Schandweib

Roman

von Claudia Weiss

Buch

gebunden (510 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Das abergläubische Volk sähe die Mordverdächtige am liebsten als Hexe verurteilt: Eine Frau, die sich als Mann ausgibt und mit Frauen zusammenlebt, ist auch im aufgeklärten Hamburg ein Skandal. Hinrich Wrangel, der neue Prokurator am Niedergericht, übernimmt die Pflichtverteidigung der Inhaftierten und beißt sich an ihr zunächst die Zähne aus. Nur zögerlich enthüllt sie ihm ihr Leben - das Schicksal einer Unterdrückten, die nur in Männerkleidern Chancen auf ein menschenwürdiges Leben sieht. Eine Geschichte, die so gar nicht zu einer Mörderin passen will. Doch das Volk fordert immer lauter ihre Hinrichtung. Und Wrangel sieht sich plötzlich mächtigen Gegnern gegenüber, für die es um weit mehr als nur einen Mordfall geht.


Pressestimmen:

"Ich mag Bücher, die mich allmählich in ihren Bann ziehen und dann bis zur letzten Zeile nicht mehr loslassen. So ist es mir mit dem Roman '"Schandweib" ergangen. Wie die Autorin einen authentischen Kriminalfall in das Hamburg des frühen 18. Jahrhunderts einbettet und zugleich Parallelen zur Gegenwart aufzeigt, wie sie bei aller Liebe zum farbigen Detail die Spannung hält - Glückwunsch, Claudia Weiss!" (Konrad Hansen, Autor von "Die Männer vom Meer" und "Die Kinder der Meerfrau", 15. 6. 2011)

Produktdetails

ISBN-10: 3-455-40097-3
EAN: 9783455400977
Erschienen: 29.08.2011
Verlag: Hoffmann und Campe
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 510
Länge/Breite: 216mm/146mm
Gewicht: 743 g
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Claudia Weiss

Claudia Weiss lehrt an der Universität der Bundeswehr Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihr besonderes Interesse gilt der Geschichte und Geographie des Zarenreichs.

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Kundenrezensionen

  • Wunderbarer Hanse-Abenteuerroman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Winkler, am 18.04.2012

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Spannende Unterhaltung, Abenteuer und Geschichte. Diese drei Schlagworte treffen den historischen Roman von Claudia Weiss, ein Erstling, der uns in die Hansestadt des frühen 18. Jahrhunderts führt. "Schandweib" packt von der ersten Seite an: Fasziniert verfolgt der Leser das dramatische Schicksal des / der Hinrich Bunk, einer Frau in Männerkleidern, die ihre Umgebung geschickt zu täuschen weiß. Die Autorin, ihres Zeichens Historikerin, hat gnadenlos gut recherchiert für diesen fesselnden Roman. Prädikat wertvoll.

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  • Hamburg Anfang des 18. Jahrhunderts Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Monika Fuchs, am 06.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Hamburger Verlag Hoffmann & Campe hat ganz mutig einen historischen Erstlingsroman herausgebracht. Allerdings kommt die Autorin Claudia Weiß vom Fach – sie ist eine promovierte Historikerin und hat auf einen authentischen Fall zurückgegriffen.

    Claudia Weiß erzählt die Geschichte von Hinrich Bunk und Hinrich Wrangel. Das Schicksal von Hinrich Bunk nimmt 1701 eine dramatische Wendung, als er seine Ehefrau im Streit mit einem Messer verletzt. Bei der Festnahme stellt sich nämlich heraus, dass er gar kein Mann sondern eine Frau ist. Hinrich Bunk hat bereits in jungen Jahren festgestellt, dass sie in Männerverkleidung besser durchs Leben kommt. Zeitgleich wird auch noch eine nackte Frauenleiche ohne Kopf am Schweinemarkt in Hamburg entdeckt. Hat diese Frauenleiche etwas mit Hinrich Bunk zu tun? Der junge Advokat Hinrich Wrangel hat gerade seine erste Stelle für die Stadt Hamburg als Prokurator am Niedergericht angetreten. Da wird ihm von seinem direkten Vorgesetzten dem Prätor Wilkens die Aufgabe übertragen, Hinrich Bunk als Pflichtverteidiger zur Seite zu stehen. Anfangs ekelt ihn dieser Fall an und die Angeklagte ist auch nicht wirklich zur Mitarbeit bereit, doch nach und nach entdeckt Hinrich Wrangel immer mehr Unstimmigkeiten. Und er ermittelt auf eigene Faust und kommt etwas Ungeheuerlichem auf die Spur.

    Nicht nur die beiden Hauptfiguren sind in diesem Roman gut besetzt. Besonders die im Laufe des Romans immer wichtiger werdenden Nebenfiguren wie der Vikar Claussen und Ruth Abelson, die Tochter des jüdischen Bankiers Moses Abelson runden die Handlung ab.

    Claudia Weiß beschreibt sehr bildreich wie das Leben im 18. Jahrhundert in Hamburg ausgesehen hat. Wir erhalten einen guten Einblick über die Regierungsform, die für ihre Zeit ungewöhnlich war. Schon damals war Hamburg eine unabhängige und freie Stadt, die vom Senat und Bürgerschaft regiert wurde. Auch über das Leben der Menschen und ihre Berufe erfahren wir viel. Es ist eine Zeit des Übergangs. An einigen Universitäten wird bereits ganz im Zeichen der Aufklärung gelehrt, aber das einfache Volk ist noch sehr dem alten Hexenglauben verbunden.

    Dies ist endlich mal wieder ein historischer Hamburg-Krimi für alle Fans, denen Petra Oelker nicht schnell genug schreibt.

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  • Spannender historischer Krimi mit jeder Menge spannender Hintergrundinfos Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silke Schröder, am 03.09.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Schandweib“ von Claudia Weiss ist ein spannender historischer Krimi, der viel über die Situation Hamburgs im angehenden 18. Jahrhundert erzählt. Anschaulich beschreibt sie die brisante politische Situation in Europa und insbesondere die Konflikte mit den dänischen Nachbarn, die direkt vor den Toren der Stadt lagerten. Weiss gibt einen Einblick in das damalige Rechtswesen und die kleinen, aber feinen Fortschritte auf diesem Gebiet – wie etwa jenes neue Gesetz, nach dem Folter nur noch dann erlaubt war, wenn den Angeklagten die grausamen Instrumente vorher genauestens erklärt wurden. Auch erfahren wir, dass Juden in Hamburg, anders als im dänisch besetztem Glückstadt, keine Bürgerrechte bekamen, und dass Frauen wenige Jahrzehnte nach der letzten Hexenverbrennung noch immer noch keine anspruchsvollen Berufe ergreifen, geschweige denn eine Universitäten besuchen durften. So blieb ihnen oft nur die Arbeit als Dienstmädchen, bei dem sie den Launen ihrer Arbeitgeber erbarmungslos ausgesetzt waren. Nicht wenige von ihnen suchten deshalb ihr Glück in Männerkleidung. Mit dem jungen Rechtsanwalt Hinrich Wrangel schafft Claudia Weiß einen sympathischen Helden, der versucht, gegen den Hamburger Juristenklüngel anzugehen und der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen. Wer historische Krimis mag und dabei jede Menge spannende Hintergrundinformationen über eine Großstadt in der Zeit der beginnenden Aufklärung mitnehmen möchte, ist bei „Schandweib“ genau richtig.

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