Little Bee

Roman. Nominiert für den Costa Novel Award 2008. Deutsche Erstausgabe

von Chris Cleave

Buch

Taschenbuch (316 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür ...

Pressestimmen:

"Aufregend, schockierend und tief bewegend. Witzige, treffende Dialoge, ein emotionaler Plot - und eine sehr zeitgemäße Provokation. Superb." (The Independent)

"Chris Cleave lässt in seinem Roman zwei Welten aufeinanderprallen. Mit einer Wucht, die umhaut." (Jutta Legath, Brigitte)

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-24819-X
EAN: 9783423248198
Originaltitel: The other hand
Erschienen: 01.02.2011
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 316
Länge/Breite: 210mm/136mm
Gewicht: 427 g
Übersetzer: Susanne Goga
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Chris Cleave

Chris Cleave, 1973 in London geboren, verbrachte seine Kindheit in Kamerun, wo sein Vater eine Guinness-Brauerei betrieb, studierte später in Oxford Experimentelle Psychologie, segelte im Auftrag reicher Leute Yachten durchs Mittelmeer, arbeitete einige Zeit als Barmann in Australien, dann als Journalist beim Daily Telegraph in London. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in London.

Susanne Goga

SUSANNE GOGA, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin. Sie schrieb zwei historische Kriminalromane, bevor sie sich dem klassischen historischen Roman zuwandte. Susanne Goga lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

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Buchhändlertipps

  • Am Strand von Nigeria Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Evelyn Bernecker, am 21.06.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Little Bee ist ein junges nigerianisches Mädchen. Sie und ihre Schwester mussten aus ihrem Dorf fliehen da Ölscheiche ihr Land zerstörten.
    Auf der Flucht lernt sie Andrew und Sarah kennen. Doch diese Begegnung bringt beiden mehr mit sich, als ihnen lieb ist.

    Ein dramatischer, geheimnisvoller Roman zum Schmunzeln.
  • BOW Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Doris Oberauer, am 16.04.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Little Bee hat eine sehr tragische Geschichte hinte sich. Mit 14 wird ihr Dorf überfallen und sie flüchtet aus Nigeria. Mit 16 wird sie aus einem Abschiebegefängnis entlassen. Sie macht sich auf die Suche nach Sarah und Andrew, die einzigen zwei Menschen die sie noch kennt. Doch auch diese zwei haben so einiges hinter sich...
    Traurig,mutig und hoffnungsvoll! Ein tolles Buch!

Kundenrezensionen

  • Little Bee Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Yvonne Dommisch, am 20.07.2011

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    Little Bee ist die Geschichte eines 16 jährigen Mädchens, die in ihrem Leben schon so viel mitgemacht hat, wie man es sich nicht mal vorstellen kann.
    Das aus Nigeria stammende Mädchen schafft es mit kleinen Tricks aus dem Abschiebegefängnis in England freizukommen und kontaktiert ihre einzigen „Bekannten“ aus ihrem Heimatland, die sie in England kennt.
    Wie diese beiden unterschiedlichen Welten zusammen passen, erfährt man im Laufe dieses wunderbar zärtlich geschriebenen Buches.
    Die Geschichte geht direkt ins Herz, macht traurig, aber ist auch voller Witz und Überraschungen.
    Außerdem erfährt man nebenbei auch noch viel über die Geschichte Nigerias und bekommt einen wunderbaren Eindruck über diese zwei verschiedenen Welten.
    Little Bee ist ein der besten Bücher, die ich je gelesen habe, weil man so wunderbar mit dem cleveren Mädchen mitfühlen kann, ich freue mich schon auf weitere Werke von Chris Cleave.

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  • Sehr gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.06.2011

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    Ich war allein vom Klappentext schon neugierig und was mir dieses Buch gezeigt hat hat alles übertroffen.
    Es macht teilweise sprachlos teilweise traurig und teilweise kann man alle Entscheidungen verstehen die Little Bee aber auch Sarah treffen verstehen.
    Man möchte die kleine in den Arm nehmen und Ihr selbst sagen das alles wieder gut wird!
    Ein spannendes und beeindruckendes Buch über Abgründe und ganz normale Leben....ich habe noch nie geweint beim lesen aber hier gibt es Szenen in denen einem unwillkürlich die Tränen kommen und man möchte doch so gern helfen!

