Rezensent im Portrait
Eine Kundin / Ein Kunde aus Olbersdorf
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Die VerratenenRezension vom 15.10.2012War ich schon von "Saeculum" absolut begeistert, so konnte mich "Die Verratenen" sogar noch viel mehr überzeugen und ich muss sagen, ich bin Fan von Ursula Poznanski. Selbst wenn gar nicht so viel passiert, schafft sie es, mit ihrem Schreibstil zu fesseln. Dieser lässt sich nicht nur flüssig lesen, sondern umschreibt auch die Umgebung so, dass man sich richtig gut hineinversetzen kann in diese dystopische Welt. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Handlung ebenso wie die Protagonisten durchweg intelligent, logisch und überzeugend dargestellt wurden. Jeder der Charaktere hat andere Fähigkeiten, die in den Sphären ausgebildet wurden und die ihnen nun beim Überleben außerhalb ebenjener große Dienste leisten. Diese priviligierten Sphärenbewohner treffen nun außerhalb ihrer Welt auf die sogenannten "Prims" (Menschen, die außerhalb der Sphären leben) und erkennen, dass alles ganz anders ist, als sie es beigebracht bekamen. Nichts ist mehr so, wie es scheint. Immer wieder gibt es neue Lügen, die aufgedeckt werden und irgendwann weiß keiner mehr, wem er eigentlich trauen kann. Bis zum Schluß tappt der Leser ziemlich im Dunkeln und natürlich sind noch lange nicht alle Geheimnisse aufgeklärt.
Besonders gut gelungen finde ich die Charaktere, allen voran Ria und Sandor (der für mich der mit Abstand interessanteste Protagonist ist). Ria hat die Fähigkeit, zu erkennen, was in ihrem Gegenüber tatsächlich vorgeht - ob er lügt zb und kann mit ihren rhetorischen Fähigkeiten auch die Meinung der Menschen ändern. Sie ist wahnsinnig intelligent und stark und somit die perfekte Protagonistin, wie ich finde. Sie will nicht ständig beschützt werden, sondern versucht, alleine klar zu kommen, in dieser ihr feindlich gesinnten Welt. Auch ihre fünf Mitstreiter, die mir ihr auf der Flucht sind, sind toll ausgearbeitet und dann wären da noch die Bewohner der Außenwelt, die ebenfalls die nötige Tiefe besitzen. Man versteht die Gründe dafür, dass sie den Sphärenbewohnern so feindlich gegenüberstehen, auch wenn diese die tatsächlichen Gründe dafür erst im Laufe des Buches herausfinden (ebenso wie der Leser).
Das Ende ist ziemlich offen und macht Lust auf den zweiten Teil der Trilogie. Ich bin wirklich sehr gespannt, was Frau Poznanski sich noch einfallen lässt, welche Abenteuer zu bestehen sind und wie das große Geheimnis, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht, gelöst wird.
Fazit:
Ein großartiger Pageturner, der mit intelligenten und sympathischen Charakteren, einer gut durchdachten Zukunftsvision und vielen überraschenden Wendungen zu überzeugen weiß. -
Grischa - Goldene FlammenRezension vom 12.10.2012Alles mögliche hatte ich von "Grischa - Goldene Flammen" erwartet, nur nicht, dass es mich so fesseln und begeistern würde. Dabei hatte ich anfangs noch so meine Probleme mit dem Schreibstil von Leigh Bardugo, wobei ich nichtmal genau sagen kann, was mich daran gestört hat, da er sich wirklich flüssig lesen lässt. Auch die Umgebung, die Charaktere und Geschehnisse werden gut beschrieben, so dass es auch daran nicht liegen kann. Vielleicht musste ich mich einfach erstmal dran gewöhnen. Sobald ich das jedoch getan hatte, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, so sehr hat mich die Geschichte um die Sonnenkriegerin Alina gefesselt. Alina ist eine sehr sympathische Protagonistin, die es in ihrem Leben nicht leicht hatte, aber trotzdem zufrieden ist, solange ihr bester Freund Maljen für sie erreichbar ist und deren Charakter eine tolle Entwicklung im Laufe der Geschichte durchmacht. Maljen ist zwar auch sympathisch, könnte aber - meiner Meinung nach - noch ein wenig mehr Tiefe vertragen. Für mich am interessantesten ist "der Dunkle". Ein wirklich toller Charakter, der nicht gleich zu durchschauen ist, düster und recht unnahbar und dadurch natürlich umso anziehender. Auch die Nebenprotagonisten sind wirklich toll gelungen und ich konnte so einige von ihnen in mein Herz schließen.
