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Meine Rezensionen

  • Echte Feen, falsche Prinzen
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    Reale Märchen und wenig märchenhafte Feen.
    Rezension vom 07.04.2011
    "Savanna Delano sieht gut aus, hat einen Freund, der sie zum Abschlussball begleiten kann, und eine großartige Schwester, der sie alles anvertraut. Doch plötzlich bricht ihre kleine, perfekte Welt zusammen. Ihr Freund macht mit ihr Schluss, um mit ihrer Schwester zusammen zu sein, und sie streitet sich mit ebendieser. Ihr einziger Lichtblick ist die gute Fee, die ihr zu Hilfe kommt. Doch diese Fee ist so ganz anders als im Märchen. Statt des Wohles ihres Schützlings hat Fee Feli nur Shoppen und Partys im Kopf, weswegen sie auch die Wünsche Savannas völlig missversteht. So bekommt Savanna nicht einfach eine märchenhafte Romanze im wahren Leben, sondern wird von Feli direkt als Aschenputtel oder Schneewittchen ins Mittelalter geschickt. Bei ihrem letzten Wunsch will Savanna alles richtig machen, also wünscht sie sich einen Prinzen in der Realität, doch dafür wird einer ihrer Mitschüler, Tristan, ins Mittelalter vesetzt, um ein Prinz zu werden. Da sie Tristan nicht im Stich lassen will, folgt sie ihm nach, um ihm zu helfen. Ein spannendes Abenteuer im Mittelalter folgt.
    Eine verzogene, teenagerhafte Fee, Märchen, die wahr werden, und das nicht unbedingt immer romantische Mittelalter - wirklich gute Ideen für einen neuen Roman. Janette Rallison gelingt es, den Leser durch die teils lustigen, teils düsteren Beschreibungen zu fesseln. Nur an manchen Stellen sinkt die Spannung durch etwas zu lang geratene Erklärungen. Im Großen und Ganzen aber ein romantischer und spannender Roman für versierte Leserinnen ab 12 Jahren. Geeignet für alle Bibliotheken! (Angelika Leitner, 17 Jahre)"
  • Im Jahr des Honigkuckucks
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    Ernüchterndes und zugleich berührendes Familiendrama, aus der Sicht der 12-jährigen Emily erzählt.
    Rezension vom 07.04.2011
    "Die 12-jährige Emily lebt mit ihrer gelangweilten Mutter, ihrem überarbeiteten Vater und ihrer schönen großen Schwester in einer Villa in Südafrika. Emilys Eltern laden oft Gäste ein und das ist die einzige Zeit, in der sie sich zusammennehmen und nicht streiten. Emily liebt ihre Eltern, aber sie beachten sie kaum, nur ihre große Schwester ist für sie da, wenn sie wieder einmal traurig ist. Und Buza, der Torwächter, der schon im Haus ist, seit Emily denken kann. Buza erzählt Emily viele Geschichten von seinem Volk. Manchmal blickt er sie nur an und meint: ""Du siehst aus, als könntest du eine Geschichte gebrauchen"". Nach einem heftigen Streit der Eltern kommen zufällig Zigeuner an dem gepflegten Anwesen vorbei und Emilys Vater lädt sie ein, ihre Gäste zu sein. Das ist jedoch ein folgenschwerer Fehler.
    Die Autorin schildert dieses Drama aus der Sicht des 12-jährigen Mädchens in einer einfachen und klaren Sprache, die der Spannung aber keinen Abbruch tut. Die Charaktere sind locker gezeichnet, knapp an der Schwarz-Weiß-Malerei vorbei. Kindesmisshandlung scheint eine Alltäglichkeit zu sein, die man zu akzeptieren hat, so lange nicht in die heile Welt der eigenen Familie eingebrochen wird. Das irritiert. Reich und Arm leben nebeneinander, da wird so manches Klischee benutzt. Einziges Verbindungsglied ist die Naivität der Kinder und deren unbewusster Glaube an Gerechtigkeit. Das Buch berührt und ernüchtert zugleich, es bedient Klischees und rüttelt auf und manchmal vergisst man zu atmen, weil gleichzeitig so viel und nichts passiert. (Ilse Hübner)"
  • Chroniken der Weltensucher 01. Die Stadt der Regenfresser
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    Crossover zwischen Abenteuer-, Entdecker- und Fantasy-Roman.
