Die traurige Geschichte der Brüder Grossbart

Roman. Deutsche Erstveröffentlichung

von Jesse Bullington

Buch

Taschenbuch (541 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Zu behaupten, dass die Brüder Grossbart grausame Räuber waren, wäre sogar in den Ohren des schlimmsten Wegelagerers untertrieben. Und würde man sie als mörderische Schweine bezeichnen, so wäre dies eine Beleidigung selbst für den stinkendsten Keiler. Sie waren Grossbarts durch und durch, und in vielen Ländern sprach man diesen Namen mit Schrecken aus. Gleichwohl waren sie nicht so widerwärtig wir ihr Vater oder so durchtrieben wie ihr Großvater, nein, die Brüder waren schlimmer. Manchmal kann das Blut eines Geschlechts binnen einer Generation böse werden, oder sich im Laufe von Jahrzehnten in etwas wahrhaft Böses verwandeln, und das war bei den grässlichen Zwillingen Hegel und Manfried der Fall

Produktdetails

ISBN-10: 3-404-28550-6
EAN: 9783404285501
Originaltitel: The Sad Tale of the Brothers Grossbart
Erschienen: 13.04.2011
Verlag: Lübbe
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 541
Länge/Breite: 217mm/134mm
Gewicht: 625 g
Altersempfehlung: 16 - 99
Übersetzer: Eva Bauche-Eppers
Illustrator: Karl Piepenburg
Reihe: Bastei-Lübbe Taschenbücher
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Kundenrezensionen

  • Ein "Splatter-Märchen" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Damian Wischnewsky, am 09.01.2012

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    Man nehme typische Elemente eines herkömmlichen Volksmärchens - etwa Hexen, Tiermenschen, Meerjungfrauen, böse Geister und ähnliches - und vermenge diese mit beispielloser Brutalität, Irrsinn und blankem Ensetzen.
    Kann das gut gehen? Ja, das kann es! Und Jesse Bullington liefert mit diesem Buch den Beweis. Überzeugend fügt der Autor die grausigen Geschichten über die Brüder Manfried und Hegel Großbart #halb Grabräuber, halb Glücksritter# zu einem markerschütternden
    Roman zusammen. Das bemerkenswerte an diesem Buch ist die Balance zwischen Szenen des Grauens und Momenten der Heiterkeit. Denn wenn der Leser die Fieslinge nicht gerade bei ihren Untaten verfolgt, so wird er mit dem banalen Alltag der umherziehenden
    Großbarts konfrontiert. Dabei zaubern die völlig verdehte Weltsicht der bärtigen Brüder, wie auch ihre derben Scherze und Frotzeleien, dem Leser ein ums andere Mal ein breites Grinsen ins Gesicht.
    Das Lesevergnügen wird zudem von einem herrlichen Sprachstil gemehrt, der diesen schaurigen Episoden aus dem Mittelater zusätzliche Authentizität verleiht. Ein Buch, das mich überrascht hat und dessen Szenen mich vermutlich noch lange verfolgen werden...

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  • Mehr Bullington, bitte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kitty Moeller, am 10.05.2011

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    Würde Terry Gilliam je einen Fantasyroman schreiben, so wäre er sicher wie dieser. "Die traurige Geschichte der Brüder Grossbart" ist meine Fantasyüberraschung des Jahres. Zynisch-fieses (und ich meine richtig, richtig fies), blutiges und absolut durchgeknalltes Märchen der Extraklasse.
    Eine absolute Meisterleistung, bei deren Lektüren man aber möglichst nichts essen sollte...;)
    Die teilweise ausgedachten Quellenangaben am Ende des Buches und die Geschichte um das vermeintlich verlorene Original- Manuskript lassen den Leser zusätzlich an andere Meilensteine des Genres zurückdenken...("S. Morgenstern" lässt grüßen). Nur schade, dass der Verlag nicht Cover und Ausstattung der englischen Originalausgabe übernommen hat, die in meinen Augen wirklich wunderschön ist.

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  • Tragoedia Fratrum Barba Magna Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Philipp Rohn, am 21.04.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In der Bombennacht in Dresden wurde das vollständige Original-Manuskript der "traurigen Geschichte der Brüder Großbart" leider vernichtet. Aus Resten, die man als Seitentrenner einer handgeschriebenen Bibel in einem ländlichen Mönchskloster fand, konnte Jesse Bullington jedoch ein ansehnlich dickes Buch mit Geschichten aus dem Leben der gefürchteten Gebrüder Manfried und Hegel zusammengestellt. Eine wunderschöne Sprache, einem alten Grimm-Märchenbuch gar nicht unähnlich, wird von vielen tollen Illustrationen unterstützt.

    Schön, dass auch solche Bücher noch ihren Weg in moderne Fantasy-Abteilungen finden! Lese-Tipp!

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