Die Ideen, die die Autorin in diesem Debüt verarbeitet hat, finde ich wirklich toll. Endlich mal wieder etwas für mich absolut neues. Der Spannungsbogen der Geschichte ist recht hoch, allerdings gibt es auch Phasen, in denen man dann doch mal zur Ruhe kommt und das Leben der Grischa kennenlernt. Ganz so leicht ist es am Anfang nicht, sich in diese vollkommen neue Welt hineinzufinden, gerade was die unbekannten Begriffe rund um die Grischa angeht, doch ich finde, dass die Autorin das im Laufe der Geschichte gut aufklärt.
Nun heißt es für mich, warten auf den zweiten Teil. Ich hoffe nur, dass es nicht zu lange dauert, denn Leigh Bardugo konnte mich vollkommen von dieser wunderschönen Geschichte überzeugen und natürlich kann ich es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weiter geht.
Fazit:
Ein wundervolles Debüt, dass mich absolut in seinen Bann gezogen hat. "Grischa - Goldene Flammen" ist fantastisch geschriebene Fantasy, mit neuen Ideen und sympathischen Charakteren. -
HerbstnachtRezension vom 10.10.2012Ich liebe das Gefühl, alte Freunde wieder zu treffen, wenn ich ein Buch zur Hand nehme. Hier ging es mir genauso. Endlich wieder mit Meghan, Ash, Puck und Grimalkin leiden, lieben und Abenteuer erleben. Hatte ich anfangs noch gedacht, dass sich der dritte Band einer Reihe gar nicht mehr steigern kann, so wurde ich doch eines besseren belehrt. "Herbstnacht" ist für mich der bisher beste Teil der "Plötzlich Fee"-Reihe. Meghan entwickelt sich immer mehr zu einer wirklich starken Persönlichkeit, lernt mit ihren Fähigkeiten umzugehen und fühlt sich im Nimmernie immer mehr zu Hause. Von Buch zu Buch wird sie immer mutiger und diese Entwicklung ihres Charakters finde ich wirklich gut gelungen. Ash ist wie immer ein fantastischer Protagonist, der immer noch versucht, mit seiner eigenen Vergangenheit klar zu kommen, doch endlich mal ein bisschen "auftaut". Ich liebe es einfach, wenn er und Puck sich in die Haare bekommen. Da fliegen dann schonmal ganz ordentlich die Fetzen, wenn auch eher in Wortgefechten, als in wirklichen Kämpfen. Gerade diese Stellen haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, denn ich liebe die Schlagfertigkeit der Protagonisten.
Doch nicht nur zum Lachen war mir in diesem Band zumute, denn gerade am Ende hatte ich doch das ein oder andere Tränchen verdrückt. Julie Kagawa hat einfach einen unglaublich bildlichen Schreibstil, kann Gefühle wunderbar beschreiben und lässt sich immer wieder etwas neues einfallen, so dass man in keinem Moment Langeweile haben kann. Wie immer geht es auch hier Schlag auf Schlag, ständig gibt es neue Bedrohungen und Abenteuer zu erleben. Wieder lernen wir neue und interessante Charaktere kennen und natürlich freue ich mich wahnsinnig auf den vierten Band "Frühlingsnacht", der im August bereits erschienen ist. Das Ende von "Herbstnacht" verspricht wieder Spannung und Dramatik pur und auf keinen Fall lasse ich mir das entgehen. Ich bin schon sehr gespannt, ob sich Julie Kagawa damit noch einmal steigern kann.
