Die Zeugin
Leseprobe

Die Zeugin

Thriller

von Sandra Brown

Buch

Taschenbuch (512 Seiten)

16. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Wie durch ein Wunder überleben die junge Anwältin Kendall Deaton und ihr Baby einen schweren Autounfall. Der Fahrer des Wagens hingegen kann sich an nichts mehr erinnern. Kendall gibt zu Protokoll, daß es ihr Ehemann sei. Doch warum will sie ihn dann so verzweifelt wieder loswerden?

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-35012-3
EAN: 9783442350124
Originaltitel: The Witness
Erschienen: 01.05.1998
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 16. Auflage
Seitenzahl: 512
Länge/Breite: 185mm/118mm
Gewicht: 412 g
Übersetzer: Christoph Göhler
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Sandra Brown

Sandra Brown ist ein wahres Multitalent. Sie arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie 1990 mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen internationalen Erfolg landete. Mittlerweile gehört sie längst zu den erfolgreichsten Autorinnen in den USA und in Europa. Jedes ihrer Bücher stand monatelang auf den Spitzenplätzen der "New York Times"-Bestsellerliste - einmal sogar drei Romane gleichzeitig! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit "Nachtglut" und "Im Haus meines Feindes" wiederholen konnte. Ihre Romane wurden in 33 Sprachen übersetzt und erreichen eine Weltauflage von mehr als 70 Millionen Exemplaren. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

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Kundenrezensionen

  • Mitreißend, spannend & Gefühle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von GiPi, am 22.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie durch ein Wunder überleben die junge Anwältin Kendall Deaton und ihr Baby einen schweren Autounfall. Mit letzter Kraft gelingt es Kendall sogar, den bewußtlosen Fahrer aus dem Auto zu retten. Es handelt sich um einen Mann, der sich infolgedessen an nichts mehr erinnern kann. Im Krankenhaus gibt Kendall Deaton an, daß es sich bei dem Verletzten um ihren Ehemann handelt. Doch schon in den nächsten paar Seiten wird klar, daß das nicht der Wahrheit entsprechen kann. Sie versucht mit ihren Baby aus dem Krankenhaus zu fliehen, was ihr aber gänzlich mißlingt. Daraufhin begibt sie sich zusammen mit dem bisher noch Unbekannten auf eine Flucht, vor etwas, das dem Leser verheimlicht wird. Immer wieder versucht sie den Fremden loszuwerden. Doch warum?

    Der Leser wird durch eine neutrale Erzählperson immer wieder auf Fährten geführt, die letztendlich doch wieder anders enden als erwartet und die Handlung als eher undurchschaubar wertet. Durch die verschiedenen Verstrickungen in die Handlungen wird die Geschichte sehr spannend gestaltet. Auch die Romantik, wie man diese von Sandra Brown kennt, kommt hier wieder nicht zu kurz.

    Eine mitreißende Geschichte, die sich kaum aus der Hand legen lässt.

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  • ein super Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ana, am 29.03.2010

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    Absolute spitzenklasse!Am Anfang etwas lahm,doch dann spannend,rasant,erotisch,sorgt teiweise für Gänsehaut.Eine sehr gut durchdachte Geschichte,eben Sandra Brown.Ich kann es jedem empfehlen

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  • Ein Glanzstück Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tine, am 04.01.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieser Thriller war fast zu viel für mich. Ich musste eine ganze Nacht durchlesen, weil ich mich zu sehr gegruselt hätte, um einfach gemütlich einzuschlafen. Wirklich extrem fesselnd geschrieben in einem faszinierenden Stil.






