Rezensent im Portrait

aus Einbeck

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Meine Rezensionen

  • Grundriss der Literaturwissenschaft
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    Zu wenig Substanz
    Rezension vom 09.12.2007
    Die im Webetext angesprochene "bewusst einfache Darstellungsweise" ist für Studenten oder Menschen, die eine prägnante Übersicht über Literaturwissenschaft suchen, nicht geeignet, da die Inhalte zu sehr an der Oberfläche bleiben. Ob Lyrik, Dramatik, Epik, Literaturgeschichte oder -theorie - diese Einführung will alles bieten und bietet damit so gut nichts, da über einen guten Oberstufenunterricht nicht hinausgegangen wird. Was für das Buch spricht, ist seine gute Lesbarkeit; eine Einführung in das Drama ODER eine Einführung in die Epik etc. wäre der Sache aber sicher angemessener.
  • KOSMOS Würfelspiel Die Siedler von Catan
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    Kurzweiliger Würfelspaß!
    Rezension vom 09.12.2007
    Diese Variante des außerordentlich erfolgreichen Siedler-von-Catan-Spiels ist für jeden etwas: Ob für absolute Einsteiger, für Kinder von Siedler-Erfahrenen oder als kleiner "Quickie" für Zwischendurch ist dieses Spiel geeignet! Das Prinzip ist das gleiche wie im Brettspiel - mit sechs Würfeln werden Rohstoffe erwürfelt, die in Straßen, Siedlungen, Ritter und Städte umgesetzt werden. Der Spielplan ist dabei übersichtlich gehalten, so dass einem schnellen kurzweilegen Spiel nichts im Wege steht!
  • Das Walker-Hasser-Manifest
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    Zutiefst überflüssig
    Rezension vom 30.10.2007
    Von Batian Sick (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod etc.) ist der geneigte Leser von SPIEGEL-Kolumnen höchst Unterhaltsames gewohnt. Achim Achilles gelingt es mit diesem Buch, jegliches positives Vor-Urteil darüber zu zerstören. Er überlegt sich - der Ansatz ist nett - warum Deutshland dem Walking-Wahn erlegen ist. Was er als Beschreibungen dann aber zu bieten hat, ist unterstes Niveau: Über die Charakterisierung von Walkerinnen als "fette Kühe", die buntes und hässliches Outfit tragen und den Joggern den Platz wegnehemen, kommt er nicht hinaus. Das ist zum einen deshalb nicht witzig, weil es nicht aus der Innenperspektive geschrieben ist wie z.B. die Bücher von Susanne Fröhlich, somit nur beleidigend, zum anderen kommt er über diese wenigen Beobachtungen nicht hinaus. Von der Idee her ganz nett sind eingebaute Leserbriefe, bei denen aber der Verdacht besteht, dass sie fiktiv sind, da "Argumente" gegen das Walken, Stil und Wortkombinationen die gleichen sind wie im Text.
  • Beruf Philosophin oder Die Liebe zur Welt
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    Die Liebe zur Welt...
    Rezension vom 14.10.2007
    ... ist ein passender Untertitel für diese Biographie über Hannah Arendt, da sehr gut herausgearbeitet wird, dass die philosophischen Grundzüge dieser mutigen und klugen Frau immer in der Welt verankert sind. Im Gegensatz zu ihrem Mentor und langjährigem Geliebten Martin Heidegger errichtet sie keine abstrakten Gedankengebäude, sondern bleibt immer "geerdet", ob beim Nachdenken über die "Banalität des Bösen" oder der Möglichkeit des Widerstandes gegen totalitäre Regimes. Von daher erscheint der eigentliche Titel unpassend, da Hannah Arendt mit ihrem ganzen Sein für ihre Überzeugungen eintrat, und eben nicht nur einen "Beruf" ausübte, eher einer "Berufung" folgte. Leider bleiben viele Darstellungen in dieser Biographie in äußeren Fakten stecken, es werden selten Handlungen begründet oder psychologisch hergeleitet. Aktuell sind aber noch immer Arendts Überlegungen zur Rolle Amerikas in der Welt - bei ihr bezogen auf den Vietnam-Krieg, heute bedenkenswert im Hinblick auf den Irak-Krieg und den Kampf gegen islamistischen Terror.
  • Paula Modersohn-Becker
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    Eine starke Frau...
    Rezension vom 24.09.2007
    ... die uns Marina Bohlmann-Modersohn hier vorstellt. Paula Becker, 1876 geboren, setzt sich gegen den Willen des Vaters durch und verfolgt zielstrebig ihre Berufung: das Malen. Ihre Ehe mit Otto Modersohn erlebt mehr Tiefen als Höhen, vielleicht gerade weil sie sich in ihrer Auffassung als Künstlerin treu bleibt. Mit 37 Jahren bereits stirbt sie, aber "ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist"? (S. 115) - Marina Bohlmann-Becker gelingt eine sehr anschauliche Beschreibung einer Persönlichkeit, die gegen viele (gesellschaftliche) Zwänge ihren eigenen Weg findet. Dabei sind die Briefausschnitte sehr erhellend; durch sie entsteht ein authetisches Bild der berühmten Malerin, die nicht nur durch ihre (im Buch leider zu wenig abgedruckten) Bilder etwas zu sagen hat, sondern die auch großartig formulierte Briefe schreiben konnte. So erfährt der Leser viel über Paula Modersohn-Becker, die sich als erste Frau als Akt selbst porträtierte und der als erste Malerin ein eigenes Museum gewidmet wird. Das letzte Drittel der Biographie hätte dabei aber sicher ein bisschen gekürzt werden können.
  • Mord im Zeichen des Zen
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    Ein Hoch auf das Klischee
    Rezension vom 12.08.2007
    Dieser Krimi lässt sich gut an: Ein japanischer Mönch irrt durch die süddeutsche Provinz, ist verletzt, lässt sich auch durch die Polizistin Louise Bonì nicht stoppen oder beirren. Doch dann verläuft alles nach Schema F. Die Polizistin ist Alkoholikerin, ihr Vorgesetzter ein Unsympath, sie ist geschieden, keine Kinder, und findet allein, da sie vom Dienst beurlaubt wird, immer die richtige Spur. Diese führt ohne wirkliche Ermittlungsarbeit zu einer asiatischen Kinderschänderbande, die dank der verbotenen Arbeit von Louise, die natürlich einen Entzug bewältigt, unschädlich gemacht werden kann. – Selten finden sich in einem Buch so viele Klischees, die nur bedient und nicht etwa gebrochen werden. Sprachlich durchschnittlich, man kann gut Seiten überfliegen.