Rezensent im Portrait

Eine Kundin / Ein Kunde aus Olbersdorf

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Meine Rezensionen

  • BETA
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    BETA
    Rezension vom 21.02.2013
    Rachel Cohn hat in "BETA" eine absolut faszinierende und erschreckende Welt erschaffen, die einerseits fast schon paradiesisch anmutet, wenn man jedoch hinter diese Fassade blickt, erkennt man, dass hier der eher der schöne Schein gewahrt werden soll und es im Hintergrund doch ziemlich grausam zugeht. Die Insel Demesne, die für superreiche Menschen geschaffen wurde, ist perfekt und bietet den auf ihr lebenden Menschen den absoluten Luxus sich um nichts mehr kümmern zu müssen. Selbst die Luft und das Wasser wurden extra so verändert, dass sich die Menschen einfach wohlfühlen müssen. Wie die Autorin diese wunderbare Umgebung beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Um den Menschen diesen Luxus noch angenehmer zu machen, dienen ihnen Klone, die von verstorbenen Menschen geklont werden, ohne Seele, ohne Gefühle. Sie sollen nur eines: dienen und gehorchen.
    Zwar sind Bücher in denen es um Klone geht, nichts komplett neues mehr, doch die Umsetzung fand ich wirklich toll. Auch der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und leicht und für mich war dieses Buch ein wirklicher Pageturner.
    Klon Elysia ist hier die Ich-Erzählerin. Aus ihrer Sicht erzählt sie die Dinge, die sie erlebt ein wenig klinisch, wenn man so will. Sie soll keine Gefühle haben, weshalb auch wenig Gefühle transportiert werden. Ich finde, das passt ganz gut zu ihrer Figur, doch hätte ich mir zumindest gegen Ende doch ein wenig mehr Gefühl gewünscht. Zwar beschreibt sie ihre Gefühle, aber ich persönlich habe diese nicht so wirklich nachempfinden können. Die Entwicklung, die ihre Figur durchmacht wird jedoch gut dargestellt. Will sie anfangs einfach nur ihren Besitzern gefallen und alles tun, um diese glücklich zu machen, so entwickelt sie nach und nach immer mehr ihren eigenen Kopf, den sie zu gerne auch durchsetzen möchte. Diesen Spagat zwischen dienen möchten und müssen, der Angst defekt zu sein und der Entdeckung ihrer eigenen Gefühle und Wünsche hat die Autorin toll beschrieben. Ich hoffe sehr, dass im nächsten Teil der Reihe diese ganzen Empfindungen noch ein wenig mehr auf den Leser transportiert werden können, denn die Geschichte ist spannend und kann immer wieder mit unvermuteten Wendungen aufwarten, was nicht zuletzt an den interessanten Nebencharakteren liegt. Ich bin mir sicher, dass Rachel Cohn noch die ein oder andere Überraschung für den Leser bereithält und kann es kaum erwarten, mehr über die Klone und die Welt ausserhalb von Demesne zu erfahren.
    Fazit:
    "BETA" ist eine fantastische Dystopie, die mich wahnsinnig gut unterhalten hat. Eine Welt, die gleichzeitig paradiesisch und grausam ist und die offensichtlich noch viele Geheimnisse bereithält, hat mich absolut fesseln können. Dass Klon Elysia als Ich-Erzählerin hier wenig Gefühle zeigen kann, ist sicher von der Autorin so gewollt, doch würde ich mir in der Fortsetzung doch ein wenig mehr davon wünschen, um den Leser vielleicht noch ein wenig mehr mitfühlen zu lassen.
  • Für immer die Seele
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    Für immer die Seele
    Rezension vom 16.02.2013
    Ich muss zugeben, dass ich durch die vielen positiven Meinungen, die ich bisher zu dem Buch gelesen habe, sehr hohe Erwartungen hatte. Leider konnten diese nicht komplett erfüllt werden.
    Zwar lässt die Geschichte sich gut und leicht lesen, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat (auch wenn mir das Wörtchen "öh" eindeutig zu oft vorkam), aber irgendwie hat mir etwas gefehlt.
    Die Grundidee der Wiedergeburt und das es Menschen geben soll, die sich an ihre früheren Leben sogar erinnern können, finde ich toll. Gerade die Rückblenden in die Vergangenheit fand ich unheimlich interessant und das waren die Abschnitte, die mir am besten gefallen haben.
