Der Turm der Könige
Leseprobe

Der Turm der Könige

Historischer Roman

von Nerea Riesco

Buch

gebunden (535 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein Schachspiel über Jahrhunderte um ein architektonisches Meisterwerk, das Christen und Muslime verbindet



Sevilla 1248: Axataf, der maurische Herrscher der Stadt, ergibt sich König Fernando III. von Kastilien. Der Stolz der Muslime aber, die Giralda - das wunderschöne Minarett der Moschee von Sevilla - soll nicht in Christenhände fallen. Doch der christliche König gewinnt Axataf für einen Pakt: Ein Schachturnier soll über das Schicksal des gewaltigen Turms entscheiden.

Fünfhundert Jahre später steht noch immer kein Sieger fest. Doch es gibt einen geheimnisvollen Auserwählten, der die letzte Partie für die Christen spielen soll. Und es gibt jene, die dies verhindern wollen ...



»Unvergessliche Figuren, deren Schicksale sich kreuzen durch einen alten und geheimnisvollen Pakt zwischen einem christlichen und einem maurischen König. Ein großartiges Epochenbild des historischen Sevillas und seiner Kathedrale.«

Ildefonso Falcones,

Autor von »Die Kathedrale des Meeres«


Produktdetails

ISBN-10: 3-502-10226-0
EAN: 9783502102267
Originaltitel: El elefante de marfil
Erschienen: 04.10.2011
Verlag: Fischer Scherz
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 535
Länge/Breite: 221mm/152mm
Gewicht: 784 g
Übersetzer: Lisa Grüneisen
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Nerea Riesco

Nerea Riesco wurde 1974 im baskischen Bilbao geboren. Sie wuchs in Valladolid auf, später zog sie nach Sevilla und studierte dort Journalismus. Sie schreibt Kolumnen für die große spanische Zeitung »El País« und unterrichtet kreatives Schreiben an der Universität von Sevilla. Außerdem arbeitet sie für den spanisch-arabischen Radiosender »Wahatu al Andalus«.

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Buchhändlertipps

  • Sevilla Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Oberauer, am 23.11.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Wow, ein wirklich toller historischer Roman der im schönen Sevilla spielt. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, es ist einfach alles stimmig!

Kundenrezensionen

  • Historischer Roman der Extraklasse Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von leserattebremen, am 16.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Am 1. November 1755 erschüttert ein Erdbeben Sevilla, das als „Erdbeben von Lissabon“ in die Geschichte eingeht, da es dort die schlimmsten Schäden verursacht. In Sevilla fällt dabei der Schlussstein aus Kathedrale und gibt einen Hinweis auf ein Rätsel frei, dass den christlichen Orden in San Juan de Acre seit Jahrhunderten beschäftigt. Bereits im Jahre 1248 wurde zwischen dem spanischen König und dem maurischen Herrscher ein Kapitulationsvertrag geschlossen, der den Umgang mit der Giralda in Sevilla regeln sollte. Zwischen den Herrschern sollten fünf Schachpartien gespielt werden, der mit den meisten Siegen sollte entscheiden, ob der Turm stehen bleiben oder zerstört werden sollte. Vier Partien waren bereits gespielt, als der Kapitulationsvertrag verschwand, es stand unentschieden. de Montenegro ist die ganze Hoffnung des Ordens, er soll die letzte Partie für die Christen spielen, doch zunächst einmal muss der Vertrag gefunden werden, der den aktuellen Spielstand anzeigt. In Julia de Haro findet Léon seine große Liebe, doch seine Verpflichtungen werfen einen Schatten auf ihr gemeinsames Schicksal. Auch die nachfolgenden Generationen bleiben im Bann dieses Spiels gefangen, das ihr Leben unweigerlich beeinflusst, ohne dass sie sich im entziehen können.
    Der Roman von Nerea Riesco beschreibt die Lebensgeschichte der Familie Montenegro über mehrere Generationen vor dem Hintergrund Spaniens im 18. und frühen 19. Jahrhundert, zur Zeit der Revolution in Frankreich und unter dem Bruder Napoleon Bonapartes, Joseph I. Die Figuren des Romans sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können, einige sind große Idealisten, einige kühl und berechnend, einige stark, andere schwach oder bösartig, und doch alle unweigerlich miteinander verbunden durch den Ausgangspunkt der Geschichte, der Liebe von Julia und Léon und der Suche nach dem 500 Jahre alten Dokument.
    Der Autorin ist ein fesselnder historischer Roman gelungen, der den Leser mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit. Langeweile kommt an keiner Stelle auf, da die Geschichte zügig vorangetrieben wird. Der Verlauf von zehn Jahren wird in zwei Sätzen zusammengefasst, wenn in dieser Zeit nichts für die Haupthandlung relevantes geschieht und Vorausdeutungen an wichtigen Stellen der Geschichte lassen einen gespannt umblättern, gebannt folgt man als Leser den Figuren durch das historische Sevilla, immer gespannt, was das Schicksal noch für sie bereit hält.
    Unterstützt wird die ganze Stimmung des Romans durch schöne Illustrationen und einen historischen Stadtplan Sevillas, der im Umschlag des Buches versteckt ist. Dem Fischer Verlag ist eine großartige Ausgabe des Romans gelungen!