Fazit:
Die "Plötzlich Fee"-Reihe gehört ganz klar zu meinen absoluten Favoriten. Von Buch zu Buch steigert sich die Autorin immer mehr und man möchte gar nicht mehr auftauchen aus dem Nimmernie. Wie es mit Meghan, Ash, Puck und Co. weiter geht - ich bin sehr gespannt. -
UnberührbarRezension vom 04.10.2012Auf den zweiten Band "Unberührbar" habe ich mich wahnsinnig gefreut, denn schon der erste Teil konnte mich voll und ganz fesseln. Auch hier fällt als erstes wieder der wirklich schöne Schreibstil der Autorin auf, der einem einzelne Szenen, Orte und Personen direkt in den Kopf projiziert und somit ein tolles Kopfkino beschert. Ich habe mich tatsächlich keine Sekunde gelangweilt, war immer mittendrin in der spannenden Geschichte und habe mit den Protagonisten mitgelitten. Endlich erfährt man ein wenig mehr über Blue, die im letzten Teil ja nur recht oberflächlich behandelt wurde. Auch Kris wird noch besser beleuchtet, auch wenn er stellenweise immer noch geheimnisvoll wirkt und ich mir ziemlich sicher bin, dass es da noch sehr dunkle Flecken in seiner Vergangenheit gibt und Ziele, über die ich mir bisher noch nicht so ganz klar geworden bin. Wer mich dieses Mal wirklich positiv überraschen konnte, war Cedric. Wirkte er im ersten Teil vielleicht noch ein wenig kühl und oft distanziert, so zeigt er diesmal ganz andere Facetten. Doch nicht nur über ein Wiedersehen mit den bekannten Protagonisten kann man sich hier freuen, es tauchen auch noch interessante neue Charaktere auf, die für die nötige Spannung sorgen.
Gut gefallen hat mir, dass man auch die Fähigkeiten der Vampire, ebenso wie ihre Art zu leben und ihre Politik, besser kennenlernt.
Das Ende ist dieses Mal keineswegs offen, bietet allerdings noch Spielraum für eine Fortsetzung (auf die ich jedenfalls sehr hoffe), denn es bleiben doch noch einige Fragen offen und ich würde zu gern noch mehr aus der Vergangenheit von Kris und Cedric erfahren. Auf jeden Fall sollte man den ersten Band gelesen haben, wenn man dieses Buch lesen möchte, denn sonst erkennt man einige Zusammenhänge vielleicht nicht so gut und es fehlt einem einfach das Wissen über bestimmte Vorgänge und Personen, dass man meiner Meinung nach aber unbedingt haben sollte.
Fazit:
Auch Teil 2 konnte mich wieder komplett überzeugen. Man lernt die Charaktere noch besser kennen, neue interessante Protagonisten kommen dazu und es gibt viele überraschende Wendungen, die dieses Buch zu einem wirklich tollen Leseerlebnis machen. Ich hoffe sehr auf einen dritten Teil -
KäseglockensommerRezension vom 27.09.2012Waltraud Grampp, eine Autorin, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem man so ausführlich und gut durchdacht in eine Welt eingeführt wird, die neben der realen existiert. Waltraud Grampp liebt Irland und das merkt man mit jeder Zeile, die sie über dieses Land schreibt. Wunderbar gelingt es ihr dabei, die Umgebung zu beschreiben, so dass man sich beinah fühlt, als wäre man selbst dabei. Auch die Elfen - ihre Rituale, ihre Geschichte und ihr Wesen - hat sie detailliert ausgearbeitet (wenn auch manchmal ein wenig zu ausschweifend) und lässt damit den Leser in eine Welt eintauchen, die wirklich faszinierend ist. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das sehr beeindruckt hat, denn dieses Buch wirkt sehr gut recherchiert und man merkt, dass Frau Grampp Ahnung hat, von dem was sie da schreibt (unter anderem fand ich es sehr interessant, etwas über die Arbeit am Flughafen zu erfahren). Auch gelingt ihr der Spagat zwischen der realen und der Elfenwelt wunderbar und alle Fäden, die hier gesponnen werden, fließen nach und nach zusammen.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich schön, lässt sich flüssig lesen und lässt Bilder vor dem inneren Auge entstehen und den Leser komplett in dieses Buch eintauchen.
Dieses Buch ist nichts für zwischendurch, denn man muss sich wirklich auf die Geschichte konzentrieren, wenn man ebenjener folgen will. Doch ich finde, es lohnt sich wirklich, sich darauf einzulassen, denn es handelt sich hierbei um keine Fantasygeschichte, wie man sie immer wieder zu lesen bekommt, sondern es ist komplett anders, als alles was ich bisher gelesen habe.
Teil 2 "Sternhagelwinter" wird im November diesen Jahres erscheinen und ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht mit Norma und ihren Elfen.
