Zehn Tage im Irrenhaus

Undercover in der Psychiatrie

von Nellie Bly

Buch

gebunden (190 Seiten)

Sprache: Deutsch

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New York, 1887. Für ihren ersten Auftrag als freie Journalistin bei der aufstrebenden Tageszeitung "New York World" soll Nellie Bly undercover aus der Frauenpsychiatrie auf Blackwell¿s Island berichten. Ob sie den Mut dazu habe? Die 23-Jährige zögert nicht - natürlich hat sie den. Alle Vorbereitungen, wann und wie sie in die Irrenanstalt gelangen würde, bleiben ihr selbst überlassen. Also übt Bly Gesichtsausdruck und Verhalten einer Geisteskranken vor dem Spiegel und quartiert sich zunächst für eine Nacht in eine Pension für arbeitende Frauen ein, wo sie ihre Rolle zum Besten gibt. Der Weg von dort in die Anstalt erweist sich als Kinderspiel. Doch Bly merkt schnell: Wer einmal drin ist, dessen Chancen stehen schlecht, jemals wieder herauszukommen. In ihrer wirkmächtigen Reportage berichtet Nellie Bly von dem Weg in die Anstalt und von den desaströsen Zuständen und grauenhaften Misshandlungen, deren Zeugin sie dort wurde. "Zehn Tage im Irrenhaus" ist ein Meilenstein des investigativen Journalismus und ein wichtiges Dokument der Psychiatriegeschichte. Es erscheint zum ersten Mal in deutscher Übersetzung.


Produktdetails

Verkaufsrang: 29.052
ISBN-10: 3-932338-48-0
EAN: 9783932338489
Originaltitel: Ten Days in a Mad-House
Erschienen: 21.12.2011
Verlag: AVIVA
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 190
Länge/Breite: 218mm/130mm
Gewicht: 312 g
Übersetzer: Martin Wagner
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Nellie Bly

Nellie Bly wird am 5. Mai 1864 als Elizabeth Jane Cochran in Cochrans Mills, Pennsylvania, geboren. Mit einem Leserbrief an den Pittsburg Dispatch gelingt ihr 1885 der überraschende Einstieg in den Journalismus. Kurze Zeit später geht sie nach New York. Für Joseph Pulitzers Zeitung "New York World" lässt sie sich in eine New Yorker Irrenanstalt einliefern und verfasst daraufhin die investigative Reportage "Ten Days in a Mad-House". 1895 heiratet Bly den 70-jährigen Industriellen Robert Seaman, dessen Unternehmen sie nach seinem Tod 1904 leitet. Nach dessen Bankott kehrt sie zum Journalismus zurück und wird 1914 Kriegskorrespondentin in Österreich. Am 27. Januar 1922 stirbt Nellie Bly an einer Lungenentzündung.

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Buchhändlertipps

  • Eine mutige Reportage Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helga Rom, am 06.04.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Innsbruck

    Die junge Journalistin Nellie Bly lässt sich im Jahr 1887 zu Recherchezwecken in eine Psychiatrie einweisen. Sie will aufdecken, unter welchen Bedingungen die Frauen dort versorgt werden. Was sie dort vorfindet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Sie berichtet von Gewalt, Verwahrlosung und äußerster Hoffnungslosigkeit. Doch die junge Frau kann nach ihrer "Entlassung" zumindest einige Missstände verbessern.
    Ein berührender Bericht einer mutigen jungen Frau!

Kundenrezensionen

  • Historik oder Unterhaltung? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Domnec Êlle, am 03.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nellie Bly (Elizabeth Jane Cochran) beschreibt in ihrem handlich-dünnen Buch die scheinbar unbeschwerte Geschichte einer Journalistin (sie selbst), die es schafft, sich durch ihre Theatralik in eine Psychiatrische Anstalt einweisen zu lassen, um dort "undercover" als Journalistin über 10 Tage hinweg einen Lagebericht über die Zustände in Psychiatrischen Anstalten abzugeben.

    Auf das Buch gestossen bin ich beim Stöbern durch die Buchhandlung. Kurzerhand habe ich es eingepackt und innert zwei Tagen gelesen. Meine relativ geringen Erwartungen sollten sich als hilfreich heraus stellen. Die Enttäuschung über einen relativ flachen aber dennoch erschütternden Bericht hielt sich daher moderat in Grenzen.
    Nellie Bly gelingt es, ihre eigene Geschichte losgelöst von jeglichen Stilmitteln und Wissenschaftlichkeit zu beschreiben. Dadurch liest sich "Zehn Tage im Irrenhaus" zwar unbeschwert und locker von der Hand, inhaltlich bleiben aber viele Fragen offen und unzählige Einzelheiten ungeklärt. Schlussendlich reicht es lediglich zu einem knappem Umriss eines einzigartigen Abenteuers im Journalismus, welches ziemlich unverblümt, oft aber ungenau erzählt wird, so dass zum Ende hin lediglich Eindrücke, nicht aber eine handfeste Story übrig bleiben. Für Interessierte und Neugierige bestimmt "unterhaltsam", für Interessierte an der Psychologie und/oder der Psychiatrie aber wohl nicht mehr als eine Zwei-Abend-Lektüre, die innert weniger Stunden vollständig verdaut und wieder vergessen wird. Dennoch ein Klassiker des Journalismus und eine unangefochten tragische Gegebenheit in der Geschichte hin zur modernen Psychiatrie, was vor allem durch das historisch aufschlussreiche und interessante Schlusswort des Herausgebers noch einmal unterstrichen und erläutert wird.

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  • Verstörend und nachdenklich stimmend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Denny Engel, am 08.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein schockierender und verstörender Insiderbericht über das Leben in einer Irrenanstalt. Die dort vorgefundenen Zustände sind in der heutigen Zeit (hoffentlich!) nicht mehr aktuell (die Reportage erschien Ende des 19. Jahrhunderts), aber das macht die Erlebnisse der jungen und mutigen Reporterin nicht weniger schrecklich! Sie beschreibt wie die Ärzte jeglichen Protest abtun, wie die Patienten von den Krankenschwestern misshandelt werden und auch die miserablen Hygienezustände machen die Sache nicht besser. Man fühlt richtig mit der Autorin mit wenn sie nach der Entlassung Schuldgefühle hat, weil sie all die armen und zum grossen Teil unschuldigen Menschen zurücklassen muss. Ich kann mir den Horror nur ansatzweise vorstellen wie es sein muss, wenn man sagen und tun kann was man will und niemand hört einem zu weil man ja "verrückt" ist. Ein zum Nachdenken anregendes und erschütterndes Buch. Abzug gibt es von mir nur, weil der Inhalt nicht mehr aktuell ist (da kann das Buch aber eigentlich nichts dafür, weil es jetzt zum ersten Mal auf Deutsch erschienen ist). Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man sich für die Materie interessiert.

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