    Leider blieben die Charaktere ein wenig oberflächlich und die Ich-Erzählerin Cole, ging mir stellenweise mit ihrer Naivität sogar ein wenig auf die Nerven. Sie benimmt sich oft sehr naiv, schafft es einfach nicht, das auszusprechen, was ihr gerade durch den Kopf geht (ganz besonders dann, wenn es wichtig wäre) und manövriert sich so in gefährliche Situationen.
    Griffon ist zwar ein recht interessanter Protagonist, der scheinbar noch einiges an Geheimnissen hat, aber auch bei ihm fehlte mir ein wenig Tiefe. Genauso ist es mit den Nebencharakteren, die einem vermutlich nicht lange im Gedächtnis bleiben werden.
    Abgesehen davon fand ich die Grundidee wirklich toll, auch Spannung war vorhanden, nur hoffe ich, dass die Autorin im nächsten Band etwas mehr Wert auf die Ausarbeitung und Entwicklung ihrer Charaktere legt.
    Die Geschichte an sich ist in diesem Band abgeschlossen, auch wenn eine kleine Szene schon auf eine interessante Fortsetzung hindeutet und mich wirklich neugierig macht, was da noch so kommen mag.
    Fazit:
    Vollkommen überzeugen konnte mich "Für immer die Seele" leider nicht. Die Charaktere hätten etwas mehr Tiefe vertragen können, allerdings finde ich die Grundidee wirklich genial und die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Ich jedenfalls bin neugierig auf den nächsten Band der Trilogie.
  • Kyria & Reb
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    Bis ans Ende der Welt
    Rezension vom 04.02.2013
    Ich muss zugeben, dass ich mit großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, da ich schon viel positives darüber gelesen habe. Leider konnten diese nicht wirklich erfüllt werden. Zwar ist das Buch an sich nicht schlecht, die Story ist interessant, nur wurde sie vielleicht nicht ganz so gut umgesetzt, wie ich mir das gewünscht hätte.
    Mein erstes "Problem" ist Kyria. Anfangs ist sie absolut unsympathisch, zickig, verwöhnt und naiv - mich hat sie einfach nur genervt und bis zum Schluß bin ich nicht wirklich mit ihr warm geworden. Zwar wird die Geschichte aus Kyrias Ich-Perspektive erzählt, doch einen wirklichen Zugang zu ihr habe ich trotzdem nicht finden können. Glücklicherweise ändert sich ihr Charakter etwa ab der Mitte des Buches dann doch, denn Kyria lernt das "echte" Leben kennen, bei dem auch sie arbeiten muss, bei dem man nicht ständig überwacht wird und bei dem es richtiges Essen gibt.
    Reb ist ein unverschämter Rebell, der wenig Manieren kennt und sich nichts gefallen lässt. Er hat so einiges in seiner Vergangenheit durchmachen müssen, was im Laufe der Geschichte offenbart wird. Die beiden können sich nicht wirklich riechen, sind immer wieder am zanken und Reb zieht Kyria gerne damit auf, dass sie eine "verwöhnte Elitezicke" ist (womit er absolut recht hat). Diese kleinen Streitereien zwischen den beiden fand ich stellenweise ganz witzig und sie haben die Geschichte schön aufgelockert.
    Die anderen Charaktere bleiben leider recht blass, wie ich finde. Zwar sind fast alle recht sympathisch, aber ins Herz schließen kann man keinen wirklich, da sie alle einfach viel zu oberflächlich bleiben.
    Was mich stellenweise gestört hat, war der Schreibstil der Autorin. Der ist zwar flüssig zu lesen und einfach geschrieben, allerdings kam er mir oft sehr abgehackt vor. Gerade bei Gesprächen wurden einfach nur die Sätze aneinandergereiht, so dass ich stellenweise sogar den Überblick verloren habe, wer denn jetzt gerade was sagt.
    Der Spannungsbogen ist auch recht niedrig und bleibt es dann auch bis fast zum Ende, denn die meiste Zeit passiert nicht viel.
    Gut gefallen hat mir die Grundidee allerdings schon. Gerade die Welt, in der Kyria lebt, in der alle ständig überwacht werden, in der Männer nur eine untergeordnete Rolle spielen und Frauen das Sagen haben. Zwar hätte da noch mehr von der Autorin erklärt werden können, wie ich finde, aber die Grundidee ist klasse. Auch, dass man nicht weiß, wer denn jetzt eigentlich auf Kyrias Seite steht und wer nicht, sorgt für Überraschungen und da sind noch einige Fragen offen geblieben.
