Rezensent im Portrait
Eine Kundin / Ein Kunde aus Wülfrath
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Sieben Freundinnen und ein lange gehütetes GeheimnisRezension vom 16.08.2011( Marga)Rita , ( Magda)Lena , Tere(sa) , Ana , Carmen , Candela und Sole(dad) - sieben sehr unterschiedliche Freundinnen wachsen gemeinsam in der spanischen Provinz auf. Sie gehen in eine Schulklasse und halten als Clique fest zusammen . Ihr Vertrauen zueinander ist unerschütterlich.Sie erzählen sich - fast - alles. Dennoch trägt jede einzelne auch ihre persönlichen Kümmernisse , die sie zu den Menschen gemacht haben ,die sie heute sind , mit sich herum , ohne sich diesbezüglich den anderen anvertrauen zu können.
1974 machen sie ihr Abitur und die ganze Klasse plant mit den Lehrern zusammen ihre Abschlussfahrt nach Mallorca. Sie freuen sich unbändig auf diese Reise und das damit ersehnte Stückchen Freiheit , bevor der sogenannte Ernst des Lebens weitergeht. Doch endet diese schöne Zeit für die Freundinnen auf äußerst tragische Weise und die Fahrt verändert sie alle für immer. Was sich hier genau abgespielt hat ,erfährt man erst nach und nach tröpfchenweise im Laufe der Geschichte.
Die jungen Frauen tragen das Geheimnis über viele Jahre mit sich herum, sprechen nicht darüber und verdrängen das Geschehene. Dennoch lastet es schwer auf ihnen und wirkliches Vergessen ist nicht möglich.
Nach diesen verhängnisvollen Ereignissen geht zunächst jede der Frauen ihren eigenen Weg . Nur einige von ihnen begegnen sich nach kürzerer Zeit wieder . Erst nach 33 Jahren kommt es zu einem Wiedersehen aller sieben Frauen und ihre Verbundenheit untereinander ist auch nach so langer Zeit immer noch vorhanden.
Doch dann findet Rita eines Tages Lena tot in der Badewanne auf. Lena hat sich scheinbar die Pulsadern aufgeschnitten. Aber der Polizei kommen schnell Zweifel an einem Selbstmord und die Ermittlungen beginnen. Alles scheint auf einen Zusammenhang mit den Geschehnissen von damals hinzuweisen. Und die nunmehr erwachsenen, gereiften Frauen müssen sich ihren Problemen und Schuldgefühlen stellen.
In Rückblenden drängt die Vergangenheit immer weiter an die Oberfläche, dunkle Geheimnisse kommen ans Tageslicht und tiefe Abgründe tun sich auf. Sehr einfühlsam, in immer wechselnden Zeitebenen schildert die Autorin in dieser Geschichte das Schicksal dieser Frauen und wie sie mit den Ereignissen umgehen und zurechtkommen. Durch diesen ständigen Perspektivenwechsel wird eine fast schon unerträgliche Spannung aufgebaut, man möchte unbedingt wissen, was damals und heute wirklich geschehen ist . Die Charaktere der einzelnen Protagonistinnen entwickeln sich so auch nach und nach zu einem sehr klaren Bild.
Das Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen fällt nicht ganz leicht. Zum einen ist es eine Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, zum anderen hat sie Elemente eines Gesellschaftsromans, der gute Einblicke in das spanische Leben zu Zeiten der Franco-Ära gibt. Aber genausogut könnte man die Geschichte als Drama oder als Krimi bezeichnen. Am besten bildet sich jeder selbst eine Meinung über diesen komplexen, subtilen und spannenden Roman mit Tiefgang.
Mir hat er auf jeden Fall schöne Lesestunden beschert , ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. -
ZwiespältigRezension vom 10.03.2011Über den Inhalt dieses Buches gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es ist die Fortsetzung von " Gut gegen Nordwind " und macht genau da weiter, wo sein Vorgänger geendet hat. Nach längerer " Funkstille " nehmen Emmie und Leo ihren E-Mail-Kontakt wieder auf, aber eigentlich nur, um diese " Beziehung " durch ein " letztes " erstes Treffen zu beenden. Dieses Treffen kommt diesmal auch tatsächlich zustande, nur wirklich voneinander lösen können sie sich nicht. Und so ergibt sich ein ewiges Hin und Her , mal gibt es längere Sendepausen und mal sehr kurze. Bis es schließlich zum siebten, alles verändernden Treffen kommt.
