Wenn wir Tiere wären

Roman

von Wilhelm Genazino

Buch

gebunden (158 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Das Leben in der modernen Welt verlangt zu viel: tägliche Anwesenheit am Arbeitsplatz, inklusive Engagement und freundlichem Gesicht, die Benutzung von Verkehrsmitteln und den Besuch von Supermärkten. Und dann auch noch das Privatleben. Unausweichlich kommt der Moment, in dem ein Mann nicht mehr weiterweiß - und ehe man sich's versieht, sind es statt einer sogar drei Frauen. Ach, wenn wir doch Tiere wären und die täglichen Zumutungen einfach übersehen könnten! Wilhelm Genazino erzählt ironisch, witzig und böse von einem Mann, der den Alltag nur ertragen kann, indem er das ordentliche Regelwerk durchbricht.


Produktdetails

Verkaufsrang: 13.967
ISBN-10: 3-446-23738-0
EAN: 9783446237384
Erschienen: 25.07.2011
Verlag: Hanser
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 158
Länge/Breite: 210mm/132mm
Gewicht: 305 g
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Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Heidelberg. 1998 erhielt er den "Großen Literaturpreis" der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2004 den "Georg-Büchner-Preis". 2007 wurde Wilhelm Genazino mit dem "Kleist-Preis" und der "Corine" ausgezeichnet.

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Buchhändlertipps

  • wenn einem der Alltag fordert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von michaela bokon, am 21.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Der freischaffende Architekt hat seinen Alltag fest geregelt, doch dann gerät alles aus den Fugen. Sein Freund stirbt, er bekommt dessen Job als festangestellter Architekt angeboten, in seinem Privatleben ändert sich einiges und schon ist er fast überfordert.
    Zynisch und voller Witz läßt uns Genazino teilhaben an den problemen des Alltags, wenn nichts mehr so ist iwe es war.

Kundenrezensionen

  • „Was bleibt, ist die Gier“ Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Violetta Maywald, am 11.02.2012

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    Wie es ist, wenn man eigentlich alles wünschenswerte hat und dennoch unzufrieden, ja überfordert zurückbleibt, kann man in Wilhelm Genazinos Roman „Wenn wir Tiere wären“ lesen.
    Der Protagonist, selbstständiger Architekt, gut situiert, scheitert immer wieder an der Fähigkeit zufrieden mit dem Erreichten zu sein. Liiert mit einer angehenden Alkoholikerin, zu der er sich mehr aus Bequemlichkeit hingezogen fühlt, stürzt er sich in eine Affäre mit der Frau seines verstorbenen Freundes. Doch auch diese Liebschaft bringt nicht die gewünschte Befriedigung. Viel mehr lässt er sich von der Witwe in die Rolle ihres verstorbenen Mannes drängen, übernimmt schließlich sogar dessen Festanstellung in einem Architektenbüro.
    Genazinos Protagonist ist eigentlich keine sympathische Figur. Er lässt sich treiben von Resignation und Schicksalsergebenheit.
    Wohl dem, der sich beim Lesen nicht wiedererkennt.

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  • Liebe auf den zweiten Blick Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von P. Ritter, am 03.02.2012

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    Am Anfang von „Wenn wir Tiere wären“, dachte ich, ich würde hier einen Aufguss seiner alten Werke lesen. Ja, ich fühlte mich sogar ein bisschen veräppelt, da Genazino einer meiner Lieblingsautoren ist und ich mich mit Vergnügen auf jede Neuerscheinung von ihm stürze. Doch zum Glück hat sich das Blatt beim Lesen gewendet. Es gibt allerlei schöne Neologismen, Verballhornungen und Zitate zu entdecken und auch die Charaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz.

    Das Buch verging wieder wie im Flug und ist für Genazinofans ein absolutes Muss! Für mich war dieses Buch Liebe auf den zweiten Blick.

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  • Wenn wir Tiere wären Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tina Dammer, am 23.11.2011

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    Der "Held" des Romans arbeitet als freier Architekt. Sein Lebensgefühl wechselt schnell. Es ist ein Gemisch aus Gleichgültigkeit, Ekel, Melancholie, Überdruss oder Angst. Manchmal fühlt er sich bei Kleinigkeiten im ganz normalen modernen Leben völlig überfordert. So kommt er in seiner Zerissenheit zu der Erkenntnis, dass ein Tierleben wegen seiner Einfachheit begehrenswerter erscheint. Zu seiner Lebensgefährtin Maria, die dem Rotwein nicht abgeneigt ist, hat er ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits hat er Bindungsangst und schwankt zwischen anderen Frauen hin und her, andererseits gibt ihm Maria Standfestigkeit und beruhigende Momente in seinem selbstempfindlichen Leben.
    Durch den unerwarteten Tod seines Freundes gerät sein ohnehin überempfindliches Leben in eine beunruhigende Lage.
    Fesselnd sind nicht die selbstzweifelnden Handlungen - es ist der Text, die trefflichen Formulierungen von Gesagtem. Es ist die virtuose Sprache und die einzigartigen Wortschöpfungen, die den Roman zu einem Lesevergnügen machen.