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  • Ein Jahrhunderte andauerndes Schachspiel und dessen Auswirkungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Angela.Bücherwurm, am 14.03.2012

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    Mitte des 13. Jahrhunderts werden die Mauren von König Ferdinand III aus dem spanischen Sevilla vertrieben. Die Mauren wollen den Turm ihrer prachtvollen Moschee, die sogenannte " Giralda ", zerstören, damit sie nicht in Christenhand fällt. Um dieses einmalige Bauwerk zu bewahren, schließen der König und der Maurenherrscher ein Abkommen. Sie wollen durch eine Schachpartie über das Scicksal des Turmes entscheiden. Derjenige, der zuerst drei Spiele gewinnt, soll bestimmen, was mit dem Turm geschieht. Dieses Turnier ist auch nach über 500 Jahren noch nicht beendet. Offenbar steht noch das letzte, alles entscheidende Spiel aus.

    Aber der Vertrag mit den Spielregeln, der von den Mönchen des Johanniterordens aufbewahrt werden sollte, ist im Laufe der Jahre verschollen. Und nun tauchen scheinbar gefälschte Dokumente auf, aus denen ein angeblicher Sieg der Mauren hervorgeht. Eine fieberhafte Suche nach den Originalen geht los. Beide Seiten wollen endlich eine Entscheidung herbeiführen. Doch es gibt auch Anhänger, insbesondere der Calatrava-Orden, die dies mit allen Mitteln vereiteln wollen.

    Endlich entdeckt Léon de Montenegro, Laienbruder der Johanniter, eine Spur. Doch er scheint vor einer Sackgasse zu stehen. Erst viele Jahre, ja Jahrzehnte später soll es seiner Enkelin Guiomar gelingen, eine Wende herbeizuführen.

    Dieser offenbar gut recherchierte historische Roman behandelt nicht nur die Geschichte rund um die Jahrhunderte andauernde Schachpartie, sondern insbesondere auch über mehrere Jahrzehnte und Generationen das Schicksal der Familie Montenegro im 18. Jahrhundert. Die Autorin schildert anschauungsvoll deren Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, mit Freud und Leid. Auch gewinnt man ein gutes Bild dieser historischen Epoche Sevillas.

    Allerdings liest sich das Buch vor allem zu Anfang etwas sperrig. Man muss sich erst an den Schreibstil gewöhnen. Es gibt reichlich Informationen über die Geschichte Sevillas, über das Thema Schach und über das Druckereigewerbe zu dieser Zeit. Dadurch entstehen das ein oder andere Mal gewisse Längen in der eigentlichen Handlung. Nichtsdestotrotz sind diese Erläuterungen recht interessant. Wenn man sich darauf einlassen kann und mag, hat man eine sehr komplexen, anspruchsvollen und aufschlussreichen, aber durchaus auch spannenden Roman vor sich, der sich zu lesen lohnt.

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  • Nerea Riesco - Der Turm der Könige Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.02.2012

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    Im Mittelpunkt steht die Wette zwischen den Prinzen (später König) von Kastilien Alfons und den maurischen Herrscher Axataf. Die Suche nach den erfordelichen Dokumenten für die letzte Partie bildet eine roten Faden durch den ganzen Roman. Diejenigen die die entscheidene Partie endlich hinter sich bringen wollen, suchen mit allen Mitteln und Möglichkeiten die gestohlenen Dokumenten, Diejenigen die seit jeher gegen diesen Pakt waren setzen alles daran dies zu verhindern.
    Der Roman klang am Anfang für mich persönlich sehr verlockend. Ich habe das Buch auch die ersten 200 Seiten nich aus der Hand legen können, jedoch trat das Hauptthema (der Pakt und die Suche nach den Dokumenten) in den Hintergrund. Das fand ich anfangs nicht schlimm, jedoch begannen sich gewisse Sachen und Beschreibungen zu wiederholen. Als Beispiel: Der Pakt wird alle 100 Seiten wiederholt und ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dass hier die Strg + C und Strg + V Tasten zur hilfe genommen wurden. Natürlich ist das sicher nicht der Fall, nur hat sich die ganze Handlung einfach hingezogen.
    Was mir noch nicht gefallen hat sind die Beschreibungen vom Karakter und Aussehen der Personen. So wurde Abel de Montenegro ganze 3 !!! Mal mit allen Dtails beschrieben. Dies hatte zur Folge, dass ich das Buch teilweise nur quer gelesen habe.
    Was ich gut fand an dem Buch war die bldnerische Darstellung der Schabretter, so muss man dich nicht mit dem Spiel auskennen um alles zu verstehen. Außerdem erfährt man viel von Sevillas Geschichte und die Orte werden wirklich sehr gut beschrieben. Man wird regelrecht von dem Zauber des alten Sevillas angezogen.
    Das Titelbild gefällt mir sehr gut und als zusätzliches Leckerbissen bekommt man auch noch einen Stadtplan von Sevilla wenn man den Schutzumschlag auffaltet. Es ist wirklich sehr gut gemacht
    Ich würde das Buch sehr weiterempfehlen. Es ist trotz ein paar wenigen negativen Kritikpunkten ein sehr schöner Roman, erst recht für die Schachspieler unter uns ;=)

