BuchhändlerInnen im Portrait
aus Gerasdorf
- Gesamte Rezensionen
- 256 (ansehen)
- Über mich
- Ich stolpere ständig über Bücher, die mein Interesse wecken. Und das ist aus zweierlei Gründen "ärgerlich": 1. Mein Bücherregal quillt über und 2. wenn ich lese, kann ich nicht spielen! Als passionierte Brett- und Kartenspielerin wünsche ich mir, dass mehr gespielt wird! Denn schon Friedrich Schiller wusste: "Es ist das Spiel und nur das Spiel, das den Menschen vollständig macht."
- Alter
- 34 Jahre
- Abteilung
- Kinder- und Jugendbuch, Spiele
- Lieblingsautoren
- Anne Bishop, Mark Haddon, Michael Ende, Jim Davis, Martha Grimes, Robin Hobb, Heinz Janisch, Karin Bergrath, Patrick Tschan
- Das beste Buch aller Zeiten
- Die Letzten ihrer Art
Meine Favoriten
-
.
Douglas Adams und Mark Cawardine jetten rund um den Globus um vom Aussterben bedrohte Tierarten aufzuspüren. mehr
-
.
Ein Insidertipp unter Tierkrimifreunden! Nilgans Tom ermittelt in einem Mordfall. mehr
-
.
Ein autistischer Junge versucht den Mord am Nachbarshund aufzuklären. mehr
-
.
Das beste Spiel aller Zeiten! mehr
-
.
Kinderbuchgenuss für Erwachsene! mehr
- .
- .
- .
-
.
Ein Buch, das man weiterreichen sollte! mehr
-
Der Krogufant als SpielRezension vom 14.05.2013Haben Sie als Kind auch die Bücher geliebt, in denen man den Monstern, Tieren und Gespenstern verschiedene Köpfe, Körpermitten und Füße verpassen konnte und dann z.B. eine skurille Figur mit Vogelkopf, Bärenbauch und Pferdehufen entstanden ist? Kinder jeden Alters lieben diese Bücher auch heute noch (z.B. "Krogufant") und "Mucca Pazza" ist sowas wie der "Krogufant" in Brettspielform.
Die Tiere werden auf dem Spielplan dreigeteilt (Kopf, Mitte, Füße) und Ziel ist es natürlich, möglichst viele Tiere durch Verschieben der Kärtchen richtig zusammenzustellen, sodass dann ein ganzer Frosch oder eine ganze Kuh entstehen. Klingt einfacher als es ist, denn man hat nur 3 Spielzüge pro Runde zur Verfügung. Mit Sternchen kann man sich Zusatzzüge kaufen, allerdings sind Sterne rar und man muss sie sehr sparsam einsetzen.
Wer am Ende die meisten Tiere gesammelt hat, gewinnt.
Schöner Spielespaß für Kinder ab ca. 4 Jahren in von Zoch gewohnter hochqualitativer Aufmachung. -
Kakerlaken-HitRezension vom 14.05.2013Die wuselnde Kakerlake aus "Kakerlakak" ist nicht nur im Spiel heiß begehrt: kein Kind (und kaum ein Erwachsener), der in geselliger Runde nicht die Kakerlake in die Hand nimmt um sie auszutesten.
Worum gehts bei Kakerlakak?
Die Wusel-Kakerlake soll ins eigene Heim befördert werden und nicht etwa in das der anderen Mitspieler. Da sich die einfache Küchenschabe nur stupide in eine Richtung bewegt, heißt es, mit Löffeln, Messern und Gabeln ein bisschen nachzuhelfen, damit sie die Richtung wechselt.
Der Spielplan (praktischerweise in die Schachtel integriert) besteht vereinfacht gesagt aus beweglichem Essbesteck.
Mit einem Würfel wird ermittelt, ob man eine Gabel, ein Messer oder einen Löffel bewegen kann. Läuft die Kakerlake gegen ein Hindernis (also Besteck), wechselt sie zwangsläufig die Richtung. Dreht man also geschickt, dann läuft die Kakerlake in Richtung des eigenen Heimathafens. Da aber auch die Mitspieler ein Wörtchen mitzudrehen haben, verläuft nicht immer alles nach Plan und so entsteht ein munteres Tauziehen um die quiekfidele, batteriebetriebene, nimmermüde Kakerlake. Ein riesengroßer Spaß für Kinder und neben - Kakerlakensalat - wieder mal ein Spielehit mit der ansonsten doch eher unbeliebten Kakerlake. -
Schönes Aufbauspiel für die ganze FamilieRezension vom 14.05.2013Endlich wieder einmal ein richtig schönes Aufbaustrategiespiel für die ganze Familie!