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  • Wenn wir Tiere wären... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Alexandra Zander, am 07.10.2011

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    würde sich der Protagonist dieses erzählerischen Meisterwerkes sicherlich wohler in seiner Haut fühlen und sich nicht über jede alltägliche Herausforderung unzählige Gedanken machen, um letztendlich immer die falsche Entscheidung zu treffen.Ein absolut geniales,sprachliches Meisterwerk, welches man in einem Stück verschlingt!Großartig!

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  • Ein typischer Genazino, Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Birgitt Schweren-Wolters, am 03.10.2011

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    wunderbar ironisch, klug und bissig gibt er uns hier in der Figur des Ich-Erzählers, der "die täglichen Zumutungen einfach nicht gelassen übersehen kann", ein Lebensbeispiel eines Mannes, den alles langweilt, dem alles zuviel ist, der alles auseinandernehmen muß und einfach mit der Welt, dem Alltag und der Liebe nicht klarkommt. Dies ist in ganz kurzen Sätzen, die man am besten zweimal lesen sollte,
    fast stakkatoartig erzählt und man liest es neugierig und atemlos bis zum Schluß.

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  • Auf der Flucht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katrin Schamaun, am 09.08.2011

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    Ein typischer Genazino!

    Verschrobene Gedankengänge eines etwas schräg im Leben stehenden Mannes, der mit einer Frau zusammenlebt, deren Anwesenheit er zunächst ohne Fluchtgedanken ruhig erträgt. Bis der triviale Kauf eines Fertigfleischsalates sein Leben komplett aus dem Takt bringt.

    Wenige Seiten, aber viel Literatur! Sätze, die man zwei Mal lesen muss und die man sich anschliessend am liebsten rahmen möchte.

    Wer sich ausserdem schon immer einmal erklären lassen wollte, warum es ein angenehmer metaphysischer Zustand ist, Schuhe bei ihrer fortlaufenden Selbsteinschmutzung zu betrachten, der sollte "Wenn wir Tiere wären" unbedingt lesen!

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  • Wenn der Alltag aus den Fugen gerät. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Fritzenwallner, am 21.07.2011

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    In diesem Buch erzählt der Autor Genazino einen Abschnitt aus dem Leben von Dieter Rotmund, der als Controller in einer Arzneimittelfabrik tätig ist. Rotmund pendelt am Wochenende zwischen dem Schwarzwald, wo seine Frau Edith und seine Tochter Sabine leben, und der Großstadt, in der er aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung unterhält. Dieser Lebensstil kostet Geld, und so fährt Rotmund meist schwarz mit der Bahn und besuchte sogar schon einmal das Pfandleihhaus.
    Seine Ehe geht in die Brüche als seine Frau Edith ihm gesteht, dass sie ein Verhältnis mit einem Architekten aus dem Nachbardorf hat. Obwohl vom Naturell eher ein Einzelgänger, findet er sich bald in den Armen von Sonja wieder, der Vormieterin seiner Wohnung, die Kontakt mit ihm aufnimmt, weil sich im Keller seiner Wohnung noch ein paar Pappkartons von ihr befinden. Sonja ist eine seltsame Person voller Geheimnisse.
    Es ist die emotionale Gleichgültigkeit, die kennzeichnend für Rotmund ist und die den Kern des Romans ausmacht. Dies gilt für seine eigenen Gefühle und auch für die Wahrnehmung seiner Person durch andere Menschen seiner Umgebung.
    Es sind die Sachlichkeit des Ich-Erzählers, seine Beobachtungen und seine Gedankengänge, die wesentlich zur Komik beitragen. Die Lebenskrise scheint unabwendbar zu sein. Die unerwartete Beförderung zum Finanzdirektor beeinflusst zwar die finanzielle Situation, ändert aber nichts an seiner Mittelmäßigkeit. Rotmund stolpert weiter durchs Leben und führt ein scheinbar langweiliges Leben voller zufälliger Begegnungen, die seinen Alltag bestimmen.

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  • Vorab-Lesung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Wolfgang Albeck, am 05.06.2011

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    Habe vor 2 Tagen der Lesung von Wilhelm Genazino in marbach beigewohnt, i.R. derer er auch aus der Fahne seines neuen, am 25.07.11 erscheinenenden neues Buches gelesen hat. Meine Spannung auf sein neues Buc ist super groß und ich freue mich darauf!

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