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  • Atmosphärisch überzeugend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Benedict Steuer, am 26.01.2012

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    Ein Schachspiel soll über das Schicksal und die Fehde um das Minarette von Sevilla
    entscheiden. 2 Partien sind schon gespielt und es steht unentschieden. Nur wenn der schriftlich festgehaltene Pakt
    und die beiden fehlenden Figuren gefunden werden, kann die alles entscheidende Partie gespielt werden. Ein wunderschönes Buch, nicht nur für Schachspieler,
    welches die Geschichte um dieses allerletzte Spiel über mehrere Generation erzählt. Athmosphärisch, spannend
    und eine Pflichtlektüre für alle, die gute historische Romane zu schätzen wissen. Für Schachspieler ein Muss,
    da alle Züge, die in diesem Schachspiel getätigt werden, nachvollziehbar geschildert werden.

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  • History Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Franz-Ludwig Martin, am 23.11.2011

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    Sevilla im 18. Jahrhundert; Erdbeben in Norafrika; Tsunami bis Lissabon; Niedergang als Handels- und Buchruckerzentrum; spanischer Befreiungskrieg gegen Napoleon; die Geschichte um Liebe und Verrat beginnt mit der Rückeroberung im 13. Jahrhunderts von den "Mauren".
    Spannend vom Anfang bis zum Ende.

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  • Für Khoury-Leser Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Karin Harmel, am 21.11.2011

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    Sevilla im 18. Jahrhundert und die Geschichte der Familie de Haro/de Montenegro, die untrennbar mit einem Wettkampf des muslimischen Herrschers Axataf und Ferdinand III. verbunden ist. Im 13. Jahrhundert kämpfen diese beiden Herrscher in 5 Schachpartien um das Glanzstück Sevillas, die Giralda. Doch der Kampf ist noch unentschieden, die entscheidende 5. Partie muss noch gespielt werden, von einem der Nachkommen der Montenegros. Spannend erzählt Riesco die Geschichte der Giralda und der Mächte, die immer wieder diesen Wettstreit zu unterbrechen suchen.

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  • Schachmatt oder Remis? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marion Weihe, am 21.11.2011

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    Was bedeuten Kriege, wenn doch ein Spiel entscheidet.

    Sevilla im 18. Jahrhundert, 500 Jahre nach der Herrschaft der Mauren steht immer noch nicht fest, was mit dem Turm der Giralda geschieht.
    Der Turm der Kathedrale war einst ein Minarett, dass nach dem Sieg der Christen im Jahr 1248 abgerissen werden sollte. Doch die Herrscher lassen ein Schachturnier über das Schicksal des Turms entscheiden. Das letzte Spiel zur Entscheidung fehlt, doch die Spielregeln sind in den letzen 500 Jahren verschwunden. Erst im 18. Jahrhundert ist man diesen wieder auf der Spur. Paralell bildet man seit Generationen DEN Spieler für dieses letzte Spiel aus.

    Spannend geschrieben. Ähnelt vom Schreibstil dem Roman " Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones.

    Und alleine der Einband ist schon beeindruckend; ein historischer Stadtplan von Sevilla.

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  • Das Leben spielt Schach Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 19.11.2011

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    Das Buch Turm der Könige zeigt deutlich, warum E-Books, Kindle & Co. immer die zweite Wahl sein sollten. Dieses angenehme Gefühl, so ein richtiges Buch mit ,man muss sagen, prächtigem Einband in den Händen zu halten, ist schon ein Genuss an sich. Auch die Innenseite des Einbands ist mit eindringlichen Bildern bedruckt. Öffnet man das Schutzpapier, so erscheint ein alter Stadtplan Sevillas - das ist Genuss, ohne eine Zeile gelesen zu haben.

    Doch auch der Inhalt braucht sich nicht zu verstecken. Im 18. Jahrhundert wurde Sevilla vom stärksten Erdbeben seit Menschengedenken heimgesucht. Julia, Witwe und Druckereibesitzerin, wird von ihrer treu ergebenen Haushälterin Mamita Lula gerettet. Noch unter dem tiefen Eindruck stehend, dass das Leben in einem Augenblick zerstört werden kann, beschließt sie, sich dem Mann hinzugeben, den sie wirklich liebt.

    Und sie meint es ernst mit ihrer Liebe. Weder die Standesunterschiede noch die ungewisse Herkunft von Leon, ihrem Geliebten, zählen für sie. Auch das Gerede in der Stadt hält sie nicht von ihren Plänen ab, ihre einzige Liebe mit Leben zu erfüllen. So könnte sich alles in Wohlgefallen auflösen, wenn nicht Leon ein lang gehütetes Geheimnis hätte. Auf ihm lastet die Aufgabe, eine seit Jahrhunderten noch offene Schachpartie zum glücklichen Ende zu bringen, ein Spiel, das bitterer Ernst ist.

