melvin mitzuteilen hat. Die aber haben es in sich, denn Melvin ist nicht wie andere Jungs in seinem Alter. Melvin ist hochintelligent, was er auch immer wieder durchblicken lässt. Auf der Suche nach seinem Vater, bei der Harold ihn eher unfreiwillig unterstützt, bringen Melvins Ansprachen die beiden immer wieder in Bedrängnis. Das läuft nicht in jedem Fall glimpflich ab, bietet aber oft genug Gelegenheit zum Lachen. Dabei ist der Humor alles andere als oberflächlich, obwohl es ab und zu unterhalb der Gürtellinie abdriftet, was aber der Geschichte alles andere als abträglich ist.
Für mich war es nicht nur ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen - es war geradezu ein Erlebnis. Ohne dieses Werk wäre die literarische Welt um ein bemerkenswertes Kleinod ärmer. Es ist nicht nur meine Pflicht, sondern ein wahrhaftiges Bedürfnis, dieses Buch zu empfehlen - es lohnt sich. -
Ein Jugendbuch über Musik, Literatur, Leben und TodRezension vom 08.02.2012Er hat seine Musik. Er hat seine Freunde. Seinen Bruder aber, den hat er nicht mehr. Und genau das ist es, was sein Leben aus dem Gleichgewicht gebracht hat, ein bisschen zumindest. Sein Ehrgeiz hat nachgelassen, ebenso seine schulischen Leistungen, obwohl doch so viel in ihm steckt. Erst der Auftrag seiner Schuldirektorin, den er nur widerwillig annimmt, führt ihn dahin, wo er sich selbst findet.
Diese Coming-of-Age-Story ist keine rührselige Geschichte, auch wenn sie den Leser berühren kann. Die Hauptfigur ist ein glühender Verehrer von Eddie Vedder und spielt auch selbst Gitarre, begeistert sich aber auch für (us-amerikanische) Literatur und Literaten, allen voran Walt Whitman. Das mag gegensätzlich klingen, passt hier aber richtig gut zusammen. Besonders gut gefiel mir an dem Buch, dass die Handlung sehr authentisch klingt. Eine Empfehlung nicht nur für junge Leser. -
Ein Selbstmord ist nicht immer ein SelbstmordRezension vom 24.12.2011Nicht immer gibt es nachvollziehbare Gründe für einen Suizid. Bei den Fällen, zu denen Joseph OLoughlin eher unfreiwillig hinzugezogen wird, handelt es sich aber auch nicht um wirklichen Freitod. Tatsächlich steckt ein ausgeklügelter Plan dahinter.
Michael Robotham schickt hier seinen Protagonisten, den Psychologen OLoughlin, bereits zum dritten Mal ins Rennen. Da die Fälle sehr unterschiedlich sind, gelingt es Robotham jedes Mal, eine gänzlich andere Geschichte zu erzählen, deren Wiedererkennungswert lediglich in den Hauptpersonen liegt. Das ist sehr wohltuend, vor allem dann, wenn man Serien nicht gerade bevorzugt. So war es für mich auch kein Problem, mit dem dritten Fall anzufangen. Der Spannung, die von der ersten bis zur letzten Seite reichte, tat es zumindest keinen Abbruch. Absolut empfehlenswert.