Prinzipiell überrascht das Spiel gar nicht mit vielen neuen Elementen, aber es kombiniert viele bekannte Spielweisen sehr geschickt, und macht deshalb großen Spaß.
Jeder Spieler hat 3 Karten vor sich ausliegen und eine Handvoll Untertanen zur Verfügung. Aus einem schwarzen Sack werden zufällig Symbole gezogen, die u.a. auch auf den Karten abgebildet sind (je mehr Symbole auf einer Karte, desto schwieriger ist sie zu erfüllen, desto größer fällt die Belohnung aus). Wird z.B. ein Schwert gezogen, so kann man einen Untergebenen auf ein beliebiges freies Schwert setzen oder umsetzen.
Auf diese Weise versucht man möglichst viele Karten zu vervollständigen. Mit erfüllten Karten kann man Mitspieler sabotieren, extra Siegpunkte sammeln oder Zusatzsiegpunkte gewinnen. Viele Wege führen nach Rom, um zu gewinnen, muss man sich nicht auf eine Strategie versteifen.
Ein wunderschönes Familienstrategiespiel (das bei Bedarf in einer Erwachsenenrunde aber auch den nötigen Tiefgang hat), einfache Spielregeln und flüssiger Spielgenuss. Für mich bislang das beste Spiel in diesem Jahr! -
Spielen im TeamRezension vom 14.05.2013La Boca ist ein Brettspiel für 3 bis 6 Spieler ab ca. 7/8 Jahren. Jeweils zwei Spieler bilden nach Zufallsprinzip ein Team und müssen versuchen, gemeinsam mit den vorhandenen Steinen eine auf einer Karte abgebildete Situation zu bauen. Dabei sehen die zwei Spieler aber unterschiedliche Ausgangsposition (haben aber trotzdem dasselbe Ziel). Beispiel: Spieler 1 sieht in der untersten Ebene einen weißen Stein, Spieler 2 einen gelben. Es steht also aus Sicht von Spieler 2 ein gelber Stein vor dem weißen. Dieser pfiffige Trick ist maßgeblich für den Spielespaß. Dadurch, dass jeder Spieler mit jedem spielt, ist das Spiel, das man in zwei "Schwierigkeitsstufen" spielen kann, sehr ausgeglichen. Je schneller man eine Situation nachbauen kann, desto mehr Punkte gibt es. Macht einer aus dem Team einen Fehler, gibt es gar keine Punkte.
Die meisten, die an Spielen wie Ubongo, Fits oder Rumis ihren Spaß hatten, werden auch mit "La Boca" große Freude haben. Einziger Wermutstropfen für mich (deshalb nur 4 Sterne): bei 6 Spielern kann es passieren, dass man 5 Runden hintereinander nicht zum Zug kommt, und das kann dann mitunter ein bisschen öde sein. Ansonsten sehr empfehlenswert und man trainiert damit ein bisschen das Raumgefühl. -
Erster Band zu "The Others"Rezension vom 15.04.2013Niemand schafft schönere und stimmigere Dark Fantasy Welten als Anne Bishop. Der Auftakt zu ihrer neuen Fantasy-Serie "The Others" ist der beste Beweis dafür.
Die junge Blutprophetin Meg Corbyn flüchtet aus der Sklaverei und findet Unterschlupf in einem Anderen-Viertel.
In der fiktiven Welt des Romans können die Menschen mehr oder weniger friedlich neben den Anderen existieren - solange sie deren Territorium nicht beschreiten. In den von Menschen bevölkerten Städten haben sich kleine Viertel mit Anderen gebildet, damit man unbehelligt miteinander Handel treiben kann. Doch auf dem Territorium der Anderen sind Menschen weitgehend unerwünscht. Das menschliche Gesetz hat auf dem Gebiet der Anderen keine Gültigkeit. Doch Meg fühlt sich in der Welt der Shapeshifter, Sanguinati und Elementare sicherer als in der menschlichen Welt, denn ihr Besitzer sucht nach ihr, und welcher Zufluchtsort könnte sie besser gegen ihre Verfolger abschirmen als ein Anderen-Gebiet?
Zugegeben, das Rad hat Anne Bishop mit Shapeshiftern, Vampiren und Elementen nicht neu erfunden in der Fantasy/Romance-Welt. Aber die Charaktere und die Handlung sind einzigartig, bewegend, spannend und machen Lust auf mehr. Leser ihrer Tir Alainn-Trilogie oder der Schwarzen-Juwelen-Serie werden von "Written in Red" wieder begeistert sein!