    Wird es ihm gelingen, dieses Spiel zu vollenden? Oder gibt es Widersacher, die sich der Entscheidung entgegen stemmen?

    Das Werk lässt die damalige Zeit sehr ausdrucksvoll und plastisch aufleben. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, ihre Wandlungen sind stets nachvollziehbar. Besonders angenehm ist es, dass sie nicht automatisch zum Heldentum geboren sind, sondern einfach nur, wie doch jeder von uns, sich nach einem glücklichen Leben sehnt.

    Es wird deutlich, wie nah so ein Schachspiel das Leben mit seinen Winkelzügen nachstellt. Damit ist es für Schachliebhaber besonders reizvoll. Wer kein Schachwissen hat, lässt sich einfach von der Stimmung inspirieren.

    Auch wenn das Buch nicht immer spannend ist, kommt durch die farbreiche Schilderung der Geschehnisse keine Langeweile auf. Das überraschende Ende entschädigt obendrein.

    Letztendlich ist das Buch perfekt für diese Jahreszeit - einkuscheln, lesen und sich in eine fremde Zeit versetzen.

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  • Bringt den Turm zu Fall Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tina Bauer, am 12.11.2011

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    Die Tage des Reichtums und der normalen Welt sind gezählt. Die alte schwarze Dienerin Lula hatte eindeutig recht, als sie schon seit Tagen feststellte, das sich die Tiere seltsam verhalten. Ein Erdbeben steht bevor, doch ihre Warnungen werden als Vodoo-Spinnerei abgetan. Als Sie dann doch noch ihre Herrin in der Kathedrale vor dem tobenden Erdbeben retten kann, sieht die Welt bereits anders aus. Hinzu kommt noch ein bedeutendes Schachspiel, das seit 500 Jahren noch nicht beendet ist und somit die Entscheidung über Gut und Böse, in dem Fall hier über die Macht und den Fall des Turmes Giralda. Abenteuerlich und sehr spannende Geschichte, die manchmal auch einen Hauch von Witz aufzeigt!

    Sehr schöne rote Fäden spannen sich schachthematisch durch das Buch, auch für Schachlaien hervorragend!

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  • Gelungener historischer Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.11.2011

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    Wir schreiben das 13.Jahrhundert: Die Christen und die Muslime streiten sich um die Giralda, einen gewaltigen Turm in Sevilla. Ein Schachturnier soll darüber entscheiden, wer über den Turm entscheiden darf. Das letzte Spiel des Turniers steht aber 500 Jahre danach immer noch aus. Die Geschichte, die über viele Generationen hinweggeht, beschreibt das Leben einer Familie im früheren Sevilla. Die liebenswerten Protagonisten halten zusammen, doch auch Betrug und Intrige bleiben nicht aus. Wer wird das allerletzte Spiel gewinnen?

    Zunächst zum Buchcover. Es ist geheimnisvoll gestaltet und birgt zudem eine Karte Sevillas zur damaligen Zeit. Eine tolle Idee, mit der sich das Buch den ersten Stern verdient. Auch der Klappentext ist gelungen. Er macht neugierig auf das Geschehen und verrät noch nicht zu viel vom Inhalt.

    Den zweiten Stern verdient sich das Buch für seine überaus sympatischen Charaktere. Leider sind deren spanische Namen zunächst noch etwas gewöhnungsbedürftig und kompliziert.

    Der dritte Stern wird für den natürlichen, authentischen Schreibstil und den logischen Aufbau des Buches vergeben. Das Buch liest sich immer flüssig, ein roter Faden durch die Handlung findet sich durchgehend.

    Seinen vierten Stern bekommt die Geschichte für die geniale Idee der Handlung. Der fehlende fünfte Stern rechtfertigt sich daraus, dass das Buch zeitweise recht langatmig geschrieben ist. Das exzellente Gesamtpaket tröstet aber darüber hinweg und so schließe ich mit der Empfehlung an alle Leseratten, das Buch unbedingt zu lesen.

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  • Der elfenbeinerne Elefant Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von anyways, am 07.11.2011

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    León de Montenegro sucht im 18. Jahrhundert in der wunderschönen Stadt Sevilla den Druckereibesitzer Don Diego de Haro auf, muss aber leider feststellen, das dieser seit über 5 Jahren tot ist, nur dessen Witwe Julia de Haro betreibt mit ihren Angestellten die Druckerei. Diese Begegnung soll schicksalhaft für beide werden. Leóns verwegenem Aussehen und sein plötzliches Auftauchen in der Stadt bringt ihm schon bald unter der Stadtbevölkerung den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Pirat“ ein.

    Ein Pirat in den sich Julia fast sofort verliebt, der keine standesgemäße Partie ist und nebenher noch eines der größten Geheimnisse Sevillas hütet. Ein Geheimnis um einen elfenbeinernen Elefanten, der der Stadt Sevilla um den größten architektonischen Schatz bringen könnte.