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  • liest sich gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Manja, am 11.12.2009

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kendall Deaton und ihr Baby überleben einen schweren Autounfall, bei dem eine Insassin getötet wird, den Fahrer kann Kandell mit letzter Kraft retten. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass der Mann sein Gedächtnis verloren hat. kendall gibt an, dass es sich um ihren Mann handelt. Seltsam, dass er nicht die kleinste Erinnerung an sie oder ihr gemeinsames Kind hat. und noch rätselhafter ist, warum Kendall bei jeder sich bietenden Gelegenheit versucht, ihn loszuwerden. Der gegenseitigen Anziehungskraft können sich aber beide nicht entziehen. So gehen sie gemeinsam auf die Flucht, denn das FBI ist ihnen auf den Fersen.

    Mir hat dieses Buch von Sandra Brown gut gefallen, ich bin mir sicher das es nicht das letzte ist, welches ich von ihr gelesen haben.

    Viel Spaß beim Lesen!!!!!!!

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  • Der totale Wahnsinn ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von R.W., am 27.01.2009

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist eines der besten von Sandra Brown und eines der besten die ich je gelesen habe. Aber es ist nichts für schwache, zartbesaitete Nerven ! Brutal, Nervenkitzel pur und Spannung ohne Ende. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Also unbedingt lesen, aber Achtung vorher alle Fenster und Türen verschliessen !

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  • Gelungener Thriller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von CaWa - die Leseratte, am 09.04.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Spannung wird behutsam aufgebaut.

    Man brennt darauf, zu erfahren, warum die junge Anwältin nach einem schweren Verkehrsunfall, den sie und ihr Baby wie durch ein Wunder überlebt, zunächst zu Protokoll gibt, der Mann am Steuer sei ihr Ehemann, dies aber nicht der Wahrheit zu entsprechen scheint.

    Spannung bis zuletzt.

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  • spannung garantiert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.12.2006

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    spannend bis zum schluß! nur 4 sterne da leider erst in der mitte des buches so richtig klar wird worum es geht und das ende leider nicht ausführlich genug beschrieben ist. ansonsten kommen spannung und gefühl nicht zu kurz!
    dies war mein erster roman von sandra brown aber bestimmt nicht mein letzter

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  • Sandra Brown ist super Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 05.08.2006

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Liest sich gut und ist ziemlich spannend

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  • Spannung pur! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katja, am 04.08.2006

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    Ich habe schon viele Bücher von Sandra Brown gelesen und muss sagen, dass dieses eines Ihrer besten Werke ist! Spannung garantiert!!!

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  • Enttäuschung auf ganzer Linie... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dancer, am 27.07.2006

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mein erstes Buch von Sandra Brown, dass mich ganz ehrlich auf ganzer Linie enttäuscht hat. Story des Buches und Personen waren zwar recht interessant angelegt und ausgearbeitet, doch stimmte meiner Meinung nach die Mischung zwischen Ihnen nicht....Schade!

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  • Empfehlenswert!! Super spannend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 18.04.2006

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es ist mein erstes Buch von Sandra Brown, welches ich gelesen habe. Und das Buch hat mich gepackt! Habe noch nie ein Buch in so kurzer Zeit gelesen. Das soll doch schon was bedeuten! Ist wirklich sehr spannend geschrieben! Ehrlich empfehlenswert!

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  • uninteresant Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bücherwurm84, am 04.10.2005

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    Also ich muß sagen ich hätte mehr erwartet. Ich fand das Buch nicht so gut, es hat mich richtig gelangweilt. Es passiert nicht wirklich etwas Spannendes.

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  • Nichts für Warmduscher Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 19.07.2005

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    Zuerst leichte Verwirrung da das Buch immer von der Vergangenheit in die Gegenwart hüpft, doch das macht es zu dem auch super spannend. Typisches Buch von Sandra Brown, eine Mischung aus genialem Thriller und Liebesroman und Psycho. Ich mag Ihre schreibweise ganz besonders. Die Zeugin ist mein absolutes Lieblingsbuch!

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  • Empfehlenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es war das erste Buch was ich von dieser Autorin gelesen habe. Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen, es wird nicht das Letzte gewesen sein. Spannung in Hochform.

