BuchhändlerInnen im Portrait
aus Bonn (Universitätsbuchhandlung Bouvier)
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- mag abwechslungsreiche Literatur!
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Und es kommt doch ans Licht !Rezension vom 07.03.2013Besser als jedes Denkmal in einem Park oder Plakette an irgendeinem Gebäude erklärt uns diese Buch anhand der Geschichte der deutschen Regierungsbunker den Kalten Krieg. Die Angst vor dem Überfall durch die jeweilige Gegenseite führte dazu, das man die Führungsstellen von Staat, Militär und Zivilgesellschaft im Untergrund verbunkerte. Diese Angst trieb auch seltsame Blüten, wie die Vorsorge für die Zeit nach einem Atomkrieg durch die Anlage eines Bunkers für eine Nach - Kriegs - DMark an der Mosel. Lange hat man nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und der deutschen Wiedervereinigung auf ausgewogene Informationen über diese bis dahin geheimen Zentren des Kalten Krieges warten müssen. Dieses Buch leistet einen bedeutenden Beitrag zur Aufarbeitung dieser jüngsten Vergangenheit und zeigt einmal mehr, das der heutige Frieden in Europa ein kostbares Gut ist. Nur durch gegenseite Offenheit und Verständnis für die Gegenseite läßt sich Frieden erhalten. Eine Aufgabe die in vielen Teilen der Welt auch heute leider immer noch nicht gelöst ist -
Ein Mythos wird wiederbelebtRezension vom 07.03.2013Für Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs und Interessenten der Panzergeschichte war der Tiger - Panzer ein Mythos. Bald drei Generationen nach Kriegsende bei immer weiter schwindender Anzahl von Zeitzeugen tut es gut, wenn ein solcher Mythos sachlich hinterfragt wird. Dieses hervorragend ausgestattete Buch leistet beides. Zum einen die nüchterne Schilderung der Entstehung und Nutzung dieses Meilensteins der Panzerentwicklung. Zum anderen die mindestens genauso spannende Darstellung der Rekonstruktion eines in Tunesien von der Britischen Armee erbeuteten Tigers. Wir heute Lebenden haben das Privileg, in Europa in Frieden miteinander zu existieren. In Filmen, Büchern oder Augenzeugenberichten hören und lesen wir auch heute noch von der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Umso schöner, wenn uns eine so sachliche und trotzdem fundierte Darstellung zu einem nicht unwichtigen Teilaspekt dieser Zeit vorliegt. Das Damals versteht man stets besser, wenn man richtig informiert ist. Mit diesem Buch auf jeden Fall. -
Aus dem Füllhorn der ZeitRezension vom 07.03.2013Zum 25jährigen Bestehen der Reihe haben sich Verlag und bezuschussendes Bundesland NRW ein besonderes Schmankerl geleistet. In doppeltem Umfang wie sonst üblich erschienen, enthält der erste Teil ausgewählte Artikel aus den Teilbänden der letzten 24 Jahre. Der zweite Teil präsentiert die gewohnte Mischung aus archäologischen Themen queerbeet durch die Zeit, vom Fossilfund bis zu Themen aus der Zeit des Kalten Krieges. Schöner kann man als geschichtsinteressierter Leser keinen Überblick über die aktuellen Grabungen in NRW finden ! -
Nicht nur die Technik zähltRezension vom 09.04.2012Klasse das es zum hundertsten Jahrestag des Untergangs wieder ein Buch gibt, welches nicht nur den neuesten Forschungsstand zum Zustand des Wracks beinhaltet. Den Wert dieses Buches macht für mich die intensive Beschäftigung mit den Menschen die mit der Titanic unterwegs waren. Egal ob Ersteklassepassagier, Schiffsoffizier oder einfaches Manschaftsmitglied, die Schicksale aller Gruppierungen an Bord werden anhand von ausgewählten Personen sachlich und doch einfühlsam beschrieben. Am eindrücklisten finde ich die Beschreibung der Bordkapelle, weit entfernt von jeder `Näher-zu-Gott-Choral-Duselei`. Bezeichnend für den damaligen Zeitgeist auch der Umgang der Reederei mit den überlebenden Besatzungsmitgliedern ! Kurzum, eine topaktuelle fundierte Darstellung der Titanic in Vergangenheit und Gegenwart mit wohltuend menschlichem Antlitz. -
"Wanderer kommst Du nach Sparta..."Rezension vom 04.11.2011Gottseidank werden heutzutage Kriege als Mittel der Politik nicht zuletzt aus finanziellen Gründen immer seltener geführt. Trotzdem ist es immer wieder notwendig, den Menschen vor Augen zu führen, was so übrigbleibt wenn Menschen sich in Massen gegenseitig an die Gurgel gehen. Mit Beispielen von Schlachtorten von der Jungsteinzeit bis zum 20. Jahrhundert zeigen uns die Autoren hervorragend aufgearbeitet die Kriegsspuren auf die Archäologen bei Ihrer Arbeit immer wieder treffen. Ob verseuchte Böden, Blindgänger, zerbrochene Waffen oder Skeletreste, jede militärische Auseinandersetzung hinterläßt Spuren. Es ist uns Menschen des 21. Jahrhundert zu wünschen das diese Spuren in Zukunft endlich weltweit weniger werden und es nie zu der von Schwarzsehern befürchteten radioaktiven Ascheschicht als letztem archäologischen Hinweis auf menschliche Unvernuft kommt. -