    Auch Julias verstorbener Mann scheint in das nun schon über Jahrhunderte gehütete Geheimnis eingeweiht worden zu sein, denn vom ihm erhoffte sich der Pirat wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der wohl spannendsten Schachpartie der Menschheit.

    Aber wo Geheimnisse gehütet werden sind auch Spione, Intriganten und falsche Freunde nicht weit. In Christobal Zapata, dem von Julia verschmähten Druckermeister, wächst einer der größten Widersacher Leóns heran. Über mehrere Generationen sind beide Familien auf tragische Weise miteinander verbunden.



    Historische Romane lese ich deshalb gerne weil die eigene Fantasie hinsichtlich unserer Geschichte beflügelt wird. Sie geben einem das Gefühl durch all die historischen Gassen zu gehen, sich zu kleiden, der damaligen Zeit entsprechend, kurzum sie sind eine kleine Zeitmaschine. Je fantasievoller diese Maschine bestückt wird desto größerer ist der Genuss mit ihr zu reisen. Nevea Riesco erzählt mit viel Liebe zum Detail aber es wirkt trotzdem nicht überladen. Wer wie ich wenig vom Schachspiel versteht, bekommt trotzdem nicht das Gefühl zuviel oder zuwenig Wissen vermittelt zu bekommen. Die leicht emanzipierte Darstellung der weiblichen Protagonisten mag für die damalige Zeit etwas ungewöhnlich sein wirkt aber weder übertrieben noch unglaublich. Dieses Buch wirkt allein schon durch die Anzahl der Seiten recht umfangreich, trotzdem fliegt man eher über die Seiten, so mitreißend empfinde ich den Sprachstil. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Buchumschlag gewidmet werden, auch wenn man mit ihm erst nach der Beendigung des Romans wirklich etwas anfangen kann.

    „Der Turm der Könige“ empfehle ich sehr gerne weiter, beinhaltet er doch alles was ich an historischen Romanen liebe: Krieg, Frieden, Intrigen, große Geheimnisse und die Begleitung der Geschichte über mehrere Generationen hinweg. Von dieser Autorin erwarte ich mit sehr viel Interesse den nächsten Roman.

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  • Fünhundert Jahre alte Schachpartie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Everett, am 30.10.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine Familiengeschichte, beginnend in Sevilla um 1750, während eines starken Erdbebens. Dazu ein geheimnisvolles Schachspiel, das fünfhundert Jahre zuvor seinen Anfang nahm, und dessen letzte Partie immer noch aussteht.
    Leon de Montenegro, der die junge Druckerwitwe Julia de Haro heiratet, soll der auserwählte Spieler sein, doch erst seine Enkelin löst das Rätsel um verschwundene Dokumente und der letzten Partie.
    Natürlich gibt es auch Kräfte, die das Schachspiel um die Giralda verhindern wollen, Neider und Intriganten.
    Ein groß angelegter historischer Roman, der aber eher auf die Familie de Haro aufbaut, und wo das Geheimnis um diese letzte Schachpartie mehr zu einer Rahmenhandlung wird.

    Das Thema des Romans hat mich sehr interessiert, doch die Erzählung geht etwas an dem eigentlichem Schachspiel vorbei , die Geschichte um die Druckerfamilie nimmt mehr Raum ein. Das Buch ist gut lesbar, doch stellenweise zu langatmig und mir fehlte der sog. Funke, der den Leser an die Geschichte fesselt. Ab und zu kam diese Spannung auf, doch die Figuren blieben farblos, die Erzählweise vermittelte mir nur ein gewisses Abhandeln der vielen Punkte, die die Geschichte ausmachen.

    Doch die Buchgestaltung ist einfach gelungen, mit dem Grundriss der Kathedrale von Sevilla, dem Foto des Schutzumschlages, und dass dieser aufklappbar ist, mit weiteren tollen Fotos und im Inneren mit einer alten Karten von Sevilla.

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  • Schach um die Giralda Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 30.10.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine Familiengeschichte, beginnend in Sevilla um 1750, während eines starken Erdbebens. Dazu ein geheimnisvolles Schachspiel, das fünfhundert Jahre zuvor seinen Anfang nahm, und dessen letzte Partie immer noch aussteht.
    Leon de Montenegro, der die junge Druckerwitwe Julia de Haro heiratet, soll der auserwählte Spieler sein, doch erst seine Enkelin löst das Rätsel um verschwundene Dokumente und der letzten Partie.
    Natürlich gibt es auch Kräfte, die das Schachspiel um die Giralda verhindern wollen, Neider und Intriganten.
    Ein groß angelegter historischer Roman, der aber eher auf die Familie de Haro aufbaut, und wo das Geheimnis um diese letzte Schachpartie mehr zu einer Rahmenhandlung wird.