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  • Gut zu lesen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Von vorn bis hinten leicht zu lesen, gut verständlich, mit viel Spannung und ein bischen Erotik liest dieses Buch gerne jede Frau von heute.

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  • Super!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Bis Seite 200 dachte ich nur: Was soll das ganze? Irgendwie war ich ein bißchen verwirrt, da in der Vergangenheit und in der Gegenwart geschrieben worden ist. Aber als dann herauskommt was in dem Städtchen Prosper so vor sich geht, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin noch nicht ganz durch und bin schon ziemlich aufs Ende gespannt. Aber ich kann jetzt schon sagen: Wirklich hervorragend!!

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  • Spannend und unterhaltsam Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich empfehle es allen meinen Freunden und auch die sind durchweg begeistert. Der Leser wird als Außenstehender immer tiefer in den Sumpf der Verwirrungen hineingezogen und Zeuge der Verganghenheit der Hauptakteurin. Man fühlt eher als Mitwisser, denn als Leser. Ist aber erst einmal die Vergangenheit geklärt, dann fällt die Spannung nicht aber, sondern die in der Gegenwart zu bewältigenden Situationen sind spannend bis zur letzten Seite.Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt und förmlich verschlungen.

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  • Heiße Spannung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Das Buch hat mir daher so gut gefallen,da es sehr interesant und spannend geschrieben ist. Es hat am Ende sogar das Happyend, was ich mir gewünscht hatte. Was ich auch sehr gut fand war,wie die Autorin vom jetzigen Leben der Anwältin und von ihrem vorherigem erzählt.Es macht viel Spaß es zu lesen und wenn man erst einmal anfängt,kann man garnicht mehr aufhören.

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  • Superspannender Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Ich bin ein großer Sandra Brown Fan und lese ihre Bücher mit wirklicher Spannung. Der Schreibstil von Sandra Brown ist so packend das man gar nicht mehr gewillt ist, das Buch aus den Händen zu legen.Mit dem Buch "Die Zeugin" ist ihr mal wieder ein Roman gelungen der das Prädikat besonders wertvoll und spannend verdient.Für mich ist es das beste Buch was ich von ihr gelesen habe.

