Schlagfertigkeit
Leseprobe

Schlagfertigkeit

von Matthias Nöllke

Buch

Taschenbuch (229 Seiten)

2. Auflage 2009.

Sprache: Deutsch

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"Hätte ich doch bloß gesagt, ..." - wer kennt dieses Gefühl nicht? Doch Schlagfertigkeit kann man üben und ausbauen. Wenn Sie beruflich und privat schnell antworten möchten und müssen, lernen Sie hier, wie es geht. Mit zahlreichen Beispielen zum Üben.
Eine Diskussion, ein Streitgespräch, eine Bemerkung von der schnippischen Kollegin, es gibt tausend Situationen, in denen man eine schlagfertige Antwort gebraucht hätte. Meistens fällt einem diese Antwort fünf Minuten später ein. Aber: Schlagfertigkeit lässt sich trainieren.
INHALTE:
- Mit Tipps, Tricks und Analysen: Wie sind Gesprächssituationen einzuschätzen, wie reagiert man auf aggressive Einwände, wie erweitert man seinen Wortschatz, wie kontert man unfaire Angriffe?
- Mit vielen Übungen und Beispielen.
- NEU in der 2. Auflage: noch mehr Techniken und witzige Konter, z.B. schlagfertig auf Männer-Frauen-Sprüche reagieren, indem man souverän bleibt oder den anderen einfach mit der Umarmungsstrategie entwaffnet - nämlich mit einem Kompliment.


Pressestimmen:

"'Da steht es doch. Können Sie nicht lesen?' Unverschämt, denkt man und sagt: Nichts. Denn die passende Antwort kommt natürlich Stunden später. Wer künftig sofort die richtigen Worte finden will, kann das trainieren - mit dem Buch 'Schlagfertigkeit' aus dem Haufe Verlag. Autor Matthias Nöllke stellt in der zweiten, aktualisierten Auflage unterhaltsam die besten Techniken vor, ergänzt um weitere Themen: Umarmungsstrategie, Schlagfertigkeit hoch drei und Geschlechterklischees. Ob Job oder Privatleben - zahlreiche Beispiele und Übungen helfen, schlagfertig im Alltag zu reagieren..."

Produktdetails

ISBN-10: 3-448-09589-3
EAN: 9783448095890
Erschienen: 24.07.2009
Verlag: Haufe Lexware GmbH
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage 2009.
Seitenzahl: 229
Länge/Breite: 228mm/159mm
Gewicht: 520 g
Reihe: Haufe Sachbuch Wirtschaft
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Matthias Nöllke

Dr. Matthias Nöllke arbeitet als Autor und Referent in München. Er ist für den Bayerischen Rundfunk und verschiedene Unternehmen tätig.

