BuchhändlerInnen im Portrait

aus Hürth

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Meine Rezensionen

  • Silo
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    Anfang und Ende
    Rezension vom 09.05.2013
    Die Menschheit lebt in einem gigantischen Silo, der sich 154 Stockwerke in die Erde bohrt. Sie sind autark - die Welt außerhalb des Silos ist tödlich und die einzige Verbindung nach draußen sind Kameras, deren Bilder im Kasino nach innen übertragen werden.
    Das Silo verfügt über ein ausgeklügeltes System der Überwachung - wer gegen die Regeln verstößt, wird nach draußen zur sogenannten Reinigung geschickt. Das heißt, die Linsen der Kameras müssen gesäubert werden, was auch jeder der Verurteilten getan hat, um dann über den Hügel auf die Reste der Stadt zu zulaufen. Warum? Was sehen sie draußen? Ist das Kamerabild vielleicht doch eine Täuschung? Der neue Sheriff, Juliette Nichols, bekommt als Opfer einer Intrige sehr schnell die Gelegenheit der Sache auf den Grund zu gehen. Was sie entdeckt ist einfach unglaublich und am Ende steht sie vor der alten Frage : wie viel Wahrheit verträgt die Menschheit ?
    Eine sehr spannende, düstere Story mit einem überraschenden Ende. Wer Stanislaw Lem mochte, wird auch mit diesem Buch richtig glücklich.
  • Das große Los
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    Fünfzig, ledig, keine Kinder
    Rezension vom 07.05.2013
    " Fünfzig, ledig, keine Kinder" so wurde Meike Winnemuth von Günther Jauch in seiner Sendung " Wer wird Millionär" vorgestellt. Das war für sie der Moment, ihr Leben zu verändern. Als sie die halbe Million gewonnen hatte, brach sie zu der Weltreise auf, von der sie immer geträumt hatte und von der dieses beeindruckende Buch handelt. Sie hat Dinge getan, die ich mich nie getraut hätte und Menschen kennengelernt, um die man sie beneidet. Für ihren Reise Blog wurde sie später für den Grimme Online Award nominiert. Von dem Geld hat sie auch kaum etwas verbraucht - es war mehr ein Sicherheitsnetz für die neue Freiheit alles zu dürfen und nichts zu müssen. Das ist auch ihr persönliches Resümee aus dieser Reise: man hat auch im Alltag mehr Freiheiten, als man glaubt - man muss sie nur sehen und nützen.
    Ich habe dieses Buch als e-Book auf dem Tablet PC gelesen und habe mir sehr oft weitere Info´s zu Orten und Personen über Wikipedia geholt. Für mich auch eine neue Art der Freiheit beim Lesen.
  • Sommerküche
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    So schmeckt der Sommer ....
    Rezension vom 07.05.2013
    Wenn man in diesem Buch blättert, schmeckt man den Sommer !!! Wunderschön bebilderte Rezepte, die sich leicht nachmachen lassen. Wo soll man nur anfangen? Vielleicht bei den ersten grünen Käserezepten mit Frischkäse - oder doch lieber den Ziegenkäse ? Auf jeden Fall sollte man ein Picknick planen ! Und die Zitronentarte von Seite 240 sollte auf gar keinen Fall fehlen , die geht immer !!
  • Danach
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    Gänshaut und Zähneklappern
    Rezension vom 06.05.2013
    Ich dachte das "Still missing" von Chevy Stevens nicht zu toppen sei. FALSCH!!!!! Hier kommt der absolute Albtraum:
    10 Jahre nachdem Sarah, Tracy und Christine aus dem Kellerverließ eines Psychopathen befreit wurden, könnte dieser vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Jahrelang hat er die Mädchen mit Briefen aus der Haft traktiert. Briefe, die keinen Sinn ergaben - bis Sarah hinter den Schlüssel kommt und sich aus ihrer sicheren Selbstisolation begibt um das Rätsel um ihre verschwundene Freundin Jennifer zu lösen.
    Vorsicht - nichts für schwache Nerven!!! Ich garantiere auf jeden Fall schlaflose Nächte und angenagte Fingernägel!!!
  • Albright M: Winter in Prag
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    Madlenka und das rosa Kaninchen
    Rezension vom 06.05.2013
    Madeleine Albright ( 1937 in Prag geboren) erzählt in diesem Buch die Geschichte ihrer Familie, die 1939 die Tschechoslowakei verlassen hat und nach England floh. Ihre Eltern waren jüdischer Herkunft, hatten aber in die Heiratsurkunde konfessionslos eintragen lassen, da sie der Religion keine Bedeutung zugemessen haben. 1941 ließen sie sich taufen, weil viele ihrer Freund katholisch waren und sie sich doch Schutz von der katholischen Kirche erhofften. Madeleine Albright erfuhr von ihren jüdischen Wurzeln erst im Jahre 1996 - sie war 59 Jahre alt. Und nun lässt sie uns an ihrer Geschichte teilhaben - und es ist ein absolut beeindruckendes, lebendiges Stück Zeitgeschichte geworden. Vieles in ihrem weiteren Leben erklärt sich aus dieser Kindheit : sie wurde zu einer Frau, die sich nicht verbiegen lässt und die zu ihren Ansichten und Prinzipien steht - aber auch Fehler eingestehen kann. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    Das rosa Kaninchen hat sie übrigens als Gage für ihre Rolle in einem Film des britischen Roten Kreuzes über Flüchtlinge vor dem Nazi-Regime bekommen.
  • Mord in Dorchester Terrace
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    Teestunde mit besten Freunden
