Die Eisläuferin

Roman. Originalausgabe

von Katharina Münk

Buch

Taschenbuch (246 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Während ihrer Urlaubsreise mit der Transsibirischen Eisenbahn kommt einer Regierungschefin das Gedächtnis abhanden. In Omsk fällt ihr ein Bahnhofsschild aufs Haupt und stiehlt ihr fortan zwanzig Jahre ihres Lebens und jeden Tag aufs Neue ihre Erinnerungen. Ihr engster Beraterkreis und ihr Mann sind sich einig, diese Unpässlichkeit vorerst geheimzuhalten und die Chefin Tag für Tag neu »auf Schiene« zu setzen. Der Plan funktioniert - allerdings mit einigen Nebenwirkungen: Sie regiert plötzlich, als gäbe es kein Morgen, spontan, unvoreingenommen, ja geradezu leidenschaftlich. Und auf der Suche nach ihrem Gedächtnis kennt sie kein Pardon …

Pressestimmen:

"Autorin Katharina Münk hat eine politische Satire geschrieben, köstlich witzig und herrlich ironisch."
Sabine Jünemann, Delmenhorster Kreisblatt 30.11.2011

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-24881-5
EAN: 9783423248815
Erschienen: 01.11.2011
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 246
Länge/Breite: 211mm/136mm
Gewicht: 395 g
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Buchhändlertipps

  • Täglich grüßt das Murmeltier Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Magdalena Berger, am 29.11.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Eine Regierungschefin möchte mit ihrem Mann Urlaub machen. Doch als Staatsoberhaupt ist das gar nicht so leicht. Ohne Ihre Bodyguards reisen sie nach Russland, um dort mit der Transsibirischen Eisenbahn zu reisen. Als sie in Omsk aussteigt fällt ihr unglücklicherweise ein Schild auf den Kopf. Von nun an kann sie sich nicht mehr an die letzten 20 Jahre ihres Lebens erinnern. Die Regierungschefin, welche nie mit Namen angesprochen wird kann jedoch nicht von heute auf morgen abgesetzt werden. Deshalb wird die Öffentlichkeit nicht verständigt und sie regiert weiter. Jeden Tag muss sie von nun an über ihre Position und Verantwortung aufgeklärt werden. Von nun an regiert sie spontan und leidenschaftlich...Ein lustiger Roman. Die Charaktere haben jedoch wenig Tiefgang.

Kundenrezensionen

  • Satire auf die Politik Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von leserattebremen, am 16.04.2012

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    Eine Regierungschefin wird im Urlaub von einem herunterfallenden Bahnhofsschild getroffen und kann sich an die letzten 20 Jahre ihres Lebens nicht mehr erinnern. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, vergiss sie über Nacht alles, was sie tagsüber gelernt und erfahren hat. Jeden Morgen muss ihr Mann ihr wieder beibringen, dass sie keineswegs in ihren Wahlkreis muss, weil sie nämlich längst Regierungschefin ist. Diese Ausgangssituation führt zu zahlreichen amüsanten Erlebnissen der Politikerin mit ihren Mitarbeitern, die langsam beginnen, an ihrem Stuhl zu sägen.

    Dass mit der „Regierungschefin einer westlichen Industrienation“ durchaus Angela Merkel gemeint sein könnte, wird an einigen Episoden schnell deutlich, stört beim Lesen jedoch nicht. Die Autorin zeichnet ein herrlich überspitztes Bild des Politikbetriebs und zeigt, dass Umfragewerte offensichtlich nicht von politischen Entscheidungen abhängen. Je unkonventioneller sich die Protagonistin in der Öffentlichkeit bewegt, desto beliebter wird sie beim Volk und desto suspekter wird sie ihrem Mitarbeiterstab, da sie sich nicht an die intern offensichtlich bestehenden Regeln hält.
    Das Buch ist gute Unterhaltungsliteratur, plätschert jedoch manchmal etwas langatmig dahin. Ich hätte mir für die Geschichte stellenweise allerdings eine extremere Entwicklung gewünscht, um wirklich herausragend zu sein.

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  • Erinnerst du dich noch oder regierst du schon? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anita Schiller, am 13.04.2012

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    Was kann einer Regierungschefin schlimmeres passieren, als in ihrem langersehnten Urlaub in Sibirien das Opfer eines rostigen Nagels zu werden und daraufhin ihr wertvolles Gedächntnis zu verlieren? Zu allem Übel spannt der Hippocampus diese Regierungschefin auf die Folter und schenkt nur sehr, sehr langsam und rar Erinnerungen.

    Während der Suche nach den letzten 20 Jahren obliegt es der Regierungschefin, ihren alltäglichen, stressigen Berufsalltag zu meistern, was in den Augen ihrer Kollegen zu spontan und extrem erfolgt. Denn neben Eiskunstlaufen und einem Verkehrsdelikt zerrt sie einen Bischof ins Wasser, um ihrem Hippocampus auf die Sprünge zu helfen. Alles in allem sehr skurril und eher befremdlich.

    Der Schreibstil ist für sich betrachtet flüssig und leicht verständlich. Mit teilweise amüsanten Gedanken der Regierungschefin wird die Geschichte aufgelockert, jedoch passt diese Gedankenwelt und der Schreibstil weniger zu der Regierungschefin. Man hat den Eindruck, dass eine 20jährige Politikerin die Hauptperson ist, aber eben nicht eine betagtere Frau.