Fazit:
Für mich eine absolute Überraschung. Wunderbar geschrieben, fantastisch recherchiert und mit viel Liebe zum Detail. Vor allem für Irland-Fans ein absolutes Muss. -
Gegen die ZeitRezension vom 15.09.2012Schon Band 1 "Für die Krone" konnte mich wirklich begeistern und auch "Gegen die Zeit" hat es wieder geschafft, mich zu fesseln. Die Geschichte beginnt an der Stelle, an der sie in Band 1 geendet hat. Man lernt neue Charaktere, die sicher noch sehr wichtig für die Handlung sein werden, kennen und natürlich trifft man auch wieder auf die liebgewonnenen Protagonisten aus Band 1. Auch hier fällt sofort wieder die bildgewaltige Sprache, der Humor und die tolle Ausarbeitung der Charaktere auf. Bernd Perplies hat fantastische Elemente so gekonnt in das historische London verfrachtet, dass man fast glauben könnte, alles was er schreibt, ist tatsächlich geschehen. Der Autor hat wahnsinnig viel Fantasie und scheut auch nicht davor, Protagonisten auszuschalten, die man eben liebgewonnen hat. Das hat man ja eigentlich recht selten, doch gerade diese doch oft überraschenden Momente sind es doch, die einen Leser ganz besonders an das Buch fesseln und einen immer wieder daran denken lassen, selbst wenn es schon lange beendet ist (zumindest geht es mir so).
Ein bisschen vermisst habe ich Szenen, in denen Holmes seinen Humor zeigen kann. Zwar gibt es auch davon ein paar, jedoch nicht soviele wie in Band 1. Gerade dieser Humor hat ihn zu meinem Lieblingsprotagonist gemacht und irgendwie hatte man den Eindruck, der Autor hätte Holmes ein wenig ausgebremst und mehr in den Hintergrund gestellt, was ich sehr schade finde. Ich hoffe, in Band 3 darf er wieder zeigen, was er wirklich kann.
Die Handlung lässt keine Wünsche offen. Schlag auf Schlag gerät man von einem Abenteuer ins nächste, man kommt kaum zum Durchatmen und wird immer wieder vor überraschende Wendungen gestellt. Besonders, da aus der Sicht so ziemlich aller Protagonisten erzählt wird, verpasst man hier wirklich nichts und hat einen wunderbaren Überblick über alle Ereignisse.
Ich bin sehr gespannt, was Bernd Perplies in Band 3 "In den Abgrund" für Überraschungen bereit hält und wie die Geschichte ausgeht.
Fazit:
Mit "Magierdämmerung 2 - Gegen die Zeit" kann man wieder perfekt in die Welt des London im Jahre 1897 eintauchen. Kreativ, witzig, bildgewaltig, magisch und immer wieder überraschend - ich liebe diese Reihe. -
Das Haus in der LöwengasseRezension vom 10.09.2012Eigentlich lese ich recht selten historische Romane. Nicht, weil sie mich nicht interessieren, sondern eher, weil man ja doch schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, wenn ein Buch zu langweilig und trocken daher kam oder mich die Protagonisten überhaupt nicht angesprochen haben (wobei das natürlich auch bei anderen Genres passieren kann). Hier wurde ich wirklich überrascht. Denn Petra Schier hat nicht nur einen wirklich schönen Schreibstil, der wunderbar zur damaligen Zeit passt und sich außerdem flüssig lesen lässt und eine wunderbare Art, Szenen und Orte zu beschreiben. Sie schafft auch Protagonisten, die einem wirklich ans Herz wachsen und einen noch nach dem Lesen eine Weile beschäftigen.
Pauline ist eine gebildete und starke Persönlichkeit, auch wenn das anfangs noch gar nicht so scheint. Sie hat eine wahnsinnig große Entwicklung im Laufe der Geschichte durchgemacht, die mich wirklich beeindruckt hat. Ist sie anfangs noch ziemlich ängstlich, unsicher und versucht es, allen recht zu machen, ändert sich das schlagartig, als sie von Julius Reuther angestellt wird. Sie lernt es, sich zu behaupten und sich nicht alles gefallen zu lassen, auch wenn das damals für eine Frau gar nicht so leicht war. Kurze Rückblenden - meist in Form von Träumen - sorgen dafür, dass man erfährt, was Pauline vor ihrer Zeit in Köln zugestossen ist und warum sie anfangs so unsicher und recht ängstlich ist.
Julius Reuther ist ein toller Protagonist. Kein pflegeleichter Mensch, denn er ist sehr verschlossen, mürrisch und meist schlecht gelaunt, taut aber so nach und nach immer mehr auf. Julius hat - ebenso wie Pauline - schlechte Erfahrungen gemacht und auch jetzt werden ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt, die am Ende für eine kleine Überraschung sorgen.