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Der Säugling nuckelte an der Brust seiner Mutter.
»Er strahlt wirklich Lebensfreude aus«, meinte die Schwester. »Irgendwie sieht man es einem Baby einfach an, ob es zufrieden ist oder nicht. Ich meine, das hier ist es.«
Kendali konnte sich nur ein schwaches Lächeln abringen. Sie brachte kaum einen zusammenhängenden Gedanken zustande, von einer richtigen Unterhaltung ganz zu schweigen. Immer noch versuchte sie, die Erkenntnis zu verdauen, daß sie und ihr Kind den Unfall überlebt hatten.
Ein dünner gelber Vorhang schirmte im Untersuchungszimmer der Krankenhaus-Notaufnahme die Patienten notdürftig vom Gang ab. Neben den weißen Metallkästen mit den Verbänden, Spritzen und Schienen befand sich ein Edelstahlwaschbecken. Kendali saß auf dem gepolsterten Untersuchungstisch in der Mitte der Kabine und wiegte ihren Sohn in den Armen.
»Wie alt ist er?« fragte die Krankenschwester.
»Drei Monate.«
»Erst drei Monate? Das ist aber ein kräftiges Kerlchen!« »Er macht sich prächtig.« »Wie heißt er noch mal?« »Kevin.«
Die Krankenschwester lächelte die beiden an und schüttelte dann staunend und voller Ehrfurcht den Kopf. »Ein Wunder, daß Ihnen nichts passiert ist. Eine schreckliche Situation, meine Liebe. Sind Sie nicht durchgedreht vor Angst?«
Der Unfall war zu schnell passiert, als daß Kendali dem Geschehen hätte folgen können. Es hatte so gegossen, daß der Wagen praktisch schon aufgeprallt war, ehe man den umgestürzten Baum gesehen hatte. Viel zu spät hatte die Beifahrerin auf dem Vordersitz aufgeschrien, der Fahrer das Steuer herumgerissen und die Bremse durchgetreten.
Sowie die Reifen den Halt auf dem nassen Pflaster verloren, begann sich der Wagen um 180 Grad zu drehen, wurde erst von der Straße und dann über das weiche, schmale Bankett geschleudert, um schließlich die viel zu schwache Leitplanke niederzureißen. Alles nahm seinen unabänderlichen Lauf.
Kendall hörte wieder den Lärm, mit dem der Wagen die überwucherte Böschung hinunterstürzte. Äste kratzten die Lackierung auf, schälten die Gummileisten ab und schlugen die Radkappen weg. Die Fenster barsten. Felsen und Baumstümpfe verbeulten die Karosserie. Merkwürdigerweise gab im Wagen niemand einen Laut von sich. Wahrscheinlich hatte das Entsetzen ihnen die Sprache verschlagen.
Obwohl sie den unvermeidlichen letzten Aufprall lange kommen sah, überraschte es sie, mit welcher Wucht der Wagen bei seinem Absturz auf die massive Fichte prallte.
Dem Gesetz der Schwerkraft folgend, hoben sich die Hinterräder steil an. Als das Fahrzeug endgültig zu Boden krachte, schlug es dumpf und massig wie ein tödlich verwundeter Büffel auf und gab dann einen pfeifenden Todesseufzer von sich.
Kendall hatte mit angelegtem Dreipunktgurt hinten gesessen und überlebt. Obwohl der Wagen obendrein gefährlich schief an dem abschüssigen Hang klemmte, schaffte sie es, mit Kevin in den Armen aus dem Wrack zu klettern.
»Das Gelände da draußen ist ziemlich unwegsam«, bemerkte die Krankenschwester. »Wie, um alles in der Welt, sind Sie aus dieser Schlucht rausgekommen?«
Das war nicht leicht gewesen.
Sie hatte gewußt, daß es schwierig werden würde, sich zur Straße hochzuhangeln, aber hatte unterschätzt, wieviel Kraft sie der Aufstieg kosten würde. Kevin in ihren Armen zu halten, hatte das Ganze doppelt erschwert.
Das Gelände schenkte ihr nichts, das böswillige Wetter genauso wenig. Der Boden war nur noch schlammiger Morast. Darüber breitete sich ein verfilzter Pflanzenteppich, durch den sich immer wieder scharfkantige Felsen bohrten. Der Regen peitschte fast waagerecht durch die Luft und hatte sie in wenigen Minuten bis auf die Haut durchnäßt.
Noch bevor sie ein Drittel des Weges geschafft hatte, begannen die Muskeln in Armen, Beinen und im Rücken zu ermatten und vor Überanstrengung zu brennen. Die ungeschützte Haut wurde durchbohrt, zerkratzt, aufgerissen, blaugeschlagen, wundgepeitscht. Mehr als einmal meinte sie, es nie zu schaffen, und hätte am liebsten aufgegeben, um sich hinzulegen und zu schlafen, bis die Natur ihr Leben und das ihres Kindes forderte.
