Buch
Taschenbuch (439 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Der zweite Roman der neuen Bestsellerserie
Las Vegas macht's möglich: In einer heißen Nacht heiratet der sexy Cop Mike Corwin nicht nur die umwerfende Amber, sondern gewinnt darüber hinaus 150.000 Dollar. Doch als er am nächsten Morgen aufwacht, ist Amber verschwunden- und das Geld auch. Hat sie ihn reingelegt? Oder entfaltet der Fluch, der auf dem Corwin-Clan lastet, tatsächlich seine Wirkung?
Pressestimmen:
"Carly Phillips' Geschichte besitzt genügend erotische Spannung, um ein Feuerwerk unter ihren Fans zu entzünden." Publishers Weekly
| Verkaufsrang: | 6.208 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-453-58047-8 |
| EAN: | 9783453580473 |
| Originaltitel: | Lucky Streak (Corwin-Serie, Bd. 2) |
| Erschienen: | 01.12.2009 |
| Verlag: | Heyne Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 439 |
| Länge/Breite: | 188mm/170mm |
| Gewicht: | 360 g |
| Übersetzer: | Ursula Christine Sturm |
| Reihe: | Heyne-Bücher Allgemeine Reihe |
Carly Phillips hat sich mit ihren romantischen und leidenschaftlichen Geschichten in die Herzen ihrer Leserinnen geschrieben. Sie veröffentlichte bereits über zwanzig Romane und ist inzwischen eine der bekannte amerikanischen Schriftstellerinnen. Mit zahlreichen Preisnominierungen ist sie nicht mehr wegzudenken aus den Bestsellerlisten. Ihre Karriere als Anwältin gab sie auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern im Staat New York.
von einer Kundin/einem Kunden, am 15.04.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 14.12.2009
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Stewart, Massachusetts, ein kleines Dorf etwa zwei Kilometer westlich von Salem, dem Schauplatz der berüchtigten Hexenprozesse. Ende des neunzehnten Jahrhunderts herrschte unter den Bewohnern von Stewart schreckliche Furcht vor Verwünschungen und Hexenzauber. Just in jener Zeit geschah es, dass ein gewisser William Corwin sein Herz an eine Frau verlor und mit ihr durchbrannte, obwohl sie bereits einem anderen versprochen war. Martin Perkins, der sitzengelassene Mann, war der älteste Sohn einer wohlhabenden Familie aus dem Nachbardorf, das ebendieser Familie auch seinen Namen verdankte.
Seine Mutter, Mary Perkins, war eine Hexe, und sie rächte sich umgehend für das Unrecht, das ihrem Sohn widerfahren war, indem sie die Corwins mit einem Fluch belegte. Seither ist jeder männliche Spross der Familie dazu verdammt, die Frau seines Herzens und sein Hab und Gut zu verlieren, sobald er sich verliebt.
Fortan gab es keinen männlichen Nachfahren von William Corwin, dem dieses Schicksal erspart geblieben wäre ...
Amber Rose wollte das Trickbetrüger-Geschäft hinter sich lassen. Karten zählen in Vegas bei Pokerspielen mit hohen Einsätzen, das war nicht das Leben, das sie führen wollte - selbst wenn es ihr das Geld einbrachte, das sie so dringend brauchte, um für die Arztrechnungen ihres an Alzheimer leidenden Vaters und für seine Unterbringung in einem erstklassigen Pflegeheim aufzukommen. Doch nun hatte sie genug gespart, um umsatteln zu können. Sie ließ den Blick durch das überfüllte, verrauchte Casino gleiten, wo sie mit Marshall Banks, ihrem zukünftigen Ex-Partner, verabredet war. Das Bellagio war sein Lieblingshotel auf dem Strip. Sie konnte nur hoffen, dass ihn die Atmosphäre in gute Laune versetzen würde, ehe sie ihm die schlechte Nachricht überbrachte.
Amber warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Es kam ihr vor, als wäre sie schon ewig hier, dabei waren seit ihrer Ankunft erst fünf Minuten vergangen. Entspann dich, sagte sie sich. Dann erspähte sie Marshall endlich am anderen Ende der Halle.
Es entging ihr nicht, dass er zahlreiche bewundernde Blicke von weiblichen Gästen erntete, als er sich einen Weg durch die Menge bahnte. Kein Wunder. Er hatte den Sex-Appeal eines Andy Garcia und passte mit seiner eleganten schwarzen Hose, dem bunt gestreiften Anzughemd und dem dunklen, nach hinten gegelten Haar hervorragend in Las Vegas' Glamourwelt. Marshall war seit je ein Frauenschwarm gewesen, und als junger, leicht zu beeindruckender Teenager hatte auch Amber seiner Fangemeinde angehört. Bis über beide Ohren war sie in den Top-Protege ihres Vaters verknallt gewesen.