    Auch das Bild der Politik wird sehr stereotyp beschrieben. So erscheint ein Großteil ihrer Kollegen intrigant und egoistisch. Zudem äußert sich die Regierungschefin dahingehend, dass es gar nicht wichtig sei, ihr Gedächtnis zu haben oder nicht; schließlich habe sich an der Politik und dem Regieren sowieso nichts verändert. Genauso trivial erscheint das Ende, sodass das Buch wohl höchstens als nettes Etwas für Zwischendurch beschrieben werden kann.

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  • Gute Idee - langatmiges Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Karin Germann, am 09.04.2012

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    Da habe ich wirklich mehr erwartet, zumal sich die Autorin im Bereich Politik und Managment auskennt und unter einem Pseudonym schreibt.

    Die Idee mit der Amnesie der Regierungschefin, welche durch das morgendliche Briefing die Fassade aufrecht erhalten soll, fand ich spannend. Da das Buch dann aber enttäuschend wenig Erzählfluss und Handlung zeigt, habe ich es nicht ausgelesen sondern weg gelegt. Auch wenn mich schon interessiert hätte, ob zu der fiktiven Person eine Parallele in der realen Politik besteht...

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  • Erinnerst du dich noch oder regierst du schon? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anita Schiller, am 11.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Was kann einer Regierungschefin schlimmeres passieren, als in ihrem langersehnten Urlaub in Sibirien das Opfer eines rostigen Nagels zu werden und daraufhin ihr wertvolles Gedächntnis zu verlieren? Zu allem Übel spannt der Hippocampus diese Regierungschefin auf die Folter und schenkt nur sehr, sehr langsam und rar Erinnerungen.

    Während der Suche nach den letzten 20 Jahren obliegt es der Regierungschefin, ihren alltäglichen, stressigen Berufsalltag zu meistern, was in den Augen ihrer Kollegen zu spontan und extrem erfolgt. Denn neben Eiskunstlaufen und einem Verkehrsdelikt zerrt sie einen Bischof ins Wasser, um ihrem Hippocampus auf die Sprünge zu helfen. Alles in allem sehr skurril und eher befremdlich.

    Der Schreibstil ist für sich betrachtet flüssig und leicht verständlich. Mit teilweise amüsanten Gedanken der Regierungschefin wird die Geschichte aufgelockert, jedoch passt diese Gedankenwelt und der Schreibstil weniger zu der Regierungschefin. Man hat den Eindruck, dass eine 20jährige Politikerin die Hauptperson ist, aber eben nicht eine betagtere Frau.

    Auch das Bild der Politik wird sehr stereotyp beschrieben. So erscheint ein Großteil ihrer Kollegen intrigant und egoistisch. Zudem äußert sich die Regierungschefin dahingehend, dass es gar nicht wichtig sei, ihr Gedächtnis zu haben oder nicht; schließlich habe sich an der Politik und dem Regieren sowieso nichts verändert. Genauso trivial erscheint das Ende, sodass das Buch wohl höchstens als nettes Etwas für Zwischendurch beschrieben werden kann.

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  • Die Eisläuferin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von leselampe2, am 06.01.2012

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    Im zweiten Roman von Katharina Münks geht es um eine Regierungschefin eines westlichen Industriestaates. (Wer da wohl gemeint ist?) Im Urlaub entfliegt sie mit ihrem Mann den Sicherheitskräften um ungestört mit der transsibirischen Eisenbahn zu fahren. In Omsk fällt ihr ein Stationsschild auf den Kopf und Frau M. verliert daraufhin ihr Gedächnis der letzten 20 Jahre. Auch Neues kann sie sich nicht mehr behalten. Jeden Tag muss ihr Mann ihrem Gedächnis wieder auf die Sprünge helfen.
    Das Fatale: Sie redet und macht ab nun an, was sie denkt. Zum großen Leid für ihre Parteikollegen. Es kommt immer wieder zu neuen ungeplanten Situationen mit der Presse und vor der Bevölkerung. Zur großen Überraschung steigert das ihre Beliebtheit beim Volk.

    Sobald man dahinter gekommen ist, wer die gemeinten Personen sind, ist es nicht mehr so schwer
    in der Geschichte ganz ohne Personennamen vorranzukommen.
    Manche Dialoge sind schön geschrieben, andere wieder langatmig. Allgemein empfand ich den Schreibstil recht nüchtern. Trotzdem gab es einige Stellen zum Schmunzeln. Der Leser bekommt hier einen außergewöhnlichen Einblick ins Leben der Politiker.

    Ich hatte mir mehr von der "Amnesie der Bundeskanzlerin" versprochen. Für die Bevölkerung und dem Leser ändert sich schlussendlich gar nichts (trotz der "neuen" Regierungsform). Was am Anfang noch amüsant anfing, wurde ab einem gewissen Zeitpunkt für mich nur noch langweilig und führte dazu, dass ich immer mal wieder das Buch weggelegt habe und ganz schön lange brauchte,

    mich bis zum Ende durchzukämpfen.

    Die Geschichte endet sehr abrupt. Fazit für mich: nette Unterhaltung für zwischendurch, aber nichts Außergewönliches. Schade.