    Etwa ab der Mitte des Buches hat die Geschichte mich dann endlich auch packen können und durch das recht offene Ende möchte ich nun auch erfahren, wie es weitergeht mit Kyria und Reb.
    Fazit:
    Durch den oft etwas abgehackten Schreibstil (ganz besonders bei Gesprächen), die unsympathische Protagonistin und die anfangs vor sich hinplätschernde Story hatte ich erst so meine Schwierigkeiten mit diesem Buch. Ab der Mitte des Buches konnte die Autorin mich trotzdem fesseln, weswegen ich auch den zweiten Band der Reihe noch lesen möchte
  • Die Schriften von Accra
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    Die Schriften von Accra
    Rezension vom 01.02.2013
    "Die Schriften von Accra" ist mein erstes Buch von Paulo Coelho. Nachdem soviele von seinen Werken schwärmen, war ich schon seit längerer Zeit sehr neugierig auf seine Bücher. Vor kurzem habe ich mir dann "Veronika beschließt zu sterben" angesehen und dieser Film hat mich sehr beeindruckt und tief berührt. Noch ein Grund mehr für mich, endlich einmal etwas von diesem Autor zu lesen. Ich bin noch ein wenig zwiegespalten in meiner Meinung.
    Grundsätzlich hat Coelho einen schönen Schreibstil und meine Sammlung an Zitaten ist ordentlich gewachsen, doch leider fehlt es mir bei "Die Schriften von Accra" an einer richtigen Handlung. Im Prinzip werden hier nur Fragen von Menschen beantwortet, die kurz vor einem Krieg stehen. Quasi eine Sammlung von (spirituellen) Ansichten, wenn man so will. Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest, kann man diese Ansichten durchaus auch auf sich und sein Leben anwenden und sie regen auf jeden Fall zum Nachdenken an. Zwar geht es hier auch um den Glauben, doch Coelho wird dabei nie so aufdringlich, dass man das Gefühl haben muss, dieser soll einem aufgezwungen werden, was ich sehr angenehm fand.
    Ich würde "Die Schriften von Accra" jetzt nicht unbedingt als Roman bezeichnen, doch lohnt es sich - meiner Meinung nach - auf jeden Fall, dieses Buch zu lesen. Man lernt dabei eine Menge über sich selbst, denkt darüber nach, wie man bestimmte Sachen selbst handhabt (oder eben auch nicht), was mir sehr gut gefallen hat.
    Ich vermute allerdings, dass mir andere Bücher des Autors besser gefallen könnten, wenn sie tatsächlich eine richtige Handlung haben (wie zb. "Veronika beschließt zu sterben", welches ich unbedingt noch lesen möchte).
    Fazit:
    Mein erster Coelho hat mich nicht unbedingt vom Hocker gehauen, da einfach zu wenig Handlung in dieser Geschichte vorhanden war. Seine Ansichten und sein poetischer Schreibstil jedoch haben mir sehr gefallen, weswegen dieses sicher nicht mein letzter Coelho sein wird.
  • Æthermagie
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    Aethermagie
    Rezension vom 22.01.2013
    Auf "Aethermagie" habe ich mich schon sehr gefreut, denn ich bin ein großer Fan der Autorin. Auch hier wurde ich wieder einmal nicht enttäuscht. Der Einstieg fiel mir zwar nicht unbedingt sehr leicht, da Susanne Gerdom sich nicht mit langen Erklärungen aufhält, sondern den Leser direkt in die Geschichte eintauchen lässt, jedoch fließen immer wieder die wichtigen Dinge in die Geschichte ein, so dass man doch versteht, worum es geht. Zwar spielt die Geschichte in Wien am Ende des 19. Jahrhunderts - während des Kriegs, doch wird dieser hier gegen die Engel geführt und es gibt viele fantastische Elemente, die einfach ganz wunderbar zu dieser Zeit passen, wie ich finde. Die Autorin hat geschickt die geschichtlichen Aspekte mit den fantastischen verknüpft, was mir unheimlich gut gefallen hat. Auch der Schreibstil ist dieser Zeit angepasst, ebenso wie das Verhalten der Protagonisten. Wie immer ist dieser Schreibstil nicht nur sehr passend, sondern vor allem fesselnd, so dass man das Buch am liebsten nicht mehr aus den Händen legen möchte. Die Stimmung, die Frau Gerdom in diesem Buch geschaffen hat, ist unglaublich faszinierend. Düster, beängstigend und unheilvoll und doch voller Hoffnung. Ganz besonders die Abschnitte im Brünnlfeld - einem Irrenhaus in Wien - waren sehr intensiv und haben mir stellenweise Schauer über den Rücken gejagt. Oftmals war ich mir gar nicht mehr sicher, ob das, was die Protagonisten dort erleben, wirklich real ist oder einfach nur Hirngespinste.