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  • "Little Bee" von Chris Cleave Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maite Steinwachs, am 06.06.2011

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    Die Welten von Little Bee aus Nigeria und dem Ehepaar Sarah und Andrew prallen in Ihrem Urlaub aufeinander.
    Unwiderruflich. Als Kind erlebt Little Bee in Ihrem Dorf Krieg um Öl und flieht mit 14 Jahren auf einen Containerschiff nach Europa. Sie wird entdeckt und landet in einem Abschiebegefängnis. Trotz menschenunwürdiger Bedingungen bleibt Little Bee eine aufgeweckte Person. Mit 16 Jahren wird Little Bee als illegaler Flüchtling aus der Abschiebehaft in Großbritannien entlassen. Die einzigen Menschen, die Little Bee hier kennt, sind Andrew und Sarah.
    Alle Drei verbindet ein tragisches Schicksal. Als Little Bee vor der Tür des Ehepaars steht, muss sich jeder seiner Vergangenheit stellen. Andrew begeht Selbstmord. Sarah hingegen trifft eine Entscheidung, die ihr Leben und das ihrer Familie verändert. Und Little Bee wird ein Teil dessen.
    Eine einfühlsame Geschichte über Menschlichkeit, Mitgefühl und den Wert eines Menschenlebens.

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  • Eher bitter als süß Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dorothee Jaschke, am 17.05.2011

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    Diese fiktive Geschichte könnte man als bittersüßen Roman lesen, dramatisch, teilweise etwas kitschig, stellenweise sogar witzig finden. Wäre der Hintergrund nicht so real, würde es keine Abschiebehaftanstalten geben, ich hätte die Geschichte schnell gelesen und vergessen.Die Anmerkungen des Autors am Ende des Buches rücken die Geschichte in ein anderes Licht-ein beeindruckendes Buch zu einem unbequemen Thema!

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  • Arme Little Bee! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silvana Milstein, am 16.05.2011

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    "Little Bee" von Chris Cleeve geht unter die Haut und bleibt da. Immer wieder wenn ich das Cover sehe oder nur gedanklich in die Nähe komme, denke ich über das Schicksal von dem nigerianischen Mädchen nach. Little Bee kommt aus Nigeria und versucht in England einzureisen, denn in London kennt sie genau 2 Menschen, und zu diesen möchte sie gelangen und mit ihnen leben. Doch als sie nach zweijährigem Aufenthalt im Abschiedegefängnis nach London kommt und vor deren Tür steht, ist die Beerdigung des Mannes. Dieser konnte mit seinem Wissen nicht mehr weiterleben, denn vor 2 Jahren passierte etwas sehr grausames am Strand in Afrika. Nach und nach wird dem Leser diese Geschichte erzählt, abwechselnd von Little Bee und der Witwe. Auch leicht humoristische Momente mit ein wenig Wehmut sind vorhanden, vor allem wenn von dem kleinen Sohn berichtet wird, wie er den Sommer im Supermann-Kostüm verbringt! Ein Buch voller Tragik und einer Frau, die eine mutige Entscheidung getroffen hat und damit leben muss.

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  • Wieviel Last kann ein Mensch tragen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Beatrice Peter, am 05.05.2011

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    Stellen Sie sich vor, sie checken jeden Raum, jeden neuen Ort zuallererst nach den Möglichkeiten ab, wie sie sich am schnellsten umbringen könnten, nämlich bevor die Männer kommen, welche sie verfolgen und töten möchten. Dies noch nach 2 Jahren Durchgangslager in England. So macht dies auf jeden Fall Little Bee tagtäglich, wie gestörrt, bzw. verletzt muss sie sein? Sie hat viel Schmerz in ihrer kurzen Vergangenheit erlebt und möchte gerne wieder nach vor schauen, ob ihr das nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis gelingt, müssen sie einfach selber lesen - ich verspreche ihnen, jede Seite lohnt sich. Sie werden auch über ihr eigenes, doch eher bequemes Leben nachdenken...

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  • Little Bee Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mechtild Ganß, am 24.04.2011

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    Bei einem Nigeria-Urlaub trifft das junge englische Ehepaar Sarah und Andrew auf Little Bee. Seit diesem Tag ist das Schicksal von Sarah und der jungen Nigerianerin auf furchtbare Weise miteinander verknüpft. Jahre später- Little Bee kommt nach zwei Jahren aus einem englischen Abschiebelager frei- treffen sie wieder aufeinander und müssen sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit und den Unterschieden ihrer jeweiligen Länder stellen.

