Sunset

Erzählungen

von Stephen. Nach dem Roman King

Buch

gebunden (479 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Was, wenn tödlicher Horror über einen hereinbricht oder Besessenheit und Gelüste alle Vernunft besiegen? Wozu der vermeintlich normale Mensch fähig ist, wenn sein Leben plötzlich eine unerwartete Wendung nimmt: Stephen King zeigt uns das, wie nur er es kann in dreizehn neuen unheimlichen Geschichten, erstmals in einem Band gesammelt.

Produktdetails

ISBN-10: 3-453-26604-8
EAN: 9783453266049
Originaltitel: Just After Sunset
Erschienen: 10.11.2008
Verlag: Heyne
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 479
Gewicht: 745 g
Übersetzer: Wulf Bergner, Friedrich Mader, Karl-Heinz Ebnet, Sabine Lohmann, Hannes Riffel
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Stephen. Nach dem Roman King

Stephen King wurde am 21.September 1947 in Portland, Maine geboren. Seine Eltern Donald Edwin King, seiner Zeit Seefahrer und Nelly Ruth Pillsbury haben 1939 geheiratet. Zwei Jahre vor der Geburt von Stephen King adoptierten sie einen Sohn namens David. 1949 verließ der Vater die Familie und fortan war die Mutter allein verantwortlich für die Familie. Aus finanziellen Gründen mussten sie oft umziehen, da ihre Mutter sich nur mit Gelegenheitsjobs weiterhelfen konnte. Schon im Alter von sieben Jahren schrieb Stephen King seine ersten Geschichten. Vorlage hierfür waren für ihn Science-Fiction und Fantasy Filme aus denen später die Vorliebe für Horrorgeschichten wuchs. Ab 1966 studierte er für vier Jahre an der Universität Maine und absolvierte seinen B.A. in Englisch. Danach war Stephen King qualifiziert an der High School zu unterrichten. Während seiner Studienzeit schrieb er eine wöchentliche Kolumne für die Universitätszeitung. Er engagierte sich im Studenten Senat für Politik und war Mitglied der Anti-Kriegs Bewegung. Zu der Zeit lernte Stephen King auch seine Frau Tabitha Spruce kennen, die er im Januar 1971 heiratete. Mit ihr bekam er seine drei Kinder Noami, Joe und Owen. Neben seinem Beruf als Lehrer blieb ihm nur wenig Zeit für seine Kurzgeschichten, von denen er zwar ein paar verkaufen, jedoch nicht vom Schreiben allein leben konnte. Das änderte sich erst mit seinem ersten Erfolgsroman "Carrie", der 1973 von einem Verlag akzeptiert wurde. Damals war es seine Frau, die Stephen King überreden musste das Manuskript einzureichen. Alles Folgende war und ist eine weltbekannte Erfolgsgeschichte. Stephen King gab seinen Beruf als Lehrer auf und verdient seitdem sein Geld mit all seinen bisher veröffentlichten Bestsellern. Sein eigentlich sorgloses Leben wurde jedoch schon früh durch seine Alkohol und Drogensucht beschattet. Anfang der 90er Jahre bekam er das mit Hilfe seiner Frau, Freunden und einer Therapie wieder in den Griff.
1992 war er Mitbegründer der Band "Rock Bottom Remainders", die nur aus Schriftstellern besteht und meist auf Benefizveranstaltungen auftritt. Stephen King nimmt hierbei die Rolle des Gitarristen ein. Auch die Rolle des Regisseurs und Drehbuchautors machte ihm Spaß und ließ ihn in den 80er Jahren glänzen. In Stephen King Büchern, die sich ausschließlich um Horror drehen, verbirgt er nicht nur Phantasien, sondern auch erlebtes, wie übergreifende, bedrohliche Fans oder auch einen schweren Autounfall. Frühere Werke und auch spätere Romane veröffentlichte Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachmann und eine Kurzgeschichte unter John Swithen. Als jedoch bekannt wurde wer hinter den Pseudonymen steckte, eroberten auch diese Romane den Markt und erhöhten auf einen Schlag die Auflage. Dabei war es sein Interesse herauszufinden, ob sich Stephen King Bücher wegen dem Inhalt oder dem Namen so gut verkaufen ließen. Seine Ehrungen und Preise sind im Laufe der Jahre kaum noch zu überblicken. Angefangen von der Auszeichnung des World Horror Grandmaster (1992) über World Fantasy Awards, Best American Short Story (1996) und Awards der Horror Writers Association hat Stephen King viele weitere Awards bisher erfolgreich gewinnen können. Mit seinen Horror Geschichten ist der US-amerikanische Schriftsteller einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Seinen Wohnsitz hat Stephen King mit seiner Frau Tabitha in einem viktorianischen Haus in Bangor, Maine gefunden. Von seinen Kindern hat er mittlerweile schon drei Enkelkinder geschenkt bekommen. Zusammen mit seiner Frau wurde Stephen King für die Unterstützung kultureller Einrichtungen geehrt.