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  • Politisches Überleben auf glattem Parkett Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von melange, am 04.01.2012

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    Zum Inhalt: Die Regierungschefin einer westlichen Industrienation (ein Schelm, wer "Merkel" dabei denkt) fährt inkognito mit der Bahn durch Sibirien. In Omsk fällt ein Bahnhofsschild auf das Haupt der Dame und führt bei ihrem inneren Stab bald zur vollständigen Verzweiflung. Die folgenden Versuche, den vollkommenen Verlust des Gedächtnisses der letzten 20 Jahre vor Volk, Presse und vor allem Opposition geheim zu halten, beschreibt Katharina Münk (Pseudonym) mit Charme und augenzwinkerndem Humor.

    Zum Cover: Eisläuferin auf Spieluhr, - ich hätte eher eine Schneekugel bevorzugt, die zur Erinnerungshilfe wird. Trotzdem ist auch dieses Instrument zur Versinnbildlichung der Schwierigkeiten, die jeden neuen Tag aufs Neue auf Chefin und Eingeweihte warten, durchaus geeignet.

    Mein Eindruck: Zwar werden fast nie konkrete Namen verwendet, doch die Seitenhiebe auf real existierende Bundeskanzlerinnen und Oppositionschefs sind zu eindeutig, um ignoriert zu werden; - das Pseudonym der Schriftstellerin damit sehr angebracht. Ich persönlich habe mich glänzend amüsiert, wenn der politische Eiertanz auf die Schippe genommen wurde - schließlich ist das diplomatische Leben auch ohne Handicap schon schwer genug. Dass es einer Regierungschefin nicht abträglich sein muss, Gefühle zu zeigen und unkonventionelle Wege zur Völkerverständigung zu gehen, glaube ich sofort - wie gerne schimpft das gemeine Volk doch auf "die da oben", die jeglichen Bezug zu Sorgen und Nöten der Mitbürger verloren zu haben scheinen.

    Fazit: Wer nicht auf Tiefe hofft, sondern sich einfach nur mit einem parallel zum Buch ablaufenden Kopfkino unterhalten lassen will, ist gut bedient, wer auf politische Korrektheit, boshafte Satire oder ernsthafte Kritik setzt, wird enttäuscht sein. Da ich mich zur erstgenannten Gruppe zähle (ernsthafte und schwer verdauliche Politik habe ich gerade genügend real vor Augen), verteile ich gerne 4 Sterne.

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  • Erfrischend neu und witzig! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Tina Bauer, am 01.01.2012

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    Die Regierungsschefin Russlands fährt trotz aller Einwände mit der transsibirischen Eisenbahn in Urlaub. Ihren Sicherheitschef lässt sie kurzerhand ebenfalls zuhause. Sie möchte einfach nur normalen Urlaub mit ihrem Mann machen und mal wirklich was erleben. Von Mensch zu Mensch sozusagen. Doch alles kommt anders als geplant, als ihr in Omsk ein Schild auf den Kopf fällt und sie morgens darauf in einem Krankenhaus aufwacht und in ihrem Gedächtnis die letzten zwanzig Jahre verschwunden sind. Der engste Regierungskreis versucht das Schlimmste zu verhindern und brieft sie sozusagen vor jedem öffentlichen Auftritt. Doch ist dass das Leben was sie sich gewünscht hat?

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  • Hat das mit dem demokratischen Aufbruch nicht geklappt? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.11.2011

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    Zur Handlung:

    Die Chefin einer westlichen Industrienation verliert unter unglücklichen Umständen ihr Gedächtnis. Zunächst entwickelt sich das Ganze katastrophal, hat die Chefin doch keine Ahnung davon, wie man richtig regiert. Außerdem kann sie vorübergehend weder lesen noch schreiben. Was also tun? Erstmal wird ein russischer Therapeut versuchen, ihr mithilfe von Pfirsichen und Eislaufen auf die Sprünge zu helfen. Gleichzeitig muss der Führungsapparat der Nation versuchen, seine Macht zu erhalten. Die kommen dabei auf wirklich skurrile Ideen. In in der Zwischenzeit aber regiert die Chefin drauf los. Mit Charme und Bürgernähe punktet sie beim Volk, die Opposition aber nutzt jeden Patzer, um ihr zu schaden. Wie sie sich dabei schlagen wird?

    Zum Cover/Klappentext/Gestaltung/Gliederung

    Das Cover weist auf ein humorvolles Buch hin und macht Lust auf´s Lesen. Es ist freundlich gestaltet und zeigt eine Frau auf einer Art zugefrorenem Brunnen. Der Klappentext sagt über die Handlung für meine Begriffe etwas zu wenig aus, jedoch klären sich offene Fragen nach ein paar Seiten Lektüre von selber. Das Buch ist in Einzelkapitel von unterschiedlicher Länge, jeoch meist von ca. 12 Seiten Umfang gegliedert.

    Zum Schreibstil/Darstellung der Handlung/Protagonisten

    Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt einen leicht mitdenken. Leider ist die Handlung an mancher Stelle etwas unzureichend erklärt. Mir fehlt ebenfalls eine genauere persönliche Beschreibung der Charaktere, beispielsweise in der Lebensgeschichte der Chefin. Zeitweise vermisst man im Schreibstil der Autorin Emotionen. Die Handlung ist nicht immer klar erkennbar, einzelne Perspektivenwechsel verwirren den Leser. Trotzdem ist das Buch eine nette Idee. Erwähnenswert ist auch die starke Realitätsnähe zur tatsächlichen Situation Deutschlands. Auch die witzige Art und Weise, mit der die Chefin regiert, animiert zum Weiterlesen. Im Ganzen gesehen kann man aber nicht mehr als drei Sterne auf das Buch vergeben.