Nicht nur diese beiden Hauptcharaktere sind wirklich liebenswert und besitzen die nötige Tiefe, ebenso ist es auch bei den Nebenprotagonisten, ganz besonders bei Pauline´s Freundin Frieda, die mich doch positiv überraschen konnte.
Ich fand es wirklich schade, als das Buch fertig gelesen war, denn ich hatte mich so wohl in der Geschichte und mit den Charakteren gefühlt, dass ich gerne noch eine Weile dort verweilt hätte.
Auch die Geflogenheiten der damaligen Zeit wurden sehr gut beschrieben und gerade die Rolle der Frau hat man hier sehr gut kennengelernt, ebenso welche Rolle richtige Liebe überhaupt gespielt hat.
Fazit:
Ein wunderbarer historischer Liebesroman, der mich mit wunderbaren Charakteren, einem schönen Schreibstil und viel Gefühl - ohne jedoch kitschig zu werden - absolut überzeugen konnte, doch wieder mehr in diese Richtung zu lesen. Ich bin schon sehr auf den nächsten historischen Roman von Petra Schier gespannt. -
Dead BeautifulRezension vom 06.09.2012Dieses Buch ist ein absoluter Pageturner. Yvonne Woon hat eine wunderbare Atmosphäre geschaffen, die einen regelrecht in die Geschichte hineinzieht. Nicht nur ihr flüssiger und detailreicher Schreibstil, sondern auch die Charaktere und die ungewöhnliche Geschichte haben mich wirklich begeistert und machen dieses Buch zu einem meiner Lieblinge meines bisherigen Lesejahres.
Renée ist ein liebenswertes Mädchen, welches ganz schön mit dem Tod ihrer Eltern zu kämpfen hat und dann auch noch vom Großvater auf das Gottfried Institut "abgeschoben" wird. Die Gründe dafür erfahren wir im Laufe der Geschichte, ebenso wie noch einige andere Geheimnisse rund um Renée, ihre Familie und das Institut selbst. Diese ganzen Handlungsstränge laufen so zusammen, dass man sich einfach nicht langweilen kann, denn zu entdecken gibt es immer wieder etwas neues. Doch nicht nur Renée ist ein liebenswerter Charakter, auch ihre Freunde haben mir gut gefallen. Natürlich gibt es auch andere, die Renée nicht unbedingt in ihr Herz geschlossen haben und gerade die fand ich sehr interessant und bin schon sehr gespannt, was man von denen noch so zu erwarten hat.
Zwar kennt man bestimmte Abläufe in der Geschichte schon so oder ähnlich, doch das hat meinem Lesevergnügen absolut keinen Abbruch getan.
Teil 2 "Unendliche Sehnsucht" ist bereits im Juli diesen Jahres erschienen und ich hoffe, dass auch diese Geschichte mich wieder überzeugen kann.
Fazit:
Für mich ein Pageturner, mit einer tollen Atmosphäre und einer recht ungewöhnlichen Geschichte. Eines meiner Lieblingsbücher diesen Jahres -
EternityRezension vom 28.08.2012Meg Cabot hat mit "Eternity" einen typischen Vampirroman geschrieben. Die Vampire sind so ziemlich genau so, wie man sie schon von Bram Stoker´s "Dracula" kennt, wenn auch mit kleinen Ausnahmen. Überhaupt hat "Dracula" hier einen ziemlich großen Anteil in der Geschichte. Immer wieder wird auf Bram Stoker´s Werk verwiesen, sogar zwei der Protagonisten haben ähnliche Namen, wie die von "Dracula" (Meena Harper - Mina Harker und Jonathan Harper - Jonathan Harker), was ich persönlich ganz witzig finde. Natürlich gibt es auch die typischen Parallelen zu anderen Romanen, doch das finde ich persönlich nicht schlimm, denn trotzdem ist "Eternity" anders. Zuerst einmal mag ich den Humor in dem Buch unheimlich gerne. Ganz besonders zwischen Meena und Alaric gibt es immer wieder Reibungspunkte, da die beiden sich anfangs überhaupt nicht ausstehen können, die einem immer wieder zum Schmunzeln bringen.