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"WITZIGE" ABLENKUNGSMANÖVERStellen Sie sich vor, Sie nehmen an einer Podiumsdiskussion teil. Sie haben Ihren Standpunkt gut vertreten und den Vertreter der Gegenseite in Argumentationsnöte gebracht. Da macht er eine "witzige", abfällige Bemerkung über Ihr Aussehen. Das Publikum lacht.Wie soll man auf solche Ablenkungsmanöver reagieren? Häufig fühlen wir uns erst mal überrumpelt und sind befremdet.Was soll das jetzt? Vielleicht starten wir aus Verlegenheit einen Gegenangriff, der aber meist versandet. Vielleicht verlangen wir eine Entschuldigung, was zur Folge hat, dass nun darüber geredet wird, ob die Bemerkung wirklich ehrverletzend oder nicht vielmehr "ein Spaß" gewesen ist. Sie kehren zur "eigentlichen" Diskussion zurück, doch Sie stellen fest: Irgendwie ist nach diesem kleinen Zwischenfall der Faden gerissen, Sie haben an Sicherheit verloren und wirken längst nicht mehr so stark und souverän wie vorher.Bleiben Sie beim ThemaMit solchen Ablenkungsmanövern müssen Sie immer rechnen, wenn Sie vor einem Publikum diskutieren. Dabei kann das Publikum aus Ihren Arbeitskollegen oder Freunden bestehen, Sie müssen also gar nicht in der Öffentlichkeit stehen, um solche Diskussionen zu führen. Anders gesagt: Es kann jeden treffen. Die Sache ist zwar unangenehm, aber es ist gar nicht so schwierig, mit einer passenden Bemerkung solchen Manöver entgegenzutreten. Sie sollten nur darauf achten, dass Sie nicht in eine der beiden Fallen geraten.- Sie dürfen nicht die Fassung verlieren. Lassen Sie sich nicht lähmen oder aus dem Konzept bringen.- Verzichten Sie auf jede Art von Revanche, Richtigstellung, Diskussion über Angemessenheit oder Unangemessen der Bemerkung.Ihr Diskussionspartner versucht ja nicht ohne Grund eine Nebendiskussion vom Zaun zu brechen. Lassen Sie ihn nicht entwischen, bleiben Sie beim Thema.Verändern Sie auch nicht Ihre Haltung, mit der Sie bis jetzt diskutiert haben. Bleiben Sie so, wie Sie vorher waren. Betrachten Sie die abfällige Bemerkung vielmehr als Steilvorschlage, die es Ihnen ermöglicht weiter zu punkten.Ein Satz genügtManche versuchen sich aus der Verlegenheit zu helfen, indem sie die Bemerkung schlicht überhören. Doch das ist keine gute Lösung.Auch wenn Sie über die Bemerkung hinweggehen, die anderen haben sie gehört.Also muss ein Kommentar her, aber welcher?"Das ist ein plumpes Ablenkungsmanöver." - Gewiss nicht schlecht, aber ein wenig steif. Stellen Sie sich die Situation vor, dass die Zuhörer gerade über Ihre Frisur lachen. Da wirkt dieser Kommentar nicht restlos überzeugend. Versuchen Sie es stattdessen mit einer Variante der "Dolmetscher- Technik" (-> S. 86), die Sie ja bereits fleißig geübt haben. Leisten Sie für Ihr Publikum die angemessene "Übersetzungshilfe", indem Sie in aller Ruhe feststellen: "Sie machen sich Gedanken über meine Haare." Und dann fahren Sie unbedingt fort: "Ich würde hingegen lieber zum Thema zurückkommen. Ich denke, da sind noch ein paar Punkte offen. Nämlich ..." Es ist wichtig, dass Sie wieder zum Thema zurückführen. Sie müssen Ihre Zuhörer sozusagen wieder mitnehmen, damit sie gar nicht länger über Ihre Frisur oder Ihre Kleidung nachdenken. Mit einer solchen souveränen Reaktion lassen Sie den anderen ins Abseits laufen. Er erscheint mit einem Mal lächerlich. Und Sie stellen sicher, dass Sie beim Thema bleiben können.Durch Kränkungen nicht provozieren lassenEs mag sein, dass der andere ziemlich dreist wird. In einem persönlichen Gespräch würden Sie ihn jetzt zur Rechenschaft ziehen und eine Entschuldigung verlangen.Wenn Sie vor Publikum diskutieren, sollten Sie sich das schenken - auch wenn Sie eigentlich im Recht sind. Dem Publikum ist es nämlich ziemlich egal, ob sich der andere entschuldigt oder nicht. Sie können dadurch also nicht viel gewinnen. Aber viel verlieren, weil die Gefahr droht, dass Ihr eigentliches Thema aus dem Blickfeld gerät. Sie präsentieren sich dann nicht mehr als derjenige, der sich kompetent über ein bestimmtes Thema äußert, sondern als derjenige, der diese endlose "Entschuldigungsdiskussion" vom Zaun gebrochen hat. Weitere Hinweise, wie Sie vor Publikum besser abschneiden, bekommen Sie in der achten Lektion (-> S. 169). Dabei erfahren Sie auch, was Sie tun können, wenn der andere versucht Sie zu verleumden.

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