    Fazit: Nette Idee, aber leider teilweise unzureichende Umsetzung. Die Meinung anderer Leser, sie hätten es nach der Hälfte weglegen müssen, kann ich aber trotzdem nicht teilen.

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  • Gruß, die Ihrige Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von linus63, am 08.11.2011

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    Der Regierungschefin einer westlichen Industrienation fällt bei einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn ein Bahnhofsschild auf den Kopf. Als sie wieder aus dem Koma erwacht, fehlen ihr nicht nur die Erinnerungen an die letzten 20 Jahre, sondern auch jeden Morgen erneut die Informationen vom Vortag. So erfährt sie jeden Morgen auf´s Neue, dass sie ein Land zu regieren hat. Der Minister für Außerordentliche Vorkommnisse reist mit wenigen Eingeweihten an und sie beraten, wie weiter zu verfahren ist. Es wird beschlossen, sie weiterhin im Amt zu belassen und sie jeden Morgen via Podcast neu ins Bild zu setzen. Dies funktioniert so lange, bis sie bemerkt, dass Emotionen die Erinnerung fördern und ihr engster Stab nicht mit offenen Karten spielt. Daraufhin setzt sie alles daran, ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, was ihr einerseits große Popularität einbringt, sie andererseits für die Politiker unberechenbar macht.

    Das Cover der "Eisläuferin" finde ich optisch gelungen. Bei genauer Betrachtung in Verbindung mit dem Text des Buchrückens besteht kein Zweifel mehr, welche Regierungschefin einer westlichen Industrienation gemeint sein könnte, springt mir doch vom Sockel der Spieldose der Bundesadler, eingerahmt von Bändchen in Schwarz-Rot-Gold direkt ins Auge. Bereits jetzt ist zu erkennen, dass es sich um eine Politsatire handelt.

    Nach wenigen Seiten habe ich mich an den dichten, trockenen, fast schon distanzierten und oft ironischen Schreibstil gewöhnt, der meist flüssig zu lesen ist. Es wird aus der Sicht verschiedener Personen berichtet, wobei diese fast ausschließlich als "er" oder "sie" bezeichnet werden. Dies bremst teilweise den Lesefluss, weil nicht immer auf Anhieb klar ist, wer denn nun gemeint ist und ich manche Passagen zweimal lesen musste. Auffällig ist, dass außer dem Sicherheitschef und dem Therapeuten niemand mit Namen, sondern ausschließlich nach seiner Funktion bezeichnet wird - gewöhnungsbedürftig, aber im Rahmen einer Satire passend.

    Die Grundidee zur Geschichte - der Erinnerungsverlust einer Person für einen gewissen Zeitraum mit nächtlichem Reset - ist nicht neu, mir bisher im Kontext der Politik aber noch nicht begegnet. Die Handlung ist zwar amüsant, beinhaltet aber keine Höhepunkte und ist meinem Empfinden nach Kulisse für Wortspiele, Anspielungen in Namensgebungen, leere Phrasen und Situationskomik, die das Geschehen lebendig machen. So ist Herr Bodega ihr persönlicher Sicherheitschef. Köstlich amüsiert habe ich mich über die Gedanken der Regierungschefin, als sie sich selbst bei ihrer morgendlichen Einweisung im Podcast beobachtet. Dabei beschreibt sie sich sehr treffend mit den Augen einer Außenstehenden, jedoch ist ihr "die Frau auf dem Bildschirm seltsam fremd geblieben" (S. 76) ... Es werden aber nicht nur Schwächen betrachtet, sondern zwischen vielen "Hören Se mal" (z.B. S. 139) ist es ihrer Intelligenz und Energie zu verdanken, dass sie selbst dem Spiel der Politiker auf die Schliche kommt.

    Zum Lesen des Buches sollte man sich Zeit nehmen, um alle Feinheiten und Spitzen im Schreibstil und in der Geschichte selbst zu erkennen. Dann wird das Buch trotz einiger Längen zu einer empfehlenswerten Lektüre, die über ihren Unterhaltungswert hinaus auch - wieder einmal - Denkanstöße zu unseren Politikern geben kann.

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  • Eiskalt erwischt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Brilli, am 03.11.2011

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    hatte es den Hippocampus der Regierungschefin eines westlichen Landes, als in Omsk ein Bahnhofsschild auf sie herunterstürzte. Die westliche First Lady befand sich gerade auf einem "incognito-Urlaub" mit der Transsibirischen Eisenbahn. Begleitet wurde sie nur von ihrem Ehemann und dem von Tolstoi erschaffenen Werk "Krieg und Frieden". Mitwisser dieser geheimen Urlaubsaktion war Herr Bodega, ihr Generalsekretär, der enge sms-Verbindung zu ihr hielt. Durch den unvorhergesehenen Kontakt mit dem maroden Bahnhofsschild wurde eine Amnesie ausgelöst, die eine Erinnerung von ca. zwanzig Jahren zunichte machte. Als diese Erkenntnis im kleinen Kreis der Eingeweihten amtlich wurde, setzte man eine Welle von Massnahmen in Gang, welche die Situation vertuschen sollten. Jeden Tag neu musste die Chefin auf die anlaufende Regierungsspur gebracht werden, ein Therapeut musste her, jede Situation erforderte Vorplanung. Dennoch verblüffte die Lady ihr Umfeld durch ihr Verhalten. Als ob eine neue Person am Werke sei, ging sie die Aufgaben mit anderer Grundhaltung an, mehr Spontaneität, mehr Handeln aus dem Bauch heraus, vieles simpler und trotzdem logisch. Dinge wurden durchgeführt, die man vorher mit ihrem Namen nicht verbunden hätte, von denen man niemals geglaubt hätte, dass sie in ihrem Inneren verborgen waren. Alles änderte sich - sie selbst, ihr Kontakt zu den Menschen und nicht zuletzt ihr Wissen um das, was wirklich bedeutsam ist. Sei es in dem Moment, in dem man es verliert, als auch dann, wenn man es - zumindest in kleinen Dosen - wiedererhält.