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  • Seit Monaten mein absoluter Favorit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Petra Kurbach, am 11.04.2011

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    Dieses Buch hat mich so sehr bewegt wie seit dem "Drachenläufer" es keines geschafft hat. Die Geschichte von Little Bee aus Nigeria, die versucht in England eine neue Heimat zu finden geht unter die Haut.

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  • Eine tief bewegende Geschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sabine Stiebitz, am 30.03.2011

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    Little Bee ist 16. Sie stammt aus Nigeria und hatte dort eine glückliche Kindheit, behütet inmitten ihres Stammes. Doch unter der Erde ihrer Heimat wurde Öl entdeckt und so musste sie Schreckliches miterleben.
    Dass ihr die Flucht gelang, war mehr Glück und Zufall. So landet sie in England und kommt dort für zwei furchtbare Jahre in Abschiebehaft. Als sie entlassen wird, ist das Einzige, was sie hat, eine Telefonnummer von einem Ehepaar, das sie Jahre vorher in Nigeria am Strand zufällig kennengelernt hatte. Ein schreckliches gemeinsames Erlebnis verbindet die drei total verschiedenen Menschen auf tragische Weise. Little Bee ruft nach ihrer Entlassung bei den beiden an und ab da überstürzen sich die Ereignisse...
    Das Buch hat mich sehr berührt und ich
    kann mich nur voll und ganz dem folgenden Zitat anschließen:
    "Aufregend, schockierend und tief bewegend ...eine zeitgemäße Provokation."
    (The Independent)

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  • Wenn nicht nur ein Finger fehlt... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Luisa Andrä, am 17.03.2011

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    Was verbindet Little Bee, Flüchtling aus Nigeria, und Sarah, die erfolgreiche Journalistin aus Groß Britannien?
    Eines Tages steht Little Bee vor Sarahs Tür, deren Mann sich kurz zuvor das Leben nahm, und wirbelt die Vergangenheit wieder auf.
    Aus den Perspektiven beider Frauen geschildert, gewinnt Chris Cleaves Roman ungemein an Tiefe.
    Von der ersten Seite an packen Bees Worte, lassen den Leser nicht mehr los und treiben voran bis zur Gewissheit über die erschütternden Geschehnisse.
    Eine Geschichte, die noch lange nachhallt. Absolut empfehlenswert!

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  • Bewegend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Voß, am 24.02.2011

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    Dieses Buch geht ans Herz!
    Little Bee hat alles verloren...Ihr Dorf in Nigeria wurde zerstört,ihre Schwester getötet. Sie flieht nach England und hofft,dass sie dort bei einem Ehepaar unterkommt, dass ihr durch eine schicksalhafte Begegnung in ihrem Heimatland in Erinnerung geblieben ist...Doch auch in England hat sich das Leben nach diesem Treffen verändert...
    Ein rührendes Buch,dass seine Lektüre absolut wert ist!

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  • Toller Roman über ein brisantes Thema Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von M. Döll, am 13.02.2011

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    Stellen Sie sich vor, Ihr Heimatdorf wird zerstört, Ihre Familie getötet. Sie kommen in ein Ihnen unbekanntes Land und alles was Sie noch besitzen ist der Führerschein eines Mannes, den Sie nicht kennen, auf den Sie aber all Ihre Hoffnungen setzen. Genau das widerfährt Little Bee. Chris Cleave zeigt uns in seinem neuen Roman, wohin die Gier nach Öl führen kann.

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  • Lassen Sie sich nicht von diesem fröhlichen Cover täuschen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 07.02.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Einigen von Ihnen ist der englische Autor Chris Cleave vielleicht bereits durch seinen sehr verstörenden, aber großartigen Roman „Lieber Osama“ bekannt. Nun gibt es das neue Buch von ihm auf Deutsch. In England ist es bereits ein Bestseller, obwohl es wieder ein sehr unbequemes Thema anspricht!

    Little Bee ist eine sechzehnjährige Nigerianerin, die am Anfang des Buches gerade nach zwei Jahren Aufenthalt ein Abschiebegefängnis in England verlassen darf. Sie ist völlig auf sich allein gestellt, aber sie hat die Adresse der englischen Familie O’Rourke. Andrew und Sarah hat sie unter sehr traumatischen Umständen in Nigeria kennengelernt. Da sie sich nicht anders zu helfen weiß, ruft sie dort an und macht sich zu Fuß auf den Weg dorthin. Als sie dort ankommt, ist Andrew tot – Selbstmord! Was ist damals in Nigeria vorgefallen? Warum nimmt sich Andrew das Leben, als er erfährt, dass Little Bee noch am Leben und in England ist?