    Das Thema des Romans hat mich sehr interessiert, doch die Erzählung geht etwas an dem eigentlichem Schachspiel vorbei , die Geschichte um die Druckerfamilie nimmt mehr Raum ein. Das Buch ist gut lesbar, doch stellenweise zu langatmig und mir fehlte der sog. Funke, der den Leser an die Geschichte fesselt. Ab und zu kam diese Spannung auf, doch die Figuren blieben farblos, die Erzählweise vermittelte mir nur ein gewisses Abhandeln der vielen Punkte, die die Geschichte ausmachen.

    Doch die Buchgestaltung ist einfach gelungen, mit dem Grundriss der Kathedrale von Sevilla, dem Foto des Schutzumschlages, und dass dieser aufklappbar ist, mit weiteren tollen Fotos und im Inneren mit einer alten Karten von Sevilla.

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  • Wer bekommt die Giralda? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von alphacia, am 28.10.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine seit mehreren Jahrhunderten andauernde Schachwette zwischen Christen und Moslems soll über das Schicksal der Giralda entscheiden. Da es unentschieden steht, soll noch eine letzte und entscheidende Partie gespielt werden. Die auserwählten Spieler stehen fest, aber die Original-Dokumente bleiben verschollen. Eine nicht ganz ungefährliche Suche beginnt.

    Dieses Buch hat mich sehr begeistert. Die Geschichte war von der ersten Seite an sehr packend geschrieben, und die Spannung blieb bis zum Ende erhalten. Der Ausgang der Geschichte war gar nicht vorhersehbar und fesselte ungemein. Da es auch um Schach ging, war es umso faszinierender für mich. Auch wer sich nicht so mit dem Schachspiel auskennen sollte, braucht nicht zu verzweifeln, denn alles wird sehr schön erklärt. Aber nicht nur das finde ich erwähnenswert, sondern auch die sehr schön ausgearbeitete Familiensaga. Die Geschichte der Montenegros ist sehr spannend, manchmal auch sehr traurig, aber immer ereignisreich. Nerea Riesco beschreibt auch die Liebesgeschichten der einzelnen Familienmitglieder sehr gefühlvoll und bewegend. Die Montenegros haben nicht immer Glück; sie müssen auch viel erleiden.

    Die Geschichte Sevillas kommt auch nicht zu kurz. Man erfährt sehr viel über diese Stadt und wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Politik und Religion haben auch ihren Platz in diesem Roman, besonders der Konflikt zwischen Christen und Mauren wird sehr anschaulich beschrieben. Über das Druckergewerbe erfährt man ebenfalls sehr interessante Sachen. Die Suche nach den Dokumenten bleibt bis zum Schluss spannend und ungemein temporeich.

    Ein rundum gelungenes Buch inklusive einem toll gestalteten und sehenswertem Cover!

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  • Super! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Halfgard72, am 25.10.2011

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    Sevilla im Jahre 1248: Ein Schachturnier zwischen Mauren und Christen, das über das Schicksal der Giralda entscheiden soll, endet unentschieden. 500 Jahre später gibt es immer noch keinen Sieger. Die alles entscheidende Schachpartie steht immer noch aus, aber ein Auserwählter, der auf Seiten der Christen die letzte Partie bestreiten soll, steht fest. Doch jemand möchte dies verhindern.

    Nerea Riesco schafft es gekonnt historische Fakten mit Fiktion zu verbinden. Die politischen und historischen Verhältnisse sind sehr anschaulich dargestellt. Der Konflikt mit den Mauren ist auch leicht verständlich und nachvollziehbar. Man braucht keine Vorkenntnise weder um Sevillas Geschichte noch ums Schachspiel, um das Buch zu verstehen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr packend. Sehr gut gefallen haben mir einige Andeutungen, die kurz angesprochen und dann einige Seiten weiter ausführlich erzählt wurden. Das erhielt die Spannung aufrecht und die Vorfreude aufs Weiterlesen war groß. Die Suche nach dem alten Dokument war sehr rasant bis zum Schluss, beschrieben. Man konnte den Ausgang dieser Suche nicht erahnen, denn die extrem andauernde Spannung blieb bis zur letzten Seite auf einem sehr hohen Level. Das Buch steckte insgesamt voller Geheimnisse und Rätsel.

    Die Personen waren alle sehr vielseitig. Die Frauen in diesem Buch waren sehr stark, alle sehr mutige Kämpferinnen, die sich nicht so leicht unterkriegen ließen. Die männlichen Akteure waren zum Teil sehr geheimnisvoll und rätselhaft. Leon war mir sehr lange ein Rätsel, und mein Mißtrauen gegenüber ihm war sehr groß. Auch sein Sohn Abel war kein leichter Charakter. Sie waren auch sehr stark, aber auch verletzlich. Die Liebe hatte ebenfalls ihren Platz in diesem Roman. Am meisten überrascht hat mich allerdings Monsieur Verdoux. Er steckte voller Rätsel und Geheimnisse, womit ich gar nicht gerechnet hatte.

    Das Buch hat mich wahnsinnig begeistert und bis zum Schluss gefesselt. Es war in einem rasanten Tempo geschrieben und bllieb bis zum Ende megaspannend. In dem Buch war einfach alles vorhanden: Liebe, Intrigen, Historie, Politik, Religion und Dramatik. Es gab auch einige Schicksalschläge und traurige Szenen in diesem Buch. Auch das Schachspiel kam nicht zu kurz. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mich sehr gut unterhalten gefühlt!