    Lange muss man nicht rätseln, um welches Land es sich handelt bei dieser westlichen Nation. Wo denkt man schon 'mal an eine Jamaika-Koalition? In welchem bedeutsamen, westlichen Industriestaat hat die Chefin ein absolutes faible für Blazer (und das in allen Farben!), die obligatorischen T-Shirts mit halbrundem Ausschnitt und modischer Kette darauf? Auch ein blonder Aussenminister mit Brille könnte ein Hinweis sein. Der geneigte Leser wird also hier kaum Schwierigkeiten haben. Allerdings führt die Namenlosigkeit der Protagonisten leider auch zu einer gewissen "Abständigkeit" und verhindert etwas die mentale Kontaktaufnahme vom Leser auf der einen zur Romanperson auf der anderen Seite. Dennoch erfreut es den aufmerksam Lesenden, dass das Schicksal der Chefin an der Bio-Käsetheke eines Supermarktes unter dem Sonderangebotsschild für Parmigiano eine positive Wendung nimmt! Was für eine großartige Fügung!

    Der Schreibstil ist flüssig, an vielen Stellen blitzt ein herrlicher Humor auf, der die Stellen wettmacht, an denen Zähflüssigkeit die Oberhand hat.

    Das Cover ist gekonnt gewählt, hat Beziehung zur story in den Details, von der blazergekleideten, flott dahergleitenden Regierungschefin(wir waren früher alle 'mal schlanker!) auf der immer wieder zum Aufziehen bereiten Spieluhr mit Reichsadleremblem und umlaufender schwarz-rot-goldener Raff-Bordüre.

    Amusante Politsatire, sehr kurzweilig und empfehlenswert.

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  • Echt klasse Unterhaltung! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von mac tíre súl, am 03.11.2011

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    Um aus ihrem Alltagstrott einmal zu fliehen, macht sich die Regierungschefin einer westlichen Industrienation mit ihrem Mann heimlich auf den Weg in den Urlaub. Ihr großer Wunsch: einmal mit der transsibirischen Eisenbahn zu fahren! Bei einem unplanmäßigen Halt in Omsk hält es sie nicht mehr im Zug. Ein rostiger Nagel wird ihr zum Verhängnis und das Bahnhofsschild von Omsk fällt ihr auf den Kopf. Zwanzig Jahre ihres vergangenen Lebens sind nun wie ausgelöscht. Jeden Morgen erwacht sie aufs Neue, ohne Erinnerungen, Schreib- und Lesevermögen. Jeder Tag wird zum Kampf für alle Beteiligten. Ihr Hippocampus ist schuld und mit der Zeit versteht sie, dass nur sehr starke Emotionen ihn wieder richten können.

    Auch wenn Einiges sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt und die Story so unglaubwürdig klingt, ist es doch ein hervorragend humorvolles Buch. Es ist beste Unterhaltung und genau das Richtige für zwischendurch. Echt klasse - weiter so!

    P. S. Man darf sich nur 'unsere' Regierungschefin nicht dabei vorstellen - obwohl ihr mehr Emotionen bestimmt helfen würden!?

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    von Themistokeles, am 01.11.2011

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    Inhalt: Die Regierungschefin eines Staats möchte unbeobachtet, auch von ihren Bodyguards, Urlaub machen, dazu setzt sie sich mit ihrem Mann nach Russland ab, um eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn zu machen. Als sie jedoch in Omsk aussteigt, fällt ihr ein Schild auf den Kopf und sie erleidet eine Amnesie, welche die letzten 20 Jahre betrifft. Da sie jedoch nicht einfach abgesetzt werden kann, wird die Öffentlichkeit nicht unterrichtet und sie regiert weiter. Dazu muss sie aber jeden Tag aufs neue auf Spur gebracht werden, da sie über Nacht immer wieder vergisst. So regiert sie nun spontan und leidenschaftlich, als gäbe es kein Morgen und das ist nicht grade unproblematisch!