    Die Charaktere in diesem Buch haben mir unheimlich gut gefallen. Man weiß nie genau, wer auf wessen Seite steht und alle sorgen immer wieder für Überraschungen. Ganz besonders in mein Herz geschlossen habe ich Jewgenij, der so einiges durchmachen muss und doch immer versucht, stark zu bleiben. Auch Kato ist eine tolle Protagonistin, die ihren eigenen Kopf hat, intelligent ist und sich durchzusetzen weiß. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe anderer wichtiger Protagonisten, doch diese beiden haben mir von allen am besten gefallen.
    Kleine und größere Zeitsprünge in der Geschichte sorgen ab und an für leichte Verwirrung, allerdings auch immer wieder für Wendungen, die man so nicht erwartet hätte, was ich an den Büchern von Susanne Gerdom ja immer liebe.
    Das Ende von "Aethermagie" lässt auf Fortsetzungen hoffen, denn es bleiben noch einige Fragen offen und nicht alle Handlungsstränge sind abgeschlossen. Ich jedenfalls würde es mir wünschen, denn diese Geschichte hat mich absolut in ihren Bann gezogen.
    Fazit:
    Ein Irrenhaus, viele tolle Protagonisten, fantastische Wesen verbunden mit historischen Ereignissen, ein unglaublich fesselnder Schreibstil und eine gut durchdachte und spannende Story - was will man mehr? Hierfür kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen!
  • Dämonen des Lichts
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    Dämonen des Lichts
    Rezension vom 16.01.2013
    Endlich wieder mal ein Buch über Engel, bei dem die Engel ganz anders sind, als sie sonst oft dargestellt werden. Hier sind sie weder gütig, noch beschützen sie irgendwen - ganz im Gegenteil. Sie ernähren sich von der Energie der Menschen, was für diese natürlich nicht ohne Folgen bleibt. Diese Darstellung der Engel, die wirklich gefährlich sind, hat mir sehr gut gefallen.
    Der Schreibstil der Autorin liest sich schön flüssig und sie versteht es, Gefühle und Handlungen gekonnt in Szene zu setzen.
    Die Charaktere sind ebenfalls sehr gut gelungen, wobei mir hier natürlich die Engel am meisten gefallen haben. Willow ist ein unheimlich sympathisches Mädchen, das jedoch an ihrer Highschool nicht sonderlich beliebt ist, weil sie so anders ist, als ihre Mitschüler. Alex hat in seiner Vergangenheit so einiges durchmachen müssen, was man auch an seinem Verhalten Willow gegenüber immer wieder merkt. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit, in der man mehr über ihn erfährt.
    Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht der Hauptcharaktere erzählt, wobei Willow als Ich-Erzählerin fungiert. Dieser Wechsel zwischen Ich-Erzähler und personaler Perspektive war für mich relativ neu, aber nicht störend. So hatte man einen guten Einblick in die Handlungen und Gedanken/Gefühle aller wichtigen Protagonisten.
    Die Liebesgeschichte zwischen Willow und Alex entwickelt sich glücklicherweise recht realistisch und nicht innerhalb kürzester Zeit, wie es sonst so oft der Fall ist. Leider haben mir allerdings ein paar der Gespräche, die Alex und Willow miteinander geführt haben, nicht wirklich zugesagt. Teilweise war es für mich ein bisschen übertrieben und hat die Handlung ein wenig aufgehalten. Das Ende jedoch hatte es wieder in sich und ist wirklich spannend geschrieben. Leider gibt es ab und an Szenen, die relativ langweilig sind und meiner Meinung wäre das Buch auch ohne diese Szenen ausgekommen. Die Geschichte ist relativ abgeschlossen und kommt ohne riesen Cliffhanger aus, so dass man den zweiten Teil "Hüter der Dämmerung"- welcher im März diesen Jahres erscheinen soll - nicht unbedingt lesen muss. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit Willow, Alex und den Engeln weitergehen wird.