    Rezension vom 07.04.2011
    "Mit ""Magma"" ist Thomas Thiemeyer bereits ein spannender Umweltthriller geglückt. In seinem neuesten Buch führt der Autor - dem Vorbild von Jules Verne nacheifernd - sein Lesepublikum wieder in eine unerforschte Welt und zu einem bislang unbekannten, geheimnisvollen Volk: in die Stadt der ""Regenfresser"", den Nachkommen der Inkas in den abgelegenen Bergen von Peru. Das verborgene Volk hat fantastische Erfindungen gemacht, um in dieser Einöde zu überleben.
    Packend ist die Zusammenstellung der handelnden Figuren, die sich während dieser waghalsigen Expedition gegenseitig verfolgen. So finden sich in dem bunten Ensemble der 15-jährige Waisenjunge Oskar als schlauer Assistent eines angeblichen Nachfahren des großen Abenteurers Alexander von Humboldt, dessen hübsche junge Nichte Charlotte, die Seherin Eliza, die kampferprobte Söldnerin Valkrys Stone mit ihrem Begleiter Max, der als Reporter die Weltsensation für seinen Auftraggeber ausschlachten möchte, und schließlich der Abenteurer Harry Boswell, auf dessen Fersen sich alle vorhin Genannten in den Bergen und Schluchten der Anden heften. - Es tut sich einiges auf den gut 400 Seiten. Technisches und Historisches werden geschickt mit Magischem und Fantastischem aufgemischt. Das Ergebnis kann als durchaus schmackhaftes Lesefutter an Abenteuerhungrige ab 12 verabreicht werden. (Maria Schmuckermair)"
  • Perdido - Im Bann des Vampirjägers
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    Hugos zweites Abenteuer führt ihn in das Land Dämonien, wo er seinen verschollenen Onkel sucht. Spannung pur!
    Rezension vom 07.04.2011
    "Hugo ist immer noch in Ausbildung bei seinem Onkel, dem Kartenmachermeister. Er hat Lust, wieder auf einem Schiff anzuheuern, doch ein seltsamer Besuch macht diese Pläne zunichte. Die dunkle Gestalt Otis bringt Nachricht, dass ein guter Freund von Onkel Walter in Gefahr schwebe. Er sei in Dämonien und werde von seltsamen Gestalten bedrängt. Man munkle, es seien Vampire, die dort herrschen. Der Kartenmachermeister verschwindet daraufhin auf unerklärliche Weise und Hugo muss sich mit seinem kleinen Freund Herkules, der sprechenden Maus, auf den Weg nach Osteuropa machen. Diese Reise ist gefährlich und langwierig, doch in Dämonien angelangt, treffen sie nach einigen Turbulenzen die sprechende Katze Kristall, die einen entscheidenden Hinweis auf den möglichen Aufenthaltsort der Vermissten geben kann. Die Durchquerung Dämoniens entwickelt sich zu einer nervenzerfetzenden Reise mit allen möglichen Tücken und Gefahren, die an finsteren, kalten Orten mit seltsamen Bewohnern auftreten können.
    Fantasy mit wahnsinnig viel Spannung und Abenteuer, vermischt mit etwas Magie und Adrenalin pur - ein tolles Buch für begeisterte Leser unter den Jungen ab etwa 11. Unbedingt für alle Bibliotheken und zum Schenken! (Angela Zemanek-Hackl)"
  • Good Girl
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    Ein sehr tolles Buch zum aktuellen Thema Cybermobbing.
    Rezension vom 07.04.2011
    "Audrey ist schon seit langem in ihren Schulkollegen Luke verliebt. Als sie ihn auf einer Party endlich küsst, kann sie an nichts anderes mehr denken als an: Luke, Luke, Luke. Am nächsten Tag erntet sie Getuschel, Gekicher und hämische Blicke in der Schule, weil jemand ein Foto von ihr und Luke im Bett gemacht hat. Und dieses wird von Handy zu Handy, von Computer zu Computer geschickt, solange, bis es alle gesehen haben. Wirklich alle, auch ihre Eltern und der Schuldirektor. Luke würdigt sie nun keines Blickes mehr. Von einem Tag auf den anderen ist Audrey von der Musterschülerin zur Schlampe geworden. Ash und Joelle, Audreys beste Freundinnen, schwören Rache und halten trotz aller Vorurteile die Freundschaft zu Audrey aufrecht. Auch wenn sie damit ebenfalls zu Außenseitern werden. Während eines großen Streites zwischen den dreien, flüchtet Audrey zu Pam und Cindy, den ""Schulschlampen"" der High School. Als diese sich als ganz nett outen, entsteht eine neue Freundschaft. Auch Joelle und Ash entschuldigen sich bei Audrey. Diese verändert sich, äußerlich wie innerlich. Nach diesem Sommer wagt sie sogar einen Neuanfang mit Luke.