Versunken und dennoch nicht untergegangenRezension vom 04.11.2011Schiffe sind - wie viele historische Artefakte - keine bloße Anhäuffung von "totem" Material, sie haben auch eine Seele. Nicht erst durch seinen berühmten Namenspatron hat der in diesem phantastischen Buch beschriebene schwere Kreuzer die Aufmerksamkeit von Marineinteressierten auf sich gezogen. Seine Vita im Zweiten Weltkrieg gehört untrennbar zur deutschen Marinegeschichte dazu. In diesem Werk wird aber die Nachkriegsgeschichte des 'Prinzen' in packender Weise geschildert, ein Leben das nur wenige Schiffe weltweit aufweisen können. Erstmals erfährt man Näheres über seiner Karriere alsTestschiff der US Navy und sein spektakuläres Ende als eines der Zielschiffe bei den Unterwasser - Atombombenversuchen im Bikini - Atoll. Die Aufnahmen von ihm und einigen seiner Schicksalsgenossen, die tragische Geschichte der Einwohner Bikinis, sie verdeutlichen den Lesern ganz plastisch die Schatenseiten des Atomzeitalters. Selbst wenn es nur einige Schicksale von Opfern dieser Zeit sind, sie stimmen nachdenklich und machen betroffen. Anhand des fortschreitenden Verfalls dieses einst so wehrhaften Schiffes sind die vom Autor gezogenendie Parallelen zu den im Meer verklappten Resten atomar betriebener Kriegsschiffe der Nachkriegszeit keineswegs Spinnereien sondern von geradezu beklemmender Aktualitär. Dank diesem wundervoll ausgestatteten und recherchierten Buch bleibt von einem bedeutenden Schiff der deutschen und weltweiten militärischen Seefahrstgeschichte endlich mehr überliefert als nur das Wrack im Kwajalein - Atoll, Fußnoten in Aufsätzen oder Fachpublikationen und die (Backbord-) Schraube am Marineehrenmal in Laboe. -
Schwere Jungs für Kleines GeldRezension vom 06.06.2011Immer wieder mal liest man von oder sieht im Fernsehen die Festnahme eines langesuchten Mafiabosses. Welche mühevolle und gefährliche Suche dahintersteckt deckt dieses Buch ein wenig auf. Natürlich wird aus Schutz weiterer Ermittlungen nicht alles offenbart aber das was man zu lesen bekommt läßt einen schon erstaunen. Weniger über die polizeiliche Ermittlungsarbeit als vielmehr die Hingabe der Spezialfahnder. Mit nicht vielmehr als einem normalen Polizistengehalt jagen sie Verbrecher deren Vermögen die Etats mancher Länder-Innenministerien übersteigt. Der spezielle Korpsgeist dieser Fahnder wird auch bei den sehr persönlichen Schilderungen von Verlusten innerhalb der Einheit deutlich, etwa wenn Mafiafahnder und ihr Begleitschutz Attentaten zum Opfer fallen. Ein Buch das einmal mehr beweist das die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität kein Räuber-und-Gendarm-Spiel ist ! -
Weit mehr als nur 'Pickelhaube'Rezension vom 30.05.2011Eine sehr gelungene Darstellung der preußischen Spuren im Rheinland. Ob romantische Schlösser oder wehrhafte Wirkung durch neuerrichtete Befestigungen, kein (baulicher) Aspekt des mehr als zweihundert Jahre dauernden preussischen Wirkens am Rhein wird ausgelassen. Das Fehlen neuester Bilder von der renovierten Koblenzer Zitadelle auf dem Ehrenbreitstein sowie das ein oder andere dunkel geratene Photo schmälern in keiner Weise den positiven Gesdamteindruck. Nicht nur für Rheintouristen ein sehr zu empfehlendes Werk. -
Eine Festung blüht aufRezension vom 30.05.2011Wenn man dieses wunderschöne Werk liest stellt man auch ohne Besuch fest, das die Vergabe der Bundesgartenschau 2011 nach Koblenz ein Glücksgriff für die Zitadelle auf dem Ehrenbreitstein gewesen ist. Auch wer schon viel Literatur über diesen Teil der Großfestung Koblenz sein Eigen nennt ist von diesem opulenten Bildband angenehmst überrascht. Einsichten in vielfach unbekannte oder bisher gesperrte Bereiche, kompeten geschriebener Text, was will man da noch mehr ? Eigentlich nur das die für die BUGA begonnene Sanierung des Ehrenbreitsteins trotz knapper Haushaltsmittel auch nach 2011 noch weitergeführt wird. Wie man in diesem "super" Buch sehen kann, es lohnt sich !!! -
Sherlock Holmes war gesternRezension vom 06.04.2011Hohe Polizeidienststellen stehen mit ihrem Wirken ähnlich wie Geheimdienste ungern im Rampenlicht. Umso besser wenn man mit diesem Buch wenigstens einen Einblick in die Welt der höchsten deutschen Strafverfolger und ihrer Schwesterdienste in Großbritannien beziehungsweise bei Europol bekommen kann. Der Autor schwelgt nicht wie die in letzter Zeit zahlreich erschienenen Titel zur Mafia oder von verschiedenen Spezialermittlern in einer Menge von Fällen. Muß er auch nicht weil BKA & Co nur für die Ermittlungen zuständig sind; verhaftet wird immer noch durch die Polizei "vor Ort". Ein Buch was sehr deutlich macht, das moderne Verbrecher nicht mehr vom "Wachtmeister an der Ecke" zur Strecke gebracht werden können.