    Meinung: Zunächst fällt an dem Roman auf, dass die einzelnen Charaktere eigentlich nur mit ihrer Funktion angesprochen werden, d.h. es wird nie der Name der Regierungschefin oder einer ihrer Minister genannt. Die einzigen zwei Personen, denen Namen zugedacht wurden sind Herr Bodega, der Bodyguard, sowie Dimitrij, der ihr bei der Suche nach ihrem Gedächtnis helfen soll. Dadurch wird natürlich unterstützt, dass man der Regierungschefin jedweden Namen geben könnte, bedenkt man jedoch, wie sie beschrieben ist und welche anderen Kleinigkeiten angemerkt werden, kann man leicht vermuten wen sie darstellen soll und das vielleicht etwas zu direkt. Insgesamt zeigen die Charakter in diesem Roman leider wenig Gefühl und es wird auch sehr stark mit Klischees der Politik gespielt, was mich zwar manchmal leicht schmunzeln ließ, aber insgesamt etwas flach wirkt.
    Zu Beginn des Romans werden häufig Zitate aus einem Roman bzw. SMS im Text erwähnt, diese sind jeweils kursiv dargestellt, wodurch man sie zwar gut vom restlichen unterscheiden kann, aber sie auch teilweise störend wirken, da ich insbesondere zu den Roman-Zitaten keine Verbindung zur Geschichte ziehen konnte, die aber eindeutig den Eindruck machten, als sollten sie etwas aussagen.
    Im Nachhinein muss ich aber gestehen, dass das Cover sehr gut gewählt wurde, da es durch die Details im Bild und Hintergrund, wichtige Schlüsselszenen der Geschichte widerspiegelt. Eine sehr interessante Lösung, da das Cover sehr stark an einen Frauenrom erinnert, der es eigentlich nicht ist. Jedoch erhält das Cover seine endgültige Aussage erst, wenn man auch die Geschichte gelesen hat.
    Auch erinnert die Geschichte irgendwie sehr an täglich grüßt das Murmeltier und es passiert nicht wirklich viel in der Handlung, die eher etwas dahinschwappt. Insgesamt ist das Buch dadurch zwar nicht wirklich langweilig, aber es ehrlich interessant nennen, kann ich auch nicht. Auch die Charaktere bleiben alle eher flach, da über viele kaum etwas erwähnt alles eher sehr nüchtern erzählt wird. Selbst die Protagonistin sticht nicht heraus, einzig die Charaktere mit Namen wirken substanzieller.
    Alles in allem kann man den Roman aber als kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch ansehen, von der Mann weder zu viel Spannung noch sehr großen Humor erwarten sollte, denn es ist zwar leicht zu lesen, aber viel mehr steckt nicht dahinter.

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    von Themistokeles, am 01.11.2011

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    Inhalt: Die Regierungschefin eines Staats möchte unbeobachtet, auch von ihren Bodyguards, Urlaub machen, dazu setzt sie sich mit ihrem Mann nach Russland ab, um eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn zu machen. Als sie jedoch in Omsk aussteigt, fällt ihr ein Schild auf den Kopf und sie erleidet eine Amnesie, welche die letzten 20 Jahre betrifft. Da sie jedoch nicht einfach abgesetzt werden kann, wird die Öffentlichkeit nicht unterrichtet und sie regiert weiter. Dazu muss sie aber jeden Tag aufs neue auf Spur gebracht werden, da sie über Nacht immer wieder vergisst. So regiert sie nun spontan und leidenschaftlich, als gäbe es kein Morgen und das ist nicht grade unproblematisch!

    Meinung: Zunächst fällt an dem Roman auf, dass die einzelnen Charaktere eigentlich nur mit ihrer Funktion angesprochen werden, d.h. es wird nie der Name der Regierungschefin oder einer ihrer Minister genannt. Die einzigen zwei Personen, denen Namen zugedacht wurden sind Herr Bodega, der Bodyguard, sowie Dimitrij, der ihr bei der Suche nach ihrem Gedächtnis helfen soll. Dadurch wird natürlich unterstützt, dass man der Regierungschefin jedweden Namen geben könnte, bedenkt man jedoch, wie sie beschrieben ist und welche anderen Kleinigkeiten angemerkt werden, kann man leicht vermuten wen sie darstellen soll und das vielleicht etwas zu direkt. Insgesamt zeigen die Charakter in diesem Roman leider wenig Gefühl und es wird auch sehr stark mit Klischees der Politik gespielt, was mich zwar manchmal leicht schmunzeln ließ, aber insgesamt etwas flach wirkt.
    Zu Beginn des Romans werden häufig Zitate aus einem Roman bzw. SMS im Text erwähnt, diese sind jeweils kursiv dargestellt, wodurch man sie zwar gut vom restlichen unterscheiden kann, aber sie auch teilweise störend wirken, da ich insbesondere zu den Roman-Zitaten keine Verbindung zur Geschichte ziehen konnte, die aber eindeutig den Eindruck machten, als sollten sie etwas aussagen.
    Im Nachhinein muss ich aber gestehen, dass das Cover sehr gut gewählt wurde, da es durch die Details im Bild und Hintergrund, wichtige Schlüsselszenen der Geschichte widerspiegelt. Eine sehr interessante Lösung, da das Cover sehr stark an einen Frauenrom erinnert, der es eigentlich nicht ist. Jedoch erhält das Cover seine endgültige Aussage erst, wenn man auch die Geschichte gelesen hat.
    Auch erinnert die Geschichte irgendwie sehr an täglich grüßt das Murmeltier und es passiert nicht wirklich viel in der Handlung, die eher etwas dahinschwappt. Insgesamt ist das Buch dadurch zwar nicht wirklich langweilig, aber es ehrlich interessant nennen, kann ich auch nicht. Auch die Charaktere bleiben alle eher flach, da über viele kaum etwas erwähnt alles eher sehr nüchtern erzählt wird. Selbst die Protagonistin sticht nicht heraus, einzig die Charaktere mit Namen wirken substanzieller.
    Alles in allem kann man den Roman aber als kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch ansehen, von der Mann weder zu viel Spannung noch sehr großen Humor erwarten sollte, denn es ist zwar leicht zu lesen, aber viel mehr steckt nicht dahinter.