Auch ihren Vater hatte Amber stets bewundert. Sam Brenner, ein Spieler der Extraklasse, war das personifizierte Las Vegas gewesen - groß und imposant, dynamisch, aufregend. Er hatte seine Tochter vergöttert und dafür gesorgt, dass es ihr an nichts fehlte. Als Berufsspieler war er häufig unterwegs gewesen, sodass Amber viel Zeit bei seinen Eltern verbracht hatte, und irgendwann hatte sie ihre ehrfürchtige Zuneigung zu ihrem Vater auch auf seine Heimatstadt übertragen. Sie liebte den Glanz und Glamour, der Vegas umgab.
Ihre Begeisterung für Marshall war längst verpufft. Heute wusste sie, was für ein Mann hinter der glänzenden Fassade steckte: Ein Hochstapler mittleren Alters, der sich seinen Lebensunterhalt mit Spielen und Trickbetrügereien verdiente - schlicht und einfach deshalb, weil er damit durchkam. Zugegeben, eine Zeit lang hatten sie gemeinsame Sache gemacht, doch waren Ambers Gründe, sich darauf einzulassen, weniger eigennützig gewesen.
"Hallo, meine Schöne", unterbrach Marshall nun ihre Gedankengänge und drückte ihr einen kühlen Kuss auf die Wange. "Wie geht's dir heute?"
"Ganz gut." Sie spreizte die Finger, um sich nicht durch ihre Körpersprache zu verraten.
"Möchtest du einen Drink?", fragte Marshall.
Sie runzelte die Stirn. "Ist es dafür nicht noch ein bisschen früh?"
"Ach komm schon, Kleines, entspann dich. Es ist Freitag, praktisch schon Wochenende." Er hielt eine Bedienung an. "Einen Johnnie Walker Black für mich und einen Chardonnay für die Dame."
Amber trank stets Chardonnay, wenn Marshall und sie einen auf "der Spieler und seine Tussi" machten, doch jetzt stand ihr nicht der Sinn nach solchen Possen.
Sie winkte ab. "Für mich nichts."
Die Bedingung nickte und wandte sich zum Gehen.
Marshall musterte sie fragend. "Stimmt etwas nicht?"
Sie schüttelte den Kopf. "Nein, es ist nur noch so früh am Tag." Selbst für einen Freitag.
Er fixierte sie mit seinem charakteristischen, listig verschmitzten Blick. "Was hast du denn? Sonst kümmert es dich doch auch nicht, wann oder was ich trinke, wenn wir einen Coup geplant haben, der etwas Bargeld in die Kasse spült. Und wie gesagt, für morgen Abend ist alles arrangiert. Also, entspann dich." Er strich ihr über die langen Locken.
Sie zwang sich, tief durchzuatmen. Er hatte Recht. Seine Trinkgewohnheiten waren nie ein Thema gewesen. Sie hatte ihn schalten und walten lassen, wie es ihm beliebte, seit sie ihn vor einem halben Jahr gefragt hatte, ob er mit ihr das große Geld machen wolle -mithilfe der Tricks, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hatte. Doch im Augenblick hätte sie es vorgezogen, wenn er nüchtern geblieben wäre. Je mehr Alkohol er intus hatte, desto unvorhersehbarer wurde seine Reaktion auf ihre Neuigkeit.
Am besten brachte sie es auf der Stelle hinter sich. "Also, was das Spiel morgen angeht ..." Amber unterdrückte den Drang, sich die feuchten Hände an ihrem dunklen Kleid abzuwischen und ballte sie stattdessen zu Fäusten.
Seine Augen verdunkelten sich, als sein wachsamer Blick nun auf ihr ruhte, doch das konnte Amber nicht beunruhigen. Für gewöhnlich besaß er genügend Charme, um sein explosives Temperament im Zaum zu halten. Für gewöhnlich.
"Ja?", fragte er.
"Du wirst auf mich verzichten müssen."
"Das ist ein schlechter Witz, oder?" Er runzelte die Stirn, seine Miene verdüsterte sich. "Du weißt genau, dass ich ohne dein fotografisches Gedächtnis nicht gewinnen kann. Was könnte wichtiger sein als das Spiel?"
Sollte sie ihm nun mit Werten wie Ehrlichkeit, Moral und Verantwortung kommen, wo er sich doch um all das keinen Deut scherte? Amber biss sich auf die Unterlippe und überlegte, wie sie ihre Gefühle in Worte fassen sollte, damit er sie verstand.
Sie begegnete seinem einschüchternden Blick. "Marshall, ich habe die Nase voll vom Kartenzählen. Ich hänge meinen Job an den Nagel und fange ein neues Leben an."