Aber der Überlebensinstinkt war stärker als diese verlockende Unterwerfung, deshalb kämpfte sie weiter. Schlingpflanzen und Felsen als Halt und Fußstützen nutzend, zog sie sich hoch, bis sie endlich die Straße erreichte, wo sie in der Hoffnung auf Hilfe dahinwankte.
Sie war am Rande des Deliriums, als sich zwei Scheinwerfer durch den Regenschleier bohrten. Erleichterung und Erschöpfung überwältigten sie. Statt dem Auto entgegenzulaufen, sank sie auf dem Mittelstreifen der schmalen Landstraße zusammen und wartete darauf, daß das Auto vor ihr hielt.
Ihre Retterin war eine schwatzhafte Frau unterwegs zu einer Mittwochabendpredigt. Sie setzte Kendall beim nächstbesten Haus ab und meldete den Unfall. Zu ihrem Erstaunen erfuhr Kendall später, daß sie nur eine Meile von der Unfallstelle entfernt gewesen war, als die Frau sie aufgelesen hatte. Ihr war es eher wie zehn vorgekommen.
Ein Krankenwagen brachte sie und Kevin ins nächste Ortskrankenhaus, wo man sie gründlich untersuchte. Kevin war unverletzt. Sie hatte ihn gerade gestillt, als der Wagen über den Abhang geschossen war. Instinktiv hatte Kendall ihn an ihre Brust gepreßt und sich vorgebeugt, ehe der Schultergurt einrastete und sie zurückhielt. Ihr Körper hatte ihn geschützt.
Zahllose Schnitte und Kratzer schmerzten sie zwar, waren aber harmlos. Die Glassplitter wurden ihr einzeln aus den Armen gezogen, ein unangenehmer und zeitaufwendiger Vorgang, der aber nicht der Rede wert war, wenn man bedachte, was ihr alles hätte zustoßen können. Ihre Wunden wurden desinfiziert; das angebotene Schmerzmittel lehnte sie ab, weil sie ihr Kind noch stillte.
Außerdem mußte sie sich jetzt, nachdem sie gerettet und ihre Wunden versorgt waren, einen Fluchtplan zurechtlegen. Beruhigungsmittel würden sie am Nachdenken hindern. Sie brauchte einen klaren Kopf, um ihr erneutes Verschwinden zu planen.
»Ist es okay, wenn der Hilfssheriff jetzt reinkommt?«
»Sheriff?« wiederholte Kendall. Die Frage der Krankenschwester riß sie aus ihren Gedanken.
»Er möchte schon mit Ihnen reden, seit man Sie hergebracht hat, um den offiziellen Kram mit Ihnen zu klären.«
»Ach so. Natürlich, soll ruhig reinkommen!«
Kevin hatte sich sattgetrunken und schlief friedlich. Kendall zog das Krankenhaushemd zu, das man ihr gegeben hatte, nachdem man ihr die nassen, schmutzigen, blutigen Sachen ausgezogen und sie eine heiße Dusche genommen hatte.
Auf ein Zeichen der Krankenschwester hin trat der örtliche Gesetzeshüter mit einem Begrüßungsnicken durch den Vorhang. »Wie geht's Ihnen, Madam? Alles okay?« Er nahm höflich die Mütze ab und sah sie ernst an.
»Es ist alles in Ordnung, glaube ich.« Sie räusperte sich und versuchte überzeugender zu klingen. »Wir sind wohlauf.«
»Ich schätze, Sie haben ganz schön Glück gehabt, am Leben und heil und ganz zu sein, Madam.«
»Da gebe ich Ihnen recht.«
»Der Unfallhergang ist völlig klar, mit dem umgestürzten Baum mitten auf der Straße und so weiter. Der Blitz hat ihn erwischt und genau über der Wurzel gefällt. Hier gießt's schon seit Tagen, der Regen hört wohl nie mehr auf. Alles ist überflutet. Wundert mich nicht, daß der Bingham Creek Ihren Wagen gleich fortgerissen hat.«
Von dem verbeulten Auto waren es nicht mal mehr als zehn Meter bis zum Fluß gewesen. Nachdem sie aus dem Wrack gekrochen war, hatte sie sich in den Schlamm gehockt und den Fluß ängstlich und fasziniert zugleich angestarrt. Das schlammige Wasser reichte hoch über die Uferlinie und riß Treibgut aller Art mit sich. Es zerrte an den Bäumen, die das normalerweise liebliche Ufer säumten.
Sie schauderte bei dem Gedanken, was geschehen wäre, wenn ihr Wagen sofort nach dem Aufprall auf den Baum noch ein paar Meter weiter geschlittert wäre. Entsetzt mußte sie mitansehen, wie er nach einer Weile abwärts rutschte und von dem tosenden Fluß verschlungen wurde.

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