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    von Themistokeles, am 01.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inhalt: Die Regierungschefin eines Staats möchte unbeobachtet, auch von ihren Bodyguards, Urlaub machen, dazu setzt sie sich mit ihrem Mann nach Russland ab, um eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn zu machen. Als sie jedoch in Omsk aussteigt, fällt ihr ein Schild auf den Kopf und sie erleidet eine Amnesie, welche die letzten 20 Jahre betrifft. Da sie jedoch nicht einfach abgesetzt werden kann, wird die Öffentlichkeit nicht unterrichtet und sie regiert weiter. Dazu muss sie aber jeden Tag aufs neue auf Spur gebracht werden, da sie über Nacht immer wieder vergisst. So regiert sie nun spontan und leidenschaftlich, als gäbe es kein Morgen und das ist nicht grade unproblematisch!

    Meinung: Zunächst fällt an dem Roman auf, dass die einzelnen Charaktere eigentlich nur mit ihrer Funktion angesprochen werden, d.h. es wird nie der Name der Regierungschefin oder einer ihrer Minister genannt. Die einzigen zwei Personen, denen Namen zugedacht wurden sind Herr Bodega, der Bodyguard, sowie Dimitrij, der ihr bei der Suche nach ihrem Gedächtnis helfen soll. Dadurch wird natürlich unterstützt, dass man der Regierungschefin jedweden Namen geben könnte, bedenkt man jedoch, wie sie beschrieben ist und welche anderen Kleinigkeiten angemerkt werden, kann man leicht vermuten wen sie darstellen soll und das vielleicht etwas zu direkt. Insgesamt zeigen die Charakter in diesem Roman leider wenig Gefühl und es wird auch sehr stark mit Klischees der Politik gespielt, was mich zwar manchmal leicht schmunzeln ließ, aber insgesamt etwas flach wirkt.
    Zu Beginn des Romans werden häufig Zitate aus einem Roman bzw. SMS im Text erwähnt, diese sind jeweils kursiv dargestellt, wodurch man sie zwar gut vom restlichen unterscheiden kann, aber sie auch teilweise störend wirken, da ich insbesondere zu den Roman-Zitaten keine Verbindung zur Geschichte ziehen konnte, die aber eindeutig den Eindruck machten, als sollten sie etwas aussagen.
    Im Nachhinein muss ich aber gestehen, dass das Cover sehr gut gewählt wurde, da es durch die Details im Bild und Hintergrund, wichtige Schlüsselszenen der Geschichte widerspiegelt. Eine sehr interessante Lösung, da das Cover sehr stark an einen Frauenrom erinnert, der es eigentlich nicht ist. Jedoch erhält das Cover seine endgültige Aussage erst, wenn man auch die Geschichte gelesen hat.
    Auch erinnert die Geschichte irgendwie sehr an täglich grüßt das Murmeltier und es passiert nicht wirklich viel in der Handlung, die eher etwas dahinschwappt. Insgesamt ist das Buch dadurch zwar nicht wirklich langweilig, aber es ehrlich interessant nennen, kann ich auch nicht. Auch die Charaktere bleiben alle eher flach, da über viele kaum etwas erwähnt alles eher sehr nüchtern erzählt wird. Selbst die Protagonistin sticht nicht heraus, einzig die Charaktere mit Namen wirken substanzieller.
    Alles in allem kann man den Roman aber als kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch ansehen, von der Mann weder zu viel Spannung noch sehr großen Humor erwarten sollte, denn es ist zwar leicht zu lesen, aber viel mehr steckt nicht dahinter.

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  • kurzweilge Lektüre Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ivonne Wiese, am 31.10.2011

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    Die namenlose deutsche Regierungschefin büchst bei ihrem Urlaub in Spanien aus und fährt mit ihrem Mann nach Moskau, mit dem Orientexpress. Als sie an einem Bahnhof halten, fällt ihr das marode Bahnhofsschild auf den Kopf und löscht ihre letzten 20 Jahre aus dem Gedächtnis. Nach einer Woche Koma wacht sie auf und am nächsten Tag bemerkt man, dass sie auch ihr Kurzzeitgedächtnis täglich verliert. Das heißt man muss ihr tagtäglich erzählen, dass sie ein Land regiert. Der Krisenstab trifft zusammen und berät mit dem Ehemann wie man die Regierungszeit rumkriegen kann ohne dass das Volk was mitbekommt. Nebenbei wird ein russischer Therapeut engagiert, der ihrem Erinnerungsvermögen auf die Sprünge helfen soll.

    Die Story ist ganz interessant und humorvoll umgesetzt, und man fragt sich was am Politikleben ohne Gedächtnis anders ist als mit Gedächtnis. Ständiger Kurswechsel, Dementis und Erklärungen, dass das ja schon immer so beabsichtigt war…

    Das Buch liest sich flüssig und schnell, und hat eine sehr leise humorvolle Art, bleibt aber letztendlich nur eine kurzweilige Lektüre.