Meena ist eine sympathische Frau, die sich nicht unterordnen will - zumindest bis sie Vampir Lucien trifft. Leider ist sie ihm gegenüber so ganz anders, als eben beschrieben. Da setzt das Denken immer wieder aus und Meena ist genauso, wie sie eben nicht sein will: vollkommen fasziniert und beinahe sofort verliebt. Sie benimmt sich nicht mehr wie eine erwachsene, unabhängige Frau, sondern eher wie ein verknallter Teenie. Das fand ich wirklich schade, denn ich mag Meena´s Charakter sehr. Vampir Lucien hingegen ist mir absolut unsympathisch geblieben. Auch wenn er noch so sexy und anziehend ist, irgendwie konnte ich mich mit ihm nicht recht anfreunden. Vielleicht lag es daran, dass er selbst nicht recht wusste, ob er nun böse ist oder nicht oder vielleicht ist er auch einfach zu flach geblieben. Mein Lieblingsprotagonist ist Alaric. Eigentlich ist er eher ein Antiheld, denn er ist ungehobelt, unverschämt und kämpft lieber, bevor er Fragen stellt. Und trotzdem konnte er doch immer wieder überraschen. Gerade die Chemie zwischen ihm und Meena fand ich toll. Die vielen Nebencharaktere waren ebenfalls sehr schön ausgearbeitet und die meisten konnte ich direkt in mein Herz schließen.
Meg Cabot hat einen tollen Schreibstil, der einen nur so durch das Buch fliegen lässt. Was mich ein wenig enttäuscht hat, war der Showdown, der zwar spannend war, allerdings nicht so recht zum Rest dazu passte, wie ich finde. Ich denke, diejenigen die das Buch schon gelesen haben, wissen was genau ich meine.
Fazit:
"Eternity" ist tolle Unterhaltung, wenn auch mit kleinen Makeln. Trotzdem macht es Spaß, dieses Buch zu lesen und bekommt von mir 3,5 von 5 Punkten! -
SaphirtränenRezension vom 24.08.2012"Niamhs Reise" ist ein wunderbarer - wenn auch recht kurzer - erster Teil der Saphirtränen-Reihe. Die junge Autorin Jennifer Jäger versteht es wunderbar, mit Worten umzugehen. Vor allem der Prolog ist da hervorzuheben, denn der hat mir besonders gut gefallen.
Endlich gibt es mal wieder Fantasy-Wesen, die ich so noch nicht kenne und die ich wahnsinnig interessant finde. Meiner Meinung nach hätte sich die Autorin gerne noch ein bisschen mehr Zeit lassen können, um das Volk der Ilyea ein bisschen genauer vorzustellen, doch ich hoffe, das ändert sich in den nächsten Teilen.
Die Charaktere finde ich durchweg gut gelungen. Die junge Wald-Ilyea Niamh ist eine sympathische, wenn auch etwas naiv anmutende Protagonistin, die hier die Ich-Erzählerin ist. Sie ist anders, als der Rest ihres Volkes und warum das so ist, erfährt man im Laufe der Geschichte. Edan ist ein ebenso interessanter, wie undurchsichtiger Charakter und ich bin gespannt, was denn nun seine wirklichen Ziele sind. Auch der Dämon Deargh ist ein Protagonist, über den ich unbedingt mehr erfahren möchte.
Gleich zu Beginn des Buches wird man direkt ins Geschehen gezogen, denn es geht sofort spannend los und so zieht sich der Spannungsbogen auch durch die gesamte Geschichte.
Wie schon oben geschrieben, finde ich nur, dass das Buch ein wenig länger hätte sein können. Denn gerade, wenn man richtig schön in die Geschichte reinkommt, ist sie auch schon wieder vorbei, was ich sehr schade finde. Auch würde ich mir wünschen, dass Niamh ein wenig mehr "Pfeffer im Hintern" hätte, denn sie agiert hier noch ein wenig unentschlossen. Zwar macht sie Pläne, führt diese jedoch nicht durch.Trotz dieser kleinen Kritikpunkte, habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und möchte auf jeden Fall wissen, wie es weiter geht. Am Ende des Buches gibt es noch einen kleinen Ausschnitt aus dem nächsten Teil "Zeit der Begegnungen", bei dem man direkt wieder neue interessante Charaktere kennenlernt.
Fazit:
Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt. "Saphirtränen 1 - Niamhs Reise" ist ein toller Serienauftakt, der zwar noch ausbaufähig ist, aber in dem viel Potenzial steckt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.