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Kundenrezensionen

  • Etwas harmlos... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 25.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist, gemessen an früheren King-Werken, etwas enttäuschend. Lediglich die Geschichte "N." hat mich an den früheren King-Horror erinnert. Den Rest muss man nicht gelesen haben, ist aber sicher immer noch besser als Kurzgeschichten anderer Autoren.

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  • Einfache Geschichten für Zwischendurch, aber Romane kann er besser Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Lukas Glaser, am 15.06.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bei Stephen Kings "Sunset" handelt es sich um eine sehr schöne Kurzgeschichtensammlung. Kurzgeschichten haben den Vorteil, dass man sich sofort mitten im Geschehen befindet, aber auch den Nachteil, dass sie viel zu kurz sind, umd Spannung aufzubauen.
    Was mir bei den Geschichten gefehlt hat, sind die Schockeffekte und ein klassischer King-Horror.
    Meine Lieblingsstorys von Sunset sind "Die Höllenkatze" und "N.".
    Auch "Ayana" ist sehr gut geschrieben. Es erinnert mich aber SEHR an das Werk "Schlaflos". Im Grunde genommen, wird hier exakt das selbe Thema und die gleichen Hintergründe verwendet.
    Ich persönlich bin von diesem Werk ein klein wenig enttäuscht, daher fällt die Bewertung nur durchschnittlich aus.
    Wer sich aber lieber die Kurzgeschichten liest, als einen ganzen Roman, und mehr die sollte "Sunset" auf alle Fälle lesen.

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  • Klasse Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.12.2008

    1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch muss man lesen. Für Fans ist es eine Pflichtlektüre.

