Machandels Gabe

Roman

von Ulf Geyersbach

Buch

gebunden (283 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Die sonderbare Geschichte vom Winzling Machandel, der auszog, der Welt das Geschenk des feinen Geschmacks zu machen

Machandels Gabe ist ein ungeheuerliches Romandebüt. So wort- und bildgewaltig, so spannend und verführerisch wie Ulf Geyersbach hat lange keiner mehr erzählt. Die Entdeckung dieses Autors ist ein Glücksfall für die Leser und für die deutsche Literatur.

Zur Vigilfeier des Jahres 1769 erblickt in einer Schäferhütte in der Niederlausitz ein Kind namens Ignatz Machandel das Licht einer Welt, die vor Dreck nur so starrt und durchweht ist von üblen Gerüchen. Sobald Machandel krabbeln kann, probiert er, was ihm in die Finger kommt: Er belutscht Grauplinge, kaut Spinnenbeine und Nachtfalterflügel, leckt an Lederriemen und Eisenpfannen, schmeckt Stroh, Ruß, Rinde und Erde. So gehen sieben Jahre ins Land, sieben Jahre, in denen sich Machandel Abertausende von Aromen einprägt.
Dann hört er auf zu wachsen und beginnt zu kochen. Und schon bald ist von Cottbus bis Lübben, von der Elbe bis zum Rhein die Rede von dem sonderbaren Winzling, der es wie kein anderer versteht, die erstaunlichsten Speisen zuzubereiten.
Als ein harscher Winter eine Hungersnot bringt und Machandels Mutter ins Siechenhaus verbracht wird, kommt der Knabe in ein Kloster. Dort erfährt er von dem berühmten Pariser Koch Baffour, der Gesellen sucht. Machandel macht sich auf die Reise, um an der Seine die Aromen der Liebe, des Ruhms und des Verrats zu schmecken – und um ein bahnbrechendes Buch zu verfassen, von dem noch heute ein Exemplar in der Berliner Staatsbibliothek steht.

Produktdetails

ISBN-10: 3-7160-2648-4
EAN: 9783716026489
Erschienen: 30.08.2010
Verlag: Arche Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 283
Länge/Breite: 210mm/132mm
Gewicht: 430 g
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Ulf Geyersbach

Ulf Geyersbach lebt als freier Autor in Berlin.

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Kundenrezensionen

  • Über zutschelnde Zwerge Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von sabatayn76, am 17.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inhalt:
    Im Jahre 1769 wird Ignaz Machandel in ärmlichen Verhältnissen geboren. Bereits als Säugling verhält er sich sonderbar und erkundet die Welt, indem er alles in den Mund steckt und an allem saugt, was er erreichen kann: Spinnen und Falter, Baumrinde und Erde, Pfannen und Lederriemen. Nachdem er seine gesamte Familie schließlich durch Krankheit, Irrsinn und Hunger verliert, macht er sich auf den Weg ins Kloster Neuzelle, in dem er mehr als 6 Jahre lebt. Sein großes Ziel ist jedoch Paris und der berühmte Koch Baffour, bei dem er seine Kunst und sein Talent, die erstaunlichsten Speisen zu kreieren, zur Perfektion bringen möchte.

    Mein Eindruck:
    Von der ersten Seite an erinnert 'Machandels Gabe' an 'Das Parfum', und dies hat mich von der ersten Seite an enttäuscht. Insgesamt empfand ich das Buch als zu einfallslos, denn die Parallelen zu Süskinds Buch sind zu offensichtlich, 'Machandels Gabe' wirkt abgekupfert. Obgleich alles ein ganz klein wenig anders ist, sind die Grundzüge beider Bücher ähnlich, Schilderungen wirken vertraut, Wendungen sind vorhersehbar.

    Die Sprache in 'Machandels Gabe' wirkt zudem oft künstlich, betont metaphorisch, doch leider gerade aus diesem Grunde häufig sinnfrei und beinahe lächerlich (z.B. [...] und wie die gespreizte Klaue eines Bären hatte sich Nebel über den Fluss gesenkt').

    Gefallen haben mir die sehr plastischen Schilderungen der Hungersnot und von Paris zum Ende des 18. Jahrhunderts/Anfang des 19. Jahrhunderts.

    Mein Resümee:
    'Machandels Gabe' könnte ein sehr schönes und innovatives Buch sein - wenn es 'Das Parfum' nicht bereits gäbe. So wirkt leider vieles abgekupfert und auch bei gelungenen Schilderungen bleibt das Gefühl, das alles bereits anderswo in ähnlicher Form gelesen zu haben.

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  • Die Gabe des Geschmacks Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dr. Christian Rößner, am 31.07.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ignatz Machandel ist ein wundersames Kind: 1796 verkrüppelt und in ärmlichsten Verhältnissen geboren, macht er sich auf, die Welt des Geschmacks zu erobern. Machandels Gabe ist es nämlich, Dinge zu „erschmecken“, die mannigfaltigen Aromen als Koch neu zu kombinieren und so kulinarische Feuerwerke zu kreieren, die ihres gleichen suchen. Und wo sonst sollte sein Weg hinführen, als in die Hauptstadt des guten Geschmacks, nach Paris, wo nicht nur ein geschmackliches Neuland auf ihn wartet… Der Roman „Machandels Gabe“, der auf den ersten Blick wie ein Epigone von Süskinds „Parfum“ aussieht, entwickelt dank der absonderlichen Geschichte und der enormen Sprachgewalt und wunderbaren Fabulierkunst von Ulf Geyersbach einem enormen Sog, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Eine besondere Note gibt diesem Roman, dass hinter dieser wundersamen Geschichte eine wahre Begebenheit steht. Ein großes Lesevergnügen!

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