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  • Regierungsgeschäfte auf dünnem Eis Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.10.2011

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    Die Regierungschefin eines westeuropäischen Landes ( welches nicht namentlich genannt wird, aber verdächtig nach Deutschland aussieht ) hat während ihres Urlaubes mit der Transsibirischen Eisenbahn einen kleinen Unfall. Ein Schild fällt ihr auf den Kopf und sie fällt für ein paar Tage ins Koma. Als sie im Krankenhaus wieder erwacht, hat sie die letzten 20 Jahre ihres Lebens vergessen.

    Ihr Mann schildert ihr das Vorgefallene und macht sie damit vertraut, wer bzw. was sie ist. Sie nimmt das Ganze auch sehr gefasst auf und versucht , mit der Situation klar zu kommen. Nur ist das Problem größer als zunächst gedacht, denn am nächsten Morgen hat sie wieder alles vergessen und muss neu instruiert werden. Außerdem kann sie auch nicht mehr lesen und schreiben.

    Da dieser Zustand offensichtlich länger anhält, wird eilig ihr Regierungsstab informiert und herbeigerufen. Die Öffentlichkeit soll auf keinen Fall Wind von dem Geschehen bekommen, eine Regierungskrise muss um jeden Preis verhindert werden. Man sucht dringend nach einer Lösung. Da es zur Zeit aber keinen geeigneten Nachfolger bzw. Vertreter gibt, beschließt man im engsten Kreis, die Regierungschefin jeden Morgen mit Hilfe von Filmen auf " Spur " zu setzen und sie mittels genauer Instruktionen weiter " regieren " zu lassen .

    Pannen sind vorprogrammiert. Es ist wie ein Tanz auf dünnem Eis. Auch hat man nicht mit der Eigenständigkeit der Regierungschefin gerechnet, denn diese hat ihren eigenen Kopf und handelt häufig unkonventionell . Während ihr Stab zunehmend besorgt ist und sogar über einen möglichen Rücktritt ihrerseits nachdenkt, sammelt diese "neue" Regierungschefin positive Punkte bei der Bevölkerung . Und sie setzt alles daran, unterstützt von ihrem Mann und ihrem Therapeuten , ihr Erinnerungsvermögen wieder zu erlangen.

    Es fällt mir nicht ganz leicht, diesen Roman zu bewerten. Die Grundidee der Geschichte rund um eine Regierungschefin, die eigentlich nicht richtig weiß, was sie tut bzw. was sie zu tun hat und was von ihr erwartet wird, fand ich ganz amüsant. Satirenhaft wird hier die Regierungsarbeit im Allgemeinen aufs Korn genommen. Denn wie oft hat man sich nicht schon im "echten" Leben gefragt, ob der ein oder andere Politiker wirklich eigenständig handelt oder ob er nicht in Wirklichkeit nur eine Marionette ist, deren Fäden im Hintergrund andere ziehen.

    Die Darstellung der Regierungschefin , sowie ihres häufig etwas konfus wirkenden Stabes schien mir recht gelungen. Ein wenig blass bleibt meines Erachtens ihr Mann, obwohl er ja durchaus keine unbedeutende Rolle spielt.

    Den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Zum einen gibt es gut lesbare, amüsante Passagen, aber zum anderen sind insbesondere die Stellen etwas sperrig zu lesen, in denen der Regierungsstab das " Wort" hat. Aber auch in der Realität versteht man die Sprache der Politiker nicht immer. Es werden viele schlaue Äußerungen gemacht, ohne eigentlich etwas Konkretes zu sagen. Insofern passt der Schreibstil wieder zum Buch.

    Auch der häufige Wechsel der Erzählperspektive war mitunter etwas verwirrend.

    Ich schwanke bei der Sterne-Vergabe zwischen 3 und 4. Da ich mich insgesamt aber ganz gut unterhalten gefühlt habe, vergebe ich 4 Sterne.

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  • Alles Zufall? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sylvia Donath, am 17.10.2011

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    Der neue Roman von Katharina Münk läßt uns auf amüsante Weise am Leben einer europäischen Regierungschefin - Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind erwünscht - teilhaben. Während einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von einem Bahnhofsschild am Kopf getroffen, muss sie täglich - durch eine Amnesie bedingt - ihre „Rolle“ neu lernen. Immer mehr entwickelt die Kanzlerin ein Eigenleben und hält sich nicht an die ihr vorgegebenen Verhaltensmuster. So manch neue Sicht der Dinge führt zu einigen Verwicklungen auf dem politischen Parkett. Ein humorvoller Roman mit einem überraschenden Schluss. Kräftig Lachen erwünscht.

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  • Politik auf herrlich dünnem Eis! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christina Buß, am 10.08.2011

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    Eine Regierungschefin (könnte unsere sein!) wird in ihrem Urlaub von einem herunterfallenden Schild getroffen und erleidet eine Amnesie: die letzten 20 Jahre scheinen wie ausradiert, und jeden Tag aufs Neue muss sie sich ihrer Identität mühsam bemächtigen- das ist natürlich im Kontext von Regierungsgeschäften ein heikles Unterfangen, zumal sie, nur durch Informationen und Instruktionen gefüttert, das Regierungschiff so gut wie möglich durch politische Fahrwasser lenken soll!
    Und das tut sie dann auch, unkonventionell und eben anders als vorher, wobei ihr ihre Emotionen immer öfter Fenster zur Vergangenheit öffnen- das Ganze ist politisch frech, menschlich absolut überzeugend und sprachlich schön bissig umgesetzt- sehr lesenswert im politischen Sommerloch!

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