-
Skandinavien-Krimi für KidsRezension vom 27.03.2013Skandinavische Autoren und Skandinavien-Krimis sind in der Erwachsenenliteratur ja zahlreich vertreten und auch sehr beliebt man denke nur an Henning Mankell oder Hakan Nesser. Nun gibt es endlich auch eine Serie für Kinder und Jugendliche, die in Skandinavien spielt, genauer gesagt in Norwegen. Der deutsche Autor und Skandinavien-Fan Knut Krüger berichtet in der Tatort Oslo-Serie über die Fälle von Hauptkommissar Ohlsen.
Die Hauptrolle in Unehrlich währt am längsten spielt allerdings nicht Ohlsen selbst, sondern sein halbwüchsiger Sohn Alexander. Dieser freundet sich in der Schule mit den aus München zugezogenen Zwillingen Franziska und Lukas an. Quasi gerade erst in Oslo gelandet, werden die diese in ein ominöses Verbrechen verstrickt. Als Sohn eines Hauptkommissars kann Alexander sich nur sehr schwer NICHT einmischen...
Obwohl das Buch spannend ist, verfehlt es meiner Meinung nach ein klein wenig die Hauptzielgruppe der 11-14 Jährigen. Vielen wird der Roman zu trocken sein, weil es eigentlich so gut wie gar keine lustigen Stellen gibt. Stilistisch gesehen ist der Roman eigentlich fast schon Erwachsenenliteratur. Allerdings eignet sich das Buch perfekt für alle Kinder, denen die herkömmliche Kinderliteratur schon zu kindisch ist oder die knallharte Krimifakten lieben, und auf das nette Drumherum verzichten können. Außerdem ist Tatort Oslo eine außergewöhnlich gute Referatslektüre abgesehen vom spannenden Fall lernt man nämlich jede Menge über das wunderschöne Norwegen! -
FaunblutRezension vom 21.03.2013Jakub leitet ein heruntergekommenes Hotel, in dem er auch zusammen mit seiner 17jährigen Tochter Jade lebt. Eines Tages lässt die tyrannische Stadtherrscherin, genannt die Lady, das Hotel sperren, damit es exklusiv für ihre Gäste aus dem Norden bereitsteht.
Wie sich herausstellt, führen die Neuankömmlinge nicht nur Bestienkäfige mit sich, sondern sind auch noch Geheimniskrämer erster Klasse. Denn Jade und ihrem Vater wird der Zugang zu dem Stockwerk, in dem die Gäste untergebracht werden, verwehrt. Ein schier unmögliches Unterfangen für die neugierige Jade, ihre Nase NICHT in die Angelegenheiten des geheimnisvollen Besuchs zu stecken.
Einmal mehr ein fabelhaftes Werk von Nina Blazon, das auch - wie u.a. Zweilicht - von einer sehr guten Übersetzung profitiert. Eine spannende Handlung mit einer überraschenden Wendung unterhalten den Leser auf mehr als 400 Seiten von Anfang bis zum Ende. Sehr angenehm fand ich es auch, in der von Serien geprägten Fantasy-Welt wieder einmal einen guten Standalone-Fantasyroman zu lesen! -
Zwei Freunde und ihr AbenteuerRezension vom 19.03.2013In der gemütlichen Dachsfamilie gibt es ein Familienmitglied, das 7 Tage die Woche, rund um die Uhr ein bisschen aus der Reihe tanzt: den kleinen Frechdachs nämlich. Gute Manieren und artiges Benehmen? Das ist gar nichts für den Frechdachs. Und auf seine Eltern hört er auch nur, wenn er Lust hat - was so gut wie nie der Fall ist.
Eines schönen Tages spaziert der Dachs - entgegen seines Vaters Rat - aus dem Wald hinaus auf den Bauernhof. Dort veranstaltet er einen großen Tumult, indem er die Stalltüren der Kaninchen öffnet. Alle Häschen hauen ab, bis auf den Angsthasen. Der hat nämlich viel zu viel Angst um zu verschwinden - es könnte so viel passieren da draußen in der weiten Welt!
Doch der Frechdachs schnappt sich den Angsthasen und verbringt mit ihm ein paar spaßige Stunden. Und obwohl die Flucht vor Kettenhund Bonzo nur mit Mühe und Not gelingt, ist der Angsthase nach einer Weile ganz beschwingt und begleitet seinen neuen Freund nach Hause um dort gemeinsam mit Familie Dachs das Abendessen zu verspeisen!