Dieses Buch besteht , genau wie der erste Teil , auch wieder ausschließlich aus den E-Mails, die die beiden Protagonisten sich gegenseitig zusenden. Diese " Dialoge " sind auch an sich wieder ganz witzig und originell. Und man fragt sich bei dem ganzen Auf und Ab, wie die Geschichte letztendlich ausgeht. Aber trotzdem lag das Happy-End irgendwie nahe.
Insgesamt ist bei diesem Buch aber bei mir der Funke nicht so ganz übergesprungen und ich bin ein bißchen zwiespältig. Es gab eigentlich nicht wirklich etwas Neues und für mich hätte es auch nicht unbedingt ein Happy-End geben müssen. Mir hat das Ende der Geschichte wie in " Gut gegen Nordwind " eigentlich besser gefallen.
Mein Fazit : das Buch liest sich leicht und locker, ist aber meines Erachtens nicht so stark wie das erste. Man kann es durchaus lesen, aber wem das "erste Ende " zugesagt hat , sollte vielleicht lieber auf die Lektüre verzichten -
Leichte Unterhaltung für zwischendurchRezension vom 06.02.2011Pia Hartmann ist Anfang vierzig und ihr Leben ist ein einziges Chaos. Da fährt sie zu allem Überfluss auch noch die schon etwas ältere, auf einen Rollator angewiesene Hilde Liebig an. Diese bricht sich dabei einen Arm. Da Pia ein ziemlich schlechtes Gewissen hat, geht sie die alte Dame das ein oder andere Mal besuchen . Und so lernen die beiden unterschiedlichen Frauen sich näher kennen und freunden sich an. Schließlich versucht die resolute Hilde , ein bißchen Ordnung in Pias turbulentes Leben zu bringen .
Das Buch ist sehr leicht und flüssig geschrieben und man kann es in einem Rutsch lesen. Auch der Schmunzelfaktor kommt nicht zu kurz. Man muss nicht viel darüber nachdenken, sondern kann es einfach genießen. Es ist einfach eine passende Lektüre für zwischendurch . -
Ein neues " Abenteuer " mit Christine und ihrem PapaRezension vom 30.01.2011Dora Heldt hat wieder ein neues " Abenteuer " von Christine und ihrem Papa Heinz und diesmal auch mit Mama Charlotte geschrieben.
Christine und ihre Schwester Ines wollen ihrer Freundin Marleen, die im Urlaub in Schwierigkeiten geraten ist und nicht nach Hause kann , aus der Klemme helfen. Sie springen ein und kümmern sich für ein paar Tage um deren Pension auf Norderney. Doch aus ein paar Tagen werden immer mehr. Da die beiden Schwestern nicht wirklich Ahnung vom Hotelfach oder der Gastronomie haben, ist das Chaos vorprogrammiert. Diese ganze Angelegenheit wollen sie vor ihren Eltern geheim halten, damit diese sich nicht einmischen. Doch ,wie sollte es anders sein, Mama und Papa kriegen Wind von der Geschichte und machen sich auf nach Norderney, um zu helfen. Ob das Chaos jetzt wirklich weniger wird ? Wohl eher nicht.
Das Buch ist leicht und spritzig geschrieben und man begegnet der ein oder anderen bekannten Figur aus " Urlaub mit Papa ". Auch neue, zum Teil eigenwillige und kauzige Protagonisten treten auf. Es gibt viele Stellen zum Schmunzeln und Lachen. Für jemanden, der hier tiefgründige Literatur erwartet, ist das Buch sicher nicht geeignet. Aber alle, die einfach nur vom Alltag abschalten wollen und etwas zu Lachen brauchen, finden hier humorvolle Unterhaltung. -
Die Faszinierende Geschichte einer FamiliendynastieRezension vom 05.10.2010Wer bei diesem Buch eine " richtige " Biografie erwartet , wird hier sicherlich enttäuscht . Nichts desto Trotz erzählt die Autorin die genau recherchierte Geschichte einer Familiendynastie .
Es liest sich flüssig und spannend . Die Geschicke der verschiedenen Familienmitglieder sind faszinierend dargestellt . Besonders beeindruckend ist der Aufstieg des armen , deutschen Metzgersohn Johann Jakob Astor I , der 1780 seine Heimat verlässt und in Amerika durch harte Arbeit , Sparsamkeit und Ehrgeiz ein Imperium schafft.
Insgesamt finde ich dieses Buch wirklich lesenswert . Allerdings fehlen mir hier noch ein paar weitere Informationen über die heute noch lebenden Erben .

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