    Fazit:
    Engel mal anders - eine Geschichte, die mit neuen Ideen, sympathischen Charakteren und einem wirklich spannenden Ende zu überzeugen weiß. Kleine Schwächen nimmt man dafür gerne in Kauf.
  • Der schwarze Tod
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    Der schwarze Tod
    Rezension vom 11.01.2013
    Ich habe absolut keine Ahnung, wie Herr Hohlbein das macht, aber selbst, wenn ich doch einige Kritikpunkte an diesem Buch habe, möchte ich wissen, wie es weitergeht mit Andrej und Abu Dun. Schon in Band 11 "Glut und Asche" hatte ich so einiges zu bemängeln, was mir auch hier wieder aufgefallen ist. Zum ersten und für mich am auffälligsten wären da die häufigen Wiederholungen bestimmter Feststellungen, die in einer vorangegangenen Szene eben erst gemacht wurden. Nur ein paar Seiten später zermartert sich Andrej, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist, schon wieder den Kopf über haargenau das selbe Problem. Dadurch zieht sich die Handlung nur unnötig in die Länge und der Spannungsbogen lässt sich nur schwer aufbauen. Ab und an hatte ich auch das Gefühl, dass bestimmte (Kampf-)Szenen genau so aufgebaut wurden, wie schon andere vorher. Genau wie schon im vorherigen Band ist mir auch hier wieder aufgefallen, wie naiv sich Andrej in bestimmten Situationen verhält, was mich teilweise wirklich genervt hat. Obwohl er weiß, dass er vermutlich direkt in eine Falle läuft und er schon vorher ein komisches Gefühl hat, tut er es trotzdem. Da frage ich mich doch, ob der Autor ihn das nicht einfach nur tun lässt, um noch ein paar Kampfszenen in die Geschichte einzubauen. Abu Dun ist dieses Mal leider nicht mehr so liebenswert und witzig, wie noch vorher. Er ist recht aggressiv und eigentlich weiß man nicht wirklich, was der Grund dafür ist (außer vielleicht die Naivität von Andrej, den Abu Dun deswegen öfter mal aus aussichtslosen Situationen retten muss). Das fand ich recht schade, aber ich hoffe, dass sich das im nächsten Band wieder ändert.
    Charaktere, die man ebenfalls schon kennt, tauchen wieder auf, bleiben aber für meinen Geschmack größtenteils zu sehr im Hintergrund und hätten ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient, wie ich finde.
    Es gibt natürlich auch neue Protagonisten, die interessant und recht undurchsichtig sind, was mir wirklich gut gefallen hat (wobei man Andrej auch hier wieder seine Naivität anlasten könnte - aber ich möchte nicht spoilern).
    War ich anfangs noch ein wenig enttäuscht von "Der schwarze Tod", so hat mich die Geschichte im letzten Drittel absolut gepackt und ich konnte das Buch tatsächlich nicht aus den Händen legen, bis es ausgelesen war. Und das ist auch der Grund, warum ich über den recht schleppenden Anfang doch hinwegsehen kann, denn es passiert mir selten, dass ich so von einem Buch gefesselt werde (auch wenn es ein wenig gedauert hat, bis es dann soweit war).
    Der Schreibstil des Autors ist flüssig, detailreich und sehr bildhaft. Er versteht es, immer wieder zu überraschen und besonders die Kampfszenen finde ich gut geschrieben.
    Wären diese ganzen Wiederholungen und Andrejs nerviges naives Verhalten nicht gewesen, hätte ich dem Buch sogar die volle Punktzahl geben können. So bleibt es bei gerade noch 4 von 5 Punkten und ich bin gespannt auf den nächsten Band "Der Machdi".