    Rezension vom 02.04.2013
    Thomas Pitt ist zum Leiter des Staatschutzes aufgestiegen. Keine leichte Aufgabe für ihn, denn damit ist auch der Aufstieg in die ´bessere Gesellschaft`verbunden und dieses Parkett ist ihm eindeutig zu glatt, denn die Neider, die seinen Sturz planen, sind gut maskiert. Als Herzog Alois von Habsburg zu einem Privatbesuch nach London kommt, überschlagen sich die Ereignisse und im letzten Moment erkennt Thomas Pitt seine wahren Feinde.
    Wie immer ein spannender viktorianischer Krimi, bei dem sich mehrere Handlungsstränge zu einem Teppich des Verbrechens verweben. Ich liebe diese Krimis von Anne Perry - sie sind wie eine Teestunde mit alten Bekannten.
  • Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine
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    Mein Lieblingsbuch im Frühjahr 2013
    Rezension vom 19.03.2013
    Bei eiskalten Temperaturen, aber schönstem Sonnenschein machten meine Kollegin Jennifer Vignol und ich uns auf zur lit.Cologne. Wir wollten zu Anne Sinclair, die über ihren Großvater, den jüdischen Kunsthändler Paul Rosenberg, erzählen sollte.
    Dieses Buch ist eigentlich zufällig entstanden, weil Anne Sinclair im Frühjahr 2011 einen Zwangsaufenthalt in New York hatte und sie die Zeit zu einer kleinen Erzählung über den Großvater nutzen wollte. „Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine“ ist der Titel dieses Buches – und es ist eine hochinteressante Biografie geworden, über den Mann, der nicht nur der erste Galerist von Pablo Picasso wurde – sondern mit dem ihn dann letzten Endes auch eine persönliche Freundschaft verband. Es ist vor allen Dingen ein Buch über die moderne Malerei, an der das ganze Herz des Großvaters hing – und über den Schrecken der Vertreibung durch die Nazis, über Freundschaft und Verrat , Neuanfang und Rückkehr in ein verändertes Frankreich. Anne Sinclair, die ja eine hochkarätige Journalistin ist, beleuchtet auch die Aufarbeitung der dunklen Flecken der Kollaboration und Duldung des Naziterrors in Frankreich durch Franzosen. Ein eindrucksvolles Buch – eines meiner Lieblingsbücher im Frühjahr 2013, auch wenn die Veranstaltung dann leider ausfallen mußte, da die Autorin im Schneechaos am Pariser Flughafen stecken blieb.
  • Boyne J: Das Vermächtnis der Montignacs
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    Die feine englische Art des Verbrechens
    Rezension vom 19.03.2013
    London, 1936. Die Geschichte beginnt mit der Beerdigung von Onkel Peter, dessen Leichenrede sein Neffe Owen Montignac hält. Owen ist der Sohn von Peter´s älterem Bruder, der vom Vater enterbt wurde, weil er das französische Dienstmädchen geheiratet hat. Nach dem Tod der Eltern im Ersten Weltkrieg, holt Onkel Peter seinen Neffen nach England zurück und erzieht ihn mit seinen eigenen Kindern Andrew , der bei einem Jagdunfall um´s Leben kommt, und Stella. Die Tradition der Familie besagt, das das Vermögen immer in der männlichen Linie vererbt wird - und so kann Owen kaum seine Erleichterung über den Tod des Onkels verbergen, hat er doch enorme Spielschulden die er von seinem Gehalt als Geschäftsführer einer Kunstgalerie kaum begleichen kann. Aber Onkel Peter hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht und Stella erbt als Treuhänderin für ihre Nachkommen das Vermögen. Owen sieht sich großen Problemen ausgesetzt , als Hilfe aus einer unerwarteten Richtung naht.....
    Was hier als mörderische Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einer unglaublichen politischen Verschwörung. John Boyne versteht es, seine Leser immer wieder zu verblüffen und diese meisterhafte Geschichte zu einem grandiosen Ende zu führen.
  • Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!
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    "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen ...."
    Rezension vom 19.03.2013
    Sollten Sie jemals einen Brief bekommen, der mit " Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen ...." beginnt , dann nehmen Sie bitte ganz schnell ´die Beine in die Hand´. Es könnte Ihnen sonst so gehen wie in diesem Abenteuer von Walter und seinem Schwager Heinz :
    Walter hat eine Reise gewonnen - und Heinz ist beleidigt, wurde er doch nicht mit einem solchen Gewinnspiel bedacht. Kurzerhand fälschen die Herren das Schreiben - und für beide startet die Reise für "gutsituierte Senioren" mit dem Bus ab Bremen. Aber schon bei der ersten Rast stellen sie die ersten Mängel bei den Versprechungen fest. " Exclusiv" ist nicht " all inclusive" - wie sie denn dachten und das mit dem Doppelzimmer ist auch so eine Sache ..... Unsere naiven Helden tappen natürlich in jedes Fettnäpfchen und als man auf eine Leiche stößt, laufen die Herren zur Höchstform auf ..... Und dann gibt es ja auch noch Johanna , eine Journalistin, die so auffallend viele Fragen hat ......
    Ein herrlicher Lesespaß den man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte. Im wahren Leben wären Heinz und Walter wahrscheinlich unerträglich - aber auf dem Papier sind sie unwiederstehlich!!!