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Im Jahr 1972 kam ich eines Tages nach Hause, da saß meine Frau mit einer Gartenschere am Küchentisch. Sie lächelte, was darauf schließen ließ, dass mich nicht allzu viel Ärger erwartete; andererseits verlangte sie die Herausgabe meiner Geldbörse. Das klang nicht gut.
Trotzdem gab ich sie ihr. Sie wühlte meine Tankkreditkarte von Texaco heraus - damals wie heute bekamen Jungverheiratete solches Zeug routinemäßig unverlangt zugeschickt - und zerschnitt sie prompt in drei große Stücke. Als ich protestierte, die Karte sei sehr praktisch gewesen und wir hätten am Monatsende immer wenigstens die Mindestzahlung geleistet (manchmal mehr), schüttelte sie nur den Kopf und erklärte mir, die Kreditzinsen seien mehr, als unser fragiles Familienunternehmen tragen könne.
»Lieber die Versuchung abschaffen«, sagte sie. »Meine habe ich schon zerschnitten.«
Und das war's dann. In den folgenden zwei Jahren besaß keiner von uns beiden mehr eine Kreditkarte.
Es war richtig, es war clever gewesen, das zu tun, denn damals waren wir Anfang zwanzig und hatten zwei Kinder zu versorgen; finanziell schafften wir es so eben, uns über Wasser zu halten. Ich unterrichtete Englisch an einer Highschool und arbeitete im Sommer in einer Großwäscherei, wusch Motelbettwäsche und fuhr sie gelegentlich mit einem Lieferwagen zu diesen Motels. Tabby versorgte tagsüber die Kinder, schrieb Gedichte, während die ihren Mittagsschlaf hielten, und arbeitete eine volle Schicht bei Dunkin' Donuts, sobald ich aus der Schule heimkam. Unser gemeinsames Einkommen genügte, um die Miete zu zahlen, Lebensmittel zu kaufen und unseren kleinen Sohn mit Windeln zu versorgen, aber es reichte nicht für ein Telefon; das schafften wir ebenso ab wie die Texaco-Karte. Die Versuchung, mit jemandem ein Ferngespräch zu führen, wäre zu groß gewesen. Wir behielten genug übrig, um gelegentlich Bücher zu kaufen — keiner von uns konnte ohne sie leben — und meine schlechten Angewohnheiten (Bier und Zigaretten) zu bezahlen, aber kaum mehr als das. Ganz sicher hatten wir nicht das Geld, um für das Vorrecht, dieses praktische, aber letztlich gefährliche Plastikkärtchen zu besitzen, Kreditzinsen bezahlen zu können.
Was wir an überschüssigem Einkommen hatten, ging meistens für Dinge wie Autoreparaturen, Arztrechnungen oder Sachen drauf, die Tabby und ich »Kinderscheiß« nannten: Spielzeug, einen Laufstall aus zweiter Hand, ein paar dieser ärgerlichen Richard-Scarry-Bücher. Und dieses bisschen zusätzliche Geld kam oft durch die Kurzgeschichten herein, die ich Herrenmagazinen wie Cavalier, Dude und Adam verkaufen konnte. In jenen Tagen ging es nie darum, Literatur zu schreiben, und jede Diskussion über den »bleibenden Wert« meines Zeugs wäre ein ebenso großer Luxus wie diese Texaco-Karte gewesen. Wenn die Storys sich verkauften (was sie nicht immer taten), bedeuteten sie einfach ein willkommenes kleines Zusatzeinkommen. Ich betrachtete sie als eine Reihe Piñatas, an die ich statt mit einem Stock mit einer Schreibmaschine schlug. Manchmal platzten sie und ließen ein paar Hundert Dollar herabregnen. Ein andermal taten sie es nicht.
Zum Glück für mich — man glaube mir, dass ich in mehr als nur dieser Beziehung ein äußerst glückliches Leben geführt habe — war meine Arbeit auch mein Vergnügen. Ich amüsierte mich bei den meisten dieser Storys, hatte einen Riesenspaß dabei. Sie kamen eine nach der anderen wie die Hits des Rock-Senders auf Mittelwelle, der in der Kombination aus Arbeitszimmer und Wäscheraum, in dem ich sie schrieb, ständig lief.
Ich schrieb sie schnell und zügig, sah sie mir nach dem zweiten Umschreiben kaum jemals wieder an und kam nie auf den Gedanken, mich etwa zu fragen, woher sie kamen, wie die Struktur einer guten Kurzgeschichte sich von der eines Romans unterschied oder wie man Dinge wie Personenentwicklung, Rückblenden und Zeitrahmen managte. Ich flog lediglich nach Gefühl, hatte nichts als meine Intuition und jugendliches Selbstvertrauen. Mich kümmerte nur, dass der Strom nicht versiegte. Das war alles, was mich zu kümmern brauchte. Jedenfalls kam ich niemals auf die Idee, das Schreiben von Kurzgeschichten sei eine delikate Kunst, die man vergessen könne, wenn man sie nicht fast ständig übe. Damals kam sie mir keineswegs delikat vor. Die meisten dieser Storys kamen mir wie Planierraupen vor.