  • Sternenfeuer: Vertraue Niemandem
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    Vertraue niemandem
    Rezension vom 23.12.2012
    Was habe ich auf diesen zweiten Teil von "Sternenfeuer" hingefiebert. Der erste Band hat mir unheimlich gut gefallen (meine Rezension dazu hier: ...) und ich war unglaublich gespannt, wie es mit Waverly, Kieran, Seth und all den anderen weitergehen würde. Leider startet dieser Teil nicht ganz so aufregend, wie noch "Gefährliche Lügen", in dem es so ziemlich direkt zur Sache ging und man kaum zum Durchatmen kam. Hier ist das leider nicht mehr so. Zwar gibt es auch beim 2. Band viele Szenen, die wirklich spannend sind, ganz besonders das Finale ist atemberaubend, wie ich finde. Doch alles läuft ein wenig gemächlicher, braucht mehr Zeit um sich zu entwickeln. Was allerdings nicht unbedingt komplett negativ ist, denn so hat man Zeit, die Charaktere viel besser kennenzulernen. Dabei stößt man auf ungeahnte Abgründe bei ebenjenen, die sie selbst wohl kaum bei sich erahnen konnten. Stellenweise kann man diese nachvollziehen, da diese Kinder unglaublich schlimme Dinge durchmachen und quasi über Nacht erwachsen werden müssen. Außerdem müssen sie noch mit großen Verlusten klar kommen, die schon in normalen Situationen schwer zu verkraften sind. Trotzdem musste ich immer wieder den Kopf schütteln, da es mir doch teilweise ein wenig überzogen vorkam (ganz besonders was Waverly angeht).
    Dieses Mal wird die Geschichte aus Sicht von Waverly, Kieran und Seth erzählt.
    Waverly ist mir immer noch sympathisch, auch wenn diese Sympathie ab und an doch ein wenig leiden musste. Ich bewundere ihre Stärke, aber natürlich hat auch sie Schwächen, die die Autorin hier gut herausgearbeitet hat.
    Kieran war mir schon im ersten Teil nicht ganz so ans Herz gewachsen und wurde nun einfach nur nervtötend. Sicher muss auch er damit klarkommen, plötzlich eine große Verantwortung zu tragen, aber in manchen Situationen hätte ich ihn mir einfach weniger egoistisch gewünscht. Man hat oft das Gefühl, er möchte seine Macht nicht aufgeben und handelt deswegen oft entgegen jeder Vernunft.
    Seth hingegen hat sich in eine vollkommen andere Richtung entwickelt, bei der ich nicht weiß, ob ich das gut finden soll oder nicht. Es passt gar nicht so wirklich zu dem, wie er in Band 1 gehandelt hat, auch wenn er jetzt eine große Hilfe für die Crew ist (auch wenn diese das so gar nicht wahrnimmt).
    Gut gefallen hat mir, dass es wieder einige überraschende Wendungen gibt, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Amy Kathleen Ryan hat mit Anne Mathers einen Charakter geschaffen, der absolut undurchsichtig ist und die man überhaupt nicht einschätzen kann. Sie ist wahnsinnig intelligent und der Crew der Empyrian absolut überlegen, wie es scheint.
    Auch dieser Teil endet wieder mit einem großen Cliffhanger, was natürlich neugierig auf den dritten Band macht.
    Fazit:
    Eine absolut gelungene Fortsetzung dieses fantastischen Science Fiction-Abenteuers. Viele überraschende Wendungen, eine tolle Entwicklung der Charaktere und ein atemberaubendes Finale sorgen für ein wirkliches Lesevergnügen.
  • Die Bestimmung 02 - Tödliche Wahrheit
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    Tödliche Wahrheit
    Rezension vom 19.12.2012
    Es ist schon wieder eine Weile her, seit ich den ersten Band "Die Bestimmung" gelesen habe und doch hatte ich keine Probleme, mich wieder in die Welt von Tris und Four hineinzufinden. Die Handlung beginnt direkt da, wo Band 1 geendet hat - quasi noch mitten in der letzten Szene. Viele Rückblenden gibt es zwar nicht, doch ich persönlich konnte mich noch sehr gut an den ersten Teil erinnern, da mir das Buch so wahnsinnig gut gefallen hat und einige Szenen besonders gut im Gedächtnis geblieben sind. Zwar gibt es da natürlich ein paar kleinere Lücken, was aber nicht wirklich störte, denn oft werden einem Szenen wieder ins Gedächtnis gerufen, etwa wenn Tris sich zurückerinnert an besonders wichtige Momente.
    Direkt nach meinem Einstieg in Band 2 wusste ich wieder, warum mir "Die Bestimmung" so gut gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin ist einfach fesselnd und rasant, man kommt selten zum Durchatmen und es passieren viele recht überraschende Dinge.