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  • Ein Spiel über Generationen hinweg Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Curculio, am 18.10.2011

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    Mitte des 13. Jahrhunderts schließen der christliche Alfons und der maurische Axataf eine Wette, die die Zukunft der Giralda entscheiden soll. Derjenige, der zuerst 3 Schachpartien für sich entscheiden kann, soll darüber entscheiden können. Doch die alles entscheidende Partie steht noch aus und erst über 500 Jahre später kann sie fortgesetzt werden. Beide Seiten haben hierzu einen Auserwählten bestimmt, der die letzte Partie bestreiten soll. Doch bevor dieses letzte Spiel ausgetragen werden kann, müssen zuerst wichtige Dokumente wieder beschafft werden. Die Suche erstreckt sich über viele Jahrzehnte und Generationen, sodass noch die Nachfahren von León de Montenegro mit dem Rätsel beschäftigt sind. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Erdbeben 1755, „[d]em Tag, an dem sich das Schicksal der Montenegros entschied.“

    Die Wette zwischen Alfons und Axataf, sowie auch die geheime Suche zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Es gibt diejenigen, die diese letzte Partie zu einem Ende bringen wollen und diejenigen, die es verhindern wollen. Obwohl es das Hauptthema des Romans ist, gerät die Wette vor allem im Mittelteil ziemlich in den Hintergrund, aber wie sich am Ende zeigt, ist es wahrscheinlich durchaus so gewollt. Trotzdem hätte ich mir stellenweise ein wenig mehr Bezug darauf gewünscht, gerade auch weil es am Ende dann ziemlich schnell ging. Auch die Gegenspieler geraten so stellenweise ein wenig in Vergessenheit und man fragt sich im mittleren Teil schon, ob die nicht ein wenig fehl am Platz sind. Auch das Schachspiel an sich zieht sich durch den gesamten Roman. Man muss sich nicht unbedingt mit dem Spiel auskennen, um sich zurechtzufinden. Allerdings hat man als Schachspieler natürlich seine Freude an den Raffinessen der dargestellten Partien und der Leidenschaft der Protagonisten zum Spiel. Man erfährt außer der Geschichte Sevillas auch sehr viel über die Geschichte des Schachspiels. Der Roman zieht sich über viele Jahrzehnte hinweg und dementsprechend auch über mehrere Generationen. In dieser Zeit passiert allerhand: Krankheiten, Kriege, geistige Strömungen, die das Land erfassen, von den Schicksalen der Protagonisten ganz zu schweigen. Bei nur knapp 500 Seiten ist der Roman daher recht dicht erzählt.

    Das Titelbild ist wunderschön geraten und macht Lust auf das Buch. Auf der Innenseite des Schutzumschlages sind weitere Bilder der Kathedrale und der Giralda zu sehen. Als wenn das nicht schon genug wäre, kann man den Schutzumschlag auch noch auffalten und hat einen Stadtplan Sevillas vor sich. Das finde ich sehr gelungen! Auch der Roman selber ist sehr schön mit Abbildungen unterlegt.

    Fazit: Wie auch schon Ildefonso Falcones auf dem Titel bekundet, hat die Autorin mit diesem Roman „Ein großartiges Epochenbild [...]“ geschaffen. Die geschichtlichen Aspekte sind (soweit ich das beurteilen kann) sehr gut recherchiert. Die Wette und das Schachspiel ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman über mehrere Jahrzehnte, sodass man einen sehr guten Einblick in das Sevilla der zweiten Hälfte des 18. und den Anfang des 19. Jahrhunderts erlangt. Die kleinen Kritikpunkte fallen bei diesem ansonsten sehr gelungenen Roman kaum ins Gewicht.

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  • der Turm der Könige Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Elohym78, am 16.10.2011

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    Ein Jahrhunderte überdauerndes Schachspiel hält Sevilla in Atem. Die Moslems spielen mit den Christen um die Giralda. Wer als erster drei Spiele gewinnt, darf über deren Schicksal entscheiden. Doch als es zur Entscheidungsschlacht kommen soll, weiß keiner mehr, wo die Spielregeln versteckt sind und eine atemraubende Suche beginnt.

    Das Cover ist sehr aufwendig und wunderschön gestaltet. Es zeigt unterschiedliche Perspektiven der Giralda und wenn man es aufklappt einen Stadtkarte von Seville. Es passt wunderbar zu Titel und Inhalt des Buches.