Viele amerikanische Bestsellerautoren schreiben keine Kurzgeschichten. Ich bezweifle, dass das eine Geldfrage ist; Bestsellerautoren brauchen über diesen Aspekt nicht nachzudenken. Vielleicht setzt eine Art kreative Klaustrophobie ein, sobald die Welt eines hauptberuflichen Schriftstellers auf sagen wir unter 280 Seiten schrumpft. Vielleicht ist es auch nur das Talent zur Miniaturisierung, das irgendwann verlorengeht. Bei vielem im Leben mag es sich wie mit dem Fahrradfahren verhalten, aber das Schreiben von Kurzgeschichten gehört nicht dazu. Man kann vergessen, wie man es macht.
In den späten achtziger und neunziger Jahren schrieb ich immer weniger Storys, und diejenigen, die ich zu Papier brachte, wurden immer länger (einige davon sind in diesem Band versammelt). Das war in Ordnung. Aber es gab auch Kurzgeschichten, die ich nicht schrieb, weil ich irgendeinen Roman zu beenden hatte, und das war weniger in Ordnung - ich konnte hören, wie diese Ideen im Hinterkopf darum bettelten, aufgeschrieben zu werden. Manche kamen irgendwann dran; andere starben leider und wurden wie Staub weggeblasen.
Am schlimmsten war, dass es Kurzgeschichten gab, die ich nicht mehr schreiben konnte, und das war bestürzend. Ich wusste, dass ich sie damals im Wäscheraum auf Tabbys kleiner Reiseschreibmaschine von Olivetti hätte schreiben können, aber als älterem Mann - selbst mit ausgefeilter Schreibtechnik und viel kostspieligerem Handwerkszeug wie dem Macintosh, auf dem ich heute Abend schreibe - fielen mir solche Geschichten nicht mehr ein. Ich weiß noch, wie ich eine vermurkste und mir einen alternden Schwertfeger vorstellte, der ratlos eine edle Damaszenerklinge betrachtet und denkt: Irgendwie hab ich früher doch gewusst, wie man dieses Zeug macht.
Dann bekam ich eines Tages vor drei oder vier Jahren einen Brief von Katrina Kenison, Herausgeberin der jährlich erscheinenden Best American Short Stories (ihre Nachfolgerin ist inzwischen Heidi Pitlor, der dieses Buch gewidmet ist). Ms. Kenison fragte an, ob ich Interesse daran hätte, den Jahrgang 2006 herauszugeben. Ich brauchte nicht darüber zu schlafen oder mir die Sache auch nur bei einem Nachmittagsspaziergang zu überlegen. Ich sagte sofort zu. Aus allen möglichen Gründen, von denen einige sogar altruistisch waren. Aber ich wäre ein schlimmer Lügner, wenn ich nicht zugäbe, dass auch Eigeninteresse eine Rolle spielte. Ich dachte, wenn ich genügend Kurzgeschichten läse, in das Beste eintauchte, was die amerikanischen Literaturzeitschriften zu bieten hatten, könnte ich vielleicht etwas von der Mühelosigkeit zurückgewinnen, die mir verlorengegangen war. Nicht weil ich diese Honorarschecks brauchte - klein, aber sehr willkommen, wenn man erst anfängt -, um einen neuen Auspuff für einen Gebrauchtwagen oder ein Geburtstagsgeschenk für meine Frau zu kaufen, sondern weil ich es für keinen fairen Tausch hielt, meine Fähigkeit, Kurzgeschichten zu schreiben, gegen eine ganze Geldbörse voller Kreditkarten einzutauschen.
In meinem Jahr als Gastherausgeber habe ich Hunderte von Storys gelesen, aber darauf will ich hier nicht eingehen; wen es interessiert, der kaufe sich das Buch und lese die Einführung (außerdem gönnt man sich damit zwanzig klasse Kurzgeschichten, was auch nicht übel ist). Wichtig hinsichtlich der hier folgenden Storys ist die Tatsache, dass die alte Erregung zurückkam und ich wieder wie früher zu schreiben begann. Darauf hatte ich gehofft, aber kaum zu glauben gewagt, dass es so kommen würde. Die erste dieser »neuen« Storys war »Willa«, die auch die erste Geschichte des vorliegenden Bandes ist.
Taugen diese Storys etwas? Ja, ich finde schon. Sind sie Literatur?

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