    Tris - die auch hier wieder die Ich-Erzählerin ist - ist mir immer noch sympathisch, auch wenn sie mich stellenweise ein wenig genervt hat, mit ihrer Geheimniskrämerei, gerade Four gegenüber (der allerdings auch nicht unbedingt besser ist, was das angeht). Trotzdem ist sie immer noch stark, auch wenn sie stellenweise fast den Mut verliert. Sie kämpft für ihre Freiheit und möchte unbedingt herausfinden, was die Gründe für die furchtbaren Ereignisse aus Band 1 sind. Für dieses Ziel tut sie so ziemlich alles und opfert dafür auch schon mal ihr persönliches Glück und begibt sich immer wieder in Gefahr, was manchmal vielleicht unnötig gewesen wäre.
    Four hat mir in Band 1 fast ein bisschen besser gefallen. Zwar ist er immer noch ein toller Charakter, aber irgendetwas hat mir diesmal gefehlt. Ich kann nicht einmal genau sagen, was es war.
    Die Beziehung zwischen Tris und Four widerrum hat mir sehr gut gefallen. Absolut nicht kitschig und doch merkt man, dass die beiden sich sehr lieben. Leider bringt Tris ebendiese Beziehung immer wieder in Gefahr, weil sie einfach nicht mit ihm über ihre Gefühle reden kann oder will.
    Auch die anderen Protagonisten waren wieder wunderbar ausgearbeitet und hielten teilweise einige Überraschungen bereit. Dadurch, dass man die meisten schon aus "Die Bestimmung" kannte, kamen alte Gefühle ihnen gegenüber wieder hoch (Sympathie oder Antipathie beispielsweise).
    Die Geschichte endet wieder in einem großen Showdown und lässt auch diesmal viele Fragen offen, weshalb ich dem dritten Band, der voraussichtlich im Herbst 2013 in Deutschland erscheinen soll, schon jetzt entgegenfiebere.
    Fazit:
    Für mich bleibt "Die Bestimmung" eine meiner Lieblingstrilogien. Frau Roth schaffte es auch mit "Tödliche Wahrheit", mich voll und ganz zu fesseln. Zwar haben mir einige Entwicklungen der Hauptcharaktere nicht so sehr gefallen, doch trotzdem kann ich es kaum erwarten, zu erfahren, wie es im dritten Band weitergeht.
  • Asche und Phönix - Inklusive eBook
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    Asche und Phönix
    Rezension vom 10.12.2012
    Wow, was für ein Buch! Schon lange hat mich eine Geschichte nicht mehr so in ihren Bann ziehen und auch dann noch beschäftigen können, wenn ich gerade gar nicht lese. Immer wieder sind meine Gedanken zu Ash und Parker zurückgekehrt und auch jetzt noch geht es mir so.
    Kai Meyer hat einen fantastischen Schreibstil, der einen von der ersten Seite an fesselt und nicht mehr loslässt. Die Umgebung ist so gut beschrieben, dass man sich immer fühlt, als wäre man mittendrin und würde mit den beiden mitreisen. Erzählt wird die Geschichte meist abwechselnd aus Sicht von Parker und Ash, mit kleinen Zwischenkapiteln aus anderer Sicht, die ich allerdings ganz besonders interessant fand.
    Ash und Parker sind wirklich tolle Charaktere, die sich beide ganz anders entwickeln, als man noch am Anfang denkt und die unheimlich sympathisch und liebenswert sind. Überhaupt hat es Kai Meyer geschafft, alle Charaktere so zu zeichnen, dass man bei keinem einzigen das Gefühl von Oberflächlichkeit hat. Auch die Nebenfiguren schließt man schnell in sein Herz und auch diese schaffen es immer wieder, zu überraschen.
    Ich muss gestehen, dass ich mit so einer Story gar nicht gerechnet hatte. Hier gibt es einige fantastische Elemente, die man aus dem Klappentext nicht herauslesen kann, was aber nicht weiter schlimm ist, denn das Buch hat mich wirklich mehr als einmal sehr überrascht und das immer positiv.
    Der Spannungsbogen war durchweg sehr hoch, so dass Langeweile hier gar nicht aufkommen kann. Die Protagonisten selbst kommen kaum einmal dazu, sich auszuruhen, was die Geschichte sehr temporeich hält. Gut gefallen hat mir, dass die Story ganz ohne Kitsch auskommt, denn das hätte vor allem zu Ash überhaupt nicht gepasst.
    Fazit:
    Für mich wieder mal ein Buch aus der Kategorie "Lieblingsbücher". Fantastisch geschrieben, gut durchdacht, mit vielen sympathischen Charakteren und einer absolut spannenden und immer wieder überraschenden Story.