    Nerea Riesco hat ein unglaubliches Werk geschaffen. Ab der ersten Zeile spricht das Herzblut aus dem Buch. Es ist eine Homage an das Schachspiel mit vielen interessanten Erklärungen und Geheimnissen um dieses wunderbare Spiele. Zu gleich aber auch ein mitreißender historischer Roman, eine Familiensage und ein Liebesroman. Über drei Generationen hinweg darf der Leser die Familie de Montenegro begleiten. Auf der Suche nach den Spielregeln, in den Wirren des Mittelalters und bei der Entwicklung des technischen Fortschritts der Buchdruckerei hautnah dabei sein. Der Schreibstil der Autorin ist genauso viel schichtig, wie das Werk selber. Flüssig und gefühlvoll schildert sie die Liebesgeschichte, detailiert und bildhaft das Leben in der damaligen Zeit, informativ die Entwicklung der Stadt Sevilla und die geschichtlichen Hintergründe. Zudem spannt Riesco einen leichten Spannungsbogen, der das gesamte Buch über kontinuierlich gehalten wird. Die Atmosphere des Buches ist stets freundlich und hell. Die Autorin lässt ihre Charaktere mit dem Buch wachsen. Es sind sehr viele, aber trotzdem habe ich nie den roten Faden der Geschichte verloren. Das mag auch daran liegen, dass jede Person etwas ganz besonderes ist und man sich in jede hineinversetzen kann.

    Mein Fazit: Eins der besten Bücher, die ich je lesen durfte!

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  • Der Turm der Könige Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Melanie Enns, am 11.10.2011

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    Ein Buch über ein Schachspiel? Setzt es voraus, daß ich Schach verstanden habe und es selbst spielen kann? Denn dann wäre es auf keinen Fall ein Buch für mich, denn ich kann nicht lange konzentriert an einer Sache bleiben, daher ist Schach für mich eher Langweilig. So waren meine Gedanken, als ich mich an das Lesen meines Edelfedergewinns machte. Schach spielt hier schon eine sehr große Rolle, aber im Vordergrund steht eine Familiengeschichte, die mich vollends in ihren Bann zog, denn die Charaktere sind wirklich sehr symphatisch und gut gewählt. Der historische Hintergrund ist wirklich interessant und spannend in Szene gesetzt, da hat sich die Autorin wirklich große Mühe gegeben. Was mir aber am allerbesten gefallen hat, ist das Cover. Dies musst du aufklappen und siehst innen das Sevilla, welches dir im Roman begegnen wird. Du bekommst durch die Karte einen tiefen Einblick wie es 1755 ausgesehen haben könnte. Ein liebevolleres Cover ist mir schon lange nicht mehr begegnet. Die Geschichte um den Turm, um den sich Christen und Muslime streiten soll durch ein Schachspiel, welches 1248 begonnen wurde, endlich beendet werden. Dafür gibt es einige Auserwählte, aber bis es dann soweit ist, geschehen einige Dinge und dem Schachspiel werden immer mehr Steine in den Weg gelegt. Bis zum Ende bleibt es sehr, sehr spannend und dann endet es doch ganz anders als erwartet. Wie immer ist es sehr interessant zu Lesen, was manche Menschen zu tun bereit sind, wenn sie Lieben. Das macht sie aber nicht unbedingt symphatischer, sondern eher zu Menschen, die ich eher meiden würde, aber ein gutes Buch braucht wohl auch diese Ungeheuer um die Spannung aufrecht zu erhalten!



    Natürlich gibt es eine Leseempfehlung an diejenigen, die gerne Historisches Lesen und sich ohne Vorkenntnisse an ein Schachspiel der besonderen Art wagen wollen!

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  • Glaubensfragen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Eva-Regina Richter, am 10.10.2011

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    Schach – ein wahrhaft königliches Spiel.Eine Partie,die nicht nur über das Schicksal der Giralda in Sevillia entscheidet,sondern auch über das Leben vieler Menschen.Seit 4 Jahrhunderten wird über die Taktik gegrübelt,Figuren hin und her geschoben und so manch verdeckter Zug gemacht.Im wahren Leben und beim Spiel.
    Einfach grandios.So wie ein Spiel,fesselt auch dieses Buch seinen Leser von Anfang an.Ein unbedingtes Muss für Freunde der >Tore der Welt<, >Kathedrale des Meeres< und weiterer historischer Werke.

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  • Der Turm der Könige Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kathrin Regel, am 07.10.2011

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    „Der Turm der Könige“ entführt seine Leser in das Spanien des 18. Jahrhunderts. Aufgrund einer mittelalterlichen Wette zwischen Muslimen und Christen um die Kathedrale von Sevilla, werden in der Familie Montenegro Schachspieler ausgebildet, die die letzte noch ausstehende Partie um den Turm der Kathedrale gewinnen sollen. Das Jahrhunderte alte Dokument des Vertrages zwischen den beiden Parteien und die Aufzeichnungen der bis dato gespielten Partien sind verschollen und müssen beschafft werden, mit welchen Mitteln auch immer.
    Nerea Riesco entwirft in ihrem Roman eine prächtige Szenerie aus Intrigen, Leidenschaften, der Liebe zum Schach und zur Stadt Sevilla. Im Stil einer unbeteiligten Beobachterin erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Heldinnen und Helden, so dass man als Leser merkwürdig distanziert das Geschehen beobachten kann, dass wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft. Historische Unterhaltung an einem schönen Schauplatz, tolle Figuren und ein überraschender Schluss. Lassen auch Sie sich entführen!

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