Eine herzige Geschichte mit vielen lustigen Lausbuben-Bildern vom rotznasigen Dachs und seinem verängstigen Freund, dem bibbernden Hasen! Köstliche Illustrationen, ein Happy End für den Angsthasen und eine Schrecksekunde für den Dachs machen dieses Kinderbuch speziell zauberhaft! -
Ein Papst-KrimiRezension vom 15.03.2013Der Kampf um die Vormacht im päpstlichen Haushalt geht in die zweite Runde: Papst Petrus II. versus Haushälterin und Nonne Immaculata. Lediglich, diesmal hat der Heilige Vater eindeutig den kürzeren gezogen. Es ist Fastenzeit und Beißzange Immaculata wacht höchstpersönlich über die spärlich belegten Teller des Kirchenoberhaupts. Da kann ihm nicht einmal Lebensmittelschmuggler Francesco, sein Privatsekretär, aus der Patsche helfen. Doch dann die glückliche Wende: beim Frühjahrsputz stößt das Putztrio auf Skelettteile, die so die göttliche Eingebung mit ziemlicher Sicherheit vom heiligen Petrus stammen. Als Petrus II. die Reliquien bei der Karfreitagsprozession erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, passiert ein rätselhafter Vorfall nach dem anderen: die Pressefotografin des Vatikan und der echte Petrusschädel verschwinden, ein Klatschspaltenjournalist gibt sich als Adeliger aus und der englische Erzbischof wird angeschossen. Der Papst, der schüchterne Franziskanerpater Francesco und die forsche Pressesprecherin des Vatikans, Giulia, beginnen nachzuforschen was es mit diesen seltsamen Vorfällen auf sich hat. Beim Ermitteln kann sich der Papst praktischerweise auch gleich durch halb Rom schlemmen, denn Immaculata wird als Spionin in ein Hotel eingeschleust - selbstverständlich im Namen des Herren.
Der zweite Band der Papstkrimi Reihe ist eine gelunge Fortsetzung des ersten Bandes. Die Figuren sind äußerst sympathisch und bleiben sich selber treu. Das Buch ist spannend und gewährt Einblick in das Dolce Vita der Römer und natürlich in die päpstlichen Gemächer. Wieviel davon erfunden ist, sei dahin gestellt, aber man darf davon ausgehen dass die Autoren als Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler mit Sicherheit auch viel Erlebtes, Gelerntes und Gesehenes in die Geschichte einfließen haben lassen. Giulia, Petrus und Francesco dürfen sich für den Fortlauf der Handlung verantwortlich zeichnen, aber ohne die spießige Erzkatholikin Immaculata, die dem armen Papst das Leben schwermacht, wäre das Buch nur halb so lustig. Die Machtkämpfe um das letzte Wort zwischen Papst und Nonne sind letztendlich für mich das Um und Auf des Buches. Ich kann den Roman allen Fans von witzigen Krimis (z.B. Martha Grimes) empfehlen und natürlich allen die Rom, seine Kultur, italienisches Essen und das süße Leben lieben. Ich jedenfalls habe beide Romane in zwei Tagen verschlungen und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung der Papstkrimireihe! -
Historik & Krimi & FantasyRezension vom 07.03.2013Tagtäglich aus einem Stapel staubiger Bücher Informationen über die Alchemisten des 18. und 19. Jahrhunderts sammeln. Klingt langweilig? Ist es vielleicht auch, ein wenig zumindest, aber genau das reizt Diana Bishop an ihrer Arbeit als Historikerin. Hauptsache, sie fällt nicht auf und - scheint zumindest - ganz normal zu sein. Es muss ja nicht gleich jeder wissen, dass sie eine Hexe ist.
Das Leben für eine Hexe, die keine Hexe sein will, ist bei Gott nicht einfach. Besonders, seit sie ihre Finger auf ein eigenartig verhextes Buch gelegt hat, scheint alle Welt hinter ihr her zu sein: Dämonen, Hexen und Vampire. Das Who is Who der magischen Welt gibt sich die Klinke in der Bibliothek in Oxford, in der Diana recherchiert, die Klinke in die Hand. Und langsam registriert die Möchtegern-Nichthexe, dass sie offenbar die einzige ist, die sich Zugang zu Informationen über das Entstehen der Arten von Nichtmenschen verschaffen kann.
Es wäre gelogen, zu behaupten, dass "Die Seelen der Nacht" kein Liebesroman ist. Aber es ist bestimmt der einzigartigste Liebesroman, den Sie je gelesen haben. Der Fokus liegt zwar auf dem Paar Diana und Matthias, einem Vampir, aber die Story rundherum ist gespickt mit Wissenschaft, Intrigen und historischen Details. Deborah Harkness zur Trivialliteratur zu stellen, wäre also eine Beleidigung. Vielmehr bedient ihr eigenes Genre Querbeetleser, die sich für allerlei einnehmen lassen: Historik, Krimi und Fantasy. Großartig!






