    Chris Cleave beschreibt diese erschütternde Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven im Wechsel. Little Bee erzählt ihre Geschichte in einer erschütternden Art und Weise. Sie ist ein sechzehnjähriges Mädchen, was in ihrer Heimat Schreckliches erlebt hat und extrem früh erwachsen werden musste. Doch in England hilft ihr keiner wirklich, denn Nigeria gilt als sicheres Land. Im Abschiebegefängnis nutzt sie die Zeit und lernt die Sprache richtig, denn „Um zu überleben, musst du hübsch aussehen oder noch schöner sprechen.“ Trotz alledem denkt sie immer auch an ihr Dorf zu Hause und wie sie das Leben in England erklären könnte. Sarah hat ihre eigenen Probleme, denen sie sich nach dem Tode ihres Mannes nun endlich stellen muss. Langsam aber sicher kommt man dem Dramen, welches die Hauptpersonen zusammengebracht hat, immer näher. Mich hat dieses Buch absolut in seinen Bann gezogen, auch wenn ich erschüttert war. Immer, wenn ich solche Bücher lese, schäme ich mich für die „Erste Welt“, der ich ja auch angehöre.

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  • Englische Pfundmünze aus Nigeria Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ursula Kallipke, am 06.02.2011

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    Bei diesem Buch bestätigt sich mal wieder, wie wichtig ein gutes Buchcover für einen guten Roman ist. An einem Afrika-Staub-braunen Buch wäre ich sicher vorbeigegangen. Mein Glück: der Inhalt ist ebenso lesenswert und gutgeschrieben und macht trotz des nicht gerade einfachen Themas richtig Lust zum Lesen. Nach wenigen Sätzen war ich im Text gefangen und habe bis weit in die Nacht nicht damit aufhören können. Dramatik und Spannung sind richtig dosiert, ein Buch, das ich Ihnen sehr empfehle! (Wird übrigens gerade mit Nicole Kidman verfilmt)

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  • Emotionaler Roman mit einem hochaktuellen Thema Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Manfred Orlick, am 19.01.2011

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    Der englische Schriftsteller Chris Cleave (Jg. 1973) hat sich in seiner früheren journalistischen Arbeit vielfach mit dem Schicksal von Flüchtlingen auseinandergesetzt. Er arbeitete früher in einem britischen Auffanglager, wo er mit illegalen afrikanischen Einwanderern in Kontakt kam.

    Diese persönlichen Erfahrungen hat er in seinem Roman „Little Bee“ verarbeitet, der es 2008 unter dem Originaltitel „The Other Hand“ in Amerika auf Platz zwei der Bestsellerlisten schaffte. Nun erscheint im Deutschen Taschenbuch Verlag endlich die deutsche Übersetzung dieses schockierenden Buches.

    Erzählt wird das Schicksal von Little Bee, einem 16jährigen Mädchen aus einem nigerianischen Dorf, das von einheimischen Banden im Auftrag von westlichen Öl-Konzernen dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die Öl-Multis wollten freien Zugriff auf das Schwarze Gold in dem afrikanischen Land.

    Seit zwei Jahren lebt nun Little Bee in einem Abschiebelager für Asylbewerber in England. Manchmal wünscht sie sich, sie „wäre kein afrikanisches Mädchen, sondern eine britische Pfundmünze. Dann würde sich jeder freuen, sie zu sehen“.

    In Nigeria hatte sie das Ehepaar Sarah und Andrew O’Rourke aus Kingston-upon-Thames kennengelernt. Sarah ist Chefredakteurin eines Fashion-Magazins. Ein tragisches Erlebnis hatte die Eheleute damals mit Little Bee zusammengebracht. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie in ihrer Verzweiflung bei den O’Rourkes an. Ein Anruf mit un-vorhersehbaren Folgen, denn Andrew bringt sich um. Wenige Tage später steht Little Bee vor Sarahs Haustür.

    Die tief bewegende Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Von Kapitel zu Kapitel wechselt der Ich-Erzähler von Little Bee zu Sarah. Auch der Handlungsort verlagert sich häufig von England nach Nigeria und zurück.

    Nach seinem Romandebüt „Lieber Osama“, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, ist Chris Cleave ein weiterer emotionaler Roman mit einem hochaktuellen Thema gelungen, der den Leser bis zur letzten Seite fesselt. „Little Bee“ wird voraussichtlich mit Nicole Kidman unter der Regie von John Cameron Mitchell verfilmt.

    Manfred Orlick

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