    Dieser packende Jugendroman begeistert sicher alle Mädchen, die Highschoolromanzen mögen. Das Thema ist im Computer- und Handy-Zeitalter sehr aktuell und wird bestimmt auch in den nächsten Jahren nichts an seiner Brisanz verlieren. Deshalb ist der Roman zum Thema Cybermobbing ein echtes Must-Have für jede Bibliothek. (Vera Karl, 15 Jahre)"
  • Ein Fall für die Katzenbande
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    Ein Anti-Detektiv und seine vierbeinigen Helfer.
    Rezension vom 07.04.2011
    "Florian Morgenstern hat von seinem Vater ein Detektivbüro geerbt. Irgendwie umfasst sein Erbe auch eine liebenswürdige, aber eigenartige Verwandtschaft: Großonkel Theo, Großtante Annabel und Großtante Amelie. Floris Erfolge als Detektiv sind sehr mager, weil er über zwei Eigenschaften verfügt, die sich mit dem Bild eines hartnäckigen Schnüfflers nicht vereinbaren lassen: Flori sieht in allen Menschen nur das Gute und außerdem ist er ein Träumer. Eine duftende Blume und das Rot eines Sonnenuntergangs sind ihm wichtiger als ein gelöster Fall. Flori braucht Hilfe und die findet er in Molly, seiner Katze. Sie ist auch die Ich-Erzählerin dieser gelungenen Geschichte. Gemeinsam mit ihren Freunden, der Katzenbande von Kirchhausen, klärt sie so manchen Fall auf. Wenn sie nicht gerade eine heiße Spur verfolgen, führen die vierbeinigen Ermittler ein ganz normales Katzenleben. Sie sorgen zwar oft für Unruhe in ihrem Städtchen, doch nachdem sie den goldenen Kugelschreiber der Schuldirektorin finden und den Dieb überführen, werden sie als vierbeinige Hilfssheriffs voll akzeptiert.
    Käthe Recheis beweist hier einmal mehr, dass sie eine Meisterin in der Personendarstellung ist. Der Wunsch nach harmonischen Verhältnissen, nach Toleranz und einem respektvollen Umgang miteinander bildet auch die moralische Basis dieses Buches. Ein Buch, das sich in Sprache und Aussage wohltuend von vielen anderen, oft zeitgeistig-seichten Neuerscheinungen anderer Autoren abhebt. (Hannes und Sophie Preßl)"
  • Onkel Montagues Schauergeschichten
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    Schaurig-schöne Geschichten, die einen sofort in den Bann ziehen.
    Rezension vom 07.04.2011
    "Wie immer verbringt Edgar seine Ferien bei seinen Eltern, die jedoch wenig mit ihm anfangen können. Und so hält sich Edgar die meiste Zeit bei seinem Onkel Montague auf, der seinen Neffen stundenlang mit unheimlichen Geschichten zu unterhalten weiß, die sich um verschiedene Gegenstände in seinem düsteren und abgelegenen Haus drehen. Edgar versucht, sich von diesen angeblich wahren Geschichten nicht weiter beeindrucken zu lassen, doch er kann sich ihrer unheimlichen Wirkung auf Dauer nicht entziehen - genau so wenig wie der faszinierte Leser. Als sich Edgar verabschiedet, ist es bereits dunkel geworden - und Zeit für Onkel Montagues eigene schaurige Geschichte.
    Von der ersten Minute an wird man von der atmosphärischen Dichte gefangengenommen; Erinnerungen an Edgar Allan Poe (Edgars Vorname und Onkel Montagues Nachname dürfen hier ruhig als Hommage verstanden werden) oder Robert Louis Stevenson werden wach. Als nett oder harmlos kann man die Geschichten nicht bezeichnen - die wenigsten jugendlichen Protagonisten überleben ihr Zusammentreffen mit der Welt des Unerklärlichen. Deshalb sind sie erst ab einem gewissen Alter geeignet, dafür aber auch für alle Erwachsenen ein Lesevergnügen. Sehr gut gelungen sind die Tuschezeichnungen von David Roberts, den man bereits von den Illustrationen der Bücher Philipp Ardaghs kennt.
    Priestley beweist, dass auch oder gerade in Zeiten von Splatter- und Trashfilmen die gruseligen Shortstories englisch-amerikanischer Prägung noch ihren ganz eigenen Reiz ausüben. Allen Bibliotheken sehr zu empfehlen. (Anita Ruckerbauer)"